FA gibt mir kein BV, warum?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von fay123 09.03.11 - 09:14 Uhr

Hallo

Ich plage mich nun lange schon mit Krankschreibungen rum, seit Anfang Februar. Erst wegen starker Übelkeit und jetzt wegen Kreislaufbeschwerden. Bin jetzt in der 14SSW.
Habe schon gesagt das ich angst habe ins Krankengeld zu fallen. Ich arbeite als Krankenschwester in der Unfallchirurgie. Ich schaffe die Arbeit nicht mehr und es wird auch keine Rücksicht auf mich genommen. Muss alles weiter so machen wie vorher(Pat. mobilisieren, Betten schieben, Verbände, Antibiosen,...). Ich habe eine 2,5Jahre alte Tochter die ich beinahe verloren hätte in der SS wegen der Arbeit, habe dann ein BV bekommen. Im Oktober 10 hatte ich eine FG in der 6SSW wegen der harten Arbeit (das weiß ich einfach, hatte 65Überstunden in einem Monat). Und jetzt ist die Angst da das wieder was schief geht und es geht mir dazu nicht gut. Aber die FÄ meint sie braucht einen Grund für die Krankenkasse damit sie mir ein BV ausstellen kann. Ich war heute beim HA und der meinte das mein FA das ausstellen muss. Sie würde mich auch nur weiter krank schreiben.
Was mache ich denn jetzt? Ich kann unmöglich zurück auf Arbeit, ich kipp da immer fast um und bekomme Bauchschmerzen davon. Könnt ihr mir helfen?

VG
Fay #ei 14SSW

Beitrag von bunnypit 09.03.11 - 09:18 Uhr

Hallo

Frechheit finde ich! also ich würde mir eine andere FA suchen oder ihr nochmal ins gewissen reden
#liebdrueck ich drücke dir die Daumen

bei mir auf Arbeit geht das momentan genauso zu ich arbeite in einer chirurgischen/orthopädischen Praxis

Beitrag von luna2584 09.03.11 - 09:44 Uhr

Hallo liebe Fay,

also ich kann deinen FA gar nicht verstehen! Er gefährdet dein Wohl UND die Gesundheit deines Babys :-[ Ich würd mir auch nen anderen Arzt suchen - noch dazu bei der Vorgeschichte, die du hast!
Ich kann dir mal sagen, wies bei mir abläuft: ich bin aktuell 5+5 und mir wird ab nächster Woche ein BV erteilt. Arbeite in einer Kinderkrippe (Kids sind zwischen 11 Monaten und knapp 3 Jahren), weil ich nicht immun bin gegen Zytomegalie, was hauptsächlich von Babys/Kleinkindern übertragen werden kann und nachweislich zu starken Missbildungen oder einer FG führen kann! Mein Doc aus der KiWuKlinik hat mir Blut abgenommen, um die Immunität zu bestimmen. Die Ergebnisse musste ich an meine Betriebs-/Amtsärztin weitergegeben und die erteilt dann schließlich das BV (die Gesundheit des Ungeborenen hat höchste Prioriät) in Absprache mit meiner Chefin. Habt ihr denn nicht sojemanden bei euch? #gruebel

Wünsche dir und deinem Bauchzwerg alles Gute! Passt bitte auf euch auf!

LG Jasmin + #ei + #ei

Beitrag von corinna.2010.w 09.03.11 - 09:18 Uhr

huhu

es gibt auch die möglichkeit das dein AG dir ein BV ausstellt.

Aber in deinem falle wohl bisl doof.
er muss sich an das Muschugesetz halten.

Mein FA hat gar nicht lange gefackelt und nun bin ich seit dez zuhause.

Ich würde nochmal dein FA ansprechen und sonst mal zu einen anderen gehen. Deine SS ist wichtiger als patienten umbetten.

Wenn das immernoch nicht hilft würde ich auf jeden fall das gespräch mit deinen AG suchen un ihn drauf ansprechen das ne andere lösung her muss das es so nicht geht.

Vllt hat er ja andere arbeiten für dich, wenn nicht muss er dir eben ein BV ausstellen...

wünsch dir alles gute.

lg
corinna
mit #ei Etienne unterm #herzlich 23ssw #baby

Beitrag von netti000 09.03.11 - 09:20 Uhr

Also ich verstehe deine FA nicht!! Es gibt doch nen eindeutigen Grund!! Ein BV bekommt man, wenn die Arbeit Mutter oder Kind gesundheitlich schadet, bzw für das Baby lebensbedrohlich ist. Und du hattest schon eine FG! Und dann die ganzen Überstunden... Also da liegt Grund genug vor! Würde ihr das noch mal sagen oder ggf FA wechseln!

