an die (erfahrenen) hundebesitzer

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von sunny_dani 09.03.11 - 22:43 Uhr

guten abend :)

mein mann und ich planen einen hund aufzunehmen, allerdings erst im herbst. ich informiere mich aber jetzt schon viel, da mir bewusst ist, dass es ein neues familienmitglied sein wird.

nun hoffe ich ihr könnt mir mit euren erfahrungen ein wenig helfen...

ach so: zur info vll noch: wir haben einen dreijährigen sohn (im herbst ist er dann vier jahre alt)

wir haben uns eigentlich schon für die rasse labrador entschieden. wie ist eure meinung/ eure erfahrung mit labradorrüden?

welpe oder junghund? oder vll sogar einen älteren hund?

züchter oder tierheim bzw. sonstige organisationen?



wie macht ihr das mit dem berufsleben? ich weiß das man welpen anfangs nicht lange alleine lassen kann und sie langsam dran gewöhnen muß. wie ist das mit junghunden bzw. älteren hunden? was ist denn z.b. wenn ich nächstes jahr wieder vollzeit arbeiten gehe? kann man einen hund überhaupt bis zu 8 stunden alleine lassen? oder gilt das schon als "quälerei"? mein mann hat wechselschicht, aber alle 3 wochen wäre der hund ja dann von morgens bis nachmittags alleine... geht das überhaupt?

vielen dank!

dani ( die noch nie einen hund hatte)

Beitrag von phoeby1980 09.03.11 - 23:11 Uhr

also wenn, dann nur einen welpen. aus tierheim die erwachsenen würde ich nicht nehmen. da bin ich mit meinen mann einer meinung.
selbst wenn sie als liebevoll und als familienhund dargestellt werden, können sie ja auch sein. aber ich wäre mir da nicht so ganz sicher, dass er es auch für immer bleibt.

was wenn er etwas schreckliches erlebt hat und dann bei einem bestimmten geräusch austickt?
es muß nicht sein. nicht jeder hund ist so.

als welpe denk ich kann man noch viel selbst erziehen. am besten holt ihr euch den hund, wenn einer oder beide von euch urlaub haben oder in den herbstferien. so könnt ihr euch zeitnehmen für den hund und das alleinsein üben.
denn ich denke, wenn er von anfang an an das alleinsein gewöhnt wird, gibt es keine bösen überraschungen.

vielleicht habt ihr auch ein ganz lieben nachbarn, wenn ihr auf arbeit seid, dass dieser zumindest an der tür horscht, ob der hund bellt und winselt.

doch das alleinsein würde ich von anfang an gleich machen und üben. zuerst nur ein paar minuten, dann immer etwas länger. vielleicht wenn ihr mal einkaufen geht oder so. dann merkt ihr ja auch, ob er zurecht kommt.

doch ist er es einmal gewöhnt, dass ständig jemand um ihn herum ist, kann es dann mit dem alleinlassen nicdht mehr klappen.

ich arbeite selbst in schichtsystem auch am wochenende. und mein mann arbeitet ja dann auch wieder.
wir lassen auch den hund alleine.

als quälerei würd ich das nicht bezeichnen. wie gessagt, vielleicht gibt es ja jemand nettes, der dann meinetwegen nach 4 stunden mit dem hund schnell gassie geht oder so. aber 8 stunden find ich ok.

und ich find labrador ganz lieb und nett. und wir holen auf alle fälle unseren nächsten auch beim züchter.

pass gut auf! es gibt auch viele betrüger und so! ncith, dass du dir einen kranken hund holst!

unser hund ist ein labradormischling!

Beitrag von sunny_dani 09.03.11 - 23:27 Uhr

vielen dank!

was meinst du wie lange wir uns frei nehmen müssten? kennst du noch eine seite oder ein buch wo man sich ausführlich über die ersten wochen mit welpe informieren kann?

Beitrag von gracekelly 09.03.11 - 23:37 Uhr

Je länger ihr euch frei nehmt desto besser ;-) Gerade das Alleine bleiben sollte langsam aufgebaut werden und auch was die Stubenreinheit betrifft ist häufiges Rausgehen besser für den Lerneffekt als wenn er dann ständig wieder reinpinkeln "muss".

