Hauskauf-sollen wir es wagen?

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Beitrag von besserneu 08.03.11 - 13:51 Uhr

Hallo,

folgende Grundlagen: Hauspreis etwa 140000-160000.(Erfahren den genauen Preis am WE nach Schätzung). Dazu etwa 20000 für Renovierung.
EK zur Zeit leider nur 8000 (Letztes Jahr Autokauf).
Da dachte wir im Traum noch nicht daran ein Haus zu kaufen...

Nun also per Zufall Traumobjekt angeboten bekommen.
Sparen im Monat zwischen 500-1000 Euro.
Zwei Kinder ein Vollverdiener und ich 30%.

Miete zur Zeit günstige 530 kalt+250 NK. Da wir schon "älter" sind (ich 41, Mann wird 50#schock) möchten wir dass ganze in höchstens 20 Jahren von der Backe haben. Realistisch? Oder sind wir völlig bescheuert diesen Schritt jetzt noch zu wagen? Was würdet ihr an Zins und Tilgung höchstens leisten?
Die jetztige Kaltmiete+ die Hälfte dessen was wir im Monat sparen oder ist das zu viel? Besser weniger ( vielleicht 900 Euro), und jedes Jahr Sonderzahlungen?

Bitte her mit euren Meinungen. Danke schön.

besserneu;-)

Beitrag von vwpassat 08.03.11 - 13:53 Uhr

Würd ich nicht machen.

Beitrag von besserneu 08.03.11 - 13:57 Uhr

hm, warum? Wir möchten auf alle Fälle noch mal umziehen dieses Jahr, und die vergleichbaren Mieten liegen bei etwa 850 Euro kalt....

Beitrag von vwpassat 08.03.11 - 14:09 Uhr

Ohne Begründung.

Beitrag von windsbraut69 08.03.11 - 14:07 Uhr

Ehrlich gesagt, finde ich schon die 20 Jahre nicht realistisch angesichts Euren Alters...

LG,

W

Beitrag von zwiebelchen1977 08.03.11 - 14:12 Uhr

kommt auf euren verdienst an

Beitrag von thea21 08.03.11 - 14:17 Uhr

Nicht unbedingt, sind sie nicht gerade Topverdiener.

Selbst ohne den Verdienst zu kennen, ein Unterfangen, das zumindest schwer wird.

Beitrag von wemauchimmer 08.03.11 - 14:15 Uhr

Ohne nun genau sagen zu können, wo Ihr im Zinssatz landen würdet, wenn Euch irgendeine Bank so eine 110%-Finanzierung machen würde, denke ich, daß Ihr 7,5%-8% Annuität von den ca. 180.000€ (inkl. Kaufnebenkosten) bringen müsst, um in 20 Jahren fertig zu sein. Wobei Dein Mann ja wahrscheins vorher schon in Rente geht?
Das heisst dann ca. 1200€ im Monat.

Ich glaube aber nicht so recht, daß Ihr das stemmen könnt. Ihr müsstet also 670€ mehr als jetzt für die Miete aufbringen UND davon auch noch alle Instandhaltungskosten bezahlen UND höhere Nebenkosten die ein Haus nunmal hat UND Autos usw. kaufen.
Und offenbar ist es jetzt ja so, daß die sogenannten Ersparnisse von 500-1000€/Monat in Wirklichkeit immer wieder für Anschaffungen gebraucht werden, sonst müsstet Ihr ja bei Eurem fortgeschrittenen Alter deutlich mehr als 8000€ gespart haben.

LG

Beitrag von biene81 08.03.11 - 14:18 Uhr

Ohne zu wissen was ihr verdient/wie sicher eure Jobs sind, kann man keine Aussage treffen.
Ich verdiene ganz gut und koennte jederzeit verdoppeln (selbststaendig) und bin auch 9 Jahre juenger als mein Mann, trotzdem wuerde ich mich bei einer Finanzierung sowohl hinsichtlich des Zeitraumes, als auch hinsichtlich des Gehalts immer an meinem Mann orientieren.
Du arbeitest nur 30%, fuer wie lange noch? Ist Dein Job sicher? Kannst Du jederzeit wieder Vollzeit arbeiten?

LG

Biene

Beitrag von 123bhtrsfe456 08.03.11 - 14:22 Uhr

Hallo,

ihr werdet etwa 180 000 Euro aufnehmen müssen.

Wenn ihr das Haus in 20 Jahren abzahlen wollt, bezahlt ihr mind. 1000 Euro im Monat, eher 1100 Euro.
Euer Zinssatz wird nicht so großartig sein, da ihr kein Eigenkapital habt.

Die 8000 Euro sind da nämlich leider echt peanuts die für Umzug, neue Möbel, doppelt Belastung Miete/Rate und Unvorhergesehenes draufgehen werden.

Dazu kommen dann noch Nebenkosten, die würde ich mal mit mind. 300 bis 400 Euro veranschlagen.


Also wenn ihr 1500 Euro gut im Monat aufbringen könnt und dann noch für Reparaturen sparen könnt, dann versucht es.



Beitrag von windsbraut69 08.03.11 - 14:35 Uhr

Mit Kaufnebenkosten werden es eher 200 000 Euro...

Beitrag von 123bhtrsfe456 08.03.11 - 14:44 Uhr

Bei 140 000 Euro liegen die aber nur bei etwa 7000 Euro, eventuell noch ein Makler, dann kommen noch einmal 5000 Euro dazu.

Mit den angenommenen 20 000 Euro für die Reparatur brauchen sie 170 000 Euro.

Also 200 000 sind doch etwas hochgegriffen.

