Hilfe! Tochter kann morgens nichts mehr essen....!

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von schoenesonne 08.03.11 - 08:35 Uhr

Ich brauche dringend mal Eure Hilfe bzw. Meinung, ich bin mit meinem Latein bald am Ende bzw. habe nicht den nötigen Abstand.....

Unsere Tochter, Ende 4. Klasse, kurz vor ihrem 10. Geburtstag (Umbruch Schule, Angst bzw. Aufregung neue Schule und sicherlich auch schon mitten in der Vorpupertät) bereitet uns im Moment einige Sorgen. Sie macht viel Sport, isst immer gut und gerne und ist bislang ein gutgelauntes lebhaftes Mädchen gewesen. Seit einigen Wochen jedoch hat sie insbesondere morgens einen so immensen Schweinehund, dass sie zum Einen ganz schlecht aus dem Bett kommt (sonst ist sie immer rausgesprungen, war sofort am erzählen, lachen....), null Appetit und Durst hat.... und auch häufig Stimmungsschwankungen erlebt bei ihr....

Für mich ist es eigentlich schon ein Zeichen für die Aufregung der kommenden Monate (Schulwechsel, sie ist eine gute Schülerin, Gymnasialempfehlung, hat aber schon auch Muffe, wie es dort wird) und auch Vorpupertät (körperlich tut sich bei ihr noch nix), aber ich habe Bedenken bzgl. des immer schlechter werdenden Essens. Ich denke ja schon mit Grauen an eine Vorstufe von Magersucht.....#zitter

Nun "versucht" sie es morgens mit Übergeben #gruebel, einmal hat sie beim Husten am Frühstückstisch so gewürgt, dass ihr die drei Löffel Joghurt vom Frühstücken wieder.....ihr wisst schon, heute morgen teilte sie mir beim Losfahren an der Haustür mit, dass ich ihr Bett heute bitte neu beziehen möge, auf meine Frage nach dem Warum sagte sie, dass sie dort heute morgen reingespukt hätte #schock ! Und sagt es mir ganz cool erst beim Losfahren.....????? Was bezweckt sie bloß damit?

Noch stehe ich bzgl. des Essens morgens darauf, dass sie vor der Schule etwas zu Essen und Trinken im Magen haben muss, das Frühstück in der Schule ist erst viel später und sie mag dort auch nur Reiswaffel, Wasser und Obst mitnehmen.... Bei Schule bis 14 Uhr ist das doch bis dahin viel zu wenig, oder??????

Mein Mann hat schlauerweise im Beisein unserer Tochter gemeint, dass man morgens ja nicht frühstücken müsse :-(

Helft mir mal weiter, wisst ihr Hilfen bzw. Untersützung psychischer Natur, mit der wir unsere Tochter wieder mental aufbauen können oder habt ihr auch in dem Alter damit Erfahrungen bei Euren Kindern gehabt, geht es vielleicht von alleine wieder vorbei #zitter

Wenn sie mittags/nachmittags wieder von der Schule nach Hause kommt, strahlt sie immer, alles sei toll, der Hunger von vor einigen Wochen ist aber häufig auch beim Mittagessen nicht da....

Ich möchte ihr gerne helfen, aber weiss bald nicht mehr, wie.....

Ganz ganz lieben Dank schonmal für Eure Kommentare!

schoenesonne

Beitrag von leiahenny 08.03.11 - 08:42 Uhr

Deine Kleine wird groß und die Hormone und das Wachstum fangen an zu toben. Da gibt es Futterphasen und dann wieder wird gar nichts gegessen.

Lass den Kampf und akzeptiere wenn sie nichts essen will. Gib ihr ein Brot, Obst und Getränk mit. Morgen einen Tee-vielleicht sogar ans Bett, wenn das Aufstehen dann leichter wird.
Sie wird nicht verhungern und es wird nicht letzt Phase sein.
Wenn du um das Essen jetzt einen Kampf machst gehts du nur das Risiko ein
es zu Dauerbeaustelle zu machen.

Beitrag von sillysilly 08.03.11 - 09:18 Uhr

Hallo

kann nur von mir berichten.

ICH konnte nie etwas vor der Schule essen - ging einfach nicht -
Maximal ein Kakao -
Meine Mutter hat es auch eine zeitlang versucht, und das ist mir heute noch in unguter Erinnerung.
Sie verstand einfach nicht, daß es nicht ging.

und ich habe es auch überlebt.

