Er hat schon jetzt riesen Angst... OP

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von juni78 08.03.11 - 20:40 Uhr

Hallo,

Niklas (4,5 J.) werden am nächsten Mittwoch die Polypen entfernt.
Leider ist er ein sehr "kopflastiges" Kind, beschäftigt sich mit manchen Dingen sehr lange.

Nun hat er schon regelrechte Panik vor nächster Woche. Das kommt immer mal wieder am Tag, mit weinen und allem drum und dran.
Unser supernetter HNO hat ihm alles toll erklärt und wir sprechen mit ihm darüber wenn er möchte.

Morgen nimmt der KiA das Blut ab, auch davor hat er riesige Angst, da er schon eine schlechte Erfahrung damit gemacht.
Sämtliche Versuche ihm die Angst zu nehmen scheinen nichts zu bringen.

Es tut uns sehr weh ihn so leiden zu sehen und ihm anscheinend nicht helfen zu können.
Habt ihr noch Tipps wie wir ihn unterstützen können ?

LG
Tanja mit Niklas, der endlich eingeschlafen ist.

Beitrag von shakira0619 08.03.11 - 20:42 Uhr

Hey,

ich würde ihn ablenken. Die Kinder haben in dem Alter doch noch gar kein Zeitgefühl.

Ich würde ihm sagen, daß das noch ganz lange hin ist und er sich lieber überlegen soll, ob er mit Dir baden gehen oder Fahrrad fahren möchte. (oder wahlweise was anderes)

Und ich würde in den nächsten Tagen nicht mehr mit ihm drüber reden.

Liebe Grüße und viel Glück!

Beitrag von juni78 08.03.11 - 20:58 Uhr

Hallo,

vielen Dank für den Tipp, aber du kennst unseren Sohn nicht.

ER fängt ja immer damit an, täglich mehrmals. Wir sprechen vor ihm schon nicht mehr davon.

Im Kiga gehts noch und nachmittags versuchen wir so gut wie möglich für Ablenkung zu sorgen.

Er meinte sogar der Doc könnte doch das Blut vom letzten Mal nehmen #huepf
Welches 4 jährige Kind kommt auf sowas ???

Tanja

Beitrag von shakira0619 08.03.11 - 21:00 Uhr

Sorry, daß ich Dir nen Tipp geben wollte.

Ich dachte, hier kennt keiner Deinen Sohn. War nur nett gemeint.
Trotzdem viel Glück.

Beitrag von bine3002 08.03.11 - 22:02 Uhr

Das würde bei uns auch nichts bringen. Meine Tochter kennt die Wochentage und wenn sie z. B. "Montag" eine OP hätte, dann wüsste sie ganz genau wieviele Tage das noch sind. In so einem Fall ist das echt blöd.

Und die Panik vor der Blutabnahme hat sie auch.

Beitrag von zauberfee2206 08.03.11 - 20:42 Uhr

Hast du für morgen die Salbe damit er von der Spritze nichts merkt??

Beitrag von juni78 08.03.11 - 20:55 Uhr

Das wird morgen direkt beim Doc gemacht und dann geht er noch solange spielen.

Beitrag von tauchmaus01 08.03.11 - 20:45 Uhr

Ein guter Kinderarzt nimmt das Blut erst ab, nachdem EMLA seine Wirkung getan hat. Die Haut ist betäubt, die Nadel merkt man nicht.
Ich selber möchte es das nächste Mal auch testen beim Blutabnehmen. Bei einer Impfung habe ich schon gute Erfahrung damit gemacht.

Mona

Beitrag von juni78 08.03.11 - 20:54 Uhr

Hallo,

jepp wenn denn die doofe Helferin das Pflaster auch an die richtige stelle klebt wäre nichts passiert.
Sie hat in die Armbeuge geklebt und nicht auf die Hand.
Da kam kein Blut sondern die Vene ist aufgegangen (riesen Bluterguss)uns somit musste ohne Pflaster aus der Hand entnommen werden.

Diese Helferin ist allerdings nicht mehr da, hat quasi die Stadt verlassen ;-)
Meiner Meinung nach hatte die mit Kindern nichts am Hut, sehr traurig.

