knapp 5 und ab nächste Woche zur Sprachtherapie

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zb1808 09.03.11 - 10:19 Uhr

Hallo.

bin grad heim. War heut morgen mit meinem Kleinen (wird in knapp 2 Wochen 5 Jahre) zum "Guck"Termin bei einer Logopädin ... und die hat dann doch tatsächlich bei ihm eine "Multiple Dyslalie" festgestellt - sprich: das SCH spricht er gar nicht, sondern nur als S und selbst das auch nicht so, wie es so sein sollte. Und das GL spricht er mehr wie in KL aus ... also alles halb so dramatisch.
Was nu aber bedeutet, wöchentlich zu einem Termin bei der Dame.

Probleme hab ich damit gar nicht ... haben ja auch noch a bissel Zeit bis es in 2012 dann zur Schule geht. Lieber heute schon was gemacht, als später dann richtig so ... mein Bruder war damals 3 Monate auf Kur und danach dann auf einer Sprachheilschule (wie es damals bei uns hiess) ... also so ganz unbedarf bin ich in diesem Thema nicht.

Wer von Euch Müttern/Vätern musste auch eine Sprachtherapie mit seinem Kind machen? Wie lange (Anzahl Sitzungen) musstest ihr hin, bin sich Besserung gezeigt hat? Seit ihr mit dem "Ergebnis" zufrieden?

Freu mich auf Rückmeldung.

Lg.
Andrea

Beitrag von diba 09.03.11 - 10:29 Uhr

hallo,

also,mein sohn ist auch in behandlung. seit 1 1/2 jahren jetzt. wir hatten die selbe diagnose. ich muss aber dazu sagen,das bei robin auch ein süchternheitsproblem herscht. durch die logopädi ist es aber jetzt deutlich besser geworden.

was mich nur so sehr gestört hat,war der ständige wechsel der terapeutin. erst war es eine ganz liebe junge,die nach 5 monaten in elternzeit ging. dann hatte ich den rest eine ältere,die aber auch super lieb ist. weil ich einmal einen termin nicht wahr nehmen konnte,wurden wir zu einer anderen geschickt. mit ihr hatte ich mich ständig in der wolle,meinte mein sohn hätte aber ein grösseres problem (sprich,wahrnehmungsstörung). welches aber definitv nicht der fall ist.

jetzt sind wir wieder bei der vorgängerin...momentan nur einmal die woche,weil schule doch wichtiger ist und es sonst zu viel für ihn werden würde.

ganz liebe grüsse diana...ps. sorry für die fehler..muss mich beeilen

Beitrag von bine3002 09.03.11 - 11:09 Uhr

Ich war mit meiner Tochter genau vor einem Jahr das erste Mal bei einer Logopädin. Sie konnte einige Laute in Wörtern nicht sprechen wie das L und das J, außerdem konnte sie einige Konsonantenverbindungen wie BL, GR und BR nicht aussprechen. Das SCH kann sie immer noch nicht.

Bei ihr war aber viel gravierender, dass sie sich dessen bewusst war und sich schämte. Im Kindergarten gab es auch Hänseleien, zwar nicht böse gemeint... wie Kindergarten eben so ist, aber sie hat es sich zu Herzen genommen. Die Logopädin stellte dann auch ein "ausgeprägtes Fehlerbewusstsein" fest und riet zur Behandlung, allerdings unter Vorbehalt, weil sie meinte, dass die Sprache auch noch "im Fluss" ist. Außerdem konnte meine Tochter die Laute einzeln sprechen (bis auf SCH), sodass sie davon ausging, dass der Rest dann auch von alleine kommt. Die Mundmotorik war bestens entwickelt, daran lag es also nicht. Auch das Gehör war in Ordnung.
und sie konnte die Laute unterscheiden und falsche Laute erkennen, wenn man sie mit vorgehaltener Hand sprach (blau und bau, Sssssmetterling und Schmetterling).

Wir waren dann in einer Sitzung, wo die Logopädin sich das BL vornahm. Ich war dabei und habe mit die Übungen eingeprägt. Danach haben wir uns entschlossen, auf wöchentliche Sitzungen zu verzichten und sie dafür lieber zum Ballett zu schicken, wo meine Tochter unbedingt hin wollte. Beides wäre aber nicht gegangen, weil die Termine sich überschnitten hätten. Das Ballett hat dann ihrem Selbstbewusstsein auf die Sprünge geholfen, sodass sie sich nicht mehr schämte und es war letztlich die richtige Entscheidung.

