Bin grad geschockt :-( -Schüttelkinder SternTV-

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Beitrag von cool.girl 09.03.11 - 23:21 Uhr

Oh man... Ich schaue grad SternTV und mir kommen fast die Tränen!
Find es schrecklich, dass dann nicht mal die Eltern bestraft wurden/werden.
Mir ist dabei grad richtig anders. #aerger

LG

Beitrag von mela05 09.03.11 - 23:32 Uhr

Mir kamen gerade auch die Tränen als ich das Kleine Mädchen sah.

Mir tut es im Herzen weh.
Wie kann man denn nur als Eltern so reagieren und ihr Kind extrem schütteln?

Ich finde es auch schrecklich das die Eltern nicht bestraft werden.

Beitrag von mausmadam 10.03.11 - 00:03 Uhr

Mich hat das an die Zeit erinnert, als die Zwillinge wenige Monate alt waren.

Frühjahr/ Sommer 2010.
Mein Mann war die ganze Woche auf Montage. Marc musste ständig nach Münster zur Klinik oder zum HNO. Es bestand der Verdacht, dass er schwerhörig ist und sollte Hörgeräte bekommen. Ausserdem wurde Ende April seine Lippenspalte geschlossen. Beim Kinderarzt musste seine Niere mehrmals kontrolliert werden, da auch diese nach der Geburt nicht in Ordnung war.

Er war ein Schreikind, hat abends angefangen zu schreien und oft bis nachts 2 oder 3 Uhr geschrien. Nichts konnte ihn beruhigen.
Jana war ein Spuckkind, hat mehrfach am Tag ihre Milch komplett ausgebrochen.
Zwei Situationen sind mir noch sehr gut im Gedächtnis.

Kurz nach Marcs OP - wir waren alle in seinem Krankenzimmer - brach Jana wieder einmal ihre Milch aus. Binnen weniger Minuten waren wir auf Quarantäne. Mussten Kittel anziehen, Mundschutz tragen. Durften das Zimmer nicht mehr verlassen. Ich bot an, Jana untersuchen zu lassen und sagte unzählige male, dass sie ein Spuckkind ist. Letztendlich wurde das dann alles zuviel und ich habe uns am Tag danach selber entlassen und bin zum Fäden ziehen wieder in die Uniklinik gefahren.

Eine andere Situation, welche (leider) sehr (sehr) häufig vorkam:
Ich war abends alleine zu Hause, mein Mann auf Montage. Marc schrie seit Stunden, ließ sich nicht beruhigen. Jana fing auch irgendwann an. Ich nahm Jana aus dem Bettchen hoch und in dem Moment bricht sie schwallartig ihre Milch aus, nicht selten auf Marc oder komplett auf mich. Jana waschen, umziehen, Bett machen. Mich waschen und umziehen. Jana schreit. Marc schreit. Nina kommt zu mir und sagt heulend, bei dem Geschrei könne sie nicht schlafen. Ich füttere Jana nochmals, Marc schreit und schreit und schreit. Bis nachts um 3 Uhr. Morgens muss ich Nina zum Kindergarten wecken, Marc wird wach: schreit. Ich kann kaum Nina in Ruhe für den Kindergarten anziehen und alles vorbereiten. Er schreit im Auto auf dem Weg zum KiGa, schreit auf dem Rückweg, schreit zu Hause, stundenlang. Jeden Tag.

Wer soetwas nicht selber wochen oder monatelang miterlebt hat, darf sich kein Urteil bilden.

Eltern lieben ihre Kinder. Aber in solchen Situationen gibts Eltern, wo der Verstand aussetzt.

Manchmal wollte ich Marc auch ... ich schreibe es lieber nicht. Dann musste ich für ein paar Minuten das Zimmer verlassen.
Manchmal habe ich meine Eltern angerufen, dass sie kommen.
Der Schlafmangel, die ganze Woche alleine, ein Baby nur am schreien, das andere am brechen, mehrmals täglich. Und die Große, die immer nur zurückstecken muss....

Seid froh, wenn ihr liebe Kinder habt, die wenig schreien.

