ADHS?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mond35 09.03.11 - 10:23 Uhr

Hallo, habe mal ne Frage an euch. Ich war mit meinem großen Sohn letzte Woche bei der Einschulungsuntersuchung beim Gesundheitsamt. Die Ärztin dort meinte mein Sohn könnte evtl. ADHS haben und ich soll mit ihm zu weiterführenden Untersuchenungen in eine Spezialklinik (nur ambulant). Das ist aber freiwillig.

Nun bin ich am überlegen, ob ich mit meinem Sohn dort hin gehen soll oder nicht. Ich möchte nicht das mein Sohn in der Schule gleich abgestempelt wird: "Der hat ja ADHS" und es soll bloß keiner auf die Idee kommen meinem Sohn Ritalin geben zu wollen. Habe bei einer Bekannten, deren Sohn Ritalin nimmt, erlebt welche Nebenwirkungen dieses Zeug haben kann: Er ist abgemagert, hatte Angstzustände, etc. Echt erschreckend!

Nun meine Frage: Wie würde ihr handeln? Würde ihr zu dieser Untersuchung gehen?

Vielleicht kann mir ja jemand von seinen Erfahrungen berichten.

Gruß Mond

Beitrag von angelinchen 09.03.11 - 10:28 Uhr

Hallo
was hat denn die Leute da bei der Schuluntersuchung zu der "Diagnose" ADHS veranlasst?
wie empfindest DU deinen Sohn? gibt es "Anzeichen" dafür? was sagen Kinderarzt und vor allem der Kindergarten dazu? sind die diesbezüglich auch schon auf dich zugekommen?
falls ja, dann kann so eine weitergehende Untersuchung ja nicht schaden, im Gegenteil sogar diese ADHS-Prognose entkräften...

LG Anja

Beitrag von mond35 09.03.11 - 11:27 Uhr

Hallo Anja,
die Ärztin, die diese Schuluntersuchung durchgeführt hat, meinte halt, dass mein Sohn Probleme hat sich zu konzentrieren und stillzusitzen. Aber ich fand eigentlich, dass er die Aufgaben bei dieser Untersuchung, wie z.B. etwas nachzeichnen, zählen, Phantasiewörter nachsprechen, etc. alle gut gemeistert hat. Das Problem war halt auch, dass im Vorzimmer dieser Ärztin schon von der Arzthelferin Tests mit meinem Sohn durchgeführt wurden (so ca. 15 Min.) und dann noch mal von der Ärztin Test gemacht wurden. Das war dann für meinen Sohn insgesamt zu lange von der Konzentrationspanne her. Habe auch in einem Buch gelesen, dass man von 5-7 jährigen nur so 15 Minuten Konzentration am Stück erwarten kann.

Die Kinderärztin hat bei der U9 auch den Verdacht auf ADHS geäußert und uns Ergotherapie verschrieben. Diese Therapie macht mein Sohn jetzt seit 6 Monaten und ich finde es hat schon etwas gebracht.

Im Kindergarten hatte mein Sohn eine Zeitlang Probleme mit dem Stillsitzen z. B. beim frühstücken, aber das hat sich auch schon gebessert.

Diese Klinik in die wir gehen sollen schreckt mich auch so ab weil das eine Kinder- und Jugendpsychiatrie ist. Das hört sich für sich sehr hart an. Als so schlimm empfinde ich die Probleme meines Kindes nicht. Er ist halt neugierig und lebhaft.

Gruß Mond

Beitrag von zb1808 09.03.11 - 10:29 Uhr

Hallo.

Also, ... erstmal würde ich zum Kinderarzt gehen und den um seine Meinung bitten. Bisher hat der noch nicht den ADHS-Verdacht geäußert???? Komisch, oder?! Ich vermute mal, dass Dein Sohn etwas lebhafter ist??? Heißt aber ja nun auch nicht automatisch, dass er ADHS hat, oder?!

Hol Dir auf jeden Fall eine zweite Meinung ein und entscheide dann.
Entscheide aber auch im Sinne Deines Kindes ... und nicht aufgrund Deiner Ängste ... sicherlich kannst Du vorher auch mit der Klassenlehrerin sprechen und auf einige Dinge hinweisen ...