Ich habe nie vor der Schule gegessen, 1. Klasse bis zum Ausbildungsabschluß - und trotzdem ist was aus mir geworden ........ :-p



Meine große Tochter ist genauso - sie kann morgens nicht essen, vor dem Kiga ist es mir egal .... da sie ja dann da Essen kann
wenn sie im Sept, in die Schule kommt werden wir sehen ......
ein paar Bissen fände ich auch gut, aber wenn es nicht geht, geht es halt nicht ......


Also bei mir war es halt so - aber schon immer
interessant ist daß es bei Euch plötzlich anders ist ....


Grüße Silly

Beitrag von arienne41 08.03.11 - 09:42 Uhr

Hallo

Wenn deine Tochter Kakao mag gib ihr den morgens.
Wenn sie morgens einen Traubenzucker essen kann gib ihr eins und sag das ihr Gehirn das braucht um besser zu lernen.

Bestehe nicht darauf das sie morgens was ißt.

Kein gesunder Mensch verhungert vor einem vollen Teller :-)

Beitrag von schullek 08.03.11 - 10:03 Uhr

"Kein gesunder Mensch verhungert vor einem vollen Teller"+

da hast du wohl recht. wobei die betonung auf gesund liegt.
und ich kann mich des eindrucks nicht erwehren, dass bei diesem mädchen gerade etwas schief läuft. sie 'spuckt' udn würgt. das würde mir als mutter auch sehr zu denken geben. wenn also ein mädchen in dem alter solche signale sendet, dann sollte man als mutter besorgt sein. wenn sie nun, was ich nicht andeuten will, eine frühform von bulemie o.ä. entwickelt, dann ist sie kein 'gesunder' mensch mehr. was danach kommt kann sich jeder denken.

@posterin: wie wäre es, wenn du dich mal mit diener tochter zusammensetzt und ihr diene ängste mitteilst. sie ist 10 und kommt in die pubertät. sie hat keinen sinn dafür, was ihre mutter beschäftigt oder fühlt. aber wenn du es erklärst, dann wird sie eventuell auch verstehen, wwarum du was möchtest. udn dann erklärt sie dir vielleicht auch, warum sie momentan nichts essen mag, kann oder was auch immer. zeiog ihr, dass du sie ernst nimmst, sie verstehen willst.

lg

Beitrag von schoenesonne 08.03.11 - 15:02 Uhr

Danke schullek für Deine Antwort,

ich habe es mittlerweile tatsächlich schon auf viele Arten versucht, lieb zureden, erklären, dass bei ihr wohl die Pupertät ansteht, dass es gut wäre, wenn sie zumindest etwas im Bauch vor der Schule hätte, dass ich auch in ihrem Alter eine Zeitlang mit meiner Mutter einen Kampf um ein halbes Toastbrot geführt habe (sieh Tochter, ich kann dich schon verstehen, aber versuche es doch bitte....), bis hin zu granteligen Äusserungen letztendlich auch von mir (hilflos..... von meiner Seite). Ich habe ihr auch schon in vielen ruhigen Minuten, auch im Tagesverlauf, wenn sie wieder spitze drauf ist...., erklärt, was mich mit ihr und ihrem Verhalten beschäftigt, als Antwort gibt sie dann quasi nur das, was wir ihr erklärungssuchend schon mal vorgegeben haben (morgendlicher Schweinehund, Angst bzw. Aufregung vor Schulwechsel). Sie habe keine Probleme mit Freunden, in der Schule, mit anderen Menschen o.ä., auch das haben ich und mein Mann auch in ruhigen Minuten schon mit ihr abgeklopft...man weiss ja nie....

Morgen bin ich mit Ihrem Bruder beim KiA, der auch Kinder- und Jugendarzt ist, ich werde ihn mal befragen, ob ich meine Tochter ihm lieber mal deswegen vorstellen solle oder ob wir es erstmal weiter beobachten sollen...

Und nun werd ich ihr weiter Kraft geben und sie morgen eben mal ohne Frühstück (vielleicht geht ja ein kleiner Kakao....) zur Schule ziehen lassen.....

Vielen Dank und liebe Grüsse!

schoenesonne

Beitrag von anira 08.03.11 - 09:42 Uhr

hmm lass sie dneoch mal von kia durchschecken mit blut abnehmen
sicher ist sicher

aber ansosnten lass sie
und schau das sie dann um 15uhr was gutes zum essen hat;)

bei uns ist es anders rum
meine springen aus dem bett und wollen was essen
noch ims chlafanzug
aber es wird sofort nach ner banane oder apfel gegriffen
da dreht sich mir immer der Magen......
ich kannd as gar net ab das früh essen

jetzt gerade hab ich hier frühstück stehen
das so ne normale zeit für mich

Beitrag von paula74 08.03.11 - 10:26 Uhr

"Noch stehe ich bzgl. des Essens morgens darauf, dass sie vor der Schule etwas zu Essen und Trinken im Magen haben muss, das Frühstück in der Schule ist erst viel später und sie mag dort auch nur Reiswaffel, Wasser und Obst mitnehmen.... Bei Schule bis 14 Uhr ist das doch bis dahin viel zu wenig, oder??????"