Tanja

Beitrag von 221170 08.03.11 - 20:49 Uhr

Wir haben unserer Tochter die OP "schmackhaft" gemacht.
Wir haben ihr gesagt das die Dinger aus der Nase rausmüssen damit sie wieder gut Luft bekommt und nicht mehr schnarcht.
Das kam schonmal gut an.

Auf die Röhrchen hat sie sich regelrecht gefreut (kein Witz), wir haben ihr erklärt das sie dann wieder gut hören kann und vor allem keine Ohrenschmerzen mehr hat.
Da sie ständig darunter gelitten hat fand sie das natürlich super.

Ansonsten wenig Gedönse darum machen. Nicht ständig davon sprechen, nicht übertrieben beruhigend tun, das beunruhigt die Kinder mehr als man glaubt.

Ich würde auf Emla-Pflaster zur Blutabnahme bestehen, das geht ohne Probleme.

Beitrag von susi1103 08.03.11 - 20:52 Uhr

Hallo

also meine Tochter wurde letztes Jahr auch operiert. Sie hat auch die Polypen entfernt bekommen. Sie ist auch ein seeeehr ängstliches Kind. Ich hab ihr immer wieder erklärt das sie davon gar nichts mitbekommt, da sie ja schlafen wird und wenn sie wach wird ist alles vorbei. Hat auch sehr gut geklappt eigentlich. Klar etwas angst war schon dabei. ABer ich hab ihr eben auch erklärt das es ihr dann besser mit ihrer Nase gehen wird und sie dann endlich wieder besser atmen kann. Das wollte sie ja auch.

Sie hat vorher einen Saft bekommen, der sie etwas benommen und albern gemacht hat. Man hätte meinen können sie hätt einen getrunken;-)

lg

Beitrag von aiobel 08.03.11 - 20:55 Uhr

Liebe Tanja,

Kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschliessen. Auf jeden Fall vor der Blutabnahme Emlacreme auf beide Handruecken und ev. Ellenbeuge kleben. Ev. das Janoschbuch "Ich mach dich gesund, sagt der Baer" zur Vorbereitung auf das Krankenhaus.
Alles Gute, aiobel

Beitrag von zwillinge2005 08.03.11 - 20:56 Uhr

Hallo,

beschäftigt Euch nicht zuviel damit. MAcht lieber andere schöne Dinge bei dem Wetter.

Ich bin immer wieder erstaunt, warum vor einer Adenotomie (=Polypen-OP) Blut abgenommen wird - das brauchen wir Anästhesisten in unserer Klinik bei gesunden Kindern nicht. Nur vor Tonsillektomien wünschen wir aktuelle Gerinnungswerte.

Macht die Klinik das zur Vorschrift oder nimmt der Kinderarzt das "auf Verdacht" ab?

Meinen Söhnen ahbe ich auch vor Ihrer Leistenhernien-OP kein Blut abnehmen lassen - hat auch niemand verlangt.

LG, Andrea

Beitrag von 221170 08.03.11 - 20:58 Uhr

Wird bei uns genauso gehandhabt.
Unser Anästhesist sagte uns extra noch das kein Blut abgenommen wird, nur für die Tonsillen möchten sie es gerne.

Beitrag von juni78 08.03.11 - 21:01 Uhr

Hallo,

der HNO hat das angewiesen.
Die Werte müssen wir dann am Dienstag zum Vorgesprächt zum Anästhesisten mitnehmen.

Und wir sprechen schon gar nicht mehr darüber. Niklas kommt täglich mehrmals von selbst darauf.
Ablenkung klappt mal mehr mal weniger. Ich hoffe nur das es auf den Termin hin nicht noch schlimmer wird.