Lg.
Andrea

Beitrag von mond35 09.03.11 - 11:33 Uhr

Hallo Andrea,
beim der Kinderärztin waren mir schon. Bei der U9 hat diese ebenfalls den Verdacht auf ADHS geäußert und uns daraufhin Ergotherapie verschrieben. Diese Therapie macht mein Sohn jetzt seit 6 Monaten und ich finde es hat schon etwas im Bezug auf meine Konzentration geholfen.

Ja, mein Sohn ist sehr lebhaft und auch sehr neugierig. Es fiel ihm z.B. sehr schwer in dem Büro der Amtsärztin beim Gesundheitsamt still zu sitzen. Er ist in dem Büro herumgelaufen und hat sich alles angesehen und Fragen gestellt, z. B. wie funktioniert das Gerät, mit dem die Sehuntersuchungen durchgeführt werden. Aber ansich ist es doch positiv wenn Kinder neugierig sind und Fragen stellen, oder?

Mit der Klassenlehrerin brauche ich noch nicht zu sprechen. Mein Sohn kommt erst im September in die Schule.

Gruß Mond

Beitrag von anira 09.03.11 - 11:02 Uhr

da komtm eine ärztin daher die deinen sohn net kentn udn schmeisst das wort ADHS in den raum
heftig^^

ansonsten www.adhs-anderswelt.de
ja man muss sich regestrieren

infomier dich mahc dich in ruhe schlau und schau wo ihr ein problem habt

Beitrag von mond35 09.03.11 - 11:37 Uhr

Na ja, ganz unbekannt war mein Sohn der Ärztin nicht, da wir, als mein Sohn 4 Jahre alt war, schon mal dort zur Kindergartenuntersuchung waren. Aber natürlich kennt sie ihn sehr wenig. Sie hat ihn jetzt 2 x so ca. 45 Minuten gesehen und das ist ja nicht viel.

Danke für den Tip mit der Internet-Seite. Werd ich mir auf jeden Fall mal ansehen.

Beitrag von zahnweh 09.03.11 - 11:26 Uhr

Hallo,

bei meiner - je nach Tagesform - könnte man an ADHS denken. Da ich sie im Gesamten kenne, kann ich es mir nicht vorstellen.

Von daher würde ich mir im ersten Schritt erklären lassen, WIE die Ärztin auf die Idee kommt.
Kann sie es näher begründen? Oder antwortet sie mit einem "das sieht man doch". Ist für mich wichtig.

Als zweites würde ich den Kinderarzt fragen.
a) wie erlebt er mein Kind?
b) könnte er sich ADHS wirklich vorstellen oder würde er es eher ausschließen?
c) wie laufen die Untersuchungen in einem solchen Zentrum ab?
d) sind es Untersuchungen, die sie nachhaltig prägen? oder eher so spielerisch wie die Us?
e) welches Auswirkungen haben das Ergebnis?
z.B. kann ich damit dauerhaft entkräften, dass es hat.
Oder wenn sie es hat, wie sehen die Behandlungsmöglichkeiten aus?
Was ist schlimmer: der ADHS Stempel, dafür gut eingestellt/behandelt (Ernährung, Ergo oder sonstiges) oder nicht erkanntes ADHS ohne Stempel, aber dafür mit anderen Problemen
f) welche Auswirkungen haben diese Untersuchungen.

Da ich als medizinischer Laie das nicht einschätzen kann, würde ich mich an den Kinderarzt meines Vertrauens wenden, der mein Kind schon lange kennt und mit ihm das besprechen.

Beitrag von mond35 09.03.11 - 11:47 Uhr

Die Amtsärztin kam halt auf die Idee mit dem ADHS, weil mein Sohn, sich halt ihrer Meinung nach, nicht gut und lang genug auf die Aufgaben, die sie ihm gestellt hat konzentriert hat und weil er nicht am Tisch sitzen geblieben ist, in ihrem Büro herumgelaufen ist und auf der Untersuchungsliege herumgeturnt hat.

