Schulbetreuung mit Hausaufgaben oder lieber ohne?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von nina-nelli 09.03.11 - 20:49 Uhr

Hallo Zusammen!
Meine Große kommt nächstes Jahr in die Schule, d. h. diesen Herbst beginnen die Anmeldungen. Wir müssen uns dann für ein Betreuungskonzept entscheiden, offene Ganztagsbetreuung mit warmen Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung oder Betreuung bis max 13.30 Uhr oder Essen und Hausaufgabenbetreuung. Eine der Betreuungen muss ich in Anspruch nehmen, weil ich Teilzeit arbeite. Selbst wenn ich nur bis 12.00 Uhr arbeite, schaffe ich es nicht bis 11.40 Uhr an die Schule! Die Betreuung bis 13.30 Uhr würde mir von der Zeit her reichen, aber ich frage mich, ob es besser ist, wenn die Kinder die Hausaufgaben in der Schule machen. Dann würde ich sie abholen, sie hat gegessen und ist mit allem fertig. Die Kleine noch vom Kindergarten und der Nachmittag kann beginnen. Oder tut es den Kindern mehr gut, wenn sie Zuhause mit Mama/Papa die Aufgaben machen. Einerseits möchte ich gerne die Kontrolle darüber haben, dass es auch ordentlich geschrieben ist etc. andererseits habe ich Angst, dass ich mit ihr zu streng oder ungeduldig bin, oder ich es ihr gar nicht so richtig erklären kann.

Was habt ihr für Erfahren gemacht? Gibt es auch welche, die lieber drauf verzichten würden, wenn sie könnten. Oder klappt es in der Schule besser, als Zuhause?....

Danke für zahlreiche Antworden!
Melle

Beitrag von zaubertroll1972 09.03.11 - 21:32 Uhr

Hallo,

wenn es zeitlich geht würde ich mein Kind IMMER ohne Betreuung in der Schule lassen. Die Frage würde ich mir gar nicht stellen.
Ich würde gerne selber schauen wie die Hausaufgaben gemacht werden, wo mein Kind in der Schule steht.
Oftmals wird auch in der Schule nicht alles erledigt oder nicht richtig geschaut ob alles in Ordnung ist.

LG Z.

Beitrag von lena10 09.03.11 - 21:50 Uhr

Da die Hausaufgabenbetreuung im Allgemeinen immer nur eine Betreuung und keine Nachhilfe ist, würde ich diese, wenn möglich, NICHT in Anspruch nehmen!
Zu Hause ist viel mehr Ruhe, das Kind kann sich besser konzentrieren und es hat nicht den Druck, dass es noch mit den anderen spielen kann, wenn es fertig ist. Und wirklich helfen kann bei einer normalen HA-Betreuung auch niemand, weil es dafür zu wenig Betreuer und zu viele Kinder sind.

LG Lena

Beitrag von schnaki1 09.03.11 - 21:54 Uhr

Hallo,

ob man davon ausgehen kann, das dann alles erledigt ist?
Bei uns wurde beim Infoabend bereits gesagt, dass die Kids Zeit für die Hausaufgaben haben, aber nicht gezwungen werden.
Fragt sich eben, wie motivierend die Betreuungsperson auf mein Kind wirkt?
Meiner wird bis 14 Uhr gehen und wenn er noch keine Hausaufgaben gemacht hat, dann macht er sie dann eben noch und hat dann trotzdem noch genug Nachmittag zum Spielen übrig. Bei 15 oder 16 Uhr Betreuung sieht das dann schon anders aus.
Kommt aber sicher auch auf die Schule an, vielleicht kannst du ja mal welche fragen, die die Betreuung in Anspruch nehmen und so herausfinden, wie es in der Realität aussieht?
Hab schon öfter gehört, dass die Kids dann zwar HA gemacht haben, aber keiner kontrolliert sie in der Betreuung, wenn sie also nur schnell und unvollständig hingehunzt werden, bekommt das dort nicht unbedingt jemand mit. Aber von manchen Schulen hört man auch alles sehr positiv, kommt wohl eben wirklich drauf an, wo man hingeht.