Unsere Große war auch so.

Die Zwillinge nicht. Ein Spuckkind, ein Schreikind....

Es darf nicht passieren, dass Kinder ihre Babys schütteln. Jeder normaldenkende Mensch weiß das. Auch diese Eltern wissen das. Aber in solchen Momenten knallt eine Sicherung durch, der Verstand arbeitet nicht mehr. Sie wollen keine Hilfe annehmen. Falscher Stolz oder auch Scham. Und dann passiert soetwas...

Nein, egal wieviel Stress: Nichts entschuldigt so ein Verhalten! Und ich möchte niemandem in Schutz nehmen!!!


Aber mal eine andere Ansicht als kleinen Denkanstoß geben.

Beitrag von olle-deern 10.03.11 - 01:14 Uhr

Hey,
ich ziehe wirklich meinen Hut vor dir.

In meiner Krabbelgruppe ist eine Mutter die erzählte, dass ihr großer Sohn auch ein Schreikind war. Höhepunkt war wohl ein Tag, an dem er 10Std am Stück nur gebrüllt hat. Und sie hatte nur ein Kind zu dem Zeitpunkt. Sie hat vier Jahre gebraucht bis sie sich wieder "getraut" hat schwanger zu werden.

Ich mag mir überhaupt nicht vorstellen wie diese Situation für dich gewesen sein muss.

Ich weiß noch wie sehr es an meinen Nerven gezerrt hat, wenn meine ältere Tochter mal 30min am Stück geweint hat (Bauchweh). Danach war ich schon fix und alle, aber das ist überhaupt kein Vergleich zu einem echten Schreikind.

Ich hoffe ihr habt diese schwere Zeit alle gut überstanden.

Beitrag von mausmadam 10.03.11 - 02:15 Uhr

Danke.
Ja, wir habens wohl geschafft.
Aber zurückdenken mag ich nicht an diese Zeit.
Inzwischen schreit er kaum noch, nur noch direkt nach dem aufwachen ca 1/2 Std und abends vor dem einschlafen ca 1/4 Std.
Jana bricht nicht mehr, seit sie knapp 1 Jahr war.
Seit ca 1 Monat schlafen sie auch endlich durch und ich kann Dir sagen - ich werde langsam wieder "normal" :-p:-p
Denn irgendwann funktioniert man nur noch, leben war das nicht mehr....
Ich habe dann sogar genossen, einkaufen fahren zu können, wenn jemand für 1/2 Std bei den Zwillingen blieb.

Aber: In dieser schweren Zeit hat sich, was meine Freunde betrifft, die Spreu vom Weizen getrennt. :-(

Und viele, die Hilfe angeboten haben, hatten nie zeit, wenn ich sie brauchte und ehrlich gesagt wollte ich das auch keinem zumuten, aber das war falscher Stolz oder falsche Scham.

Denn meine Mutter sagte immer: Wir haben das nur für 1 oder 2 Stunden. Du kannst Dich in der zeit erholen und wir erholen uns, wenn wir wieder zu Hause sind.
Aber um das einzusehen, habe ich trotz allem lange gebraucht..... :-(

Beitrag von manyatta 10.03.11 - 07:08 Uhr

Hi!

Oh ja, ich hoffe dass deine Worte ein Denkanstoss sind.

Ich kann dir gut nachempfinden, ich habe auch wirklich sehr heftige Zeiten mit meinen Kindern durch und kann mich in deinen Worten zum Teil gut wiederfinden....

Alles Gute für dich!

Beitrag von engelchen1989 10.03.11 - 07:31 Uhr

Ich sehe das wie du!
Mein Sohn war auch ein Schreikind und ich war täglich fix und fertig mit den Nerven. Und ich hatte "nur" ein Baby und keine großen Kinder.

Ich weiß leider genau wie es ist, wenn man heulend im Flur sitzt, das Kind schreit immer noch und man wünscht sich heimlich man wäre nie schwanger geworden.
Einem gehen furchtbare Gedanken durch den Kopf und ich kann mir gut vorstellen, dass bei Eltern die nicht so stark und belastbar sind eine Sicherung durchbrennt und sie nicht mehr wissen was sie tun.

