Ungerechte Rente: Wer bis 67 arbeiten muss - und wer nicht

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Beitrag von christine49 08.03.11 - 20:56 Uhr

Ungerechte Rente: Wer bis 67 arbeiten muss - und wer nicht

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es ist schon echt traurig!!!!

die zukunft sieht leider nicht rosig aus:-[

Beitrag von ursula57 08.03.11 - 21:07 Uhr

würd mich nicht wundern wenn die menschen bald auf die strasse gehen!!!!

Beitrag von nele27 09.03.11 - 09:49 Uhr

Nö, dazu sind die Deutschen zu lethargisch (und wahrscheinlich auch zu wohlhabend = zu wenig Leidensdruck).

Beitrag von salem511 08.03.11 - 21:17 Uhr

Das ist ja nichts Neues...

Wer sich sowas ausdenkt, kann nie wirklich gearbeitet haben.

Von wegen "Erfahrung": Mein Schwager ist 45, war 21 Jahre in ein und derselben Firma beschäftigt. Der Laden ging in die Insolvenz, jetzt sucht er seit fast einem Jahr was Neues. Er ist qualifiziert, hat X Weiterbildungen gemacht, aber: Er ist wegen seines Alters schwerer vermittelbar.

Eine Bekannte ist Krankenschwester. Sie ist 48 Jahre alt und merkt langsam aber sicher, dass der Job schwerer wird. Schichtarbeit und körperliche Anstrengung eben.

Was ist mit denen, die im Baugewerbe sind? Kann man von einem 66jährigen, der sein Leben lang gearbeitet hat, erwarten, noch auf dem Dach rumzuklettern?



Auf der anderen Seite gibt es natürlich immer mehr Ältere, aber weniger jüngere (und damit in die Rentenkasse einzahlende) Menschen. Da muss sich die Politik etwas einfallen lassen, um die Renten abdecken zu können. Rente mit 67 ist ein Weg, aber der geht leider völlig an der Realität vorbei - wie so vieles, was sich die Politiker einfallen lassen.

Lg
Salem

Beitrag von shampoo 08.03.11 - 21:27 Uhr

junge menschen gibt es schon ne menge...

Beitrag von wasteline 08.03.11 - 21:54 Uhr

Der Trend sieht anders aus

http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/demografischer_wandel_heft1.pdf

Beitrag von shampoo 08.03.11 - 22:04 Uhr

;-) ich meinte das anders !

Beitrag von diana1101 08.03.11 - 22:35 Uhr

Das Einzige was mir der Beitrag mal wieder zeigt, ist der, das ich eindeutig den falschen Job habe und bei der falsche Firma arbeite...

Beitrag von wemauchimmer 09.03.11 - 08:06 Uhr

Von mir den blauen Stift für diese Schleichwerbung.

Was soll's, sie werden demnächst dazu übergehen, das Renteneintrittsalter jedes Jahr um ein Jahr raufzusetzen, so daß wir bis zum Umfallen arbeiten.
Schuld sind nicht die Politiker, sondern die Generation(en), die meinte(n), 1,2 Kinder pro Frau seien genug, man müsse sich ja schließlich auch noch selbst verwirklichen...
LG

Beitrag von schnecki82 09.03.11 - 09:08 Uhr

Aha, was ist die Alternative? 5 Kinder in die Welt setzen und sie nicht finanzieren können? Nee da bleibe ich lieber bei meiner einen kleinen Maus !

Beitrag von wemauchimmer 09.03.11 - 09:27 Uhr

Tja rententechnisch ist es tatsächlich besser, 5 Kinder in die Welt zu setzen und sie "nicht finanzieren können". Die belasten die Sozialsysteme nämlich heute, wo es noch genug Beschäftigte gibt, und in 20 Jahren, wenn die Wirtschaft landauf, landab händeringend nach Nachwuchs sucht, um den Laden irgendwie am Laufen zu halten, kommen sie in Lohn und Brot und zahlen Deine Rente. Zu der Dein armes Einzelkind leider nur einen bescheidenen Beitrag leisten können wird.
LG

Beitrag von schnecki82 09.03.11 - 10:29 Uhr

Gut rententechnisch magst du recht haben. Aber ich genieße die Zeit mit meinem armen Einzelkind lieber jetzt und finanziere und selbst ein schönes Leben. So muss mein armes Einzelkind wenigstens nicht wenig oder nichts mit Geschwistern teilen. :-P

Beitrag von fred_kotelett 09.03.11 - 12:06 Uhr

Genau und diese 5 Kinder werden dann trotz ihrer sozial schwachen Eltern alle Ingenieure, Ärzte oder Informatiker.

Was denkst du denn welches Skillset ein Arbeitnehmer in 20 Jahren mitbringen muss, da reicht ne abgebrochene Baumschule nicht mehr.

Beitrag von windsbraut69 09.03.11 - 12:09 Uhr

"Genau und diese 5 Kinder werden dann trotz ihrer sozial schwachen Eltern alle Ingenieure, Ärzte oder Informatiker. "

Selbst, wenn sie es packen, müßten sie dann erstmal das dicke rote Minus in ihrer persönlichen Bilanz "abarbeiten"...neben den üblichen Steuern und Sozialabgaben...

