Umzug von Stadt in ländlichere Heimat mit Eltern in der Nachbarschaft?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nina1511 08.03.11 - 15:33 Uhr

Hallo#winke,

ich dachte ich schreibe hier mal unser "Problem" nieder um einfach mal verschiedene Meinungen zu dem Thema zu hören.

Ich versuche mich kurz zu fassen, wird aber schwierig ;-).

Folgendes: wir haben bis vor rund 2 1/2 Jahren in unserem wirklich wunderschönen, großen Haus mit tollem Garten in eher ländlicher Umgebung (aber dennoch zentral) gewohnt, meiner Heimat. Das Haus gehört zur Hälfte meinen Eltern (ich habe die andere Hälfte damals meiner Tante abgekauft - es war das Haus meiner Großtante) und meine Eltern haben uns die andere Hälfte praktisch überlassen.

Die Grundstücke meiner Eltern (meine Oma wohnt auch noch im Haus meiner Eltern) und meiner Tante mit Familie hängen mit "unserem" zusammen, sind praktisch Eins.

Wir sind vor 2 1/2 Jahren dort ausgezogen weil es immerwieder zu recht großen Differenzen zwischen uns und meiner Mutter kam und sie sich sehr uneinsichtig zeigte (hatte einen Schlüssel für unser Haus den sie nicht gedachte abzugeben, kam zu jeder Tages- und auch Nachtzeit (als unser Sohn noch sehr klein war und die Nächte durchwacht) einfach ins Haus, öffnete unsere Post, kontrollierte Kontoauszüge, den Haushalt, wollte das wir uns bei ihr "Abmelden" wenn wir wegfuhren, etc. pp), sie behandelte uns, in erster Linie mich, wie ein 5jährige. Meine Tante hat sich auch immer wieder wegen jedem noch so kleinen Mist eingemischt.

Wie gesagt, da Reden nichts brachte haben wir für uns die Konsequenz gezogen und sind ausgezogen.

Daraufhin herrschte ein gutes Jahr komplette Funkstille, da meine Mutter diesen Entschluss rein gar nicht nachvollziehen konnte - ich würde ja immer nur maßlos übertreiben und sie meine es ja nur gut #bla#bla)

Wir sind ca. 45 km weg in eine recht große Stadt gezogen, haben hier ein kleines Stadthaus gekauft, auch ganz schnuckelig, mit kleinem Garten.
Unser "altes" Haus wurde an eine ganz liebe Familie vermietet.

So, vor 1 1/2 Jahren haben wir uns einander wieder angenähert und meine Mutter sieht ihr Fehlverhalten inzwischen ein, ihr tut es sehr leid,...
Inzwischen haben wir alle wieder ein wirklich richtig gutes Verhältnis, sehen uns mind. 1 mal die Woche.
Simon (4) liebt es Zeit mit seinen Großeltern und seiner Urgroßmutter zu verbringen.
Wir genießen die Zeit dort in der Natur. Es ist dort wirklich herrlich.

Nun wird es mir immer wieder ganz schwer ums Herz (meinem Mann übrigens auch) wenn ich dort dann dieses wunderschöne Haus sehe, das ich wirklich liebe (ist ein altes Bauernhaus das wir mit viel Liebe saniert und nach unseren Vorstellungen renoviert haben) und ich sehe wie ausgelassen unser Sohn dort im großen Garten und Hof spielt, Fahrrad fährt, schaukelt, tobt etc. Man kann dort so schön spazieren und die Natur genießen.
In unserem kleinen Garten ist das in der Form leider nicht möglich.

Wir kommen immer mehr ins grübeln ob wir nicht wieder den Schritt zurück in meine alte Heimat wagen sollen (ich arbeite übrigens auch noch immer dort, bin allerdings momentan in Elternzeit, mein Mann arbeitet in der Stadt in der wir jetzt wohnen - übrigens seine Heimatstadt).

Die Kinder hätten dort auch wesentlich größere Zimmer als in unserem "neuen" Haus und mehr Entfaltungs- und Spielmöglichkeiten. Können viel mehr in der Natur aufwachsen und erleben.

