Ich habe Angst krank zu werden - Partner droht mit Trennung

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von angstvorkrankheit 09.03.11 - 13:18 Uhr

Ich habe leider immer Angst krank zu werden, jetzt bin ich 30 Jahre alt und eigentlich gesund, aber man hört soviel schlimmes, Krebs, Lungenembolie, Herzstillstand ->Wachkoma, Gehirnbluten usw.

Manchmal habe ich gar keinen Spaß mehr am Leben, weil ich immer denke, warum morgen kann es vorbei sein, aber es muß irgendwie weitergehen, wegen unseren zwei Kindern.

Mein Mann meint, er verlässt mich, wenn ich nicht endlich anfange so schlecht zu denken, aber laufend passieren schwere Unfälle oder schlimme Krankheiten um uns rum, wie soll ich mich da nicht reinsteigern?

LG

Beitrag von witch71 09.03.11 - 13:21 Uhr

Wie äussert sich denn diese Angst vor Krankheiten im alltäglichen Leben? Erläutere das bitte mal, dann können wir uns ein genaueres Bild davon machen. :-)

Bisher klingt es halt so locker dahin gesagt, ich habe aber den Verdacht, dass Du die qualitativen Einschränkungen Deines Lebens und das Deiner Familie ein bisschen verharmlost. Sonst würde Dein Mann Dir ja nicht drohen..

Beitrag von angstvorkrankheit 09.03.11 - 13:58 Uhr

Ich bekomme manchmal Panikattacken, da meine ich ich bekomme keine Luft mehr, mein Hals drückt sich zusammen, ich verkrampfe eben alles.

Dann wird mir schlecht, oder ich schwitze, das passiert meist Nachts/Abends/ganz früh morgens, tagsüber geht es meistens gut, da hatte ich fast nie was.

Beitrag von blaaaah 09.03.11 - 13:23 Uhr

Geh zu einem Psychiater, der kann dir und deiner Familie helfen.

Gruß
blaaaah

Beitrag von angstvorkrankheit 09.03.11 - 13:40 Uhr

Da hab ich schon angerufen, möchte aber nicht auf Tabletten eingestellt werden und leider wird man dann auch abgestempelt und man muß es bei jeder Lebensvers. o.ä. angeben.

LG

Beitrag von elofant 09.03.11 - 13:49 Uhr

Wieso schon wieder die Angst vor Tabletten und abgestempelt werden??

Hast Du schon mal dran gedacht, über Deine Ängste zu reden und damit raus zu finden, wo die her kommen? Und abstempeln wird Dich deswegen sicher keiner. Außerdem musste das ja nicht jedem erzählen, dass Du in Therapie bist.

Beitrag von witch71 09.03.11 - 13:51 Uhr

Erstens steht es Dir selbst frei, Tabletten zu nehmen oder eben auch nicht. Zunächst wird sowieso eine Therapie eingeleitet, da gehst Du einmal pro Woche hin und es wird sich nur darüber unterhalten. Ein guter Therapeut wird auch so schnell keine Medikamente verschreiben, sondern lieber nach den Ursachen für Dein Problem forschen.

Zweitens ist das kein Stempel, sondern wenn überhaupt eine Erkrankung. Diese ist eben therapierbar und eventuell sogar ausheilbar. Wenn Du noch vor hast, eine Lebensversicherung abzuschliessen dann tu das eben vorher, wenn Du befürchtest, dann abgelehnt zu werden.

Du riskierst doch gerade Deine Ehe, ist das nicht viel schlimmer, als sich Hilfe zu holen und zu lernen, wie Du gut mit der Angst leben kannst?
Übrigens gibt es auch Literatur zum Thema, vielleicht fängst Du damit an.

Beitrag von gemeinhardt 09.03.11 - 14:41 Uhr

Wenn Du keine Tabletten nehmen willst, dann nimmst Du keine.
Sag das halt.
Eine Therapie (in Deinem Fall würden irgendwie alle Therapieformen passen die ich kenne) wird Dir helfen 1. rauszufinden warum Du diese Ängste hast und 2. wie Du damit umgehen kannst.
Tabletten sind hierbei eine Stütze, oder Krücke, die Dir helfen Dich zu stabilisieren um Dein Problem zu bearbeiten, was durchaus anstrengend ist und langwierig vermutlich.
Und es gibt durchaus Psychopharmaka, die nicht süchtig machen.