Wenn ich gemerkt habe, dass die Wut hochkommt habe ich mir in die Innenseite der Wange oder auf die Lippen gebissen um die Wut loszuwerden. Andere Eltern schaffen diesen "Ausgleich" vllt nicht.

Ich heiße das auch nicht gut und finde, kein Argument der Welt rechtfertigt so einen Umgang mit Kindern.
Aber als Mutter eines wirklich sehr schwierigen Kindes kann man automatisch auch die Gedanken und die Wut nachvollziehen die man in einer solchen Situation hat.

Ich wurde oft verständnislos angeschaut wenn ich einer anderen Mutter von unseren Tagen erzählt habe. Wenn man kein Schreikind hatte kann man sich kaum vorstellen wie belastend so etwas ist.

Ich bin dankbar dafür, dass ich es immer geschafft habe meine Wut anders raus zu lassen.


LG Sabrina

Beitrag von mausmadam 10.03.11 - 09:48 Uhr

Ja, das stimmt... ich habe damals auch oft einfach nur noch mitgeheult, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Man macht alles, aber nichts beruhigt das Kind.


Die Halswirbel waren ok.

Beitrag von 3wichtel 10.03.11 - 07:56 Uhr

Ja, solche Situationen kenne ich auch.

Nur eine Sache sehe ich anders als Du: Ich glaube nicht, dass alle Eltern wissen, wie gefährlich schütteln fürs Kind ist.

Ich habe das "Glück" gehabt, ein Semester rechtsmedizinische Vorlesungen zu hören, bevor ich selber Kinder hatte. Und dort gab es u.a. eine Vorlesung über das Schütteln von Kindern/Säuglingen.

Mir war das vorher nicht bewußt, wie gefährlich das ist!

Liebe Grüsse,
3wichtel

P.S. Ist Dein Sohn mal auf Fehlstellungen der Halswirbel untersucht worden (Chiropraktiker, Osteopath)? Blockaden an den Halswirbeln machen fiese Schmerzen, die die Kinder durch viel Schreien verarbeiten.

Beitrag von danja1983 10.03.11 - 08:03 Uhr

Hallo,

ich habe den Beitrag nicht gesehen.
Wollte dir aber antworten weil ich deinen Beitrag gut finde.
Ich habe zwei Töchter, beide glücklicherweise "pflegeleichte" Babys.
Ganz ehrlich, wie oft ist man einfach nur angenervt.
Stundenlanges Gestreit, sie wollen nicht aufhören zu singen(überwiegend im Auto), über alles wird Rumdiskutiert.
Wenn ich mir dann vorstelle man hat ein Baby was permanent schreit.
Als Mutter versucht man ja einfach sein Baby glücklich zu machen, es auf irgendeine Art zu verstehen.
Man versucht alles und steht dem einfach nur hilflos gegenüber.
Ich habe den allergrößten Respekt davor das du das so gemeistert hast.

LG
Dani

Beitrag von mumpelkopf 10.03.11 - 08:22 Uhr

Ein ehrlicher Beitrag ! Respekt das Du dazu stehst.

Beitrag von betty38 10.03.11 - 09:00 Uhr

Meine Freundin hat(te) auch ein Schreikind. Es war ein absolutes Wunschkind (nach Kinderwunschbehandlung), sie selbst ist promovierte Medizinerin und sicherlich absolut vernünftig und selbst sie hat sich in der schlimmen Zeit (ca. 6 Monate lang) oft gewünscht, sie wäre niemals schwanger geworden.

Sie will nun absolut kein zweites Kind mehr und sie sagt selbst, sie war oft kurz davor, den Jungen einfach zu schütteln, weil die Sicherungen durchgeganen sind. Zum Glück hat sie es nicht getan und konnte sich zusammen reißen. Ich war ein paar mal bei ihr (sie wohnt weiter weg) und es ist unvorstellbar, wie sehr ein schreiendes Kind an den Nerven zerrt. Das kann man kaum aushalten.