Wir wohnen hier mitten in der Stadt, zum Fahrrad fahren oder zum schönen spazieren etc. muss man sich erstmal ins Auto setzen und ein Stück fahren. Die Spielplätze in unserer Nähe sind solala.

Allerdings hat das Leben hier in der Stadt auch so seine Vorteile die nicht zu verachten sind - alles was man zum Leben braucht in unmittelbarer Nähe - wir haben hier liebe Freunde und fühlen uns im großen und ganzen recht wohl.

Ich weiß im Moment wirklich nicht was richtig ist#gruebel. Ich habe Angst dass ich unser Leben hier in der Stadt dann vermisse sobald wir dann aufs Land zurückgezogen sind so wie ich jetzt, wo wir in der Stadt wohnen, das Leben in meiner alten Heimat vermisse#schwitz. Wisst ihr was ich meine???

Meine Eltern wären bereit uns die andere Haushälfte endgültig zu überschreiben und wir würden unser Grundstück abgrenzen damit wir schonmal etwas mehr für uns wären als damals. Außerdem haben wir mit der ganzen Familie dort gesprochen das wir im Falle eines "Rückzuges" künftig unsere Privatsphäre gewahrt wissen wollen und sie nicht mehr in das alte Muster zurückfallen dürften.
Wurde von allen so akzeptiert, ich denke auch schon dass die Botschaft wirklich angekommen ist. Endgültige Gewissheit dass das auch wirklich so laufen wird können wir natürlich nicht haben:-p.

Ein Umzug brächte auch einen KiGa-Wechsel für Simon mit sich, der sich in seinem hier aber pudelwohl fühlt und natürlich hier auch seine Freunde hat.

Auf der anderen Seite durfte ich ja selbst erfahren wie schön es sein kann mit Oma und Opa in unmittelbarer Nähe aufwachsen zu dürfen.

Ich hoffe ihr konntet mir bis hierher überhaupt folgen, habe glaube ich ganz schön wirr geschrieben.

Wie gesagt, für uns stellt sich die Frage:

hier in der Stadt bleiben die durchaus auch ihre Vorzüge hat, in einem Haus das auch schön ist aber eben kein Vergleich mit dem "alten", die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung lassen oder eben in die ländlich geprägte Kleinstadt in ein tolles Haus in Nachbarschaft zu Oma und Opa ziehen und Simon eine KiGa- und Umgebungwechsel zumuten (für Josephine spielt das denke ich noch keine große Rolle, sie ist erst 4 Monate).

Vom finanz. wären wir auf dem Land auch wesentlich besser gestellt, da unser Haus dort bereits fast komplett abgezahlt ist, mit NK hätten wir dort Ausgaben i. H. von 500,--, hier in der Stadt haben wir incl. NK eine monatl. Belastung von 1.200,-- Euro, was wir zwar gut stemmen können aber natürlich könnten wir uns und vor allem den Kindern bei der geringeren monatl. Belastung mehr gönnen und ihnen noch mehr beiseite legen.

Wo wäre es für die Kinder wohl schöner aufzuwachsten???

So, jetzt hab ich Euch aber ordentlich zugelabert #augen, und wüßte jetzt gerne Eure Meinung zu dem Ganzen.

Haut in die Tasten ;-)

Liebe Grüße von der grübelnden
Nina

Beitrag von donaldine1 08.03.11 - 15:56 Uhr

Hallo,
ich persönlich würde den Schritt zurück nicht machen. Aleline deshalb, weil es schon einmal nicht klappte. Mir wäre das Risiko zu groß, daß es doch wieder nicht funktioniert. denn ich find eauch, daß das was Du schreibst,a lso z.B. Post öffnen, einfacj so reinkommen, etc. gar nicht geht. Meinst Du wirklich, daß Deine Mutter das wirklich nie wieder machen wird.
Und wenn Ihr Euer jetziges Haus verkauft, würdet Ihr das wirklich ohne finanzielle Verluste tun? Meist setzt man finanziell ja was drauf, wenn man nach so kurzer Zeit wirder verkauft, ihr habt ja sicher auch einges an Renovierung, etc. reingesteckt.
Jetzt sind die Kinder klein. Was ist, wenn sie in die Pupertät kommen, eine Ausbildung machen wollen, mal abeds raus wollen. Da werden sie die Stadt lieben.
Wir wohnen notgedrungen (Beruf) auf dem platten Land (leider allerdings auch ohne größere Stadt weit und breit), ich bekommen jetzt schon Alpträume, wenn ich an später denke, da ist für Kinder/Jugendliche tote Hose pur.
LG
donaldine1, die ganz sicher in der Stadt bleiben würde, wenn sie könnte ;-)

