Begleiteter Umgang

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von a11ure 09.03.11 - 10:12 Uhr

Hallo,

hat jemand Erfahrung mit Ablauf und Weiterentwicklung von "begleitetem Umgang" - insbesondere bei Kleinstkindern?

Hintergrund ist Trennung nach häuslicher Gewalt, keine bestehende Bindung zwischen Kindern und KV uvm.

Gerne auch über VK. Danke im Voraus! #winke

Beitrag von kati543 09.03.11 - 10:25 Uhr

Was sind denn KleinST kinder? Frühchen? ;-)
Es gibt Babys, Kleinkinder, Kiga-Kinder, Schulkinder, Teenies

Begleiteter Umgang läuft immer so ab, dass eben noch eine Person zusätzlich mit im Raum ist und dem Vater im Umgang helfend zur Seite steht und eben aufpasst, dass dem Kind nichts passiert. Wie ganz genau das abläuft, hängt davon ab, wer bei euch den begleiteten Umgang macht und wo es gemacht wird. Manchmal ist es der Mutter erlaubt, im Haus zu bleiben, manchmal nicht.

Beitrag von a11ure 09.03.11 - 10:39 Uhr

Die (Kleinst-)Kinder sind 1 und 2 J alt. Ich bin bei den Umgängen (erst mal) mit dabei.

BU findet im JA statt, nach Gerichtsbeschluss.

Erst mal sind es 6 Termine - wie soll's dann weitergehen?

Hat jemand (für die Kinder) positive Erfahrungen damit gemacht?

Beitrag von ppg 09.03.11 - 11:28 Uhr

Wenn sich der Vater gut benimmt und sich eine Bindung entwickelt, dann wird nach den 6 Terminen auf unbegleiteten Umgang übergegangen.

Auch bei häuslicher Gewalt, sofern der KV nur Dir , aber nie den Kindern etwas angetan hat.

Du kannst gegebenfalls auch den betreuten Umgang weiterführen lassen, es kann allerdings sein, das Du diesen dann selbst bezahlen mußt. Es ist nicht so teuer, 30€ in Würzburg, aber damit muß denn der KV auch einverstanden sein.

Ute

Beitrag von a11ure 09.03.11 - 11:51 Uhr

Da die Kids noch sehr klein sind, gehe ich nicht davon aus, dass bei 6 Terminen a 2 Std alle 2 Wochen eine ausreichende Bindung entsteht?

Da in diesem Fall Entführung auch ein Risiko ist und ich große Befürchtungen habe, dass er auch den Kindern gegenüber "außer Kontrolle" gerät, sehe ich nicht, wie das unbegleitet funktionieren kann, zumal derzeit keine kooperative Elterneben existiert.

Freiwilliger Begleitung hat er bereits nicht zugestimmt, wird er wohl auch zukünftig nicht.

Wie kann man den Schutz der Kinder und KM und den Umgang gewährleisten?

Beitrag von ppg 09.03.11 - 15:52 Uhr

Wenn die Gefahrenlage wirklich so brisant ist, dann frage ich mich warum dein Anwalt nicht mindestens 6 Monate beteuten Umgang durchgesetzt hat? Das ist die häufigste Regelung. Da das Gericht deutlich unter 12 bereuten Umgängen geblieben ist, stellt sich Eure Situation doch wohl nicht so drastisch dar, wie Du sie beschreibst.

Natürlich kannst Du Du auch gegen jedes Urteil Berufung einlegen, aber dann mußt Du deine Vorwürfe eben beweisen können.

Ute

Beitrag von a11ure 09.03.11 - 17:56 Uhr

Vor Gericht wurde sich auf BU "geeinigt" - ohne Zeithorizont. Das JA geht standardmäßig auf 6 Termine - Budetgründe. Zum Gefährdungspotential ist Position des JA, dass es nicht ihre Aufgabe ist, das zu beurteilen.

Wie auch will man eine drohende Entführung beweisen?

Beitrag von ppg 09.03.11 - 18:28 Uhr

Nein, eine drohende Entführung ist nicht zu beweisen - aber ich habe auch hier schon mitbekommen das Du auch einen gewissen hang zur Dramatik hast.

Sind es die schlechten Erinnerungen an Deinen Ex Partner , die Du nun auch auf sein Vatersein projezierst???

