Was ist das für eine Phase???

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von 1973sonja 08.03.11 - 16:05 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

heute bin ich irgendwie überall vertreten, fällt mir grad auf...Baby, Schwangerschaft, und nu hab ich hier auch noch eine Frage:

Meine Tochter ist 20 Monate alt, und seit ein paar Tagen wie ausgewechselt.

Eigentlich hatten wir einen geregelten Tagesablauf. Sie schläft morgens bis ca. 7 - 8 Uhr. Dann verbringen wir den Vormittag mit Waschen, Anziehen, Frühstücken, Spielen, rausgehen, wieder spielen, bis zum Mittag essen. Das gibts recht spät, da sie morgens nach dem Aufwachen immer noch eine Flasche Milch bekommt, und nach dem Waschen /Anziehen Frühstücken wir erst Brot. Hat sich ganz gut bewährt so.

Nach dem Mittagessen, gegen halb zwei / zwei macht sie dann ihr Mittagsschläfchen von ca. 2 Stunden.

Dann wieder raus, spielen, oder sonstwas.

Seit dem Wochenende ist sie vormittags immer so müde, daß sie kaum bis zum Mittagessen durchhält, auch wenn ich es zeitlich vorlege.
Außerdem fängt sie bei jedem Nein, welches ich mit Bedacht wähle, an zu weinen. Alles, was sie nicht soll, z. B. aufs Sofa und rumtoben (ich habe wahnsinnige Angst, daß sie da runterfällt, wir hatten schon mal einen Wickeltischsturz), macht sie erst recht. Eigentlich kann ich ihr nicht den Rücken zudrehen, dann stellt sie sofort was an. Ich komme mir schon vor, als würde ich nur nein sagen und meckern.

Ich habe an Zähne, Trotz oder Wachstumsphase gedacht.

Habt Ihr da eine Idee? Bin echt verzweifelt, sie ist im Moment so anstrengend, so kenne ich sie gar nicht. Hilfe!

Lieben Dank und LG Sonja

Beitrag von sunflower.1976 08.03.11 - 16:19 Uhr

Hallo!

Das könnte ein Entwicklungsschub sein.

Es ist eigentlich völlig normal, dass sich Kinder irgendwie "verändern". Deine Tochter wird größer, merkt dass sie eine eigenständige Person/Persönlichkeit ist und einen eigenen Willen hat usw.

Mit dem Begriff "Trotz" bin ich sehr vorsichtig, v.a. in dem Alter. Es ist für Kinder frustrierend, wenn sie sich bzw, etwas ausprobieren wollen und es nicht dürfen. Warum sie es nicht dürfen, ist für sie schwer verständlich, auch wenn man es erklärt. Zu viel reden bringt aber eh nichts.
Wenn Deine Tochter auf dem Sofa toben möchte und Du sie runter holst, ist sie frustriert - und weint/brüllt. Das ist weder ein austesten noch Trotz. Sie ist einfach traurig und enttäuscht, dass sie nicht das machen darf, was iher Spaß macht. Und weil es so viel Spaß gemacht hat, probiert sie es eben wieder aus. Und brüllt wieder, wenn Du es verbietest usw. Das heißt natürlich nicht, dass sie alles darf ;-) Zudem möchte sie gerne wissen, ob dieses Verbot nur ein Mal gilt oder eben immer.

Bei meinen Söhnen versuche ich insgesamt, Verbote positiv zu formulieren, also indem ich sage, WAS sie machen sollen und nicht, was sie NICHT machen sollen.
Beispiele:
- Anstatt "Nein, Du darfst nicht auf dem Sofa rennen!" sage ich "Komm vom Sofa runter, wir toben auf der Matratze!" (wir haben eine Matratze zum spielen)
- Anstatt "Nein, geh nicht an die Schublade!" sage ich eher "Mach die Schublade zu!"

Zudem spreche ich Verbote ein Mal aus, reagieren meine Kinder nicht, kündige ich beim zweiten Mal eine Konsequenz an (die in Verbindung zueinander steht). Beim dritten Mal würde ich diese Konsequenz dann ausführen - ohne viel gemeckere oder gerede.
Beim Sofa-Beispiel würde ich das erste Mal meinen Sohn vom Sofa runternehmen, beim zweiten Mal wieder runternehmen und ankündigen, dass er mit mir in ein anderes Zimmer gehen muss, wenn er nochmal hochklettert und das beim dritten Mal machen.

Bei meinem großen Sohn sind diese Konsequenzen eigentlich nicht mehr nötig (und wenn nicht auf Sofa-Toben oder Schubladen bezogen sondern auf andere Dinge) und auch mein kleiner Sohn merkt immer mehr, dass ich diese Kosnequenzen ernst meine.
Wenn es um Dinge geht, bei denen sie sich wirklich gefährden können wie in Richtung Straße rennen, an eine Steckdose fassen o.ä. gibt´s natürlich keine zweite oder dritte Chance ;-)

Insgesamt klappt das so aber ziemlich gut.

LG Silvia

Beitrag von stefannette 08.03.11 - 18:02 Uhr

Hm, es könnte auch sein,dass sie irgendwas " ausbrütet" ein leichter INfekt oder so. Dann sind Kinder auch oft müde und/oder quengelig.
Irgendwann entdecken sie auch ihren eigenen Willen. Das kann eine sehr anstrengende Zeit werden, die geht aber auch vorbei!!