Mittlerweile ist sie deshalb in Therapie. Hat natürlich mit dem Baby alles durch: Schreiambulanz, Osteopath, Klinik... nichts half in dieser Zeit.

Es ist sicher nicht zu entschuldigen, ein Kind zu schütteln, aber verstehen kann ich es doch, dass man durchdreht. Die Frage ist: wie damit umgehen und ich denke, es wird einfach noch mehr Hilfe benötigt von aussen: Hebamme, Jugendamt...Betreuungshilfe.

lg betty



Beitrag von metalmom 10.03.11 - 09:15 Uhr

Ich hatte auch beide Male Schreikinder PLUS beide Male postp. Depressionen.
Die schlimmste Zeit meines Lebens.
Wer so etwas nicht kennt, sollte lieber die Klappe halten und Gott danken.
LG,
Sandra

Beitrag von mabo02 10.03.11 - 12:15 Uhr

Ganz genau!!!

Beitrag von romance 10.03.11 - 09:40 Uhr

Huhu,

ich finde es gut das du dich outest. Die meisten hier haben die große Klappe aber sie würden es in stille Stunde selbst in ERwägung ziehen.

Ich schlage zwar mein Kind nicht aber ich erhebe es ab und an mal...bis ich aus der Situtiation aus gehe und Luft hole. So wie es beschrieben hast. Denn ich wurde beschuldigt mein Kind zu schlagen. Aber das tue ich nicht auch wenn ich ab und an davor war.....das war glaube ich fast jeder. Und wenn es nur ein Gedanke war. Wir sind Menschen und machen Fehler. Und es wird gleich hier im Netz oder wo anders groß geschrien. Als wären sie alle Fehlerfrei!

Ich hatte damals es war zu Weihnachten Glück, das wir ein Tag später ein Arzt Emma untersucht hat. Der auf Gewalt sich spezialisiert hatte...
Und es war nichts dran. ich war beim Anruf dabei, somit wußte ich was der Arzt zum KIA erzählte hatte. Und upps wie ein Wunder, mann behandelte uns auch gleich anders. Auch nur Krankenschwester sind Menschen und haben Vorurteile. Aber es war ein scheiß Gefühl.

Ich glaube es muß nicht mal ein Schrei oder Spuckkind sein. Wenn mann selbst überfordert ist, wiel mann noch zusätzliche Probleme hat. Dann macht es ein kirre und Schlafmangel habe ich seit 13 monate. Ich bin immer und Dauermüde. Aber tja, so ist es und es wird auch besser werden. Irgendwann.

An manchen Tag kan nich es akzeptieren und an manchen geht es mir schlecht.

Und meine Tochter ist noch dazu pflegeleicht aber trotzdem hat sie Phasen...Wo mann selbst austicken will.

Als liebe Leut nicht so schnell verurteilen! Selber mal an der Türe kehren.

Beitrag von havanna0804 10.03.11 - 10:32 Uhr

Hallo,

danke für Deinen couragierten und ehrlichen Beitrag!

Ich habe auch Zwillis, mit denen ich den ganzen Tag über alleine bin. Es ist schon stressig, auch wenn ich weder Spuck- noch Schreikind habe. Mag mir das gar nicht vorstellen, es muss die Hölle für Dich gewesen sein#liebdrueck.

Natürlich liebt man seine Kinder, aber es ist nicht immer für alle gleich einfach. Die die "Anfängerbabies" haben, werden nie verstehen, was eine Mutter dazu bringt, ihr Kind zu schütteln. Das man das nicht machen soll und darf, ist ja für jeden hier logisch und selbstverständlich. Aber es passiert, jeden Tag, irgendwo. Und die meissten Eltern sind hinterher mit ihrem schlechten Gewissen genug gestraft.

Ich bin persönlich froh, nie in diese Situation gekommen zu sein und nie diese leidliche Erfahrung gemacht zu haben.

Wünsch Dir und Deinen Mäusen alles Gute!
LG Sandra

Beitrag von elaleinchen 10.03.11 - 11:05 Uhr

Hi!

Ich oute mich auch!