Die Übungen aus der einen Logopädiesitzung haben wir dann in "Heimarbeit" weitergemacht, kreativ verändert und konnten sie auch auf die anderen Konsonantenverbindungen anwenden. Nach etwa 3 Monaten fing meine Tochter auch an, die Konsonantenverbindungen zu sprechen und kann sie mittlerweile fast alle ganz gut. Ab und zu sind noch ein paar "Ausreisser" dabei, aber es wird.

Bei der Sprachstandserfassung für die Schule wurde dann das SCH "bemängelt". Da ich nicht wusste, wie ich ihr das beibringen sollte, sind wir nun nochmal für 3 Sitzungen bei der Logopädie (heute war die 2.) und ich habe schon einige Übungen dafür auf Lager, die wir dann wieder in Heimarbeit machen werden. Ich werde bis Herbst warten, ob sich was tut und wenn nicht, gehen wir halt nochmal zur Logopädie. Aber so vom Grundatz her, passt für uns diese Lösung mit den Hausaufgaben ganz gut. Da Ihr ja auch noch etwas Zeit habt, wäre das vielleicht auch eine Idee, um sich die wöchentlichen Termine zu ersparen.

Beitrag von bine3002 09.03.11 - 11:17 Uhr

Ach so nochwas: Man darf keine Wunder erwarten. Logopädie bringt auch nur etwas, wenn man zu Hause weiter übt. Man bekommt ja auch Hausaufgaben. Wenn man aber nicht ganz doof ist und als Mama in den Sitzungen gut aufpasst, kann man sich dort viele Ideen holen und sie auch ganz wunderbar zu Hause anwenden. D.h. man muss dann nicht unbedingt monatelang zur Logopädie.

Bei meiner Tochter ist auch sehr auffällig, dass sie Neues sowieso erst nach etwa 3 Monaten verinnerlicht. Das ist in fast allen Bereichen so, sei es ob sie das erste Mal aufs Fahrrad steigt oder auf Rollschuhe oder eben neue Laute lernt. Zwar kann sie sowas meist auf Anhieb, bis es dann aber klappt ohne dass sie darüber nachdenken muss, muss sie erst einige Nächte drüber schlafen. Insofern würde wöchentliche Logopädie bei ihr auch nicht sooo viel bringen (denke ich). Aber das ist sicher sehr individuell.

Beitrag von zb1808 09.03.11 - 11:20 Uhr

Danke für Deine Rückmeldung.

Die Logopädin hat auch was von "Hausaufgaben" erzählt, die wir dann auch machen müssten.

Muss die Tage eh noch zum KiArzt, damit er mir die Verordnung für die Logopädin gibt. Der hatte nämlich nur sein OK für diese "Guck"Sitzung gegeben und wollte dann erstmal hören.
aktuell hab ich keinerlei Probleme wegen der Zeiteinteilung und der wöchentlichen Sitzung ... wenn's ihn weiter bringt.
Wollte jetzt auch erstmal schauen, was so die ersten Sitzungen bringen ... weil die Dame der Meinung war, dass es bei einigen halt auch in bis zu 10 Sitzungen "erledigt" sein kann ... wenns länger dauert, müsste ich auch schauen, wie ich das mit Arbeit regeln kann.

Also schau'n wa mal ;)

Beitrag von bine3002 09.03.11 - 11:35 Uhr

Hausaufgaben sind absolut üblich. Das sind dann halt so kleine Spiele wie ein Memory mit SCH-Wörtern oder ein Ausmalbild, wo man alle SCH-Wörter ausmalen soll. Aber wie gesagt... wenn man nicht so ganz unkreativ ist, kann man sowas auch selbst. Wir haben uns z. B. in der Googlebildersuche Worte mit SCH gesucht, wir erfinden (meist im Auto) Fantasieworte mit SCH wie Schnabbelschnute oder Schnodderschnatz ;-) oder wir SCHlurfen durch die Wohnung und kommentieren das mit "schlurf, schlurf, schlurf". Also ganz spielerisch und nebenbei.

Mir ging es eher darum, dass ich nicht wusste, wie man ein SCH erklären soll, also wohin die Zunge muss, damit ein SCH raus kommt. Ich kann es natürlich, aber erklären kann ich es nicht und weil es im Mund stattfindet, kann ich es eben auch nicht zeigen. Jetzt weiß ich das, meine Tochter weiß es auch und darauf können wir aufbauen. Die weiteren SCH-Sitzungen sehe ich eher für Leute, denen selbst keine Übungen einfallen.

Aber schaut es Euch mal an und setz dich auch dazu, wenn es geht.