Mein Mann hat Hautkrebs, und nun...

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Beitrag von fruchtzwergerl72 09.03.11 - 17:13 Uhr

Hallo Ihr,

im Moment bin ich einfach gefrustet und weiß nicht wohin mit meinem "Kummer". Deswegen poste ich mal hier, vielleicht gibt es ja Menschen die das selbe erlebt haben, erleben oder wie ich passive Eleber sind...wäre schön wenn sich jemand meldet

Mein Mann ist vor 6 Jahren schon einmal an Hautkrebs erkrankt, es wurde wegoperiert, kontrolliert ob Metastasen da sin (waren keine da) Die Nachkontrollen beim Hautarzt lächerlich...
Und jetzt ist das Ding wieder da, er wurde schon operiert, 22 Lymphknoten wurden entfernt und das Melanom großflächig entfernt (5cm). Jetzt leidet mein Mann unter dem Spannung die die gezogene Haut macht, unter Taubheitsgefühl in der betroffenen Gegend, Bewegungseinschränkungen...
Aber er hält sich tapfer...
Wir reden auch zusammen, aber manchmal denke ich das wir doch nicht über alles reden...
Heute hatten wir Nachbesprechung und wir bekamen gesagt das er sich in einer Hautkrebsklinik vorstellen soll (okay, kein Problem) wegen weitere Therapie (na klar, war logisch)
Aber als dann das Wort Chemo kam, war es bei mir vorbei, davon war bis heute noch nie die Rede gewesen, vorallem da keine Metastasen vorhanden sind.
Deswegen sitz ich jetzt hier und suche Menschen die mir was auch immer sagen, nehme auch ein "Kopfwaschen" hin...
Danke fürs lesen und vielleicht auch für Antworten

Fruchtzwergerl

Beitrag von arkti 09.03.11 - 17:49 Uhr

Es wurden Lymphknoten entfernt.
Lymphe haben Wege, somit können Krebszellen verbreitet werden.
Sie werden wohl eine Chemo machen um möglichst alles abzutöten was da sein könnte.

Beitrag von fruchtzwergerl72 09.03.11 - 18:39 Uhr

Die Lymphknoten wurden zur Sicherheit mit entfernt und waren alle ohne Krebsbefund, das hatte ich vergessen zu schreiben
Deswegen hat mich ja eben die Chemotherapie so umgehauen.

Beitrag von schwilis1 09.03.11 - 18:08 Uhr

Meine Mom hatte einen Hirntumor und wirde von 2004 an regelmäßig mit chemo behandelt.
sie hat die ´pillen tapfer geschluckt und tapfer gekämpft.
Dass es euch momentan den Boden unter den füßen wegzieht versteh ich, ärzte lassen einen ziemlich arg im regen stehen, das ging meiner mom nicht anders. lasst euch beraten in der klinik und besprecht alles und stellt noch jede noch so "lächerliche" Frage.

p.s. die nachkontrollen nach dem ersten Hirntumor 91 waren auch mehr als lächerlich... sie musste erst wieder ausfälle bekommen bevor genauer geschaut wurde 2004... ist wohl üblich so :(

Beitrag von schnuggi2009 09.03.11 - 19:11 Uhr

Hallo :-)

Ich denke, Ihr solltet erst einmal in einer Hautklinik gehen, und euch DORT eine zweite Meinung einholen.

Denn bei meiner Cousine wurde erst Ende letzten Jahres Hautkrebs festgestellt. Es wurden auch bei Ihr die Lymphe entfernt. Dann musste sie in einer sehr kurzen Zeit nochmals zwei mal operiert werden. Und auch jetzt steht bei ihr eventuell eine Chemo an. Wobei die Ärzte diesbezüglich nicht so ganz einig sind, und Sie - hört sich jetzt vielleicht echt doof an - ABER, Sie würde gern eine Chemo machen, denn sie sagt sich, mensch - dann würden vielleicht alle bösartigen Melanome / Metastasen "getötet" werden.