Beitrag von windsbraut69 08.03.11 - 14:47 Uhr

Wenn da steht, Kaufpreis von 140 000 - 160 000 Euro, rechne ich schon mal mit 160 000. Plus 20 000 für Renovierungen sind es schon 180 000 ohne die Kaufnebenkosten :)

LG

Beitrag von 123bhtrsfe456 08.03.11 - 14:59 Uhr

Und ich habe halt zugunsten der TE gerechnet um ihr klar zu machen, dass auch im günstigsten Fall eine hohe Belastung auf die beiden zukommt.

Aber auch bei 160000 kommen keine Kaufnebenkosten von 20 000 Euro zusammen.

Beitrag von windsbraut69 08.03.11 - 15:28 Uhr

Mit Makler aber rund 13tsd Euro...

Beitrag von 123bhtrsfe456 08.03.11 - 17:42 Uhr

Ja, aber nunmal keine 20 000 Euro und einen Makler gibt es ja anscheindn eh nicht.

Also wenn man meint hier die Stimme der Vernunft zu sein (was ich ja generell gut finde), dann sollte man das doch ein wenig genauer betreiben und nicht irgendwelche Mondkosten in die Diskussion werfen.

Ich finde es wesentlich wichtiger zu wissen, wie hoch denn das Einkommen ist und wenn man dann weiter denkt, was man eigentlich von 20 000 Euro renovieren muss und ob man sogar meint, das selber machen zu können.

Da sehe ich nämlich oft das Problem, dass die Käufer solche Kosten oder ihre Fähigkeiten falsch einschätzen.
Aber sonst sehe ich kein generelles Problem darin Häuser ohne Eigenkapital zu finanzieren, wenn das Einkommen und die Jobs stimmen.

Und damit meine ich nicht, diese "was ist möglich"-Rechnungen verschiedener Baufinanzierer sondern ein echt gutes Einkommen, das man realistisch einschätzt.

Beitrag von windsbraut69 09.03.11 - 07:39 Uhr

Das sind keine "Mondkosten", sondern eine vorsichtige, meinetwegen auch pessimistische, Rechnung mit Sicherheitspuffern.
Ich weiß aus Erfahrung, dass IMMER noch was Unvorhergesehenes kommt, mit dem man nicht gerechnet hat....

Die Sache mit dem Makler hatte sich erst nachträglich geklärt.

Gruß,

W

Beitrag von besserneu 08.03.11 - 15:03 Uhr

ich verstehe deine Rechnung nicht. Im "schlimmsten" Fall haben wir 180000 Euro die wir aufnehmen müssen. Für die Renovierungskosten müssen ja wohl keine NK gezahlt werden, und die NK bestreiten wir vom EK.

Beitrag von 123bhtrsfe456 08.03.11 - 15:05 Uhr

Naja, die 8000 Euro reichen dann aber auch nur, wenn ihr keinen Makler habt.

Und ihr müsst einfach eine Rücklage haben: Umzugskosten, Möbel etc. Damit plant man oft nicht, das haut aber auch noch rein.

Beitrag von besserneu 08.03.11 - 15:14 Uhr

kein Makler. Umzug würde vom normalen Konten beglichen, ist ja nicht so, als seien unsere Girokonten leer;-).

Beitrag von 123bhtrsfe456 08.03.11 - 17:36 Uhr

Naja, ich lasse nicht mal eben ein paar tausend auf meinem Girokonto liegen und ein Familienumzug kostet an die 2000 Euro.

Beitrag von windsbraut69 08.03.11 - 15:30 Uhr

Die 8000 Euro reichen mal gerade knapp für die Kaufnebenkosten, wenn Ihr sonst nichts außer der Reihe braucht....die hätte ich gar nicht einkalkuliert....

Beitrag von peanutbutter 08.03.11 - 14:30 Uhr

Hallo,

ich persönlich habe kein Interesse daran ein Haus zu bauen oder zu haben, mein Mann auch nicht...

Ich dachte aber immer einen Hausbau plant man oder ist ein Ziel worauf man dann hinarbeitet und spart, wenn man das unbedingt möchte.

Mich erschrecken hier echt die Beiträge dieser Art, wo man ganz "zufällig" ein Objekt findet uns mit sowenig EK einen Hauskauf/Hausbau überhaupt in betracht zieht.
Das würde mir im Leben nicht einfallen....

Allein das Alter deines Mannes wäre für mich schon das k.o. Kriterium, wenn man dann 20 Jahre oder länger zahlen muß, weil kein EK vorhanden ist. Ich würde nicht mit 70 noch ein Hausabzahlen wollen. Also ein paar Jahre vor der Rente würde ich schon fertig sein wollen, mit so einem "Projekt".

Peanut

Beitrag von werner1 08.03.11 - 14:56 Uhr

Hallo,

du weisst ja nicht, wie alt die Kindlein sind.
Möglicherweise ziehen die nächstes Jahr aus, dann schaut die Rechnung schon positiver aus.

Aber prinzipiell: 50 Jahre, abzüglich die ersten 20, bleibt ein Rest von 30 Jahren.
In 30 Jahren Arbeit also nur 8.000 Euro gespart, das ist mickrig.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von 123bhtrsfe456 08.03.11 - 15:03 Uhr

Warum wird hier eigentlich immer so rumgestänkert?

Es weiss doch keiner wieviel die beiden verdienen.

Ich finde das ist der Dreh- und Angelpunkt.

Nicht jeder arbeitet jahrelang auf ein Haus hin und spart Zehntausende an.
Machen halt viele Reisen und genießen ihr Leben.

Vielleicht leben sie völlig schuldenfrei vor sich hin und erkennen jetzt, dass es möglicherweise sinnvoll ist Eigenheim zu erwerben und sind in der Lage und auch bereit eventuell etwas kürzer zu treten und sich nicht mehr so viel zu gönnen.

Wir wissen es halt einfach nicht.