Aber dein Arbeitgeber kann Dir auch ein BV ausstellen! Dein Gehalt bekommt er von der KK

Beitrag von carochrist 09.03.11 - 09:21 Uhr

Helfen kann ich dir leider nicht, aber dir einen Rat geben. Geh am besten mal zu einem anderen Arzt. Anscheind ist dein FA eine Pfeife. Bei deinem Beruf würde jede andere Frau ein BV bekommen.

Habt ihr im KH keinen Betriebsarzt oder sowas?

Beitrag von jennymaus2005 09.03.11 - 09:21 Uhr

Hey...

Versuchs doch mal über deine Hebamme, wo ich meine das erste mal getroffen habe, hat sie mich gleich gefragt ob sie mir eine BV austellen soll!!! Bei uns ist es aber nicht nötig, denn ich arbeite für meinen Mann!

Sonst solltest du dich an einen Betriebsarzt/Amtsarzt wenden! Soweit ich weis, darf man bei bekanntgabe der SS nicht mehr im medizinischen Bereich arbeiten, wegen der Infektionsgefahr durch Blut etc.

LG Jenny

Beitrag von lixy 09.03.11 - 09:37 Uhr

das mit dem med. beruf stimmt nicht ganz! dann dürften krankenschwestern, arzthelferinen, ärztinen & co schwanger nicht mehr arbeiten! ist quatsch. man muss eben sehen, dass eine ss andere arbeiten zugeteilt bekommt als blutabnehmen o.ä.
ich arbeite auch beim arzt und bin das 2te mal ss und bin dann jedes mal eben an die anmeldung statt röntgen und blutabnahmen usw.

diese vielen ü-std find ich allerdings krass!#contra

Beitrag von babett85 09.03.11 - 09:21 Uhr

Hallo, das ist von FA keine Frechheit weil der Arbeitgeber dafüpr zuständig ist dir ein Arbeitsplatz zu bieten was dem Mutterschutzgesetzt entspricht. bin selbst Krankenschwester.
und ein Krankenschein würde das BV soweiso aufheben.
rede doch mal mit deinem chef oder melde dich selbst an aufsichtsgewerbeamt die kommen dann zu dir auf arbeit und schauen ob alles so den richtlinien entspricht wenn nicht bekommst du ein BV aber vom AG und nciht vom FA.

lg

Beitrag von muko 09.03.11 - 09:22 Uhr

Hallo fay,

also ich würde entweder FA wechseln, falls du das nicht willst,schaue mal ob du einen guten Draht zu deinem HA hast, der darf dir das auch ausstellen.

Bei manchen Ärzten fragt man sich echt. Mein BV wurde von meinem HA ausgestellt.

LG muko 17. SSW

Beitrag von mamavince 09.03.11 - 09:22 Uhr

ich bin auch krankenschwester und habe seit der 6 ssw ein bv.
meine fa hat auch keinen grund gesehen mir eins auszustellen, da die "probleme" von meiner arbeit ausgegangen sind. sie meinte dann ich soll ihr schriftlich vom ag bringen, das sie mir keinen schwangerschaftsgerechten arbeitsplatz geben können (nach muschu). sollte sich der ag stur stellen hätte ich zum aufsichtsamt gemusst. habe aber das schreiben bekommen und fa hat mir das bv sofort ausgestellt.

wende dich an deinen betriebsarzt und wenn der sich auch quer stellt musst du melden, das das muschu-gesetz nicht eingehallten wird, oder nicht eingehalten werden kann.

Beitrag von sternschnuppe215 09.03.11 - 09:27 Uhr

Nimm Kontakt zum örtlichen Amt für Arbeits- und Gesundheitsschutz auf!!!

Wenn Du nix findest, dann wende Dich an das Amt in Berlin, die vermitteln Dich u. bestätigen dann nach Prüfung ein BV für die KK!

War bei mir auch so...

Beitrag von pmkatrin 09.03.11 - 09:33 Uhr

hallo

erstens....such dir nen anderen FA...und zweitens auch der hausarzt kann ein BV ausstellen...war bei mir in der ersten ss auch so....

wenn die arbeit der werdenden mutter oder dem ungeborenen schadet oder auch nur schaden kann, so ist ein BV berechtigt.....das ist der offizielle begründungstext für ein BV....und wenn das dein FA nicht weiß, dann brauchst du nen anderen....

informiere dich mal im internet, da gibts auch vordrucke, die ein arzt ausfüllen kann. also ich hab mir das damals ausgedruckt und dem doc mitgenommen......da gibts auch telfonnummern, wo man gute auskunft bekommt....

alles gute
katrin

Beitrag von rainqueen 09.03.11 - 09:57 Uhr

Ich würde mal probieren mit deinem Arbeitgeber in Ruhe zu sprechen und mich auf das Mutterschutzgesetz berufen. Ich musste da auch ziemlich offensiv vorgehen und mehrere Male das Gespräch suchen, damit die Gesetze eingehalten werden.

