Ich kann mich nicht freuen + Arbeitsfrust

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von pudelschaf 09.03.11 - 19:28 Uhr

Hallo liebe Kugelbäuche,

da noch bisher nur mein Mann und unsere Personalratsvorsitzende wissen, dass ich schwanger bin. Muss ich mich mal bei euch ausheulen.

Ich habe gestern nach 5 Monaten üben positiv getestest. Zwar nur relativ leicht, aber Linie ja Linie. Ich war gestern dann vor lauter Sorge, dass irgendwas sein könnte beim Arzt, aber die konnte natürlich noch nichts sehen. Die Schleimhaut ist sehr gut aufgebaut und auch ansonsten sieht alles super aus, für ein so frühes Stadium. An einer Stelle meinte sie sogar, dass sie evtl. schon was sehen könnte, jedoch noch nicht sicher genug. Blut hat sie auch abgenommen und jetzt habe ich in zwei Wochen wieder einen Termin.
Ich hätte sogar schon einen Mutterpass kriegen können. Aber ich wollte lieber warten, bis man was auf dem Ultraschall sieht.

Eigentlich sollte ich mich freuen, aber ich traue mich einfach nicht. Ich habe schreckliche Angst, dass noch was passiert und wir unseren Krümel verlieren. Geht es euch auch so? Wie soll das denn die nächsten Wochen noch weiter gehen.

Hinzu kommt, dass ich meine Arbeit unterschätzt habe. Ich bin zwar im Büro tätig, aber in einer Abteilung mit sehr dicken Akten. Da lässt sich im Prinzip nicht arbeiten ohne mehr als 5 kg zu heben. Ich hab heute schon mehrfach gespürt, dass das jetzt eigentlich ein wenig zu viel war. Jetzt habe ich nach einen Gespräch mit dem Personalrat beim Frauenarzt angerufen und um ein Attest gebeten, dass ich nicht schwer heben darf. Dort fing die Sprechstundenhilfe dirket von Teilberufsverbot an. Ich möchte kein Berufverbot! Da würde mir ja die Decke auf den Kopf fallen.
Es dürfte kein größeres Problem sein mich in eine andere Abteilung zu versetzten.
Dazu muss ich dann natürlich meinen Chef informieren. Eigentlich wollte ich es auf der Arbeit erst später mitteilen, aber das geht ja nun nicht anders.
Aber was ist mit meinen Kollegen? Ich weiß, dass -zumindest einige - sehr negativ reagieren werden und das muss ich noch lange genug über mich ergehen lassen. Das ist doch alles Mist, was sage ich denen denn? Rückenschmerzen? Ich bin eine ganz furchtbar schlechte Lügnerin, die würden das bestimmt sofort merken. Ich arbeite in einer Behörde und da wird viel geredet. Wenn ein einer weiß, weiß es bald das ganze Haus. Und was ist wenn dann noch was passiert?

Ach ich bin total frustriert! Und Anzeichen habe ich auch kaum welche, dass macht es nicht besser. Bisher darf ich mich nur Ziehen im Unterleib und mit grauenhaften Stimmungsschwankungen rumschlagen :-(

Danke fürs #bla
und eine schöne Kugelzeit

Pudelschaf

Beitrag von shiningstar 09.03.11 - 19:38 Uhr

Hallo :)

Es ist ganz normal, dass die Psyche nach einem positiven SST erst einmal ein wenig verrückt spielt ;o)
Wir hatten z.B. drei Jahre Kiwu -drei künstliche Befruchtungen und beim positiven SST war mein erster Gedanke "Will ich das denn überhaupt auch wirklich, also wirklich Mama werden?!"...
Das wird aber besser -habe das in einem SS-Buch gelesen, ab der 12. SSW wird alles besser. Und bei mir war es auch so, als die Angst vor einer FG vorbei war, konnte ich mich richtig freuen.

