Pflichtteil-was für Gründe gibt es?

Archiv des urbia-Forums Allgemeines.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von ronja001 08.03.11 - 13:18 Uhr

Hallo zusammen!

Kurz vorne weg, vor ein paar Monaten hatte ich einen Streit mit meiner Mutter und meinen Schwestern, der sich mittlerweile aber wieder erledigt hat. Der Umgang ist auch normal...

Meine Mutter hat mir vor ein paar Tagen eröffnet, dass sie es wohl in die Wege geleitet hat, dass ich jetzt meinen Pflichtteil vom Haus bekomme (mein Vater ist vor ein paar Jahren verstorben und mir gehören ja vom ganzen sowieso schon ein achtel und sie meinte wohl dieses achtel soll ich ausbezahlt bekommen obwohl sies anscheinend selbst net genau wusste...#gruebel) Es war so zwischen Tür und Angel, die Kinder sind relativ laut drum rumgesprungen, dass ich mir zu Hause erst so richtige Gedanken drüber machen konnte...Zumal ich das ja gar nicht gesagt habe, dass ich jetzt meinen Teil bekommen will..

Mir schwirren jetzt so ein paar Gedanken durch den Kopf. Z.B. kann es sein
dass die Schulden des Hauses die Erbsumme übersteigen und ich somit leer ausgeh...das hat sie mir so gesagt. Da denk ich mir, warum sollte ich das dann
überhaupt machen? Da könnte ich ja auch noch 20 Jahre warten, bis das Haus abbezahlt ist, oder? Warum sollte ich freiwillig das Feld mit nichts räumen und meine Schwester hat dann ein Haus "geschenkt"? Ergibt für mich keinen Sinn, oder peil ichs nur net?#aerger Sie sagte mir dass sie dann das
Testament machen müsse, in dem
steht dass meine jüngste Schwester das Haus erbt. Aber davon stehen mir ja auch wieder gewisse Prozente zu.

Ausserdem dachte ich immer dass ich doch sowas in die Wege leiten müsste, wenn ich meinen Anteil will. Oder? Kann sie das denn überhaupt machen, obwohl ich das jetzt gar nicht möchte? Sowas war für mich biislang gar kein
Thema...!

Ich kann sie zur Zeit leider nicht selbst drauf ansprechen, da sie die Woche
verreist ist und nicht erreichbar. Auch hab ich son komisches Gefühl dass ich mich übers Ohr hauen lass...Bin grad ziemlich durcheinander.. Vielleicht ist das aber auch einfach nur weil ich mich so überrumpelt fühle...

Kennt sich jm. von euch damit aus? Oder was haltet ihr von der Ganzen?

VG

Ela

Beitrag von hauke-haien 08.03.11 - 13:36 Uhr

Hallo,

bin mir nicht klar, ob ich alles verstanden habe:

1. Dein Vater ist "vor ein paar Jahren" gestorben. Aus seinem Erbe sollst du jetzt den Pflichtteil bekommen?
Ich nehme mal an, deine Eltern haben so ein Berliner Testament gemacht und sich gegenseitig als Erben eingesetzt. Zum Zeitpunkt des Erbfalles hättest du den Pflichtteil fordern können. Jetzt nicht mehr!
(Warum meinst du, dir gehört "sowieso schon ein Achtel"?)

2. Sollte deine Mutter irgendwann sterben (und du noch leben) vererbt sie (auch) an dich. Sie kann dich zwar ausschließen, der Pflichtteil aus dieser Erbmasse bleibt dir trotzdem, sofern du nicht verzichtest.

Jetzt will deine Mutter dir mal so mir nichts dir nichts ein Achtel des Hauses überschreiben? Warum?
Das wäre eine Schenkung und Schulden kann man nicht verschenken. Freu dich einfach drüber ;-)

Ich glaube, weder du noch deine Mutter sind so recht gut informiert.

LG, H.H.

Beitrag von ronja001 08.03.11 - 14:29 Uhr

Hey!

Ja sagte ja schon dass ich keinerlei Ahnung habe!!!Und dass meine Mutter auch keine hat, davon bin ich überzeugt. Und ihrer Anwältin trau ich auch nicht so übern Weg...

Nein, meiner Mutter gehört nur die Hälfte, die andere Hälfte meinen Schwestern und mir...So war das. Die direkten Nachkommen sind ja immer die Erben. Von einem Testament weiss ich nichts.

Das ist ja das komische, dass sie jetzt so "mir nichts dir nichts" SOWAS anleiert...kann das nicht nachvollziehen. Deswegen hab ich hier ja auch geschrieben...

VG

Beitrag von bezzi 08.03.11 - 14:39 Uhr

Als Dein Vater gestorben ist, hatte er also kein Testament.
Ich gehe davon aus, dass das Haus zu 100 Prozent Deinem Vater gehört hat, denn nur dann ging das halbe Haus damals an Deine Mutter und die andere Hälfte an Dich und Deine Geschwister zu gleichen Teilen.
Soweit so gut.

Stehst Du mit Deinem Anteil am Haus auch im Grundbuch ?

Wenn ja, kann Dich keiner dazu zwingen, dass Du Deinen Anteil am Haus verkaufst.

Wenn nein, wäre es höchste Zeit, das eintragen zu lassen.

Beitrag von asimbonanga 08.03.11 - 14:16 Uhr

Nichts unterschreiben bevor du es einem Anwalt vorgelegt hast.Einfach nichts machen.Fließt Geld auf dein Konto um schriftliche Begründung bitten und zum Anwalt gehen.

Beitrag von ronja001 08.03.11 - 14:34 Uhr

Hey!

Ja das werde ich so machen... Ist schon komisch sich nen Anwalt bei der eignen Familie zu nehmen...Aber wie heisst es so schön: bei geld hört die Freundschaft auf....

LG

Beitrag von asimbonanga 08.03.11 - 14:45 Uhr

Erbstreitigkeiten gibt nun wirklich sehr oft.
Holzauge sei wachsam.;-)

Beitrag von bezzi 08.03.11 - 14:47 Uhr

Wegen eines flüchtigen Gesprächs zwischen Tür und Angel brauchst Du mit Sicherheit noch keinen Anwalt, um gegen Dein eeigene Familie vorzugehen. Warte erst mal ab, was kommt.

Beitrag von ronja001 08.03.11 - 15:59 Uhr

Nee das habe ich ja au net vor, aber da ich keine Ahnung habe und meine Mutter das alles ohne mein Wissen und Wollen angeleiert hat, würde ich mich sicherer fühlen, wenn ich auch einen Anwalt auf meiner Seite hätte, der mich berät und gewisse Dinge prüft... Meine Mutter hat ja gesagt dass ihre Anwältin das alles regelt.

Keine Ahnung.

VG

Beitrag von bezzi 08.03.11 - 17:51 Uhr

Ohne Dein Einverständnis (wenn es um Immobilien geht braucht es sogar einen Notar) kann Dir keiner Dein Erbe streitig machen.

Warte einfach ab, was die Anwältin macht und unterschreibe NICHTS !