Tanja

Beitrag von sunshine7505 09.03.11 - 07:15 Uhr

Hallo,
mein Sohn hatte letztes Jahr auch Polypen/Röhrchen-Eingriff und es wurde auch kein Blut abgenommen. #gruebel
LG Katja mit Julia (5) und Sebastian (2,5) #sonne

Beitrag von bine3002 08.03.11 - 22:08 Uhr

Wenn er von selbst damit ankommt, dann würde ich auch mit ihm darüber sprechen. Ich würde das Ganze nicht verharmlosen, sondern sagen: "Oh je, so eine Angst hast Du? Das tut mir ganz doll leid, mein Schatz. Aber leider muss das sein (Vortrag über den Nutzen dieser OP). Aber weißt Du was? Wenn Du alles überstanden hast, dann darfst Du wir etwas wünschen. Hast Du schon eine Idee?". (Ich würde also das Negative in etwas Posotives umwandeln.

Wenn er direkt sagen kann, dass er Angst hat, dann ist das im Grunde auch eine gute Sache. Meine Tochter kann das nämlich noch nicht so direkt benennen und dann weint sie und man weiß gar nicht warum.

Beitrag von sterni84 09.03.11 - 06:42 Uhr

Hallo!

Da unsere Tochter auch so sensibel ist und über alles nachdenkt, haben wir ihr erst einen Tag vor der OP davon erzählt.

Ich habe ihr nur erklärt, dass wir ins Krankenhaus fahren müssen und sie dann ein bißchen dort schläft, damit die Ärzte ihr Ohr heile machen können (sie hat neben Polypen raus noch Röhrchen gesetzt bekommen).

Dem Arzt habe ich gesagt, dass er nicht in ihrem Beisein von OP sprechen soll. Hat wunderbar geklappt.

Versuch ihm zu erklären, dass er von der OP nichts mitbekommt, weil er dann schläft und das ihr die ganze Zeit bei ihm bleibt. Dann würde ich ihm noch sagen, dass es ihm danach viel viel besser geht und ihr direkt danach ja nach Hause dürft (falls es ambulant gemacht wird).

Aber ansonsten würde ich nicht soviel darüber sprechen und ihr selber solltet euch eure Nervosität nicht anmerken lassen, das überträgt sich.

Keine Sorge, die OP ist wirklich halb so wild.

LG Lena

Beitrag von schnuffel0101 09.03.11 - 09:22 Uhr

Mein Sohn war gleichalt, als ihm die Polypen entfernt wurden. Er hatte auch mächtig Angst. Wir haben ihm allerdings auch ganz genau alles erklärt, dass er kurz schläft und wenn er wach wird, alles schon wieder vorbei ist und es ihm wieder gut geht.
Beim Thema Emla Pflaster bin ich vorsichtig geworden. Wir hatten das für die OP auch. Leider hat das Pflaster am Zugang dann gar nicht mehr gehalten und es musste nochmal gestochen werden. Das haben sie aber dann erst gemacht, als er schon komplett in Narkose war. Zum Blut abnehmen würde ich es verwenden.
Viel machen kann man da nicht. Versuchen, abzulenken mehr weiss ich auch nicht.

Beitrag von meandco 09.03.11 - 09:43 Uhr

also beim blutabnehmen und allgemein beim stechen würd ich auf das pflaster bestehen. das betäubt die einstichstelle lokal und das ist viel angenehmer für die kids #pro

ansonsten:
was genau habt ihr ihm denn erklärt? ansonsten noch mal einfach durchkauen - die dinge "herabspielen". zb betonen dass er schläft, während der op ... (ich hoffe das ist so #schwitz) und wenn er schläft gehts ihm doch sonst auch nicht schlecht und so ... vergleichswerte schaffen - bisher ist das ja die große unbekannte und das macht natürlich angst!

und zu guter letzt bleibt natürlich nur noch die ablenkung ...

alles gute
me

Beitrag von anneerve 09.03.11 - 10:57 Uhr

Halli, Hallo,

kann mich den Vorrednern nur anschließen,

meine Tochter (3J.) hatte in den letzten 1,5 Jahren einen regelrechten OP-Marathon. Aber nun sind wir endlich durch (erstmal bis zum Schulalter).
Ich habe festgestellt das es sehr wichtig ist zu sagen wenn alles vorbei ist und man nun ersteinmal nicht mehr ins Krankenhaus muß, seitdem ist Sie wie ausgewechselt, absolut erleichtert und gut drauf...

Gruß Anne