Villeicht ist alles ja ganz anders, und er entpuppt sich als Bereicherung im Leben seiner Kinder?

Ute

Beitrag von a11ure 09.03.11 - 20:13 Uhr

Auf Dramen hätte ich gerne verzichtet und würde es zumindest gerne in Zukunft - insbesondere was die Kinder betrifft.

Meine Frage lautete lediglich, ob jemand (für die Kinder) positive Erfahrungen mit BU's gemacht hat - gerne auch nach unschönen Vorgeschichten.

Konnte eine ausreichende Bindung zu den Kindern aufgebaut und die Probleme, die Gründe für den BU sind, gelöst werden?

Die Trennung zwischen Paar- und Elterneben ist wünschenswert, wenn auch in manchen Fällen lebensfremd. Versuchen wir das Beste draus zu machen - für die Kinder. Und nur für sie.

Beitrag von ppg 09.03.11 - 21:43 Uhr

Ich sagte ja; auch körperliche Gewalt ausschließlich gegen die Mutter, bei BU Bindung aufgebaut und jetzt - 2 Jahre später - ein für alle Beteidigten entsannter Kontakt

Ute

Beitrag von a11ure 09.03.11 - 22:17 Uhr

Hast Du Tipps für den Weg dorthin?

Wie konntet Ihr nach Gewalt eine Elternebene aufbauen/erhalten?

Wie alt ware die Kinder? Hatten sie schon vorher eine Bindung zum KV?

Wie war das Erziehungsverhalten des KV vor der Trennung?

Wie können die Kinder unterstützt und ggfs auch geschützt werden?

Ich hätte noch viel mehr Fragen...

Beitrag von ppg 10.03.11 - 08:37 Uhr

Es ist nicht mein Fall, sondern der einer sehr engen Freundin:

Wie konntet Ihr nach Gewalt eine Elternebene aufbauen/erhalten?

Sie (!!!) hat eine Therapie gemacht und ihr Verhalten dem KV gegenüber geändert

Wie alt ware die Kinder? Hatten sie schon vorher eine Bindung zum KV?


Damals 3 - die Eltern wohnten zusammen, der KV war aber gewaltätig gegenüber der Mutter

Wie war das Erziehungsverhalten des KV vor der Trennung?

Nicht vorhanden

Wie können die Kinder unterstützt und ggfs auch geschützt werden?

Das war nicht wirklich nötig - Kinder lieben normalerweise beide Elternteile und bei den Umgaängen ( erst Betreut, auch dann selbstbezahlt ) ca. 6 Mon. insgesammt, wuchs die Vater / Kind Bindung

Ute

Beitrag von a11ure 11.03.11 - 09:34 Uhr

Fand die Gewalt in Gegenwart der Kinder statt?

Hat der KV sein Verhalten auch geändert?

Ich hätte noch ein paar mehr Fragen - wenn Du meinst, Du kannst noch ein paar Details geben, gerne über VK.

Beitrag von manyatta 09.03.11 - 19:28 Uhr

Hi!

Wenn kein Zeitfenster festgelegt wurde, dann muss der betreute Umgang auch nicht nach 6 Terminen erledigt sein!

Wenn deine Befürchtungen immernoch die gleichen sind, auch nach den betreuten Umgängen, dann besteh auf einer Fortführung. Gründe hast du ja. Wenn das Vertrauensverhältnis noch nicht das Wahre ist, und das kann es meiner Meinung nach nicht bei solch kleinen Kindern nach so schneller Zeit sein, dann muss der betreute Umgang fortgeführt werden. Stellt das Jugendamt sich quer, dann such dir eine andere Stelle die diese Umgänge begleitet!

Lass dich nicht mit "Budgetgründen" abspeisen, es sind kleine Kinder. Und kleine Kinder funktionieren nun mal nicht nach einem Zeitplan des Jugendamtes. Zumal ja wie gesagt kein Zeitfenster festgelegt wurde. Allerdings müsste das Gericht ja dann nach einer Weile prüfen wie der Stand ist oder wieder einen Termin zur Anhörung einberufen, oder?

LG

Beitrag von manyatta 09.03.11 - 11:31 Uhr

Hi!

Jetzt wollte ich dir hier gerade antworten, da hab ich gesehen dass du mich schon angeschrieben hast. Dann also über die Visitenkarte ;-)

LG