Vaters Firma beerben... aber wie?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von heutmallieberso 08.03.11 - 10:52 Uhr

Hallo,

ich weiß, passt nicht ganz hier ins Partnerschaftsforum, aber ich wollte das lieber mal anonym einstellen ;-)

Und zwar: Mein Vater hat vor einigen Jahren damit begonnen, eine Internetfirma aufzubauen (so eine Art Branchenbuch mit kostenpflichtigen Einträgen). Dabei habe ich ihm inhaltlich auch immer wieder geholfen, da ich in der selben Branche (also Online-Business) arbeite.
In seine Seite hat er recht viel Geld gesteckt, und das scheint sich nun auch auszuzahlen- die Website läuft super, die Gewinne rollen.

Nun ist es so, dass mein Vater von meiner Mutter geschieden ist und noch einmal geheiratet hat (schon vor 10 Jahren). Die Firma läuft auf den Namen seiner Ehefrau, was wohl steuerliche Gründe hatte. Sprich: Offiziell gehört ihm die Website gar nicht, sondern seiner Frau - er ist aber derjenige, der hauptsächlich daran arbeitet (sie ist angestellt tätig und hilft nur gelegentlich aus).

Ich würde das Geschäft sehr gerne übernehmen, wenn mein Vater einmal verstirbt (was natürlich hoffentlich noch lange dauert :-) ). Ich weiß, wie viel Geld und Zeit und Leidenschaft er da reingesetzt hat und möchte ungern, dass das in fremde Hände kommt oder "den Bach hinunter geht". Aufgrund meiner beruflichen Kenntnisse kann ich die Seite ohne Probleme weiterführen, ich arbeite ja auch jetzt schon immer wieder mal mit. Mein Vater ist aktuell 68 Jahre alt.
Nur: Die Seite gehört ja offiziell seiner Frau, und die wiederum hat auch zwei Söhne (die allerdings als Handwerker nix mit dem Business zu tun haben).

Ich kann ihn ja aber auch nicht einfach darauf ansprechen, dass ich ihn mit der Firma gerne mal beerben möchte - das kommt sicherlich falsch rüber. Aber wie könnte ich das anstellen, dass die Firma mal auf mich überschrieben wird? Wie spricht man diese Thematik an?
Ich bin sicher, er würde auch wollen, dass ich das weiterführe, aber er macht sich über die Zukunft keine Gedanken und auch nicht um irgendwelche Testamente o.ä.

Habt ihr einen Vorschlag, wie man das Thema auf den Tisch bringen könnte?



Beitrag von sonne.hannover 08.03.11 - 10:57 Uhr

sag ihm doch einfach, dass Du Dir Sorgen um die Zukunft der Firma machst und frage im gleichen Zusammenhang, ob er denn schon ein Testament gemacht habe. Anders wirds nicht gehen.

Beitrag von auch so 08.03.11 - 10:59 Uhr

Da hast du schlechte Karten. Wie willst du etwas erben, was deinem Vater nicht gehört?
Vielleicht wird dich die Frau deines Vaters gegen ein kleines Gehalt einstellen.

Beitrag von frieda05 08.03.11 - 11:20 Uhr

Ich gehe mal davon aus, daß Du ein gutes Verhältnis zum Vater hast und er sich über Dein Interesse an der Firma freut. Da kann man mal ganz in Ruhe das Thema "Nachfolge" und "notarielles Engagement" anschneiden. Auch ihm sollte daran liegen, sowohl seine finanzielle, wie auch die ideelle Investition gesichert zu sehen. Das kann man ohne Probleme diplomatisch verpacken ohne wie ein Erbschleicher auszusehen.

Gerne per PN

GzG
Irmi

Beitrag von stormkite 08.03.11 - 11:50 Uhr

Da wird außer offen ansprechen nichts helfen.

Wenn die beiden Gütertrennung haben und die Firma auf ihren Namen läuft, würdest du nämlich gar nichts erben. NADA.

Von daher besteht ein ganz erheblicher Klärungsbedarf.

Kite