Bedenke auch, dass es mit Kind und Welpe ganz schön stressig werden kann, weil Welpen nämlich gerne mal ganz schön rabaukig sein können und auch mal aus Spass schnappen. Gerade Welpenzähne sind sehr spitz und führen schnell mal zu blutigen Wündchen.

Da seid ihr auch gefordert recht schnell eben die Beishemmung, die zu hartes Zupacken "verhindern" soll, anzutrainieren.

Beitrag von sunny_dani 09.03.11 - 23:52 Uhr

beishemmung? hilfe!!! ähm... falls wir uns für einen welpen entscheiden, steht auch fest das wir zur welpenschule gehen. nur zu meiner verteidung :)

ich hab ja wirklich noch sehr viel zu lernen...zum glück hab ich noch ein halbes jahr zeit.

Beitrag von aussiegirl600 10.03.11 - 09:26 Uhr

Beißhemmung ist etwas was jeder Hund lernen muss, das ist wie wenn kleine Kinder erst lernen müssen nicht alles in den Mund zu nehmen.

Welpen knabbern alles an und Hunde spielen untereinander ziemlich ruppig, auch mit Zähnen. Und Welpenzähne tun auf Menschenhaut halt weh. Die Hunde untereinander lernen zusammen wann zu viel Zahn eingesetzt wurde. Den Job musst du dann als Mensch übernehmen. Zum Beispiel: du spielst mit dem Welpen - er "beißt" dir in die Hand. Das darf er nicht, also unterbrichst du das Spiel bis der Welpe ruhig ist, dann wird weitergespielt. So lernt der Hund, dass spielerisches beißen bei Menschen unerwünscht ist.

Beitrag von phoeby1980 09.03.11 - 23:53 Uhr

naja, eins zwei wochen mindestens. vielleicht könnt ihr ja versetzt urlaub machen. also du 2 wochen und in der zweiten woche dein mann 2 wochen, so habt ihr eine woche zusammen und insgesamt seit ihr 3 wochen daheim,. also der hund nicht alleine.

schau mal bei amazon. de da gibt es jede menge bücher über hunde und welpen. und da stehen ja auch bei den rezensionen, was die käufer von den büchern halten.

Beitrag von windsbraut69 10.03.11 - 06:09 Uhr

Sorry, aber Deine Tipps sind dermaßen daneben, da fehlen einem die Worte.
Einen 10 Wochen alten Welpen willst Du nach 2 Wochen "Eingewöhnung" 8h allein lassen?


Gruß,

W

Beitrag von phoeby1980 10.03.11 - 12:09 Uhr

ne. vielleicht sind die tipps daneben. da hast du recht. hatte ja auch lange keinen welpen mehr. aber es könnte sich ja jemand in der zwischenzeit, ein nachbar z.bsp. auch um den hund kümmern.

8 h würd ich wohl auch nicht allein lassen, denk ich mal.

Beitrag von windsbraut69 10.03.11 - 13:50 Uhr

Die sind mit Sicherheit völlig daneben!

Beitrag von windsbraut69 10.03.11 - 06:16 Uhr

Ich halte einen Welpen für Euch für relativ ungeeignet, würde aber auch einen erwachsenen Hund auf keinen Fall regelmäßig 8h allein Zuhause lassen.
Gibt es eine Möglichkeit, ihn jede 3te Woche betreuen zu lassen oder jemanden zu finden, der nach der Hälfte der Zeit eine große Runde mit ihm geht? Dann kann es mit einem ERWACHSENEN Hund vielleicht klappen, auf keinen Fall aber mit einem Welpen.

Der Rat, einen Welpen 2 Wochen einzugewöhnen und dann allein zu lassen, läßt sich mir das Nackenfell sträuben. Ein Hund, der gerade erst von Mutter und Geschwistern getrennt wurde, ist einer solchen Situation keinesfalls gewachsen, weder geistig, noch körperlich. Das wäre grobe Tierquälerei und kommt für Euch ganz sicher nicht in Frage, sonst würdet Ihr Euch nicht so frühzeitig und vernünftig informieren.