LG,
Andrea

Beitrag von lockenlilly 09.03.11 - 22:09 Uhr

hallo,

meiner macht die Hausaufgabe in der Schule, es wird auch kontrolliert und das klappt ganz gut.
Einmal mußten wir zu Hause nochmal die Hausaufgaben machen, weil sie falsch waren.

Zu Hause lesen wir nur noch und dann können wir spielen oder was unternehmen.

Es ginge auch gar nicht anders, da wir beide arbeiten.

Beitrag von kleinemimi 09.03.11 - 22:32 Uhr

Hallo Melle,

ich denke Du kennst Dein Kind am Besten.

Meine sind beide im Hort inklusive Hausaufgabenbetreuung gegangen, es war von Anfang an klar das sie eine Stunde pro Tag für die HA haben, wenn die Kids es nicht schaffen, müssen sie es zu Hause machen. Bei mir ging es eh nicht anders, da ich volltags arbeite. Aber selbst wenn ich nur wie Du bis Mittag arbeiten würde, würde ich MEIN Kind die Hausaufgaben in der Schule machen. Zu Hause bei mir nimmt er es nicht so ernst, da versucht er zu tricksen und zu diskutieren, das er erstmal was anders machen will, in der Schule machen es alle und er eben auch. In der Zeit würde ich einkaufen gehen oder Haushalt machen und dann entspannt die Kids holen, welche zumeist fertig sind, die Hausaufgaben kontrollieren und nur noch Spiel und Spass. Das ist doch super.

LG Mimi

Beitrag von schokostreusel 09.03.11 - 22:49 Uhr

Hallo!

Ich stand vor einem ähnlichen Problem und ich sehe heute Vor- Und Nachteile. Vorweg: die Betreuung an unserer Schule ist insgesamt hervorragend, ich hatte am Anfang ein schlechtes Gewissen und unbegründet das Gefühl, meine Tochter abzuschieben. Es wird den Kindern ein tolles Programm geboten, angefangen bei einem kindgerechtem und abwechslungsreichen Mittagessen über attraktive AGs, Bastelprogrammen, Ferienprogramm usw. Schön ist auch, dass die Kinder dort ihre sozialen Konatkte pflegen können ohne, dass man als berufstätiger Elternteil ständig Taxi spielen muss und sich um Verabredungen kümmern muss. Wenn ich meine Tochter nach kurzer Zeit mal früher abholen wollte, wurde ich oft wieder nach Hause geschickt, weil sie dort einfach mitten im Spiel war und noch nicht gehen wollte.

Zum Thema Hausaufgabenbetreuung: die Qualität wechselt mit der jeweiligen Betreuung, diese ist nicht jeden Tag gleich. Im ersten Schuljahr hatten wir keine Probleme, der Stoff und die Dauer der Hausaufgaben waren nicht sehr komplex. Manchmal hätte ich mir mehr Aufmerksamkeit bezüglich der Sorgfalt gewünscht ( Radierei, aus den Zeilen rutschen etc.) , aber im Großen und Ganzen war es okay, meine Tochter hatte bisher auch keine Schwierigkeiten mit dem Lernstoff. Teilweise hatten die Eltern mit Kindern außerhalb der Betreuung aber die gleichen Probleme bei den Hausaufgaben, bzw. teilweise noch nervenaufreibende Diskussionen mit dem Nachwuchs ( mit Eltern diskutiert man wohl mehr, als mit nicht so nahstehenden Personen ;-))