Beitrag von nina1511 08.03.11 - 16:07 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Das macht mir auch Sorge, da hast Du Recht - habe natürlich nicht die ultimative Garantie das meine Mutter sich an die neuen Regeln hält. Ich denke es zwar, kann es aber nicht wissen.

Ganz so "tot" ist es dort glücklicherweise nicht. Die Stadt hat immerhin 20.000 Einwohner und ich bin dort auch aufgewachsen ohne wirklich was zu vermissen und z. B. Mannheim, falls Dir das wa sagt, ist in 15 min. erreichbar.

LG

Beitrag von kaminrot 09.03.11 - 05:15 Uhr

DÜW als Kennzeichen...?!? ;-)

Beitrag von nina1511 09.03.11 - 10:29 Uhr

Ja genau? Du auch???

LG

Beitrag von kaminrot 09.03.11 - 18:46 Uhr

Nö, RP.... aber Land... ;-)

LG, k. #winke

Beitrag von nina1511 09.03.11 - 19:10 Uhr

Na, dann wären wir unter Umständen ja fast wieder "Nachbarn" ;-)

Mal schauen #cool

LG aus KL in die schöne Vorderpfalz
Nina

Beitrag von fbl772 08.03.11 - 16:19 Uhr

Liebe Nina,

aus eigener Erfahrung kann ich dir nur Folgendes sagen:

Eltern bleiben IMMER Eltern
Kinder bleiben IMMER Kinder
und nein, in der Regel ändern sich Eltern nicht ...

Allerdings klingt dein Beitrag eher so, als ob du eine Bestätigung möchtest, dafür, dass ihr wieder zurückzieht .... und das werdet ihr wohl, wenn ich so deine Zeilen lese .... :-)

VG
B

Beitrag von nina1511 08.03.11 - 16:34 Uhr

Danke auch Dir für Deine Antwort.

Wir haben noch keine Entscheidung getroffen ob wir umziehen. Und ja, jetzt wo ich hier in der Stadt bin vermisse ich irgendwie unser altes Haus und die Umgebung, daher kommt mein Beitrag vielleicht so rüber. Aber wenn ich dann den Gedanken weiterspinne hier wieder wegzuziehen wird mir ebenfalls ganz flau und ich denke "nein,ich will hier nicht weg", ich bin total zerissen was dieses Thema betrifft.

LG

Beitrag von paula74 08.03.11 - 16:57 Uhr

Hallo Nina

Und was wäre, wenn:
- ihr zurückzieht und es NICHT klappt?
- Deine Mutter wieder keine Regeln einhält?
- Wieder Funkstille eintritt und Ihr Tür an Tür lebt?

Für mich ganz klar: in der Stadt bleiben. Ihr habt es doch momentan gut! Ihr versteht Euch (vielleicht wegen der grösseren Distanz?). Ihr seht Euch regelmässig. Ihr könnt die Vorteile der Stadt und des Landes nutzen. Deine Kinder können doch die Grosseltern oft sehen und dort die Natur geniessen.

Ich würde es nicht noch einmal riskieren.

LG Paula

Beitrag von selini73 08.03.11 - 19:20 Uhr


Hallo grübelnde Nina;-)

Ich glaube, ihr solltet in der Stadt bleiben!!!

Fahrt regelmäßig aufs Land und genießt euer (mittlerweile) entspanntes Verhältnis zu den Großeltern, aber riskiert es kein zweites Mal, die Beziehung auf´s Spiel zu setzen!
Ich würde alles so belassen wie es ist.....

Distanz schafft Nähe! Zuviel Nähe schafft wieder Probleme... für alle Beteiligte!