Wie kommt Ihr ausgerechnet auf den Labrador, was habt Ihr denn mit dem Hund vor an Arbeit?

Im Gegensatz zu meiner Vorschreiberein würde ich Euch zu einem erwachsenen Hund von einem seriösen Tierschutzverein raten, es gibt auch Vereine, die sich mit bestimmten Rassen befassen und gerade der Labrador ist in den letzten Jahren dermaßen zur Moderasse für Jedermann verkommen, dass es Unzählige in den Tierschutzvereinen gibt.

LG,

W

Beitrag von windsbraut69 10.03.11 - 06:07 Uhr

Einen Welpen 3 Wochen lang ans 8stündige Alleinsein gewöhnen?
Das ist schon für einen ausgewachsenen Hund Quälerei - Du vergißt, dass Hunde Rudeltiere sind und ganz nebenbei auch mal pinkeln müssen.

Gruß,

W

Beitrag von melcha 10.03.11 - 10:24 Uhr

Hallo Dani!

Bitte hör nicht auf dieses Ratschläge! Absoluter Mist was die hier schreibt!

LG Melcha (mit absolut liebem Tierheimhund Kessy ;-) )

Beitrag von schnuffelschnute 10.03.11 - 11:54 Uhr

#pro

Beitrag von xbienchenx 10.03.11 - 13:07 Uhr

Ich finde deine Ratschläge mehr als komisch! Vorallem nicht Tiergerecht!

Beitrag von marion0689 10.03.11 - 15:10 Uhr

Selten so nen - sorry- scheiß gehört.

Dein armer Hund...

Beitrag von solania85 09.03.11 - 23:32 Uhr

Ich berichte von den Vorteilen der Tierheimhunde was meine Vorschreiberin ja ablehnt.

Wir hatten bisher nur (insgesammt 4) tierheimhunde und waren immer sehr glücklich damit.
Für uns kam nie in Frage, einen kleinen Hund von nem Züchter zu holen, wenn so viele Tiere im tierheim warten bis jemand kommt und sie doch auch noch etwas Glück abbekommen.
Was natürlich schwer wird, wenn man sich auf eine Rasse total eingestellt hat und nur die will, wird es eher schwer im tierheim fündig zu werden.

Tierheimhunde sind sehr dankbar, anhänglich, liebsebedüftig aber brauchen auch ein strenge Hand die ihnen Grenzen setzt und ihnen was beibringt. viele Hunde hatten nie Hundeschule und da muss man teilweise wirklich von vorne anfangen.
Aktuell haben wir eine 4 Jährige Schnauerhündin die der faulste hund der welt ist. Schlafen, Fressen, Gassi gehen, bissl spielen und gaaaanz viel schmusen- dann ist Lucy Happy.
Emma hingegen eine 2 jährige Parson Russel Dame haben wir seit mitte Dezember und ist das ganze gegenteil. Sie hatte vorher nie Menschenkontakt und musste an alles gewöhnt werden. Leine, Hände, ausm Napf fressen alles einfach. Die ersten 2 Wochen hat sie sich fast nur verkrochen- jetzt ist sie ein absolutes energiebündel was vom spielen nicht genug bekommt.
Lucy ist von anfang an schön allein geblieben. In der Regel sind die Hunde nie länger als 4-5 Stunden allein. Ich persönlich find es nicht gut wenn hunde den "ganzen" Tag allein sind, ohne dass jemand kommt und nach ihnen schaut. Es wird dauern, bis ein Hund alleine bleibt, braucht viel Training- und gute Nerven.

das ist das, was ich soweit schreiben kann. wenn du noch fragen hast darfst dich gerne melden.

