Thema Fastenzeit!!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schnuffel0101 09.03.11 - 09:38 Uhr

Mich würde es mal interessieren, wie Ihr das Thema so bei Euren Kindern handhabt. Fabian ist 5 Jahre und bisher mit dem Thema noch nicht unbedingt was zu tun gehabt. Ich weiss auch nicht, ob er den ganzen Zusammenhang verstehen würde.

Wie macht Ihr das?

Beitrag von stineengel 09.03.11 - 10:06 Uhr

Hallo Schnuffel,

unser Sohn geht in einen katholischen Kindergarten, dort wird das Thema ausführlich besprochen und es gibt in der Zeit im Kiga auch nichts Süßes, auch nicht zu den Geburtstagen (keine süßen Teilchen, Schokocroissants, Actimel etc.)! Wir zu Hause praktizieren es nicht, denn wir sind nicht religiös. Allerdings achte ich sowieso drauf, dass unser Sohn (das ganze Jahr über) nicht soooo viel Süßes bekommt. Bin da ziemlich streng (kriege ich immer wieder von allen Seiten zu hören ;-)) Aber ein was Süßes am Tag darf er (sollten wir mal unterwegs sein, dann auch mal ne kleine Tüte Jelly Bellys).
Die Kids im Kindergarten verstehen das sehr gut und achten auch drauf!

LG Steffi

Beitrag von zahnweh 09.03.11 - 11:33 Uhr

Hallo,

da ich insgesamt auf eine ausgewogene Ernährung achte, halte ich mich nicht so wirklich an die Fastenzeit. Ich versuche etwas bewusster auf Fleisch zu verzichten oder versuche mir etwas eher Süßigkeiten zu verkneifen, aber ich halte mich nicht strikt dran.

Bin auch als Kind eher locker damit aufgewachsen (obwohl kirchlich dabei). Es gab halt weniger Fleisch und weniger Eier. Aber ohne drauf ganz zu verzichten.

Freunde hingegen durften in der Zeit gar nichts Süßes essen. Auch dann nicht, wenn deren Geburtstag in der Fastenzeit war (Kuchen gab es halt dann nach Ostern einen Monat später).

Wenn meine größer ist, werde ich ihr davon erzählen. Auch wie es meine Urgroßeltern auf dem Bauernhof noch machten, wo die Lebensmittel rar waren und wie sie die Eier sammelten für Ostern etc.
Wenn sie möchte darf sie das dann gerne machen, werde beim Kochen dann auch darauf Rücksicht nehmen. Im Moment weiß sie nur, dass Fastenzeit bis Ostern ist und am Gründonnerstag tradionell Spinat auf den Tisch kommt.

Beitrag von maximama22 09.03.11 - 13:50 Uhr

Hallo,

wir sind schon religiös und versuchen auch unseren Kindern die Fastenzeit nahezubringen. Bei uns heißt Fastenzeit nicht unbedingt auf ein bestimmtes zu verzichten. Süßes gibts bei uns sowieso nicht sehr viel und von daher verzichten wir da auch nicht darauf. Fleischlos kann ich keine 7 Wochen durchhalten. Aber wir haben uns darauf geeinigt dass es in dieser Zeit keine Hefte (z.B. Yakari, Cars usw.) kaufen, auch ich verzichte auf meine Illustrierte. Wir sparen das geld und spenden es an Ostern in der Kirche. Auch versuchen wir Erwachsenen weniger Fern zu schauen, der Große schaut sowieso nur Sandmann.

Ansonsten erzählen wir den kindern (bzw dem Großen, die Kleine versteht es noch nicht) was das mit der Fastenzeit aufsich hat und was da alles passiert ist.

So handhaben wir es und für uns ist das gut.

Liebe Grüße
Maximama

Beitrag von jasahe 09.03.11 - 20:42 Uhr

Wir sind gläubig UND leben es auch. Beim Kleinen; 3,5 Jahre alt, erzähle ich nur, dass der Fasching vorbei ist und das jetzt die Fastenzeit ist und danach Ostern kommt. In der Aschermittwoch-Messe habe ich ihm das mit violettem Tuch abgedeckte Kreuz gezeigt, das hat ihn total fasziniert. Ich lasse halt hin und wieder so Wissensfetzen fallen und lese ihm hin und wieder was vor. Aber Kinder sind vom Fastengebot ausgenommen und das ist gut so. Ohne es ihm auf die Nase zu binden, hat er heute dennoch nichts Süßes gegessen und auch kein Fleisch - ist ihm halt nicht so aufgefallen. Hat einfach mit uns mitgegessen. Der Große wird 12 und macht da schon freiwillig mit. Er ißt an zwei Tagen in der Woche nichts Süßes (hat er sich selbst vorgenommen), betet jeden Abend für einen anderen Menschen. Hat heute gefastet. Hat heute ministriert - dafür ist fast sein ganzer Nachmittag draufgegangen und er schreibt gerade jetzt noch Hausübungen. Und er hat sich vorgenommen, besonders freundlich und zuvorkommend zu sein. Das alles kommt von ihm freiwillig und wurde im Laufe der Jahre immer mehr. Begonnen hatte er so mit 5 oder 6 Jahren mit einem Süßigkeitsverzicht an einem Tag in der Woche. Wir versuchen vorzuleben, denn Fasten muss einfach etwas Freiwilliges sein. Und wie gesagt, Kinder sind immer ausgenommen. Viel wichtiger als die tatsächliche Handlung finde ich dabei die Entwicklung der Persönlichkeit und die Suche des Glaubens.