Da gibt es ganz klare Vorgaben, die bei dir so wie es sich anhört wohl nicht eingehalten werden.

Nicht mehr als 10 Kg heben, das ist bei Patienten mobilisieren schon mal verletzt, Betten schieben zählt auch drunter. Je nach Art der Wunde ist Verbände machen eigentlich auch nicht mehr drin. Überstunden darfst du jetzt auch keine mehr machen, etc.

Bei mir hat der AG auch eine Gefährdungsbeurteilung über meine Stelle machen müssen und an die Beratungsstelle für Mütter geschickt. Die gefährlichen Arbeiten mussten dann umverteilt werden (wenn auch erstmal nur auf dem papier). Ist sowas bei dir passiert?

Dein Ag muss dir in dem Fall (wenn er dir keinen Arbeitsplatz anbieten kann, der dem Mutterschutzgesetz entspricht) ein Beschäftigungsverbot erteilen. Für ihn entstehen da kaum Nachteile, bekommt das Geld zurück und kann jemand Neuen einstellen. Kann schon verstehen, dass dein FA sich dagegen wehrt.
Je nachdem wie dein Verhältnis zum AG ist und er sich nicht an die Gesetze hält, kannst du dich auch an die Beratungsstelle für Mütter (beim Gewerbeaufsichtsamt oder Regierungspräsidium) wenden.

Die sind da echt lieb und helfen dir weiter.

Krankengeld bekommst du ja erst, wenn du 6 Wochen wegen der selben Krankheit krankgeschrieben bist. Schwangerschaft ist dabei keine Krankheit, sondern die jeweiligen Probleme, die du dabei bekommst. Dabei werden Krankschreibungen aus unterschiedlichen Gründen nicht zusammengezählt.

Vlg Rainqueen

Beitrag von klara4477 09.03.11 - 10:01 Uhr

Ganz ehrlich? Ich kann nicht verstehen dasbei solchen Dingen immer gleich auf den FA`s rumgehackt wird und jeder schreit wechsel den Arzt!

Die Probleme der TE sind nicht auf körperliche Beschwerden zurück zu führen sondern auf die Unfähigkeit des Arbeitgebers ihr einen Mutterschutzgerechten Arbeitsplatz zu bieten. Somit ist der FA rein rechtlich garnicht dazu in der Lage in dem Fall ein BV auszusprechen.
Dieses muss vom Arbeitgeber kommen.
Übelkeit und Kreislaufbeschwerden sind nämlich tatsächlich mal "nur" eine ausreichende Diagnose für eine AU und nicht für ein BV.

Ich weiss das es in der Praxis oft anders gehandhabt wird und es Ärzte gibt die sich dann eben eine Diagnose "aus dem Ärmel schütteln" die ein BV rechtfertigt, aber richtig ist das nicht. Und nur weil sich jemand an die Regeln hält so einen Aufriss zu machen finde ich nicht gut.

Ich kann durchaus verstehen das die TE gerne ein BV hätte, aber dafür muss sie mit ihrem Arbeitgeber bzw. dem Betriebsarzt sprechen und wenn sich diese weigern ihr entgegen zu kommen dann eben an geeigneter Stelle darum kämpfen.

Liebe TE, besteh auf Deine Rechte und kämpfe dafür, so geht`s nunmal nicht, aber lass Deinen Unmut da aus wo er hingehört, bei Deinem Arbeitgeber. Der ist in dem Fall nämlich der A..., nicht Dein FA.

Beitrag von fay123 09.03.11 - 10:15 Uhr

Hallo

Danke für die vielen Antworten.
Leider ist es in der Praxis oft bzw. garnicht möglich alles nach Mutterschutzgesetz einzuhalten. Es ist ein zu schlimmer Pflegenotstand da. Jede Hand zählt da. Ich kann nicht von meinen Kollegen erwarten der mit mir im Dienst ist das er alles alleine machen muss, weil ich sage ich darf das nicht. Die verdrehen beim zweiten mal schon die Augen.
Wenn die 18 Patienten alleine lagern, mobilisieren muss geht das nicht, dann ist sie selber nach einem Tag total fertig. Es ist leider so das sich die Schwanger sind krankschreiben lassen müssen weil es nicht anders geht oder gleich ein BV bekommen. Ich weiß nur das ich den Arbeitsaufwand nicht schaffe und es einmal fast schief gegangen wäre mit meiner Tochter und im Okt ich es verloren habe. Jetzt soll es gut gehen und zu dem bin ich durch die Schwangerschaft körperlich nicht fit.
Wenn ich mein AG darauf anspreche muss muss ich da zur Pflegedienstleitung oder wohin?

