Elterngeld und Steuerabrechnung wer mußte was zurück bringen ?

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Beitrag von furby84 09.03.11 - 09:49 Uhr

Hallo zusammen !

Also ich beziehe nun vom 3.12.10 - 2.12.11 also 1 Jahr Elterngeld in der Höhe von monatlich 320,66€ da ich vorher geringfügig angestellt war.

Jetzt habe ich schon von vielen gehört die Elterngeld aber meist auf zwei Jahre und vorher ganz normal gearbeitet haben, bei der Steuerabrechnung dann meist wieder was zurückzahlen mußten, ist das meist der Fall ?

Wenn ja dann würde ich mir monatlich wohl lieber immer mal etwas zurück legen da wir Anfang nächstes Jahr evtl. umziehen und renovieren müssen und da käm ne Rückzahlung net so toll....

LG Pia

Beitrag von pyttiplatsch 09.03.11 - 10:23 Uhr

Ich bekomme jetzt das 3. mal Elterngeld. Die ersten zwei mal mussten wir ein paar hundert Euro zurückzahlen, wegen dem Elterngeld. Dieses mal hab ich es gesplittet (ist nur Mindestbetrag + Geschwisterbonus) und wir müssen wohl nichts zurückzahlen.

Beitrag von kati543 09.03.11 - 10:34 Uhr

Wenn ihr als Familie (du und dein EHEmann) in dem Jahr ein steuerpflichtiges Jahres-Einkommen hattet, dann ist es generell so, dass ihr durch das Elterngeld noch Geld zurückzahlen müsst. Allerdings können die allermeisten Familien noch Sachen geltend machen, die das dann ausgleichen bzw. das man sogar noch Geld wiederbekommt.
Ich konnte jedes Jahr Unterhaltsleistungen von knapp 12.000€ (jetzt nur noch 8.000, da eine Person gestorben ist) geltend machen und dazu noch die SBA der Kinder mit knapp 10.000€. Der übliche Kleinkram (häusl. Arbeitszimmer, Versicherungen, Spenden,...) kommt natürlich auch noch dazu. Wir bekommen jedes Jahr eine 4-stellige Summe zurück. Da fällt die Nachzahlung durch das Elterngeld überhaupt nicht ins Gewicht.

Beitrag von melli2904 09.03.11 - 13:39 Uhr

Hallihallo,

das man Steuern zurückzahlen muss liegt meist daran, dass der Elternteil, der arbeiten geht, seine Steuerklasse DIREKT in die günstige Steuerklasse 3 ändert. Macht man das nicht, sondern wartet damit ca. 2-3 Monate ab, ist es meist so, dass man nichts zurückzahlen muss. Wir haben es z.B. so gemacht, dass mein Mann erst ab 01.05.10 Steuerklasse 3 in Anspruch genommen hat (ich habe ab 01.01.10 Mutterschaftsgeld und danach Elterngeld bezogen) und wir bekommen sogar noch ne Kleinigkeit zurück - wenn das Finanzamt meiner Berechnung zustimmt. :-)

Die Nachzahlung beruht halt darauf, dass das Elterngeld auf das Bruttoeinkommen des arbeitenden Teils draufgerechnet wird, und davon dann der entsprechende Steuersatz erhoben wird (Progressionsvorbehalt).

Viele Grüße Melli

Beitrag von furby84 09.03.11 - 17:20 Uhr

Wir sind seit 25.7.09 verheiratet und haben kurz nach der Hochzeit die Steuerklassen schon ändern lassen... 2009 ist ja eh bereits abgeschlossen und seit 01.01.10 habe ich nur noch auf 400€ Basis gearbeitet bis zum Muschu am 27.10.10.

Habe dann die 210€ Einmalzahlung bekommen vom Bundesversicherungsamt anstelle von Mutterschaftsgeld und seit 03.12.10 beziehe ich jetzt Elterngeld und Kindergeld auf meinen Name...

Und dieses Jahr wird ja nur aus Eltern- und Kindergeld bei mir bestehen da ich vor Jan. 2012 nicht arbeiten gehen werde und dann auch wieder nur auf 400€.

Also kann es doch sein das wir nicht zurückzahlen müssen oder ??

Beitrag von kati543 09.03.11 - 17:22 Uhr

Wieso kann das sein? Es ist wahrscheinlicher das ihr zurückzahlen müsst, oder aber ihr habt soviel abzusetzen,. dass es zum Ausgleich reicht.

Beitrag von melli2904 09.03.11 - 21:21 Uhr

100 % sicher bin ich mir nicht, aber wenn Du ja nur auf 400 € Basis gearbeitet hast, dann ist Dein Elterngeld ja auch nicht hoch - Sockelbetrag? Dann ist das aufs Jahr gesehen natürlich nicht viel. Somit könnte es hinkommen, dass ihr nichts nachzahlen müsst - zumindest was auf das Elterngeld zurückzuführen wäre. Was ihr sonst steuerlich mindernd geltend machen könnt, weiß ich ja auch nicht.