Jetzt im zweiten Schuljahr wird es komplizierter, die Hausaufgabenzeit wird länger, die Aufgaben komplexer und die Konzentration muss länger anhalten. In letzter Zeit bin ich eher unzufrieden, meine Tochter kommt öfters nach Hause und sagt, sie hätte sich nicht konzentrieren können, weil xyz immer über ihrem Heft geguckt hätte und sie abgelenkt hätte, weil es so laut war etc. Wenn jemand schnell fertig ist, will sie logioscherweise auch schnell fertig sein um spielen zu gehen. Wir sitzen dann am Abend nochmals zusammen und je nachdem wer ufischt hatte ist alles okay oder auch mal unvollständig mit vielen Flüchtigkeitsfehlern. Das ärgert mich momentan, wir planen deswegen im nächsten Schuljahr nur die verkürzte Betreuung zu nehmen. Der Stoff wird dann ja noch umfangreicher und die Hausaufgabenzeit nochmals länger. Meine Tochter wäre dann eine kurze Zeit alleine zu Hause, aber ab dem 3. Schuljahr traue ich ihr das auch zu. Für das erste Schuljahr war die Lösung mit der Hausaufgabenbetreuung optimal für uns, mit zunehmenden Ansprüchen wird es schwieriger. Es tut ihr heute schon leid, dass sie dann nicht mehr am Ferienprogramm teilnehmen kann und für mich wird es auch ein bisschen hektischer, aber letztendlich denke ich, dass die kleine Betreuung ab dem 3.Schuljahr die bessere Lösung für uns sein wird, obwohl am Anfang auch alles gut geklappt hat. Vielleicht kannst Du die Betreuung ja einfach mal für 1/2 Schuljahr ausprobieren???

Beitrag von angelxofxice 09.03.11 - 23:29 Uhr

Hallo Melle ,

also mein Sohn geht in die erste Klasse und da ich Arbeiten bin musste ich die Ganztagsbetreuung in anspruch nehmen.

Leider verlief das alles in der ersten Zeit aber alles andere als gut .
Die Betruungszeit geht bei uns bis 16:30 Uhr und anfangs musste ich dann schauen das er nur bis 14:30 Uhr dort bleibt .
Die Hausaufgaben war unter alles sau , aber trotzdem abgestempelt.
Klar man kann von einem Kind welches erst kurz in der Schule ist noch nicht viel verlangen , aber ich denke mal man müsste schon schauen das auch die Aufgaben erledigt werden die gemacht werden sollen , und nicht etwas völlig anderes hingekritzelt wird.

Wenn er also um 14:30 Uhr nach hause kam bleib noch genug Zeit um sich noch einmal zusammen zu setzen und die Aufgaben durch zu gehen.
Er sollte nicht alles neu machen , das wäre zuviel verlangt aber wenigstens 2 Linien ( bei Buchstaben z.b) .

Jetzt wo er selber darauf achtet das zu machen was er erledigen soll , bleibt er wieder länger in der Betruung.

Ihm gefällt es dort und hier werden auch einige Sport AGs angeboten an dennen er dann teilnimmt.

Ich glaube wenn ich die Betruung nicht bräuchte würde ich auch lieber mit ihm zusammen die hausaufgaben machen weil ich dann direkt dabei bin und ihn auf fehler aufmerksam machen kann was in der Betruung leider nicht der fall ist.

Beitrag von bi_di 10.03.11 - 05:45 Uhr

Mein Grosser geht in den Hort. Nach Schulschluss bekommen sie dort Essen, haben eine Stunde Spielzeit und dann geht es um 14.00 Uhr an die Hausaufgaben.
Ich finde das sehr praktisch. Die Erzieherinnen, die die Hausaufgaben betreuen (und bei den Erstklässlern sitzen sie wirklich mit am Tisch), machen das seit Jahren, sie haben also einen ganz guten Überblick wie 'gut' Kinder die Hausaufgaben machen sollten.

Manchmal, wenn z.B. der kleine Bruder krank ist und ich oder mein Mann eh zuhause sind, macht der Grosse seine Hausaufgaben zu Hause und ich bin wohl deutlich unentspannter ;).
Z.B. die Leseanfänge. Mein Grosser hat es einfach nicht geschafft, die Buchstaben zu Worten zusammenzuziehen. Ich bin leicht wahnsinnig geworden, weil ich dachte, das könne ja nicht so schwer sein, während die Erzieherinnen im Hort genau wussten, wie schwer das anfangs ist und das das kaum ein Kind zu dem Zeitpunkt schon hinkriegt. Oder das 'auf der Linie schreiben' nach und nach mit der Übung kommt.