Mein 1. Kind (heute 3) war ein sogenanntes Anfängerbaby....der war zufrieden, wenn er satt war, Windel sauber und man mit ihm spielte! Klar hat er mal geweint, aber ich wusste genau, wie ich ihn beruhigen konnte! ;-)

Dann kam meine kleine auf die Welt...und schon im KH merkte ich, das sie etwas lebhafter war...
Ich dachte mir anfangs, sie wäre halt ein ganz anderer Typ....
Ich hab alles so gemacht wie bei meinem Grossen....aber nix half. Meine Hebi sprach damals von "Anpassungsschwierigkeiten", weil sie auch 3 Wochen früher geholt werden ist!
Anfangs ging ich noch locker damit um....aber da auch extremer schlafmangel bei mir herrschte kann man sich ja vorstellen, wie es mir nach ein paar wochen ging....#schmoll
Nachts wollte sie partout nicht mit in unser Bett....die hat noch mehr geschrien....und das ist bis heute noch so....

Und nun kommt der Punkt: Ja, ich hatte ganz oft den Gedanken: Boah Kind, wenn ich DAS gewusst hätte....Und ja auch das mit dem Schütteln schoss mir in durch den Kopf....und nicht nur 1 mal....#schmoll
Aber ich habs GSD nie (!!!) gemacht....ich hab sie dann in ihr Zimmer gelegt, Tür zu....und bin runter und hab erstmal geheult! #schmoll
Bin etliche Ärzte abgerannt und die kleine war Gesund....keiner konnte was finden...also hies es, die Situation aussitzen! #schmoll

Das waren harte 10 Monate...als sie anfing zu krabbeln wurde das Gebrüll besser.....#zitter

Heute kommen auch mal so Phasen bei ihr durch, wo sie viel weint, aber ich geh anders damit um...und da es nicht immer ist, sieht man das auch nicht so verbissen!!

Ich stimme nur meinen vorschreiberinnen zu: Wer nie ein Schreikind hatte, der weiss nicht, wie das ist. Ich kann einerseits diese eltern verstehen....was sie antreibt das zu tun, aber gutheissen tu ich das nicht!
In so einer extremsituation entscheidet vielleicht nur ein sekundenbruchteil, ob man schüttelt oder ob man, so wie ich, das Kind nimmt, und ausser reichweite bringt! #zitter
Es hat viel mit selbstbeherrschung zu tun! Die einen können das...und dann gibs die, die ihre Kinder schütteln! #schmoll


Schlimm, was der kleinen Sina und dem Dennis passiert ist!! Aber ich ziehe meinen Hut vor den Pflegeeltern!! Ich find es super, das die beiden ein so tolles zu Hause haben!!!

Beitrag von tannosch 10.03.11 - 11:15 Uhr

Ich bestaune Dich und ziehe meinen Hut vor Dir!! #herzlich

Mein Sohn war ein Schreikind, und dass hatte mich 2 Nervenzusammenbrüche gekostet ( im ersten halben Jahr). Noch ein Kind mehr oder gar ein 2. Baby, nein das hätte ich nicht geschafft.

Selbstverständlich ist Schütteln unverzeihlich, aber ich kann Eltern verstehen, wenn sie durchdrehen. Aber solch ein Verhalten KANN und DARF man nicht entschuldigen!


Ich bin auch oft an meine Grenzen gegangen, und hab mir immer Hilfe geholt. Wenn der Kleine zu viel schrie mußte ich kurz den Raum verlassen, um aus der Situation Abstand zu gewinnen.

Nur wer solch extremen Situationen mit erlebt , der weiß ungefähr, was in einem vor geht.

Beitrag von besser-gehts-nicht 10.03.11 - 12:06 Uhr

#pro

Beitrag von mabo02 10.03.11 - 12:12 Uhr

Ich kann dich nur zu gut verstehen.
Ich hatte auch so ein Schreikind dazu noch, sehr wahrscheinlich, eine Wochenbettdepression. Leider wurde ich damals bei meiner Ärztin nicht ernst genommen und habe es dann auch dabei belassen, weil ich schon dachte ich spinne und stelle mich an.

