Osteopath - bei wem hat es NICHT geholfen?

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Beitrag von floehchen74 09.03.11 - 10:45 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich war gestern mit meinem Kleinen (8 Monate alt) beim Osteopath, weil Niklas nicht auf dem Rücken liegen mag. Ist zwar schon besser geworden, zu Anfang hat er in Rückenlage direkt losgebrüllt #schrei. Trotzdem ist seine bevorzugte Position die Bauchlage. Des Weiteren schläft er extrem schlecht. Wacht x-mal nachts auf, wälzt sich regelrecht hin und her etc.#gaehn

Gestern dann also der Osteopath-Termin. Es wurde eine starke Blockierung des Kreuzbeins, eine leichte Blockierung des Schambeins sowie des Dünndarms und des Herzens #schock festgestellt. Letztere erklärte der O. mit Niklas Bronchitis. Die Dünndarm-Blockade könnte durch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ausgelöst worden sein. Wir sollen beide (Niklas wird noch gestillt) auf Kuhmilchprodukte verzichten. Alle Blockaden wurden gelöst, der Energiefluß verbessert.

Und jetzt? Ich hatte irgendwie die Erwartung, dass sich etwas bei Niklas verändert, im Verhalten, in der Motorik, beim Schlaf#kratz?! Bisher ist aber alles beim Alten. War meine Erwartung zu hoch#gruebel? Ich kenne nur Erzählungen von Bekannten und auch hier im Forum, wo es hieß, nach der Osteopathie-Behandlung war das Kind wie ausgewechselt. Weinte weniger, krabbelte plötzlich oder schlief von heute auf morgen durch.

Der Osteopath wurde mir von einer Bekannten empfohlen, die selbst mit ihrem Baby dort war. Er behandelt viele Babys, hält extra Termine für die Kleinsten frei und machte auf mich auch einen kompetenten Eindruck.

Berichtet doch mal, wie es bei Euch war? Kamen die Veränderungen evtl. erst nach einigen Tagen? Habt ihr gar nichts an Euren Kids gemerkt?

Bin gespannt über Eure Berichte!
#danke und liebe Grüße
Ines

Beitrag von tonip34 09.03.11 - 10:56 Uhr

Hi, erstmal ist es wichtig zu sagen, das Osteopathie kein Allheilmittel ist und es sicher viele Patienten gibt denen ein Osteopath nicht helfen kann.

Ich bin selber Osteopathin und es gibt wenig Kinder die innerhalb eines Tages Ihr Verhalten total ändern oder die Beschwerden komplett weg sind, Heilung ist ein Prozess der schon mal 1 -2 wo dauern kann.
Gerade das Schlafverhalten braucht einige Zeit um sich umzustellen.

lg toni

Beitrag von binecz 09.03.11 - 11:07 Uhr

Also bei uns hat es geholfen, allerdings hat es schon ein paar Tage gedauert!

Beitrag von diekleene84 09.03.11 - 11:32 Uhr

Hallöchen,

ich kann mich dem o.g. nur anschließen. Bei uns hat es auch geholfen. Bei meinem Niklas hat es aber auch ein paar Tage gedauert bis es besser geworden ist.
Durchschlafen tun wir trotzdem nicht. Aber dafür wird er jetzt nur noch 1-2x die Nacht wach. Vor dem Besuch beim Arzt durfte ich Nachts alle halbe Std bis Std. raus.

Wie haben jetzt noch die Vojta-Therapie verschrieben bekommen. Beim ersten Besuch habe ich fast mitgeweint. Aber meinem kleinen hilft es super und er beruhigt sich sofort wieder.

Liebe Grüße
diekleene84

Beitrag von iseeku 09.03.11 - 12:18 Uhr

du warst gestern da und erwartest heute das alles besser ist? oder versteh ich da was falsch?

nach unserem ersten termin gab es eine deutliche verschlimmerung, erst nach dem dritten termin gab es deutliche besserungen.

lg

Beitrag von mukmukk 09.03.11 - 12:43 Uhr

Hallo Ines!

Ein Osteopath ist doch kein Wunderheiler! ;-) Es dauert schon ein wenig... Und wenn es starke Blockaden waren, sollt Ihr nicht nochmal wiederkommen? Bei uns waren es 3 Termine im Abstand von jeweils etwa 4-6 (!) Wochen und wir hatten von mal zu mal ein mobileres Kind, was sich vorher (mit über 8 Monaten) nichtmal drehen wollte, geschweige denn robben oder krabbeln.

Ich denke, Du/Ihr braucht einfach etwas Geduld! :-)

LG,
Steffi mit Finja (schon 21 Monate inzwischen)

Beitrag von strubbelsternchen 09.03.11 - 13:04 Uhr

Bei uns hat's gut geholfen, aber die Veränderungen kamen nicht von jetzt auf gleich sondern dauerte jeweils gute 2 Wochen in denen es nach und nach besser wurde. Insgesamt hatten wir 4 Termine verteilt auf 6 Monate.
Nur Geduld!! Osteopathie ist keine Kopfschmerztablette die innerhalb kürzester Zeit wirkt!

LG #winke

Beitrag von lilalaus2000 09.03.11 - 13:25 Uhr

Scharlatane!!!!

Meine Meinung.


Echt wahr jetzt. Geh mal mit dem Baby zu einem Osteopath, der findet Blockaden, die werden gelöst. Baby wieder ok, laut dem Osteopath.

Geh zu einem anderen - am selben Tag - PENG!!!!!

Das Baby hat wieder Blockaden, je nach "Beschwerden" wie Nachts schlecht schlafen etc..... man kann denen mal alles erzählen und genau DIESE Blockaden finden die dann.....