Lass Dich drauf ein, Dein Fall klingt absolut behandlungsbedürftig.

Lg, Cora

Beitrag von blaaaah 09.03.11 - 15:04 Uhr

Es wird keiner abgestempelt, wenn er eine psychische Erkrankung hat. Deine Probleme hören sich für mich nach einer Angststörung an und die kann man behandeln. Lass dir helfen.

Gruß
blaaaah

Beitrag von lumidi 09.03.11 - 13:24 Uhr

Hallo,

ich habe auch oft solche Gedanken, aber diese verdränge ich relativ schnell wieder.

Wie oft redest du denn mit deinem Mann denn darüber? Also ich erzähle ihm manchmal nur etwas, wenn ich einen Albtraum hatte.

Vielleicht solltest du dir therapeutische Hilfe suchen.

Im Leben eines Menschen gibt es viele Schicksalsschläge. Aber wenn du vor allem Angst hat, dann müsstest du dich in einer Gummizelle einschließen lassen.

Das ganze erinnert mich an den Film Final Destination. Da hat sich eine auch in ner Gummizelle einschließen lassen, weil der Tod sie verfolgt hat.

LG

Lumidi

Beitrag von biene81 09.03.11 - 13:24 Uhr

Hier mal von einer, die schon Gehirnblutungen hatte und immer wieder bekommen koennte: Mach Dir das Leben nicht so schwer. Ich kann Deinen Mann verstehen, ich wuerde es auch nur schwer aushalten, wenn mein Partner so waere wie Du.
Vielleicht ist es schon eine Zwangserkrankung? Warst Du mit Deinen Sorgen schon mal beim Arzt/Therapeut? Man kann sich in sowas gut reinsteigern und dann ist der Schritt zur Depression nicht mehr weit.

Ich sag Dir mal was, aus Erfahrung: Seitdem ich meine Krankheit habe, lebe ich gluecklicher. Weil ich das Leben mehr geniesse. Ich bin gluecklich darueber, eine tolle, gesunde Tochter zu haben, einen Mann, der hinter mir steht. Ich freue mich ueber schoenes Wetter, neue Schuhe und ueber die sinnlosen Witze meines Mannes. ;-)
Versuch das Leben als etwas positives zu sehen und Dich daranzu erfreuen. Denn falls Du krank werden solltest, kannst Du das vielleicht nicht mehr so gut.

LG

Biene

Beitrag von elofant 09.03.11 - 13:47 Uhr

#verliebt

Das hast Du schön geschrieben. Seit unser Sohn Hirnbluten hatte, sehe ich auch einiges mit anderen Augen.


Alles Gute!

Beitrag von angstvorkrankheit 09.03.11 - 13:52 Uhr

Hast Du das einfach so bekommen? Warum kann das jederzeit wiederkommen?

Ich würde gerne zu einem Therapeuten gehen, aber leider wird das meistens begleitend mit Tabletten therapiert und das möchte ich nicht.

Dein Beitrag gibt mir echt Kraft, wir haben im Moment einen schweren Krankheitsfall in der Familie und das zehrt sehr arg an meinen/ unseren Nerven.

Aber sonst würde es uns super gehen, zwei supersüße gesunde Kinder, guter Verdienst, fast abbezahltes Haus im Grünen, liebevoller Mann, aber ihn belasten meine negativen Gedanken, aber mich auch.


LG

Beitrag von elofant 09.03.11 - 13:56 Uhr

meistens begleitend mit Tabletten therapiert



MEISTENS aber eben NICHT IMMER.

Es steht Dir doch frei, Medikamente zu nehmen. Aber die Therapie würd ich dennoch ins Auge fassen.
Vielleicht gehst Du zu einem Psychologen, dr darf keine Medis verordnen. Ein Psychater ist da vielleicht bisl schneller mit dem Rezeptblock.

Beitrag von gh1954 09.03.11 - 14:06 Uhr

>>>Ich würde gerne zu einem Therapeuten gehen, aber leider wird das meistens begleitend mit Tabletten therapiert und das möchte ich nicht.<<<

Das stimmt so nicht.
Wenn du z.B. zu einem Psychotherapeuten gehst, gibt es keine Medikamente, weil er nichts verschreiben darf.