Zu deinen anderen Fragen:
a) Kinderärztin meinte bei der U9 mein Sohn wäre sehr lebhaft, könne sich nicht gut konzentrieren, etc.
b) Kinderärztin äußerte ebenfalls Verdacht auf ADHS und hat daraufhin Ergotherapie verschrieben.
c) habe etwas darüber auf der Internetseite der Klinik gelesen.
d) Weiß ich nicht.
e) Amtsärztin meinte es würde bei der Ergotherapie bleiben.

Finde deine Idee mit der Kinderärztin noch mal ausführlich zu sprechen gut und werde auf jeden Fall einen Termin mit ihr vereinbaren.

Beitrag von mabo02 09.03.11 - 12:06 Uhr

Also da ja nun mittlerweile schon mehrere Leute deinen Sohn als ADHS-Kandidaten gesehen haben, würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall dort einmal hingehen. Es kann doch nicht schaden und sollte dein Kind wirklich ADHS haben, ist es für ihn auch nicht hilfreich wenn du der Meinung bist, er ist eben sehr lebhaft.

In der Schule muss er auch länger sitzen bleiben und kann nicht im Klassenzimmer rumturnen..

Beitrag von ma-lu 09.03.11 - 12:12 Uhr

Hi,

ich bin Sozpäd, arbeite u.a. mit ADHS-Kindern, daher kenn' ich mich ein wenig aus.

Also: wenn wie bei Euch von zwei Seiten der Verdacht auf ADHS besteht, könnte es tatsächlich sein, dass es Dein Sohn ADHS hat. Als Mutter würde ich dann wahrscheinlich schon abklären lassen, ob die Diagnose zutrifft. Denn jetzt bist Du ja schon sensibilisiert, und die Gedanken "Hat er's oder hat er's nicht" werden Dich wohl nicht mehr loslassen. Dann schon besser eine gesicherte Diagnose, schon allein, damit Du weißt, woran Du wirklich bist mit Deinem Sohn.
Allerdings musst Du ja zur Diagnose nicht unbedingt in die Psychiatrieeinrichtung, wenn Dir das widerstrebt. Ein niedergelassener Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut kann das genausogut diagnostizieren, und vielleicht fühlst Du Dich in einer kleinen Praxis besser aufgehoben als in einem so großen Zentrum. Wichtig ist: die Diagnose sollte wirklich ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut stellen, nur die haben die Ausbildung dazu. Und ob Ritalin gegeben wird oder nicht, entscheidest letztendlich Du als Mutter bzw. Ihr als Eltern.
Sollte Dein Sohn denn tatsächlich ADHS haben, musst Du abwägen, wen du darüber informierst. Da ich auch an einer Grundschule tätig bin, muss ich sagen: Je eher die Lehrer informiert sind, desto besser. Nur dann können die adäquat und verständnisvoll auf Deinen Sohn eingehen - denn mit ADHSlern muss man in der Schule schon anders umgehen als mit anderen Kindern.

LG
Ma-Lu

Beitrag von twins 09.03.11 - 12:50 Uhr

Boah, das ist doch mal wieder eine Momentaufnahme gewesen. Oftmals werden die Kinder lebhafter nervöser bei solchen Terminen.
Unser Sohn kann beim Doc auch die Füße nicht ruhig halten, ein Zeichen von Ängstlichkeit bei ihm.

Was sagt der Kindergarten? Die kennen doch Deinen Sohn am Besten! Und was meinst Du dazu?!?!?

Ich würde zur Frühförderstelle gehen und ihn durchchecken lassen.
NAtürlich gibt es gute SPZ KLiniken aber die lassen in der Regel nicht locker bis sie etwas finden.
Meine Tochter hatte auch ein Problem un O-Ton war "wir wissen nicht was es ist" wollten aber alles mögliche Testen unter Vollnarkose, etc. Naja, die Kids sind privat versichert...da können sie noch verdienen.
Und der Nachbarsjunge war auch Verdacht auf AHDS im SPZ über 2 Jahre in Behandlung. Raus kam dann das er eine Lese- und Schreibschwäche hat....

Grüße
Lisa