Höhenangst und andere Ängste

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ida85 09.03.11 - 10:58 Uhr

Hallo zusammen

Mein Sohn 4 ½ macht mir immer mehr Sorgen. Er hat extreme Höhenangst, klettert somit nicht, kann keine „offenen“ Treppen hochgehen und hat auch viele andere Ängste! (z.B. vor vielen Insekten und Tieren, vor allem Hunden, vor Filmen, einigen Geschichten, allg. neuen Sachen…) Es ist nie etwas passiert, worauf ich diese Ängste schliessen kann. Ich selber liebe Tiere und gewissermassen auch das Risiko. :-)
Deswegen finde ich es extrem schwierig mit diesen Ängsten umzugehen.
Als er Kleiner war, konnte er sich sehr gut durchsetzen, jetzt aber endet alles mit Weinen. Überhaupt weint er wegen jeder Kleinigkeit.
Was auch auffällt, dass er wie zwei Seiten hat. Fühlt er sich sicher, ist er lustig, offen, temparamentvoll, fühlt er sich unsicher (in Gegenwart von anderen Menschen) ist er in sich gezogen und extrem schüchtern.

Ich mache mir wirklich Sorgen um ihn und habe Angst, dass er wegen seinem Verhalten irgendwann ausgeschlossen werden könnte. Ich weiss nicht wie ich ihm helfen kann, sicherer zu werden.

Hat jemand Erfahrungen und Tipps?`

Danke und LG

Beitrag von scrollan01 09.03.11 - 11:21 Uhr

Nun, wenn er die o.g. Ängste hat vor Treppen und Klettern, dann sind es Wahrnehmungsstörungen. Sie können es nicht einschätzen und ihren Körper nicht damit konfrontieren. Besprich das mit dem KA, und du kannst es ja auch üben durch ganz langsames Heranführen und mit dabei sein und helfen!

Das andere: warum muss dein Sohn bei anderen denn auch locker flockig sein?

Meine Tochter ist hier auch super gelöst, und draußen eben nicht - und sie ist schon 9!

Ich hatte somait nie die Sorge dass sie einfach mitgehen und andere Leute ansprechen würde.
Er wird deshalb schon keine Probleme bekommen. Das weinerliche - nun ja - haben das nicht viele Kinder in dem Alter?
Sie bauen ja gerade ihr Selbstbwusstsein auf, erkennen gerade erst, dass sie selber eine Persönlichkeit sind - losgelöst von Mama und Papa.

Bestärke ihn indem du ihm sagts, dass er gut ist wie er ist, dass er ein ganz toller kleiner Junge ist ... die Pahse geht vorbei - sie kann aber nerven, ich weiß!

LG

Beitrag von ida85 09.03.11 - 13:04 Uhr

Hallo

Vielen Dank für Deine Antwort!

Das mit der Höhenangst werde ich wirklich bei der KA abklären.

Ich erwarte nicht, dass mein Sohn bei anderen locker flockig sein muss. Aber in seinem Alter denke ich, sollte es möglich sein eine Begrüssung auszusprechen und auf Fragen zu antworten. Das macht er nicht oder nur zum Teil. Er schaut manchmal einfach auf den Boden und ignoriert jede Frage oder jedes auf ihn Zugehen.

Das weinerliche finde ich wirklich extrem. Er weint wegen allem! Wegen wirklich jeder Kleinigkeit. Und ich seiner Gruppe sagen schon die anderen Kinder, ach er, der weint immer sofort…

Ich hoffe es ist „nur“ eine phase...

LG

Beitrag von bruchetta 09.03.11 - 12:38 Uhr

Meine Tochter ist auch so.
Sie hat zwar keine Höhenangst, aber traut sich nichts, hat Angst vor anderen Kindern usw.
Sie weint ebenfalls sehr viel.
Es hat damit zu tun, dass sie keine oder kaum Trotzphasen in ihrem Leben hatte und wir sie zu sehr behüten, so dass sie nicht trotzig oder wütend sein muß.
Ist ein Kind nicht in der Lage, Wut und Aggressionen zu empfinden, steigt die Angst.
Wir sind deshalb mittlerweile ich psychologischer Behandlung.

Beitrag von ida85 09.03.11 - 13:07 Uhr

Bei anderen Kindern hat er normalerweise keine oder wenig Berührungsängste, nur bei Erwachsenen.
Bei ihm kann es aber nicht daran liegen, er hatte eine extreme Trotzphase und gibt auch jetzt noch unmissverständlich zum Ausdruck, wenn ihm etwas nicht passt (zumindest bei mir und bei Leuten die er gut kennt)

Was wird in dieser psychologischen Behandlung gemacht?

Danke für Deine Antwort.

LG

Beitrag von majanti 09.03.11 - 14:59 Uhr

Hallo!
Mein Sohn (3) ist auch so einer. Er hat viele Ängste, alles muss gleich sein, neue Sachen muss ich ihm gut erklären und lang vorher ansprechen, Rituale ganz wichtig, Regeln müssen eingehalten werden,....

Habe jetzt heraus gefunden dass er Hochsensibel ist. Muss es zwar noch abklären lassen aber es deutet alles darauf hin.
Habe ein gutes Buch, indem sehr gut erklärt wird, was man machen kann. Das hilft mir. Weil ich ihn ja auch nicht verstehe in seinem Verhalten, man kann ja so vieles nicht nachvollziehen.

Denke das könnte bei euch auch zutreffen. Google doch mal nach Hochsensible Kinder!

Liebe Grüße
Marion

Beitrag von ida85 09.03.11 - 15:16 Uhr

Hallo Marion

Heisst das Buch „das hochsensible Kind“? Das habe ich mir vor ein paar Tagen bestellt und ich bin gespannt. Ich habe gerade im Internet nochmals darüber nachgelesen und ein paar typische Merkmale treffen voll auf meinen Sohn zu.

LG