Warum wehrst du dich so heftig dagegen, dir helfen zu lassen?

Beitrag von elofant 09.03.11 - 14:12 Uhr

Vielleicht ist ihre Situation doch so schön, sich ständig Krankheiten einzureden?!



http://de.wikipedia.org/wiki/Hypochondrie

Beitrag von gh1954 09.03.11 - 14:19 Uhr

So wie ich die TE verstanden habe, redet sie sich keine Krankheiten ein, sondern hat panische Angst davor, krank zu werden.

Mich verwundert immer wieder, wie Menschen mit ihren psychischen Erkrankungen umgehen und wie wenig ernst das genommen wird.

Beitrag von angstvorkrankheit 09.03.11 - 14:19 Uhr

Superschön, würde es Dir gerne abgeben.

Beitrag von gh1954 09.03.11 - 14:21 Uhr

Du hast bis jetzt aber auch nichts versucht, das "abzugeben".

Beitrag von angstvorkrankheit 09.03.11 - 14:26 Uhr

Ganz so ist es nicht, ich habe mit meinem Hausarzt schon drüber gesprochen, da ich auch arge Probleme mit der Schilddrüse hatte und immer ein Würgegefühl, wurde dann operiert.

Aber bis es soweit war, für die Op, bin ich durch die Hölle gegangen, habe jetzt noch Probleme beim Essen, da Angst vor Allergien, wo ich meinte mir schwillt der Hals zu, dabei war es "nur" die Schilddrüse.

Arbeite sehr hart an mir, aber anscheinend nicht genug, man kann diese Ängste nur verstehen wenn man sie hat, leider.

Beitrag von elofant 09.03.11 - 14:28 Uhr

zum 1000. Mal: Dann lass Dir helfen!

Beitrag von golm1512 09.03.11 - 15:24 Uhr

Du lässt dich lieber operieren statt Tabletten zu nehmen? Du wirst IMMER einen Arzt finden, der an deinen Symptomen herumdoktert und dich sogar operiert. Die Ursache deiner Angst wird damit nie beseitigt werden.

Der Ratschlag mit der Psychotherapie ist der einzig richtige.
Wieso ist man dann abgestempelt? Wen interessiert denn so was? Wer erfährt das denn?
Lebensversicherung? Da lebst du lieber zig Jahre mit Angst und Not, um dann auch noch mehr Geld dafür zu bekommen?

Ich habe sehr, sehr viele Menschen mit Hirnblutungen und Krebserkrankungen kennen gelernt. Die meisten von ihnen haben sehr viel Erniegie darauf verwandt, das Leben wieder normal werden zu lassen. Die meisten haben Hilfe angenommen und hart gearbeitet. Es sind auch viele gestorben. Trotzdem kann ich jetzt nicht sagen, dass permanent Elend erlebt habe. Im Gegenteil. Mich hat das dazu gebracht, das Leben mit Humor zu nehmen und sehr viel dankbarer zu sein.

Ich finde, du solltest deinen A.... mal hoch bekommen und nicht darüber nachdenken, was denn wohl die anderen denken werden. Die denken nämlich gar nicht so viel bzw. haben die genug mit sich selber zu tun.

Im Übrigen mache ich auch eine Therapie. Nicht aus Angst, sondern aus andern Gründen. Ich gehe gern hin und freue mich auf den Termin. Man darf auch dabei Spaß haben....

Beitrag von susa3 09.03.11 - 15:39 Uhr

Ich finde auch, das der Ratschlag mit der Psychotherapie der einzig richtige Weg ist.

Hört sich sehr nach einer Hypohondrie an bei ihr, habe sowas schon mal gehört.

Toll das du ihr Mut machst zu einem Therapeuten zu gehen.

Lg Susa #blume

Beitrag von golm1512 09.03.11 - 17:16 Uhr

Ich denke, sie geht den psychomatischen Weg. Der ist schlimmer, weil er echt krank machen kann. Nicht nur eingebildet.....

Beitrag von angstvorkrankheit 09.03.11 - 19:23 Uhr

Mir hat keiner geglaubt, dass was in meinem Hals ist, der letzte Arzt hat dann 5 Knoten entdeckt, daraufhin wurde ich innerhalb einer Woche operiert, da nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, dass es ein Schilddrüsenkarzinom ist.

LG