Zuhause schaue ich mir die Hausaufgaben nochmal an, damit ich auf dem Laufenden bin. Und wenn ich mitkriege, was für Kämpfe in manchen Familien um die Hausaufgaben stattfinden, bin ich froh, das die an mir weitestgehend vorbeigehen. Schlussendlich sollen Hausaufgaben ja den Kindern zur Vertiefung des Gelernten dienen, und nicht den Eltern zur Kontrolle über die Fortschritte des Kindes. Würde mein Sohn ernsthafte Probleme haben, würden mich Erzieherin oder Lehrerin informieren.

Grüsse
BiDi


Beitrag von h-m 10.03.11 - 08:11 Uhr

Ich würde die Betreuung bis 13:30 Uhr nehmen. Dann seid Ihr nachmittags flexibler.

Ich arbeite Vollzeit und meine Tochter ist bis 16:00 Uhr in der Betreuung. Sie schafft meist die schriftlichen HA in der Betreuung, aber lesen üben (täglich) und Gedicht auswendig lernen (alle 2 - 3 Wochen) bleibt trotzdem noch für zu Hause...

Beitrag von juki 10.03.11 - 10:34 Uhr

huhu...
Kim geht zwar nicht in die Betreuung, aber ihre Freundin geht bis 16 uhr und ist dann mit dem Bus um 16.45 zu hause...
wie das mit denHausaufgaben klappt usw. weiß ich nicht....ich finde nur für das soziale Leben ist es oftmals ein Nachteil, zumindest wenn die Freunde alle nicht in die Betreuung gehen...
LG

Beitrag von nkgl2803 10.03.11 - 10:56 Uhr

Hallo,

meine Tochter geht 3x in der Woche in die HA-Betreuung und ich finde es klasse.
Unterricht geht bis 12.30 Uhr danach Mittagessen und anschließend HA bis längstens 14:45 Uhr, wer früher fertig ist, darf spielen gehen.
Wir mußten bisher noch nie danach zuhause HA machen.
Also für uns ist es so klasse, wir sind um 15 Uhr zuhause und haben ab da frei.
Grüße Nicci

Beitrag von woodgo 10.03.11 - 15:59 Uhr

Hallo,

bei uns werden die Hausaufgaben im Hort erledigt, was ich sehr gut finde und ich schau zu Hause noch mal nach. So bleibt am Nachmittag noch mehr Zeit zum Spielen.

LG

Beitrag von ayshe 10.03.11 - 18:45 Uhr

Was nun besser ist, kann ich dir nicht sagen, wir hatten keine Wahl.
Meine Tochter ißt im Hort und hat Hausaufgabenbetreuung.

Du kannst dich nicht auf die Hausaufgabenbetreuung verlassen, manchmal frage ich mich echt, was die den Kindern für komische Sachen sagen, erklären auch mal ganze Aufgaben falsch.
Zumindest ab und zu.

Ich sehe mir immer alles abends zuhause an, prüfe mit meiner Tochter ob auch alles gemacht ist und sehe dann nochmal, ob es richtig ist.
Manchmal kam es vor, daß sie die Grundidee ganz falsch verstanden hatte, was da gemacht werden sollte und somit waren dann alle Aufgaben falsch, wenn auch nach ihrem Prinzip richtig, das stelle ich dann richtig, erkläre, wie die Aúfgabe prinzipiell geht.

Und im Hort haben sie manchmal nicht genügend Ruhe, wollen husch husch fertig werden, weil andere schon spielen sind und sie auch los wollen.


Lange rede, kurzer Sinn.
Du mußt es sowieso kontrollieren.

Aber sie hat dann schon gegessen und es ist streßfrei.