Blutkrusten verstopfen Paukenröhrchen...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von 221170 08.03.11 - 19:10 Uhr

Hallo,
am 2.2 wurde meine Tochter operiert, ich hatte schon mal geschrieben, sie bekam die Polypen entfernt und Paukendrainagen.
Bei der Nachsorgeuntersuchung stellte sich heraus das die Röhrchen durch Blutkrusten verstopft sind.
Das Blut sitzt wie eine Zuckerguß-Haube auf den Öffnungen und somit sind die Röhrchen ohne Funktion.
Man riet abzuwarten, die Krusten lösen sich in einigen Tagen.
Es löste sich nichts, wir waren am Freitag noch mal in der HNO Ambulanz. Der Arzt dort gab uns antibiotische Tropfen damit sich lokal nichts entzündet, die sollen den Nebeneffekt haben das sich die Krusten aufweichen und lösen.
Es löst sich nichts.
Bei einem Erwachsenen hätte man versucht die Dinger so mit einer Zange und Messerchen zu lösen, bei einem Kind auf keinen Fall.

Nun droht uns im schlimmsten Fall der Tausch der Röhrchen. Das hiesse dann nochmal alle Voruntersuchungen, wieder eine Vollnarkose und neue Röhrchen.

Hatte das schonmal jemand in der Art und wie ging es dann weiter?

G.,
die frustrierte 22

Beitrag von sterni84 08.03.11 - 19:16 Uhr

Hallo!

Ach herrje - deine arme Maus.

Leonie hatte am 2.12. die gleiche OP - aber bei uns gab es solche Komplikationen zum Glück nicht.

Ich drücke euch ganz doll die Daumen, dass keine weitere OP nötig ist.

LG Lena

Beitrag von juni78 08.03.11 - 20:19 Uhr

Hallo,

mein Sohn hat diese OP nächste Woche vor sich. Allerdings bekommt er keine Röhrchen. Maximal wird das Trommelfell geschnitten und das Sekret abgesaugt.

Frag den Arzt ob die Röhrchen unbedingt nötig sind, falls sie nochmals operiert werden muss.

Unser HNO verzichtet in den meisten Fällen darauf.

LG
Tanja

Beitrag von 221170 08.03.11 - 20:36 Uhr

Sie bekam die Röhrchen WEIL sie unbedingt nötig waren, sonst hätten sie ja keine eingesetzt.

Bei uns stand auch im Raum nur Schnitte ins Trommelfell zu machen, da aber intraoperativ Unmengen von Eiter und serösem Sekret austraten waren die Drainagen unumgänglich.

Beitrag von tragemama 08.03.11 - 20:40 Uhr

Wenn es einen "Glu"-Effekt gab, d.h. man an der Konsistenz sieht, dass das Sekret hinter dem Trommelfell schon lange dort liegt, MUSS man Röhrchen setzen. Es wird allerdings immer erst geschaut, ob ein Schnitt und Absaugung ausreichen. So schlau ist Dein HNO nicht, das ist ganz normal...

Beitrag von juni78 08.03.11 - 20:42 Uhr

Sorry, haben nirgends geschrieben das er irgendwie besonders schlau ist.

Nur durch Erfahrungen mit Freunden und Kollegen hatte ich das Gefühl, diese Röhrchen würden doch sehr inflationär benutzt. Quasi als neue Modeerscheinung.

Gruß
Tanja

Beitrag von tragemama 08.03.11 - 21:08 Uhr

Das ist doch Quatsch. Du kannst doch nicht als Laie hier in einem Forum ständig darauf hinweisen, dass wahrscheinlich viele HNOs falsch behandeln, indem sie Röhrchen einsetzen. Die denken sich schon was dabei...

Beitrag von 221170 08.03.11 - 21:11 Uhr

Bin ja selten bis nie deiner Meinung, aber das sehe ich genauso.

Während der OP wird hier entschieden ob der Schnitt reicht oder ob Drainagen reinmüssen.
Ich hätte es auch gut gefunden, hätten wir keine gebraucht aber es war eben leider so.

Beitrag von juni78 08.03.11 - 21:17 Uhr

Habe ich das SO irgendwo geschrieben ????

Nein, ich habe lediglich geschrieben das der behandelnde Arzt von meinem Sohn meistens darauf verzichtet.

Beitrag von 221170 08.03.11 - 21:26 Uhr

Du schriebst, ich soll den Arzt fragen ob die Röhrchen unbedingt nötig sind.
Sie hat ja schon welche. Das würde ja auch bedeuten das die 1. Röhrchen NICHT nötig waren, würden sie jetzt keine mehr reinmachen.
Unser Arzt ist in der Lage das selbst zu entscheiden, ich KANN das nicht.
Hier wird nach OP Befund entschieden, ist es z.B. klare Flüssigkeit die rausrinnt, dann reichen Schnitte. Es gibt noch andere Faktoren die für, bzw. gegen Drainagen sprechen, aber in unserem Fall war es unumgänglich.

Beitrag von tragemama 08.03.11 - 21:31 Uhr

Das ist schon mind. der zweite Beitrag heute von Dir, in dem Du schreibst, dass Euer HNO ja nicht so schnell Röhrchen legt, sondern erstmal absaugt. Das macht JEDER Operateur so, es wird während der OP entschieden, ob Röhrchen notwendig sind.

Und wenn der Arzt Deines Sohnes meistens darauf verzichtet, hatte er einfach viele Kinder ohne Glu auf dem Tisch.

Andrea