Euch wünsche ich von #herzlichen VIEL KRAFT ... #liebdrueck

Beitrag von wolli-andi 09.03.11 - 19:22 Uhr

Das Wort Krebs und Chemo kann einem ganz sicher den Boden unter den Füßen wegziehen. Erstmal sollte man das Gefühl meiner Meinung nach auch zulassen, ich zumindest habe es, da ich es garnicht verdrängen konnte, ich brauchte mal ne Zeit, wo ich mir furchtbar leid tun durfte...weil es einfach nichts anderes in einem gibt..als diese Schockaussagen Krebs und Chemo.

Ich habe jetzt meine 2.Chemo hinter mir und schlage mich da derzeit mehr oder weniger tapfer durch, im Gegensatz zu Deinem Mann habe ich Metastasen und meine Prognosen sind immernoch sehr zurückhaltend, aber wenn Ärzte sagen, es ist notwendig, dann ist es das auch.

Jeder sollte den Willen haben, wieder gesund zu werden,solange auch nur eine klitzekleine Chance darauf besteht. Bei Deinem Mann hört sich das doch alles "realtiv" optimistisch an, also geht auch so an die Sache ran.

Ich wünsche Deinem Mann viel Kraft und Glauben für die nächste Zeit und Dir die Kraft, ihm beizustehen,ohne selbst daran zu zerbrechen, bei uns ist das so, daß mein Mann sehr leidet, aber wir können gut über unsere Ängste reden,finde ich sehr wichtig.

Alles Liebe für Euch!

Beitrag von tigaluna 09.03.11 - 19:37 Uhr

http://www.hautkrebs.de/

Dort kannst du dir noch ein paar Infos holen. Ich wünsche deinem Mann alles Gute und dir genug Kraft, um mit ihm gemeinsam den Weg zu gehen. Reden hilft, auch zusammen weinen, wenn einem danach ist.

Liebe Grüße

Beitrag von stefannette 09.03.11 - 19:43 Uhr

In der Hautkrebsklinik wird man Euch sicher gut beraten!#liebdrueck Manche Ärzte machen gerne eine Chemo (zur Sicherheit) falls doch irgendwas übersehen wurde oder Metastasen sehr klein sind. Vielleicht liegt es auch daran,dass der Krebs wieder da ist.
Redet in RUhe mit den FAchärzten!
Euch ganz viel Kraft#liebdrueck

Beitrag von 221170 09.03.11 - 21:18 Uhr

Wie ich gerade gelesen habe waren die Lymphknoten frei.
Das ist ja schonmal prima.

Leider sind Zellen mit bloßem Auge nicht zu erkennen, daher die Chemo.
Versuche das ganze als was positives zu sehen, so verrückt es sich anhört.
Die Chemo killt den Rest, falls überhaupt einer da sein sollte (und danach sieht es ja erst mal nicht aus)
Melanome sind agressiv, die Chemo gibt Sicherheit.
Auch ist das nicht mehr so schlimm wie früher,es gibt Mittel gegen Übelkeit und je nach Dosis kommt die erst gar nicht.

Klar ist es scheiße, einfach und klar scheiße. Aber ihr müsst da jetzt durch, und dann geht es weiter.
Erlaubt euch ruhig mal die "Schwäche" alle Mist zu finden, Angst zu haben, zu zweifeln....und dann kriegt ihr die Kurve, stellt euch auf die Hinterbeine und los gehts.

Alles Gute für euch
22

Beitrag von josefieni 10.03.11 - 10:40 Uhr

Hallo,

mein Mann war auch an einem Melanom erkrankt. Ich kann mich also gut in Dich hineinversetzen.
Wenn keiner der untersuchten Lymphknoten befallen war, so ist das ein sehr gutes Zeichen. Die Chemotherapie macht man, weil er ein Rezidiv hatte und um nicht nichtsichtbare Tumorzellen abzutöten.
Die Sorgen, die ihr momentan habt, kann Euch leider keiner nehmen. wichtig ist,dass Ihr gut betreut werdet. Geht am besten in eine Universitätshautklinik, sucht Euch einen Spezialisten für Melanomerkrankungen. Das kann man über die Homepage der jeweiligen Klinik herausbekommen. Eine Chemotherapie ist eine harte Zeit, aber sie geht vorbei!
alles Liebe Josefieni