Beitrag von wemauchimmer 09.03.11 - 12:58 Uhr

Wir leben hier in Deutschland, nicht in den USA, Afrika oder Asien. Es gibt hier Lernmittelfreiheit, gebührenfreie Hochschulen, BAFöG usw. Jeder hat die Chance zum sozialen und bildungsmäßigen Aufstieg.

Heute haben wir eine harte Konkurrenz um gute Arbeitsplätze. Aber das wird sich schon bald ändern. In den nächsten 20, 25 Jahren geht ein Großteil der Ingenieure, Ärzte und Informatiker in Rente. Und das heißt, die Nachfrage wird das Angebot bei weitem übersteigen. Und das heisst, die Firmen, die Unis, werden zwangsläufig ihre Zugangs/Einstellungsvoraussetzungen absenken. Das kann man bei großen Firmen heute schon beobachten, also Bewerberzeugnisse von lausiger Qualität, die vor 10 Jahren noch völlig chancenlos gewesen wären.

Und wenn mal die mittelmäßigen Leute in die guten Jobs einziehen, dann werden eben die mittelmäßigen Jobs (die ja auch besetzt werden wollen) für die schlechten Leute frei.

Ich bin sicher, die Politik, die Wirtschaft werden es als Aufgabe sehen, eben auch Menschen aus der "abgebrochenen Baumschule", also aus den sogenannten bildungsfernen Schichten, für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Und es werden sich allen unseren Kindern unvorstellbare Aufstiegschancen bieten, vergleichbar nur mit der Nachkriegszeit.
LG

Beitrag von nele27 09.03.11 - 14:32 Uhr

Ja, jeder hat die Chance, aber sieh Dir mal Statistiken an, wie viele diese Chance auch nutzen.

Ich habe als Arbeiterkind studiert und in 5 Jahren keine Menschenseele mit ähnlicher Herkunft an der Uni entdeckt. Das deckt sich auch mit den offiziellen Zahlen.

Naja und falls es tatsächlich so kommen sollte, dass jeder Depp einen guten Job bekommt sieht es für den Standort Deutschland ziemlich düster aus...

Ich denke zwar auch wie Du, dass es auf dem Arbeitsmarkt wieder einfacher wird mangels Konkurrenz. Aber ich denke (und hoffe) nicht, dass man ungebildet einen guten Job bekommt. Sondern, dass der Staat seine Hausaufgaben macht und denjenigen Bildung verschafft, deren Eltern es nicht auf die Reihe kriegen...

Beitrag von windsbraut69 09.03.11 - 15:43 Uhr

"Und es werden sich allen unseren Kindern unvorstellbare Aufstiegschancen bieten, vergleichbar nur mit der Nachkriegszeit. "

Amen!

Beitrag von leni.pfeiffer 09.03.11 - 16:01 Uhr

"Und wenn mal die mittelmäßigen Leute in die guten Jobs einziehen"

Das kann aber nicht die Loesung sein!
LG, Leni

Beitrag von wemauchimmer 09.03.11 - 16:21 Uhr

Tja, dann bleibt nur, Leute aus dem Ausland zu holen.

Deutschland ist aber heute schon für qualifizierte Ausländer nicht sehr attraktiv und das wird sich wohl kaum groß verbessern.

Es geht ja nicht darum, was wir gerne hätten oder schön fänden.
Sondern daß es Folgen haben wird, wenn nicht genug Erwerbstätige mehr da sind, und das ist nunmal eine unausweichliche Folge unserer Bevölkerungsentwicklung.
LG

Beitrag von windsbraut69 09.03.11 - 16:29 Uhr

Doch klar, das ist dann die Fortsetzung der PISA-Studie....
Es bleibt ja aber noch die Hoffnung auf qualifizierte "Gastarbeiter".

LG,

W

Beitrag von windsbraut69 09.03.11 - 09:37 Uhr

"Schuld sind nicht die Politiker, sondern die Generation(en), die meinte(n), 1,2 Kinder pro Frau seien genug, man müsse sich ja schließlich auch noch selbst verwirklichen... "

Aha.
Diese nicht geborenen Kinder würden sonst all die Arbeitsplätze füllen, die es nicht gibt?

Beitrag von wemauchimmer 09.03.11 - 09:53 Uhr

Doch, doch, wenn sie groß sind, dann gibt es die Arbeitsplätze, keine Sorge.
Was meinst Du denn, wie`s bei uns aussehen wird wenn die Babyboomer in ca. 20 Jahren in Rente gehen?

Beitrag von windsbraut69 09.03.11 - 12:03 Uhr

Dann können wir meiner Ansicht nach froh sein, wenn wir die Arbeitslosenquote spürbar reduzieren können.

Beitrag von leni.pfeiffer 09.03.11 - 16:03 Uhr

"Aha.
Diese nicht geborenen Kinder würden sonst all die Arbeitsplätze füllen, die es nicht gibt? "

Nee, die Frauen sind doch dann zu Hause und kuemmern sich um den Nachwuchs. Dadurch werden Arbeitsplaetze frei.

Beitrag von windsbraut69 09.03.11 - 16:31 Uhr

#klatsch

Ja Mensch, ich vergaß. Dann ist auch für die dämlichsten männlichen Bewerber die Bahn frei in die hochdotierten Positionen :)

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