Ist meine Tochter schwer erziehbar?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von tinkerbell007 08.03.11 - 21:19 Uhr

Hallo,
ich bin so verzweifelt und graue mich schon vor den nächsten Jahren. #zitter

Ich habe eine inzwischen 9 Jährige Tochter, die der Schrecken ihrer Umwelt ist.#zitter

In der Schule gibt es nur Ärger. Sie passt sich nicht an, macht was sie will, wenn es ihr zu bunt wird, geht sie usw., usw.:-[

Sie hat auch keine Freunde. Wenn sich dann doch andere Kinder mit ihr abgeben, dann sind das nicht gerade die Kinder, die man sich für sein Kind als Freunde wünscht.:-(

Leistungsmäßig ist sie gut.:-) Sie könnte sehr gut sein, wenn sie wollte. Aber wozu. Sonst denken die Anderen noch, sie sei ein Streber. (Ihre Worte):-(

Nach der Schule geht sie in ein Jugendheim. Von 13 bis 15.30 sind bei 8 Kindern 3 Betreuer. Also eigentlich optimal.:-) Wenn meine Tochter mit den Betreuern alleine ist, ist alles wunderbar. Sobald andere Kinder kommen, dann wird sie zur Furie. Sie schlägt, sagt Ausdrücke und ist total verbockt. Sie möchte immer im Mittelpunkt stehen.

Im Jugendheim hat sie schon des öfteren Hausverbot bekommen. Sie ist nicht tragbar.#schock Was ich gut verstehen kann.

Ich werde beschimpft, sie läßt sich nichts sagen, schmeißt die Türen und fühlt sich ungerecht behandelt. Sie hat kein Einsehen für ihr falsches Verhalten.#schock

Heute war Faschingsfeier im Jugendheim. Ich bin zum Glück 1 Stunde vor der Abholzeit gekommen. Meine Tochter war auf 180. Die Betreuer sagten, die hat einen Tisch mit Absicht umgeschmissen, und fast wäre jemand verletzt worden. Es geht so nicht mehr.#schock
Ich war so sauer. Meine Tochter hat das als Bagatelle runter gespielt. Ich habe den ganzen Abend nicht mehr mit ihr gesprochen. Ich weiß, Liebesentzug ist nicht dolle, aber was soll ich machen?

Sie ist 9. Selbst die Klassenlehrerin meinte, dass sie in der Pubertät sei. Ein bischen früh, aber wie sieht es in 3 Jahren aus?#zitter

Sie hat klare Regeln zu Hause, die sie auch einhalten muß. Wir sind sehr streng mit ihr. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sie die kleinste Lockerheit von uns gleich ausnützt.

Fremde, Lehrer oder Erzieher sind das natürlich nicht. Und denen tanzt sie auf der Nase rum.
Ich bin manchmal so verzweifelt. Ich weiß nicht, was ich tun soll.#gruebel

Ich liebe meine Tochter. Vielleicht zu viel, sofern das geht. Aber wie sie sich benimmt ist nicht "normal". Neben ihr darf kein anderer existieren. Nur sie möchte im Mittelpunkt stehen.#augen

Ich beschäftige mich sehr viel mit ihr, höre ihr zu, wir sprechen sehr viel, ich frage, also ich versuche alles zu tun, um ihr zu helfen. Sie weiß, dass sie sich nicht richtig benimmt. Sie möchte sich ja auch ändern, aber irgendwie gehen in dem Moment, wo ihr etwas nicht passt die "Pferde" durch. In dem Moment hilft es auch nicht, mit ihr zu reden. Sie hört und sieht nichts. Sie fühlt sich nur im Recht und die Anderen sind falsch. Wenn sie sich ausgetobt hat, dann ist sie wieder wie umgewandelt. Ein liebes Kind, dass sich für ihr Verhalten entschuldigen möchte. Aber das klappt nun nicht mehr. Die ewigen Entschuldigungen glaubt ihr keiner mehr.:-[

Vielen Dank, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Ist viel#bla

Gruß
tinkerbell007

Beitrag von lisasimpson 08.03.11 - 22:18 Uhr

Was habt ihr bisher unternommen?
Für mich hört sich dsa so an, als sei dsa Problem scho nrecht gefestigt- sowohl in der schule als auch in der betreuung am nachmittag.
Ich würde euch raten euch mit den Lehrern und dem Schulpsychologen zusammenzusetzen -
hier aus der ferne kann ich das absolut nicht einschätzen.
di tatsache jedoch, daß sie keine Freundschaften schließt, es imemr wiedfer zu problemen kommt wenn sie im Kontakt mit Gleichaltrigen ist würde mich aber schon veranlassen mir Hilfe zu holen

lisasimpson

Beitrag von scrollan01 09.03.11 - 10:11 Uhr

Nein!

An eurer Erziehung kann es nicht liegen - denn DAS wird den meisten Eltern als 1. vorgeworfen!
Und dass die Lehrerin dies mit Pubertät erklären will - nein!

Ich sehe da ganz andere Probleme bei ihr, die sind IN ihr!

Sie weist ein egozentrisches Verhalten auf, ist nicht in der Lage Freundschaften normal annehmen zu können etc. pp.

Besorgt euch einen Termin ebi einem guten Kinder - und Jugendpsychologen/ Psychiater!
Das ist keine Schande!

Es gibt ein zwei Gründe, warum sie ist wie sie ist - das möchte ich hier erstmal nicht so aussprechen, ich könnte mir nur vorstellen in welche Richtung es geht!

Evtl per pn?!

Es liegt nicht an euch!

LG Scrollan

Beitrag von lisasimpson 09.03.11 - 10:13 Uhr

danke- aber ich bin nicht die TE!

lisasimpson

Beitrag von scrollan01 09.03.11 - 11:12 Uhr

Weiß ich doch!

Aber in anderen Foren schreibt man ja auch einfach drunter - nur hier irgendwie nicht!

#kratz

seltsam alles! ;-)

Beitrag von starshine 09.03.11 - 11:28 Uhr

Sucht Euch einen guten Kinderpsychologen. Das ist mit Sicherheit hinzukriegen. Schnell reagieren, damit sie nicht noch länger in dieser Rolle bleibt und die Umwelt sich auf sie einschiesst.

Viel Glück!

Beitrag von marion2 09.03.11 - 11:35 Uhr

Hallo,

ich hab mal ein paar Fragen:

Welche Konsequenzen hat das schmeißen von Türen?

Wer hat den Tisch wieder hingestellt und aufgeräumt?

Was verstehst du unter "streng"?

Gruß Marion

Beitrag von ungeheuerlich 09.03.11 - 17:01 Uhr

Hallo,

inwieweit habt ihr euch schon Hilfe gesucht?

Das Einzigste was in eurer Situation wirklich hilft, ist der Gang zu einem Kinder und Jugendpsychologen, der Kinder auch auf verschiedene Krankheiten testet.
Das ist ein gut gemeinter Rat und damit würde ich nicht mehr lange warten.

LG und alles Gute!

Kerstin