Hallo
Ich denke, Du kennst Deine Tochter am Besten. Und ich höre raus, dass Du es wirklich nicht mehr normal findest. Daher würde ich versuchen, mir Informationen und/oder Hilfe zu suchen. Vielleicht sprichst Du mal mit dem Kinderarzt (ohne Deine Tochter)? Konkrete Tips kann ich Dir nicht geben.

Wenn Deine Tochter 10 Jahre lang gut und gerne gegessen hat, dann ist es nicht normal, auch ich sehe das so. Ich würde mir auch extreme Sorgen machen, wenn meine gute Esserin sich zuhause auf einmal so verhalten würde (auch wenn sie noch so viel jünger ist).

Alles Gute, Paula

Beitrag von dk-mel 08.03.11 - 14:02 Uhr

ich bin arg enttäuscht, dass heir einige schreiben, dass du es einfach so hinnehmen sollst, es wäre normal.

DAS IST ES NICHT!

klar, haben sie ab und an mal kurze phasen, mit weniger appetit oder mal kurz vor einem besonderen erlebnis, aber doch nicht über wochen! und erst recht nicht mit dem versuch, sich zu erbrechen!

red mit ihr, und falls sie nichts erzählen mag, würde ich mir psychologische hilfe holen bzw. auch mit krankenhaus drohen, wenn sie weiter arg wenig isst. außerdem solltet ihr ihr gewicht im auge behalten und auch andere befragen, ob sie sich auch im verhalten geändert hat.

kennt ihr nicht den radiospot, wo es um essstörungen bei kindern und jugendlichen geht? ich finde, den gibt es zu recht. lieber einmal mehr zum arzt, als bulimie und co. die tür zu öffnen.

bei uns ist es so, dass ich auf frühstück bestehe, dafür muss genügend zeit sein, dass man in ruhe essen und ein wenig plaudern kann, was heute so alles anliegt.. dafür weiß ich, dass sie oft in der schule nichts isst (sie hat aber IMMER etwas dabei, brot und zugabe) und nachmittags je nach bedarf, manchmal auch nichts, aber dafür muss abends wieder vernünftig gegessen werden (meistens warm). sie isst aber generell relativ wenig, das war schon immer so. bei mir würden die alarmglocken läuten, wenn sich wie bei euch etwas so arg ändern würde.

Beitrag von schoenesonne 08.03.11 - 15:17 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Ja, ich mache mir auch Sorgen, sonst würde ich einen solchen Thread hier auch nicht schreiben....

Heut mittag, also halb zwei, hat sie auch wieder nur ganz wenig gegessen, aber morgen bin ich eh mit dem Bruder beim Kinder-und Jugendarzt, den werde ich erstmal ohne ihr Beisein dazu befragen.

Wir haben in der Familie meines Mannes einen Fall von Magersucht/Bulimie, allerdings ist es die fast 50jährige Schwester meines Mannes, zu der die fast gesamte Familie seit langer Zeit überhaupt keinen Kontakt mehr hat. Unsere Tochter hat es nicht mitbekommen, wir haben es zwar mal am Rande erzählt und erklärt. Auch aus diesem Grunde bin ich arg empfindlich und sensibel, was das Thema Magersucht, Bullimie usw. angeht.

Mit Arzt, Krankenhaus, Untersuchungen habe ich ihr in meiner Hilflosigkeit auch schon gedroht, hatte aber sofort ein blödes Gefühl dabei, ich will ihr nicht drohen und ihr Angst machen....

Zum Frühstücken haben wir seit jeher mind. immer eine halbe Std. Zeit, mittlerweile nehmen wir uns noch mehr Zeit zum Frühstück.....Denn auch ich kenne es von mir, dass ich morgens Zeit brauche...

Mal sehen, wie es weitergeht, was der Arzt und der kommende Tag ohne Frühstück sagen...

Beitrag von coliene 09.03.11 - 22:36 Uhr

Hallo!

Ich habe Deinen Thread gelesen und würde auch gerne etwas dazu sagen.

