Bitte um Rat...

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von sexy-hexe 10.03.11 - 08:43 Uhr

Ich habe ein ziemlich großes Problem und zwar:

Die Tochter meines Mannes (hat er mit seiner Exfrau) erzählt uns immer das es bei der Mutter dreckig sei,warum sie vor ihr schlecht über uns redet,warum sie sie ausfragt und noch viel mehr.also sie lässt bei uns kein gutes haar an ihrer eigenen Mutter.Wenn sie bei der Mutter ist erzählt sie über uns aber nur schlechte sachen und lässt kein gutes Haar an uns.
Wir verstehen uns mit ihr nicht gut und sie hat probleme mit uns und durch solche sachen bekommen wir noch mehr probleme miteinander.
gestern habe ich sie das erste mal zu uns eingeladen und mit ihr über alles gesprochen und das ende vom lied war das alles was sie uns und ihr erzählt hat gelogen war.
wir reden und prädigen und bestrafen aber nichts bringt.

habt ihr rat was wir noch tun können?die mutter und mein mann haben schon ein termin beim psychologen gemacht,da sie sich wirklich extrem verändert hat.ich selbst hab auch ein termin beim psychologen da ich mit druck sehr schlecht umgehen kann und ich ein sehr gestörtes verhältniss zum essen habe.habt ihr ein rat?was kann man noch tun?wenn man sie fragt warum sie das macht kommt immer ein weiß ich nicht.

Beitrag von bouncecat 10.03.11 - 10:23 Uhr

Also erstens erkenne ich da meinen Sohn wieder, denn immer wenn ich ihn frage warum er das gemacht hat dann kommt auch immer ein "weiß ich nicht".

Dann mal zu den bestrafen. Welche Strafen gibt es dafür?
Hattet ihr mal versucht in ruhe mit ihr zu sprechen? Das habe ich bei meinem gemacht und es hat sich verbessert bei ihm.

Beitrag von sexy-hexe 10.03.11 - 11:33 Uhr

wir haben es mit ruhig reden versucht,mit schimpfen,mit süßigkeitenverbot,mit fernsehverbot versucht aber das brachte bisher alles nix.sie sagt auch manchmal "ich habe mich halt verändert".

Beitrag von bouncecat 10.03.11 - 11:34 Uhr

"Ich habe mich halt verändert"

Oha, habt ihr sie mal gefragt warum sie sich halt verändert hat? Sie würde das ja nicht einfach so sagen.

Beitrag von sexy-hexe 10.03.11 - 20:09 Uhr

sie sagt ich weiß es nicht.

Beitrag von marion2 11.03.11 - 09:57 Uhr

Alle Kinder verändern sich - und KEINS weiß warum.

Es sind die äußeren Einflüsse, die ihr zu schaffen machen. Irgendwas in EUREM Verhalten bringt sie zu dem was sie tut.

Beitrag von marion2 10.03.11 - 14:33 Uhr

Hallo,

das Kind scheint ein bisschen zwischen Baum und Borke zu stehen. Sie hat ein Loyalitätsproblem.

Sagt ihr, dass es OK ist, sowohl die Mutter als auch den Vater zu mögen, sogar Stiefmütter und Stiefväter dürfen man lieb haben.

Gut wäre, wenn ihr euch alle dafür ALLE zusammen setzt.

Lasst ansonsten das Reden, Predigen und Bestrafen. Bringt nix, da sie von Gefühlen geleitet handelt - ihr müsst ihre Gefühlslage in Ordnung bringen.

LG Marion

Beitrag von starshine 10.03.11 - 16:18 Uhr

da stimme ich voll zu und habe nix anzufügen :-)

Beitrag von sexy-hexe 10.03.11 - 20:13 Uhr

naja wir sagen immer das sie auf mutti,vati,freund von mutti und mich hören soll.wir uns freuen wenn es schön funktioniert und wir uns alle verstehen.wir freuen uns auch immer wen sie sagt das es schön war bei der mutti und sie weiß auch das wir immer zusammen über das reden wenn es die kleine betrifft.

Beitrag von marina74 11.03.11 - 09:11 Uhr

Ich denke auch, dass die Tochter das gar nicht böse meinte.
Es handelt sich wirklich um einen Loyalitätskonflikt.
Sie denkt nur in "Seiten". Wenn sie auf der einen "Seite" steht, sei die andere enttäuscht, und diesen Konflikt löst sie ihrer Meinung nach nur indem sie lügt, regelrecht Situationen erdichtet, die ihr Gelegenheit geben, der jeweiligen Partei zu demonstrieren, auf welcher
Seite sie steht.
Ganz schön anstrengend für sie.

Nicht sie ist es aber, die etwas tun muss, sondern ihr: die beiden "Seiten".
Wenn das Kind merkt, dass da Austausch herrscht und Freundlichkeit, dann gibt es keine "Seiten" mehr und sie "muss" nicht mehr lügen.

Ich bin ein entschiedener Gegner des Lügens und auch des Duldens einer Lüge, aber in diesem Fall muss ich sagen, wäre es für das Mädchen sicher sehr schwer gewesen, nicht zu lügen, denn sie hatte Angst, Liebe einzubüssen, wenn sie sich von der anderen Seite nicht klar abgrenzt.

Beitrag von marina74 11.03.11 - 09:43 Uhr

Oh Mann - diese merkwürdige Post-Ordung macht mich noch ganz krank...

Immer wenn ich denke, ich habe alle Beiträge gelesen, sehe ich, dass ich in der Diskussionsübersicht noch einen vergessen habe, der wichtige Infos zur Sache enthielt...

Warum kann das nicht nach der Reihenfolge der Postings gehen wie in anderen Foren auch?!

#schwitz

Also sorry nochmal - ich bin eben neu hier.

Also: nun hab ich gelesen, dass durchaus reger Austausch herrscht.
Dann kann es entweder sein, dass ihre Vorstellung von "ich muss mich auf eine Seite schlagen" so stark verankert ist, dass man ihr noch stärker verdeutlichen muss, dass Austausch und Freundlichkeit da ist...
das heißt:
Sie muss es nicht nur hören, sondern mit eigenen Augen sehen: wenn sie abgeholt wird, immer gut ein Viertel bis halbes Stündchen Tee mit dem anderen einplanen.

Oder es geht ihr nur um Aufmerksamkeit und Sich-verbunden-fühlen.

Da müssen wir uns doch nur mal im Erwachsenenalltag umsehen:
Jeder von uns kennt die Tratschtanten, die hinter dem Deckmäntelchen des verschwörerischen: "Ich muss dir mal was über Nachbarin/Kollegin XY erzählen..." Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen und sich so gleichzeitig Verbundenheit sichern wollen, dadurch, dass man ja nun ein "Geheimnis" mitnander teilt. Wobei ersteres der wichtigere Aspekt ist.

Wenn sie wieder etwas derartiges erzählt, erst nachfragen: Könnte es nicht so sein, dass... und wenn sie weiter darauf besteht, sofort bei den anderen anrufen und das klären.
Damit dann aber wirklich mehr als konsequent sein.
Es ist "Strafe" genug für sie, wenn sie sieht, dass sie sich so keine "Freunde" machen kann. Im Gegenteil.
Ich denke, dann wird sie damit sehr schnell aufhören.