Selbst beschäftigen mit fast 4....

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von suzannez 09.03.11 - 22:04 Uhr

hallo,

also ich möchte gern mal wissen wie es bei euch zugeht...
meine große (fast 4) kann seit einer weile überhaupt nicht allein spielen. das bereitet mir langsam sorgen. sie hat echt genug, lego, playmobil, puppen, tisch und malzeug und und und.
die kleine (1,5) schläft grad noch 1x am tag.
die große geht in den kiga bis 1, die kleine schläft meist vormittag, so essen wir gemeinsam mittag und dann spielen sie. aber wenn die kurze doch mal mittag schläft weiß die große kaum was mit sich anzufangen. wir schauen mal bücher an und ich spiele was mit ihr, aber schicke ich sie mal in ihr zimmer kommt immer nur "und was soll ich spielen?"....#kratz
fehlt ihr da kreativität?
klar vormittags ist sie angeleitet zum basteln, singen, spielen, es fälltihr total schwer was alleine zu spielen.
habt ihr ne idee wie ich das beheben kann?

danke!

Beitrag von pollerkermit 09.03.11 - 22:22 Uhr

Vielleicht hat sie einfach zu viel und weiß gar nicht, wo sie anfangen soll??? Wir haben viele Ikea-Kisten gekauft und räumen viele Sachen einfach mal außer Sichtweite. Wenn die Kisten dann nach einiger Zeit mal wieder ausgetauscht werden, sind die "neuen" Sachen plötzlich wieder interessant. Gerade steht wieder recht viel (zu viel????) im KiZi rum, da merke ich gleich, dass sie sich gar nicht mehr so auf eine Sache konzentrieren kann. Alles wird ausgeräumt, aber nichts wirklich bespielt. Also werde ich mal wieder sortieren...
Ach so, am Liebsten spielen unsere allerdings mit einer Kramkiste bei meiner Mutter....da ist alles drin, nur kein Spielzeug: Knöpfe, altes Portemonai, alte Kamera, Sonnenbrille, Döschen, leere Cremetiegel, Muscheln...da wird alles reingeworfem, was keinen festen Platz hat (und für Kinder ungefährlich ist).

LG
Doro

Beitrag von mamavonyannick 09.03.11 - 22:29 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 4,5 und erlernt jetzt "mühsam" das alleine beschäftigen. Allerdings kann auch er nicht mit Lego etc anfangen. Er würde sich am liebsten den ganzen Tag berieseln lassen, entweder von uns oder dem Fernseher. Letzteres haben wir seit Anfang des Jahres reduziert und er kommt somit auf max. 30 Minuten am tag. Somit muss er sich auch allein beschäftigen. Das war am Anfang nicht leicht und oft saß er auch nur rum und schaute Löcher in die Luft. Das ist schwer auszuhalten find ich, aber du solltest das durchziehen und eben nicht immer Anleitung geben, was sie jetzt machen könnte. Langeweile fördert die Kreativität;-)
Inzwischen sind wir soweit, dass er allein darum bittet, in seinem Zimmer was hören zu dürfen (CD), Er schaut sich dann Bücher an oder sortiert seine Fußballkarten. Er spielt aber auch allein Brettspiele.
Allerdings musste auch ich mühsam lernen, mich mit ihm kindgerecht zu beschäftigen. Es fällt mir zwar schwer, für seine Playmobilfigueren Texte, Gespräche und Handlungen auszudenken, aber glücklicherweise will er sowieso lieber mit mir puzzeln, Brettspiele spielen, rechnen usw.

vg, m.

Beitrag von bine3002 09.03.11 - 22:30 Uhr

Meine Tochter hat überhaupt erst im letzten Herbst angefangen in ihrem Zimmer alleine zu spielen. Sie ist im Juli 4 geworden.

Beitrag von cami_79 09.03.11 - 23:29 Uhr

Hi,

in einem Interview mit einer KiGa-Leitung kam ich einmal auf das Thema zu sprechen. Sie meinte man solle diese Langeweile erstmal zulassen.

Wenn Kinder zu ihr während der freien Spielphasen (und die überwiegen dort) kommen und jammern es sei langweilig (in der Hoffnung sie bietet was tolles an), sagt sie immer: Dann müsst ihr euch langweilen, bis euch selbst etwas einfällt!

Sie sagt, sie lässt sie ganz bewusst eigene Lösungen finden. Sie macht da nicht den Animateur :-p
Mit dieser Methode meint sie, werden die Kleinen schnell viel kreativer und findiger.

Mein 3-Jähriger war da schon immer sehr findig und braucht uns eher selten. In allergrößten Notfällen hilft es schon einfache Dinge ins Spiel zu bringen (Wäsche-Wanne als Boot oder er darf sich an meinem Küchenkram wild bedienen ...), dann fällt ihm auf alle Fälle schnell wieder was ein um allein zu spielen :-).

Hat sie vielleicht ZU VIEL Auswahl?

Beitrag von zahnweh 09.03.11 - 23:29 Uhr

Hallo,

meine fängt jetzt mit 3,5 Jahren so richtig an allein zu spielen. Aber nur, wenn sie mich in der Nähe weiß.

Allein in ihr Zimmer geht sie nur, wenn ich was langweiligeres mache (PC oder so tun als würde ich lesen). Beim Haushalt will sie mitmachen und bei allem andren auch.
Dann spielt sie auch mal in ihrem Zimmer, Türe nur offen und sie schaut auch immer wieder nach, was ich gerade mache, könnte ja was Spannendes sein.

Morgens spielt sie jetzt intensiver. Sie ist deutlich vor mir fit und ich nicht mehr so leicht wach zu bekommen.
Wichtig ist, dass sie nur WENIG Auswahl hat und ich in ihrem Zimmer schlafe/bin. Seit die Holzeisenbahn bereit steht und sie Zugang zu 1-2 Brettspielen (mit wenigen Teilen) hat (die anderen sind unerreichbar), wurde es besser.

Sobald die Auswahl zu groß ist, räumt sie alles aus und braucht Anleitung beim wieder einräumen. "bitte räume die Bücher ein" ... prima, bitte räume jetzt alles Duplo in die Kiste ... prima ... bitte räume jetzt alles x in die x-Kiste. Sie verliert dann den Überblick.
Je weniger Auswahl sie hat, desto intensiver spielt sie.

Beitrag von cooky2007 10.03.11 - 10:47 Uhr

Ich habe die Spielsachen von Anfang an gut sortiert - und nicht alles Lego Duplo auf einmal in eine Kiste geworfen. Sortiert nach - Bausteinen, Männchen, Bauplatten, kleinerem Zubehör und größerem Zubehör. Alles in Trofast-Kisten von Ikea.

Das andere Spielzeug ist auch sortiert in kleineren Kisten oder Körben von Overbeck & Friends nach Themen. Auch die Glis Kasten von Ikea für das Playmobil Zubehör sind toll - wir haben die Feuerwehr und alles hat seinen Platz.

Ich denke, das war auch ein Grund, warum unsere Sohn gerne spielt (er findet eben das, was er braucht) und auch lieber aufräumt (da weiß er genau, wo was hingehört).

Ins Zimmer schicke ihn ihn NIE. Wir haben auch Spielsachen im Wohnzimmer, Arbeitszimmer und im Keller und er darf sich aussuchen, ob er bei mir sein will oder anderswo.
Oft hilft er aber auch gerne bei der Hausarbeit - gerade an Ferientagen.

Beitrag von wok 11.03.11 - 12:19 Uhr

mir hat letztens jemand gesagt langeweile ist gut für die ;-)entwicklung