Ist BMI zu kleinen Menschen "strenger"?

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Beitrag von nicki-78 08.03.11 - 21:20 Uhr

Hallo,

ich habe hier immer wieder gelesen, dass der BMI als Messlatte dessen, ob man dünn oder übergewichtig ist aus mehreren Gründen nicht hinhaut... Dennoch meine Frage:

rein mathematisch gesehen, kann es sein, dass der BMI zu kleineren Menschen "strenger" ist?

Meine Schwägerin ist 160 cm groß/klein. Und hat innerhalb kürzester Zeit von 67 auf 50 kg abgenommen. Sie ist richtig dürr. Sie hat zwar noch etwas Brust (mittel, auf keinen Fall zu viel), aber ansonsten einen richtigen Knabenpo - nirgendwo, absolut nirgendwo ist auch nur ein Gramm Fett zu viel zu sehen.

Als ich ihr den Kopf waschen wollte, dass sie ein wenig zunehmen soll und sie es nicht einsehen wollte, dass sie schon ZU dünn ist, fing ich mit dem BMI an (weil ich davon ausging, dass sie demnach Untergewicht haben wird). Als Gegensatz habe ich mich genommen (172 groß, 58 kg) und zu meiner Schande kam heraus, dass wir praktisch denselben BMI haben!

Aber ich habe richtige Problemzonen (Oberschenkel, Po) -nicht nur eingebildete - das sehen leider alle und wird mir immer wieder mal gesagt.

Wer kann mir erklären, wie es sein kann, dass eine "Magersüchtige" (vorausgesetzt, sie sagte ihr richtiges Gewicht, vielleicht wiegt sie weniger) und eine mittelschlanke Große denselben BMI haben?

Beitrag von ippilala 08.03.11 - 21:59 Uhr

Eigentlich ist man mit 160cm und 50kg nicht ungedingt dürr. Schlank sicher.
Wahrscheinlich verteilt sich ihr Gewicht einfach anders. Du hast nen dicken Po und sie vielleicht mehr Fett am Rücken, was man nicht unbedingt sieht. Vielleicht hat sie auch mehr Muskelmasse als du, da sieht man dann nun auch meist drahtiger aus.

Beitrag von rmwib 09.03.11 - 09:47 Uhr

Nicht? Meine Mama ist ca. 162 m und wiegt 52 Kilo und ist wirklich ein absoluter Floh- an der Frau ist nix dran, die trägt Hosenweite 24/25 #schock#schock#schock sie hat eine Figur wie ein Teenager. #schwitz ich finde sie sehr dünn und halte mein Verständnis von dünn und dick für eher kritisch, nicht nur bei mir selbst.

Ich selber bin 1.77 m groß und wiege 66 Kilo und hab im Gegensatz zu ihr noch deutliche Reserven an den Hüften, dem Bauch und den Oberschenkeln ;-)

Ist vielleicht wirklich auch einfach personenabhängig?

Beitrag von jensecau 09.03.11 - 08:07 Uhr

Hallo!

Da habe ich gerade im Fernsehen etwas zu gehört. Leider habe ich nicht richtig hingehört, aber auf jeden Fall wurde gesagt, dass der BMI bei kleinen Menschen im Verhältnis zu großen Menschen nicht passt. Ich weiß aber nicht mehr, warum das so war und ob er zu den Großen oder Kleinen strenger war.
Frag doch mal google...da findet man bestimmt etwas!

VG
claudine

Beitrag von ida85 09.03.11 - 09:47 Uhr

Hallo

So viel ich weiss, ist der BMI veraltet…
Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand mit 50kg bei einer Grösse von 160cm „dürr“ aussieht, vielleicht sagt sie Dir ein falsches Gewicht?
Ich bin 162cm und wiege ca 48kg und habe nicht den Eindruck, dürr zu sein.

LG

Beitrag von bluemotion 09.03.11 - 10:58 Uhr

Das Messen des BMI ist wirklich veraltet!

Nach dem neuen Stand wird der Bauchumfang gemessen. Und der ist unabhängig von der Körpergröße!

LG

Beitrag von binnurich 09.03.11 - 11:05 Uhr

ich denke, es ist eine Frage des Körperbaus

als ich bei 1,68 ein Gewicht von 68 kg hatte wurde ich von nicht wenigen Menschen drauf angesprochen ob ich magersüchtig wäre... da hatte ich einen BMI von 24!

ich meine mit einem BMI von 24 schrammt man an der oberen und nicht der unteren Grenze

Dafür ist es so, dass mir, als ich 95 kg wog auch keiner geglaubt hat, dass ich soviel auf die Waage bringe.
Manchmal haben Leute dann gesagt, dass ich dann sicher schwere Knochen habe ... lol.... ich habe sie dann dezent darauf hingewiesen, dass ein Skeltett etwa 7 kg wiegt und selbst wenn meines schwer sein sollte, dann wiegt es 8 und das ist für mein deutliches Übergewicht eher unerheblich

Ich kann nur vermuten, dass es an Proportionen liegt und daran, dass ich schon immer sehr viel Sport mache und daher straff gebaut bin.