Viele Grüße,
selini

Beitrag von jane-marple 08.03.11 - 19:35 Uhr

Hi,

wenn ihr zurück geht, wird ALLES wieder wie früher.

vg

Beitrag von asimbonanga 08.03.11 - 20:11 Uhr

Hallo,
ich würde in der Stadt bleiben. Derart über griffige Menschen wie deine Mutter ändern sich nicht wirklich.
Durch die Distanz kannst du einen normalen, guten familiären Kontakt halten.

L.G.

Beitrag von xyz74 08.03.11 - 21:08 Uhr

Meine Mutter meint es auch immer nur gut....
Solange wir eine gewisse räumliche Distanz zueinander haben, klappt es auch mit uns.
Sobald wir länger zusammen sind, kracht es weil sie immer wieder in alte Schemata verfällt und vergisst, dass ich NICHT mehr 5 bin.
Von daher kannst Du Dir wohl denken, wie ich zu dem Thema stehe.

Beitrag von sonne_1975 08.03.11 - 21:35 Uhr

Könnt ihr euer "neues" Haus nicht vermieten statt verkaufen? Dann hast du wenigstens einen Fluchtweg, falls es wirklich nicht klappen sollte.

Du wirst dich immer fragen, wie es jetzt auf dem Land wäre usw. Ich würde es auf jeden Fall ausprobieren.

Es ist schön, wenn Oma und Opa (und restliche Familie) ganz in der Nähe sind, wir wohnen selbst mit Schwiegereltern in einem 2-Fam-Haus, das Haus gehört uns, also ist Reinreden minimal.

Gerade im KiGa ist es noch einfacher, als wenn er in die Schule geht...

LG Alla

Beitrag von h-m 09.03.11 - 09:48 Uhr

Ich würde es nicht machen. Ihr seid ja nicht ohne Grund weg gezogen. Ich hätte zu viele Bedenken, dass es erst mal ein paar Wochen/Monate gut geht und sich dann doch wieder die alten Verhaltensweisen nach und nach "einschleichen".

45 km sind nun auch nicht so weit weg und Ihr könnt häufig zu Besuch dort hin und Eure Kinder können dort "in der Natur" spielen. Ich sehe nicht so große Nachteile darin, in der Stadt aufzuwachsen, vor allem, wenn man eh oft zu Besuch in einem ländlicheren Umfeld ist.

Wenn die Kinder etwas älter sind, werden sie auch die Vorteile der Stadt genießen: mehr Auswahl an Sportvereinen/Sportarten, Kino, Stadtbücherei, Musikschule, Schwimmbäder, kein weiter Schulweg (egal welche Schulform), besser ausgebautes Netz an Bus-/Bahnverbindungen. In der Stadt ist halt mehr los. ;-) Ich hab mit meinen Eltern auch "ländlich" gewohnt und fand es als Jugendliche total öde... Bin mit 19 sofort weggezogen in die Großstadt!

Beitrag von berry26 09.03.11 - 10:16 Uhr

Hi,

nein ich würde nicht zurückgehen!
Die Distanz hat euer Verhältnis verbessert und wenn ihr wieder so nah zusammenwohnt wird es sehr warscheinlich wieder schlechter.

Hättet ihr keine Kinder könnte man es versuchen aber ständige Umzüge wären für einen 4jährigen auch alles andere als förderlich.

LG

Judith

Beitrag von sunny42 09.03.11 - 10:21 Uhr

Guten Morgen liebe Nina,

ich denke man sollte bei all seinen Entscheidungen auf sein Herz hören.
Wenn Dein Herz dort so sehr singt, es Deinem Mann ähnlich ergeht
und du mit Deiner Mutter offene Gespräche und klare Regelungen finden kannst, was habt ihr denn dann zu verlieren?
Menschen können sich ändern, können reifen und neue Wege können von allen begangen werden.

Keine Entscheidung muss für ewig sein und ein Weg der
einem nicht das bringt was man erwartet hat, kann auch wieder verlassen werden.

Aber jeder Weg bringt einem weiter und neue interessante Erfahrungen.

Alles Liebe
und viel Glück beim erspüren der Herzensentscheidung.
Sunny

Beitrag von justwoman 09.03.11 - 15:23 Uhr

Ganz klar nein .Also ich wuerds nicht machen.
Aber entscheiden musst es du bzw. ihr .
viel Glueck:-)