An manchen Tagen hat unser Kleiner auch ununterbrochen geschrieen, über mehrere Stunden.

Ich hätte ihn auch an die Wand klatschen können, was ich zwar nicht gemacht habe, aber ich habe ihn dann wirklich an einem Tag mal im Bettchen liegen lassen und hab mich selber hingelegt.

Später stellte sich heraus, dass er das KISS-Syndrom hatte.
Ich bin immer wieder mit ihm zu verschiedenen Ärzten, weil ich nicht hinnehmen wollte, dass das nunmal einfach so ist.

Nach der Behandlung wurde es besser, aber unruhig und quengelig war er trotzdem.
Er ist erst ruhiger und ausgeglichener geworden, als er mit knapp 11 Monaten zur Tagesmutti gekommen ist und ich wieder arbeiten gegangen bin.

Beitrag von girl08041983 10.03.11 - 12:23 Uhr

Respekt,

ich war froh dass zwischen Schrei- und Spuckkind 2,5 Jahre lagen, wobei dass auch dazu führte dass ich Jahrelang Schlafprobleme hatte.


Lg

Beitrag von deschnegge 10.03.11 - 14:01 Uhr

Ich fands auch ganz traurig!

Und ich kann es nicht verstehen, wie manche Eltern die Gesundheit bzw das Leben ihrer Kinder aufs Spiel setzen. Und sogar Behinderungen in Kauf nehmen.

Meine Kleine wird wahrscheinlich auch behindert! (Sauerstoffmangel) Und mir kamen richtig die Tränen. Ich weiß nicht was kommt. Muss es nehmen wies kommt.

Aber die 2 Kinder habens jetzt richtig gut!

Wünsch allen, die auch "schwere" Kinder haben, viel Kraft!

Beitrag von lene77 10.03.11 - 00:19 Uhr

Ich kann einfach nicht verstehen das man so etwas den Kleinsten, die sich nicht wehren können, antun kann.

Wenn es mir mit meinen Beiden zu viel wurde/wird und ich kurz davor war/bin rot zu sehen, dann schießen mir urplötzlich Schlagzeilen von eben solchen und ähnlich gelagerten Fällen in den Kopf ... Wie sehr diese kleinen Menschen gelitten haben müssen.
Und ad hoc werde ich ruhig und rede, statt herumzuschreien od. ähnliches, auf sie ein ... nehme sie in den Arm und bin so froh das meine Kinder kein solches Leid erfahren müssen ...
Ich könnte es nicht, niemals ... egal wie lange sie rumknatschen oder welch großen Mist sie auch verzapfen ...
Sie sind hilflos ...
wenn man draufhaut oder schüttelt können sie sich nicht wehren ... was ist das für ein Ungleichgewicht?
Jede Mutter/jeder Vater sollte sich dann auch immer vorstellen wie es einem selber in solch einer Lage gehen würde ... Einem übermächtigen "Gegner" ausgesetzt dem man nichts entgegensetzen kann ...

Eine schreckliche Vorstellung!!!

Lena

Beitrag von alkesh 10.03.11 - 11:42 Uhr

Jaja, die meisten Supermütter hier haben IMMER alles im Griff und sind nervlich NIE am Ende #bla

Manchmal frag ich mich was ihr Euren Kindern gebt damit ihr ein so stressfreies Leben habt... ich hab die Sache mit dem Dormicum-Perfusor immer für einen Witz gehalten #gruebel

Beitrag von anibis 10.03.11 - 16:26 Uhr

Ich habe den Bericht auch gesehen. Und mein Lebensgefährte und ich haben uns gestern abend noch darüber unterhalten.

Mein kleinster ist jetzt 13 Monate alt und findet es ganz toll wenn man ihn in die Luft "wirft" und auffängt - ich hoffe ihr wisst was ich meine :-)

Da ja auch das leicht ruckartige Bewegungen auslöst habe ich zur Sicherheit bei meiner KÄ angerufen und auch das fällt unter dieses Schütteltrauma und sollte in dem Alter noch nicht gemacht werden.

lg

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