Beitrag von sassi31 09.03.11 - 14:09 Uhr

Ich denke auch, dass es am Körperbau liegt.

Meine Mutter wiegt 54 kg gewogen bei einer Größe von 1,68 m. Sie ist schlank, aber nicht dürr. Sie trägt Hösengröße 40 und bei Shirts und Pullovern sogar 42.
Mein Gewicht liegt aktuell bei 52 kg, verteilt auf 1,70 m Größe. Ich trage Hösengröße 34/36 bzw. 28. Shirts und Pullis in Größe 36 und sehe klapperdürr aus.

Vom BMI liegen wir also nicht so weit auseinander, aber optisch trennen uns Welten.

Beispiel:
Die Arme meiner Mutter sind erheblich breiter als meine. Wenn ich ihre Armbanduhr anlege und das Band so einstelle, wie sie es hat, kann ich die Uhr bis fast zum Ellenbogen hoch schieben. Bei ihr sitzt die Uhr am Handgelenk, wo sie hin gehört und rutscht nicht mal.

Sie hat einen viel "groberen" Knochenbau als ich. Und das spielt da mit Sicherheit rein.

Beitrag von ciocia 09.03.11 - 11:20 Uhr

Bei mir ist es auch so, dass ich bei 163 plus minus 53 kg wiege und trotzdem werde ich als sehr dünn bezeichnet, was ich überhaupt nicht finde. Ich habe eine eher mädchenhafte Figur mit wenig Hüften und Busen, vielleicht komm ich deshalb so "rüber".

Aber 50kg bei 160 ist ein absolut normales Gewicht


lg

Beitrag von nicki-78 09.03.11 - 11:42 Uhr

Okay. Vielleicht kommt es darauf an, dass sie früher immer ca. 60 kg gewogen hat und wenn sie viel futterte eben fast 70 kg. Jetzt isst sie wenig. Ist immer hungrig. Immer genervt. Immer müde. Das ist nicht normal.

Beitrag von niana 09.03.11 - 11:59 Uhr

Bei mir ist es komplett andersrum, ich bin 1,65 und wiege 54 Kilo.. und sehe nicht so aus! Ich habe durchaus Busen und Oberschenkel, das ist nicht lustig..., dafür super schmale Schultern usw... Nach der Geburt meines kleinen hatte ich 65 Kilo drauf und ich sah richtig speckig aus!
50 Kilo bei 1,60 ist durchaus ok.

Irgendwie habe ich das Gefühl das Leute im Moment gerne in Panik verfallen von wegen Magersucht. Ja Magersucht ist eine sehr schlimme Sucht aber nur weil man eben keine Pölsterchen hat ist man bei weitem nicht krank.
Manche Leute fühlen sich eben rundlicher wohl und andere schlank, gut kann beides aussehen ;)
Und wie gesagt der BMI ist ja nur ein Richtmaß. Aber irgendwas muss es ja geben.

Beitrag von nicki-78 09.03.11 - 13:23 Uhr

Wie schon eben erwähnt, sie isst sehr wenig und ist andauernd hungrig.

Beitrag von ayshe 09.03.11 - 15:18 Uhr

Aber warum ißt sie dann nicht mehr, wenn sie dauernd Hunger hat und wenig ißt, kapiere ich jetzt nicht.

Beitrag von sassi31 09.03.11 - 15:58 Uhr

Wahrscheinlich hat sie Angst vor einem Jo-Jo-Effekt. Wer weiß, mit was für einer "Diät" sie abgenommen hat.
Aber das muss nicht gleichbedeutend mit Magersucht sein. Auch, wenn die TE das scheinbar befürchtet.

Aber ich muss zugeben, dass ich das auch nicht verstehe. Da hätte ich ja durchgängig miese Laune.

Beitrag von ayshe 09.03.11 - 18:20 Uhr

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Da hätte ich ja durchgängig miese Laune.
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Also ich auch.

Beitrag von nicki-78 09.03.11 - 17:59 Uhr

Ihr Normalgewicht, also Wohlfühlgewicht lag immer bei ca. 60 kg und da sie jetzt dieses "traumhafte" Gewicht von 50 kg erreicht hat, möchte sie es nicht mehr verlieren.

Beitrag von ayshe 09.03.11 - 18:22 Uhr

Stimmt, ich hatte mich so in den BMI vertieft, daß ich auch vergessen hatte, daß sie ja so viel abgenommen hat.

Ja, wie sassi sagt, kann so etwas wohl auch umschlagen vor lauter Angst, daß man wieder zunimmt.

ist ja schon übel, aber es kann doch nciht sein, daß sie Dauerhunger haben muß, um das gewicht zu halten oder?

Beitrag von ayshe 09.03.11 - 15:33 Uhr

Der BMI ist schon recht viel kritisiert worden.

Er ist einfach zu pauschal.