Wegen dem Gewicht der Akten mache Dir bitte auch keinen Kopf. Man soll in der Schwangerschaft nicht schwer heben, das ist richtig. Gemeint ist aber, dass man nicht das heben darf, was man sonst auch im Alltag hebt. Was der Körper kennt, ist okay -eine Mama, die zum zweiten Mal schwanger ist, trägt ja auch noch ihr Kind auf dem Arm usw. Ein Staubsauger wiegt mehr als 5 kg, ein Wäschekorb... Man dürfte dann ja gar nichts mehr tragen?! Versuche einfach auf der Arbeit etwas langsamer zu machen, wie es Dir gut geht.

Und wegen der Anzeichen, Du bist ja noch ganz am Anfang. Das kommt sicherlich alles noch mit der Müdigkeit und Übelkeit und dann wirst Du Dir wünschen, Du hättest das alles nicht...

Herzlichen Glückwunsch erst einmal an dieser Stelle :)

Beitrag von bjerla 09.03.11 - 19:39 Uhr

Sorry, aber ich kann dein Gejammer nicht ganz verstehen.

1. die Angst, kann dir wohl keiner nehmen. Da wirst du aber mit der Zeit entspannter - glaube mir.

2. ich muss auch mein 12kg-kind öfter am Tag heben, tragen, Treppen schleppen usw. Meine FÄ meinte es sei ok, solange ich mich gut fühle. Gerade zu Beginn, wenn noch kein Druck auf den Beckenboden da ist, ist das nicht so schlimm. Da kann doch so eine Akte kein Problem sein (selbst wenn sie mal 6kg wiegt)

3. Du jammerst hier rum, aber ein Teil-BV bzw. BV willst du auch nicht.

4. wenn du in eine andere Abteilung gehen kannst, dann können dir die Kollegen doch schnurz sein.

Wer das eine will, muss das andere mögen ;-)

LG B. mit Nr.2 in der 10.ssw

Beitrag von shiningstar 09.03.11 - 19:42 Uhr

Ich glaube, es ist gar kein Gejammer, sondern ganz einfach eine große Portion Unsicherheit -und das ist ja wohl völlig normal, wenn man gerade seit einem Tag weiß, dass man schwanger ist...

Beitrag von pfutschl 09.03.11 - 19:51 Uhr

jup... das denk ich auch.

mir ging es nicht anders. erst freude und dann angst:" oh gott wie soll ich bloss alles schaffen? Wie mach ich dies, wie mach ich jenes?"


aber es hat sich alles von ganz allein geregelt und war im nachhinein pipifax :-p

und noch was... bei einem BV wird dir die decke nicht auf den kopf fallen ;-) Ich bin auch zuhause seit anfang an und es gibt so viele schöne dinge zu tun wenn der frühling so durchkommt #verliebt#verliebt#verliebt

geniess es und hab keine angst!!!!

#liebdrueck

Beitrag von pudelschaf 09.03.11 - 20:03 Uhr

Danke für die guten Worte.

Meine Ärztin sagte halt nicht mehr als 5 kg. Mein Mann und ich haben uns auch schon gefragt, wie das denn gehen soll, wenn man noch ein Kleinkind zuhause hat. Aber wenn sie mir das sagt, dann glaube ich ihr natürlich erstmal.

Das mit den Abteilungen hört sich so groß an. Eine andere Abteilung bedeutet bei uns einen anderen Arbeitsplatz innerhalb der "Abteilung" und durch die Vertretung hocke ich auch dann ständig mit meinen Kollegen aufeinander. Aber das könnt ihr ja nicht wissen :-) Aus dem Weg gehen ist nicht. Außerdem würde ich ja nur ungern von meinen direkten vorgesetzten weg, aber das Krümelchen ist schließlich wichtiger.

Ich bin ja nicht die Erste die bei uns schwanger ist und die anderen haben ja auch kein BV bekommen, daher wird das schon machbar sein. Aber in dieser Abteilung kann ich mir nicht vorstellen wie es gehen soll. Ich werde wohl morgen meinen Chef mal ansprechen. Ich hab nur Angst, dass jetzt aus irgendeinem Grund irgendetwas schief geht. Das würde ja auch vor meinem Chef dann blöde aussehen...