Die Sache mit dem Übergeben: Deine Tochter weist Dich noch darauf hin (sollst ihr Bett abziehen); für mich ist das ein Hilferuf!

Auch wenn viele sagen "lass sie" - klar sollte man manche Dinge nicht hoch jubeln, manchmal hilft ignorieren. Jedoch ist Deine Tochter 10 Jahre alt und keine 3 mehr.

Ich finde, Du hast es richtig gemacht, den KiA dazu zu befragen. Lieber einmal mehr gefragt, als einmal zu wenig. Auf seinen Rat würde ich vertrauen und diesem auch Folge leisten.

Mit Sicherheit verliert sich das auch wieder.

Ich drücke Euch die Daumen.

Alles Gute!



Beitrag von bluehorse 08.03.11 - 20:02 Uhr

Natürlich könnte irgend etwas dahinterstecken, dass deine Tochter früh nichts essen möchte. Es kann aber genausogut sein, dass sie früh nichts (mehr) essen kann. Ich kann das gut verstehen, ich war auch so ein Kind. Meine Mutter hat auch versucht, mich zum Frühstücken zu bringen. Aber ein Zwang hat bei mir auch einen Würgereiz ausgelöst. Frühstückt deine Tochter denn zu anderen Zeiten (z.B. am Wochenende später). Um 9 Uhr früstücken ist für mich nie ein Problem gewesen, aber um 7 Uhr kann ich keinen Bissen essen. Trotzdem kannst du ja abklären lassen, ob körperlich alles in Ordnung ist oder ob z.B. in der Schule Essen / Gewicht ein Thema ist und dort Mitschülerinnen ihr vielleicht einreden, dass man nicht so viel essen darf, um nicht zuzunehmen.

LG bluehorse

Beitrag von sunny42 09.03.11 - 10:03 Uhr

Guten Morgen schoenesonne,

mir fällt dazu spontan ein:

Frieden kann man einseitig beschließen, für Krieg braucht man immer zwei.

Warum lässt Du Dich denn auf diesen Machtkampf ein?
Ich bin immer wieder erstaunt wie Menschen ihre Gedanken für die Wahrheit der Welt halten und anderen Menschen nicht ihre eigenen Wege lassen.

Du sagst, man muss morgens etwas essen oder trinken.
Ist das wahr? Für jeden Menschen?
In wie weit hat sie tatsächlich keinen Hunger, oder will sie nur einfach mal für sich und ihre Meinung kämpfen?

Und dann produziert dein Kopf schon die nächsten Bilder ...Magersucht ... körperliche Schäden ... der Abstieg ... der Tod!
Bei den ganzen negativen Schwingungen könnte ich auch nichts essen.

Was die Kinder in meinen Augen am meisten brauchen ist Liebe, Verständnis und Vertrauen.
Vor einem vollen Teller ist noch niemand verhungert, aber nicht ernst genommen werden in den eigenen Bedürfnissen kann schlimme Folgen haben.

Das ist alles als Gedankenanregung und nicht als Vorwurf gemeint.
Liebe Grüße
Sunny



Beitrag von linagilmore80 09.03.11 - 11:27 Uhr

Hi,

ich habe bis zu dem Zeitpunkt, wo ich mit meinem Mann zusammen gezogen bin (das war so vor 2 Jahren) morgens auch nicht frühstücken können - es ging einfach kein Bissen runter. Dafür habe ich dann am späten Morgen gegessen.

Aber jetzt zu Deinen Sorgen:
Eine Magersucht MUSS nicht dahinter stecken, sondern einfach nur der Appetit auf einfache Sachen wie Reiswaffeln und Obst. Aber wenn Du zu viele Sorgen hast, dann lass sie ärztlich untersuchen.
Und statt darauf zu bestehen, dass sie isst (und sie hinterher eh kotzt) kannst Du ja versuchen ihr zu erklären, wie gesunde Ernährung (auch im Körper) funktioniert und was ihr Körper alles braucht, damit sie fit bleibt und gut lernen kann.

Ich würde keinen Krieg daraus machen, weil es sonst wirklich in Richtung Magersucht / Bulemie geht, aber ein Auge darauf haben würde ich schon.

LG,
Lina

Beitrag von sarahg0709 11.03.11 - 16:06 Uhr

HAllo,

bei Erbrechen läuten bei mir immer sämtliche Alarmglocken.

Kann ein Virus sein, eine Stoffwechselerkrankung oder etwas Psychisches.

Auf jeden Fall würde ich mal zum Kinderarzt gehen und eine Blutuntersuchung veranlassen. In jedem Falle auch Blutglucose bestimmen lassen.


LG und alles Gute