Der BMI berücksichtigt NICHT:

Die Breite des Menschen, den Körperbau eben, es gibt nun einmal schmale zierliche und auch breite Menschen.

Die Muskelmasse, sie ist dichter und schwerer als Fett.
Und wer wirklich gut trainiert ist, hat auch mehr Muskeln.

Außerdem rechnet sich der BMI je Alter wieder anders.

Wer mit 30 zb einen BMI von 22 hat, kann dann mit 40 einen von 19-20 haben und plötzlich steht da nicht mehr "Herzlichen Glückwunsch zum Idealgewicht!" sondern "Sie haben Untergewicht, suchen Sie einen Arzt auf, Gefahr auf Magersucht und nehmen Sie zu!"

Und das, obwohl sich rein gar nichts verändert hat, nur, daß man eben 10 Jahre älter wurde.
Soll man denn gezwungen sein, mit dem Alter unbedingt schwerer zu werden?
Ist doch bekloppt.
Manche werden es vllt, andere aber nicht.


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Wer kann mir erklären, wie es sein kann, dass eine "Magersüchtige" (vorausgesetzt, sie sagte ihr richtiges Gewicht, vielleicht wiegt sie weniger) und eine mittelschlanke Große denselben BMI haben?
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Weil eben nicht alles berücksichtigt wird, siehe oben.


Du kannst auch zwei Leute haben, die gleiches Gewicht und auch gleiche Größe haben, also den gleichen BMI und trotzdem wirken sie völlig anders.


Meine Mutter ist zb 157cm, ich bin 160cm.
Ich wiege immer etwas weniger als meine Mutter, aber sie ist definitiv optisch dünner.
Sie hat etwas breitere Schultern und ein etwas breiteres Becken.
Und trotz dieser Zahlen habe ich sozusagen mehr Fleisch an Armen und Beinen als sie, auch wenn man anfaßt.
oder hat sie größere Knochen?
Mit größerem Durchmesser?


Ich sehe den BMI nur als sehr grobes Richtmaß an.

Beitrag von asimbonanga 09.03.11 - 16:54 Uhr

Ich kann das bestätigen.In meiner Jugend wogen z.B. fast alle Mädels 56 Kg ( jedenfalls sagten sie das )was es da für Unterschiede gab;-)
Spaß beiseite.
Der BMI sagt wenig aus.Er sollte allenfalls als grober Anhaltspunkt genommen werden.Genau wie das Gewicht.Vielleicht ist diese Fettrollen Messung am Bauch aussagekräftiger?Schließlich soll sich bei Frauen die "Birnenform " nicht gesundheitsschädlich auswirken.
Die Erkenntnisse haben sich in den letzten 30 Jahren mehrfach geändert , je dicker die Durchschnittsbevölkerung wird, umso strenger die Maßstäbe -will mir scheinen.

Obwohl ich jetzt ,Alter sei Dank, mehr wiegen darf :-)laut BMI :-)
Es gibt wohl ein persönliches Normalgewicht-da will der Körper immer wieder hin.

Beitrag von ayshe 09.03.11 - 18:26 Uhr

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Es gibt wohl ein persönliches Normalgewicht-da will der Körper immer wieder hin.
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Ja, so empfinde ich das jedenfalls für mich.
Es gibt eben einen Bereich, da fühle ich mich am besten, nicht mehr und nicht weniger.


Aber das mit dem Alter finde ich unpassend. Hat man denn da nun einfach für 40 oder 50 Jährige mehr erlaubt?
Warum?
Weil der Schnitt durch Stoffwechseländerung etwas zunimmt?
Kann ja alles sein, man kann ja meinetwegen nach oben anheben, aber warum dann unten plözlich zum Untergewicht werden?

Warum ist das, was man jahrelang als ideal hatte, dann plötzlich zu wenig? Mir leuchtet das nicht ein und deshalb kann ich diese Zahlen nicht so ernst nehmen.

Beitrag von asimbonanga 09.03.11 - 18:38 Uhr

ttp://www.bmi-rechner.biz/

sieh mal dort wird nach Altersgruppe unterschieden------

ab19,24,34,45,55 und dann über 64

macht schon Sinn.........
mit meinem heutigen Gewicht hätte ich früher ganz anders ( properer ) ausgesehen----
ich hatte z.B. jahrelang nach der Trennung von meinem Ex-Mann mein "Jugendgewicht" ( 57KG )
ich sah schon recht flach aus damit, besonders im Gesicht...............

Beitrag von ayshe 10.03.11 - 09:41 Uhr

Stimmt, hier sind es Gruppen.
Ich hatte gestern einen, da gab man das genaue Alter ein.

Hier bin ich auch heute moch mit 20.3 "normal".
Gestern war ich mit 20.3 untergewichtig #rofl

Beitrag von lutzhansen 10.03.13 - 18:59 Uhr

Hallo,

welche Seiten kennt ihr, die richtig rechnen?
http://www.bmi-rechner-im-netz.de/
http://bmi-rechner-online.de

Wer noch?
Lutz