LG Solania mit Emma und Lucy an den Füßen und #baby Svea im Bauch

Beitrag von phoeby1980 09.03.11 - 23:57 Uhr

ich lehne es ja nicht gänzlich ab! nur mach ich mir da so meine gedanken. wie ist der hund vorher behandelt worden? wie tickt der hund? kann man den dann noch so eigenarten abgewöhnen?

und nicht jedes tierheim sagt, achja, der hund ist geschlagen worden oder war total agressiv! vielleicht ist er es ja im heim nicht mehr. und es gibt leider auch heime die das ganze verschweigen. nicht alle!


das solllte aber jeder selbst entscheiden, wie man es am besten macht und kann.

aber wer schon immer hunde hat und sehr viel erfahrung, der hat es bestimmt leichter mit etwas schwierigen hunden als ein neuanfänger. kann mich auch irren.

Beitrag von windsbraut69 10.03.11 - 06:11 Uhr

Ein "Neuanfänger" hat es auch schwer mit einem Labradorwelpen, den er nach 2 Wochen auf Deinen Rat hin 8h am Stück alleine läßt.
Hunde sind Rudeltiere, Welpen haben andere Bedürfnisse als erwachsene Hunde und der Labrador ist keine Deko, sondern war mal - bevor er verhändnisvoller Weise für jeden Dussel in Mode kam - ein ARBEITSHUND.

Gruß,

W

Beitrag von phoeby1980 10.03.11 - 12:07 Uhr

es war nur ein vorschlag, nichts weiter. es muss ja jeder selbst wissen, wie er es macht am besten!
noch dazu hab ich ja auch vorgeschlagen, dass ein netter nachbar in der zwischenzeit nach den hund schauen könnte.

Beitrag von windsbraut69 10.03.11 - 13:52 Uhr

Ja, aber warum schlägst Du so einen Mist denn vor?
Ein Labradorwelpe ist schon mal kein typischer Anfängerhund und allein die Idee, ihn nach 14 Tagen so lange allein zu lassen, ist grausam.

Beitrag von sini60 10.03.11 - 08:33 Uhr

Auch mit einem Welpen kannst du dir nicht sicher sein, dass er nachher nicht irgendwelche Macken hat. Jeder Welpe ist charakterlich völlig unterschiedlich und man sollte schon sehr viel Hundeverstand besitzen, damit er als erwachsener Hund, dann auch so ist, wie man ihn haben möchte. Der Vorteil von einem Tierheimhund ist, dass du schon vorher testen kannst, ob ihr überhaupt zueinander passt. Sollten irgendwelche Macken auftauchen, muss man genauso wie bei einem Welpen, entgegenwirken.

Beitrag von pechawa 10.03.11 - 06:14 Uhr

Hallo,

hier ein super informatives Labrador Forum, alles was du über diese Rasse wissen solltest, findest du dort :-)
http://www.retriever-forum.net/
Und einen Hund 8 Stunden alleine zu lassen wäre für mich ein "no go", auch wenn es nur alle 3 Wochen wäre, denn immerhin wären das 1/4 seines Tages - Lebens, wo er 8 Stunden alleine klar kommen müsste :-(

LG Pechawa

Beitrag von -0815- 10.03.11 - 06:21 Uhr

Was mir spontan dazu einfällt:

Labbis werden mittlerweile total unterschätzt. Liebe Familienhunde, die den ganzen Tag brav im Körbchen liegen und Mittags mit den Kindern im Garten spielen.

Aber auch Labbis brauchen Auslauf und meist auch eine Aufgabe, gerade die ersten 2 Jahre.


Ansonsten würde ich eher zu einem (später kastrierten) Rüden raten.


Man kann (fast) jeden Hund ans allein sein gewöhnen. Früher musste ich mit meinen immer lang spazieren gehen und versuche es auch heute noch so zu handhaben wenn sie alleine sein sollen.


Momentan müssten sie garnicht allein bleiben, da immer jemand da sein könnte. Wie das später ist wenn wir beide mehr arbeiten (derzeit noch ein Baby im Haus) müssen wir sehen.

Aber einen Hund bewusst angeschafft wenn er jeden Tag 8 Stunden alleine ist hätte ich nicht.


Beitrag von pechawa 10.03.11 - 13:25 Uhr

#pro
Deswegen hatte ich auch das Retriever Forum weiter oben empfohlen!
Labradors sind Energiebündel, die unbedingt ausgelastet werden müssen, entweder jagdlich, oder mit apportieren/Fährten suche oder wenigstens joggen!