Schön wenns jemandem geholfen hat, ehrlich, aber ich halte (leider) nichts davon.

Liebe Grüße

Beitrag von tonip34 09.03.11 - 15:30 Uhr

Hi, ich bin ja auch so ein Scharlatan ! dann muessten aber auch viele Aerzte Scharlatane sein, gehe mal mit z.B Rueckenschmerzen zu 3 Orthopäden , wette Du bekommst 3 unterschiedliche Diagnosen !

Und jeder Osteopath ist anders..jeder fuehlt anders...wir Scharlatane haben waehrend der Ausbildung mal einen Versuch gestartet, 4 Dozenten haben einen Patienten untersucht und .....alle hatten hinterher eine andere Diagnose. Da wir nur mit unseren Haenden arbeiten un jeder anders fuehlt ist dies leider so.
Aber dennoch hat sich die Osteopathie in den letzten Jahren durchgesetzt, wie gesagt ist kein Allheilmittel, aber zu mir kommen gerade die ganzen Rückenpatienten die vom Arzt mit den Worten '' sie sind gesund ...treiben sie Sport ''weggeschickt werden. Ich bin auch Manuel Therapeutin und Physiotherapeutin und in vielen sie die Ausbildung zum Osteopathen identisch...klar es gibt nur eine Anatomie und BIomechanik in einem Gelenk..dann sind Physio ect...auch alles Scharlatane....
In USA ...England...Frankreich musst Du um Osteopath zu werden zur Uni gehen ...das ist ein ganz normales Studium...ohne Aura und Tanz im Mondenschein...


lg toni

Beitrag von lilalaus2000 09.03.11 - 18:12 Uhr

Hallo Toni.

Ja stimmt leider, ich bin diesbezüglich Artz-verwöhnt. Ich habe das Glück einen Internisten zum Hausarzt zu haben, der sich auch bis in die Nacht hinein den Pat annimmt und sich kümmert und macht und tut und auch ehrlich ist, wenn er nur "krankmachen" vermutet.

Aber egal, wie gesagt, ich mir im Klaren, dass es kein Allheilmittel ist zum Osteopathen zu gehen, ganz klar, doch ich scheine da an super Scharlatane geraten zu sein :-(

Fakt ist, dass ich mir auch nicht vorstellen kann, dass man bei Babys, frisch auf der Welt (bei mir mit KS geholt) so viele Blockaden haben soll und kann.... Erwachsene eher, irgendwie.

Nimm es nicht persönlich, doch ich werde deine Kollegen nicht mehr aufsuchen und auf Fragen ehlich meine Meinung sagen.


Liebe Grüße

Beitrag von floehchen74 10.03.11 - 10:43 Uhr

Hallo lilalaus,
danke für Deine kritische Meinung.

Als ich noch keine Kinder hatte, hätte ich Deine Aussage ohne Zögern unterschrieben.

Nach drei Schwangerschaften und somit mit drei Kindern bin ich für die sogenannte Alternativ-Medizin mit Globulis, Akupunktur und eben Osteopathie wesentlich offener geworden. Ich habe einfach schon mehrere positive Erfahrungen gemacht. So wurde durch Globulis z.B. bei meinem Sohn eine OP (Mandeln rausnehmen) verhindert und Akupunktur hat mir in der Schwangerschaft sehr gut gegen extreme Übelkeit und Dauer-Erbrechen geholfen.

Grundsätzlich halte ich es mit der Aussage "wer heilt, hat recht" und das heißt auch, dass ich mal einen Osteopathen zu Rate ziehe. Schaden kann es nicht und wenn er meinem Kleinen hilft soll's mir recht sein!

Wünsche Dir alles Gute
Ines

Beitrag von tonip34 10.03.11 - 12:00 Uhr

Hi, die Frage ist halt wie man eine Blockade definiert...eingentlich heisst es nur das man eine Struktur findet die sich nicht gut bewegt, und die findet man gerade bei Babys ...auch nach KS sehr oft, da sie im Mutterleib sehr sehr komprimiert liegen und erstmal ein paar Tage brauchen oder auch Wochen bis sie sich entfalten, ganz banales Beispiel sind Sichelfüsschen....
Also frisch heisst nicht das alles ok sein muss...und auch beim KS wird sehr stark am Kind gezogen.....

Aber Scharlatane gibt es überall und sich auch viele bei den Osteopathen

lg toni

Beitrag von floehchen74 10.03.11 - 10:33 Uhr

Danke an alle, die mir geantwortet haben!

Bin schon beruhigt, dass es bei allen etwas gedauert hat, bis ihr eine Veränderung an Euren Kleinen bemerkt habt.

Möchte noch klarstellen, dass meine Erwartungshaltung eher aus den Aussagen anderer resultiert, die eben immer von einer sofortigen Verbesserung sprachen. Natürlich ist es viel logischer, dass es ein paar Tage dauert, bis man etwas merkt.

Wir haben in zwei Wochen einen Kontrolltermin. Und natürlich ist mir klar, dass ein Osteopath kein Wunderheiler ist. Mir ging es nur darum festzustellen, ob die Schlafprobleme und die Abneigung gegen Rückenlage gesundheitlich bedingt sind oder eine "Marotte". Da kann ich ja dann auch entsprechend drauf eingehen.

Heute Nacht war Niklas übrigens nur zweimal wach, hat gestillt und dann weitergepennt... mal schauen, ob es so bleibt oder nur Zufall war - hatten wir schon öfters!

Ich wünsche Euch alles Gute
Ines