VG
Fay

Beitrag von klara4477 09.03.11 - 10:36 Uhr

Du, ich kann Dich voll und ganz verstehen, so ist das nicht!

Ich bin selber KS und habe auch letztes Jahr ein Baby verloren, in der 15.SSW.

Aber in Deinem Fall liegen die grössten Probleme halt in der körperlichen Belastung bedingt durch die Arbeit, daher musst Du das auch dort ansprechen.
Ich würde zuerst zur PDL gehen, zeitgleich aber auch mit dem Betriebsarzt sprechen. Zu diesen Gesprächen nimm am besten einen Ausdruck der Mutterschutzrichtlinien mit.

Sehen beide keine Möglichkeit Dir einen zumutbaren Arbeitsplatz anzubieten müssen diese Dir eigentlich ein BV aussprechen.

Du kannst ja auch damit "drohen" das Du dann so eben immer wieder ungeplant ausfallen wirst da Du die Arbeit so nicht machen kannst.
Im Grunde genommen profitiert Dein Arbeitgeber nämlich auch von einem BV.
Du bist "geplant" weg, er bekommt Dein Gehalt erstattet und er kann für die Dauer Deiner Schwangerschaft Deine Stelle neu besetzen. Das kann er mit einer AU aber nicht.

Lass Dich erstmal weiter krankschreiben und kläre das ganz in Ruhe.

Ach ja, und lass Dir nichts gefallen und besteh auf Deine Rechte. Ich weiss wie schwierig das manchmal ist, aber da gehen Du und Dein Bauchbesetzer nunmal eindeutig vor.

Beitrag von rainqueen 09.03.11 - 10:38 Uhr

Ich kenne die Probleme aus der Praxis und auch den Gewissenskonflikt, in dem du steckst.
Da werden die besten Kollegen auf einmal mies und machen einem Vorwürfe, aber das ist NICHT dein Problem, sondern das des Arbeitgebers.
Du musst dich und dein Kind schützen, sonst tut es nämlich keiner und das Recht ist da völlig auf deiner Seite. Es gibt nicht umsonst die Mutterschutzgesetze, die bei Schwangerschaften "Schonarbeitsplätze" vorsehen. Du hast ja auch Anspruch auf zusätzliche Ruhepausen, wenn es dir nicht so wohl ist.

Ich weiß nicht, wie das hierarchisch bei euch geregelt ist, aber die PDL ist wahrscheinlich verantwortlich für die Arbeitsbedingungen und die Umsetzung der Richtlinien und somit dein Ansprechpartner. Habt ihr einen Betriebsarzt oder Arbeitsschutzbeauftragten? Da könntest du auch noch fragen.

Wenn bei euch echt so ein schlimmer Notstand ist, wäre es für den AG ja gut, dich ins BV zu schicken, er kann dann besser planen.

Beitrag von sunny-4 09.03.11 - 13:11 Uhr

also ich bin auch krankenschwester. bei meinem ersten termin vor ner woche konnte meine ärztin nichts außer ner aufgebauten schleimhaut fesstellen. sie sagtg aber gleich das ich mir bis zum nächsten termin am 17 märz überlegen soll, ob sie mir ein bv ausstellen soll. also bei mir gibt des anscheinend kein probleme. sie sagte auch. da hätte keiner einen nachteil davon, deshalb kann sie es ohne probleme machen

Beitrag von klara4477 09.03.11 - 15:38 Uhr

Naja, durch ein BV hat ja letztendlich auch niemand einen Nachteil, im Gegenteil.
ABER, eigentlich darf der FA nur ein BV ausstellen wenn es eine passende Diagnose gibt, sprich wegen medizinischer Gründe die das Leben/die Gesundheit von Mutter und/oder Kind gefährden.

Gibt es Probleme mit dem Arbeitsplatz muss da eigentlich der Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden.

Das es in der Praxis oft anders ist weiss ich auch, aber wenn es keine medizinischen Gründe gibt und der FA dennoch ein BV ausstellt "schüttelt" er sich eben eine passende Diagnose aus dem Ärmel. Ist nett, aber im Grunde genommen nicht korrekt!