Verlangt ihr auch manchmal zu viel von eurem Kind?(13 Monate) lang....

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von neubibis86 10.03.11 - 11:03 Uhr

Hallo,
ich war ewig nicht mehr hier. das letzte Mal als Anna 6 Wochen war.

ich habe folgendes Problem:

Meine Maus ist nun 13,5 Monate. Sie ist bisher ein ganz pfelgeleichtes liebes Kind gewesen. hat mit 10 Wochen durchgeshclafen usw. Nun treten die normalen Bocksituationen auf.

Da ich mein Studium noch beenden muss (bin in den letzten Zügen), ist Anna seit Dezember bei ner Tagesmutter. Es ist dort super. Ein Pärchen betreuen 8 Kinder, Anna ist allerdings die Jüngste.
Die ersten 2 Monate hat alles super ohne Probleme geklappt.

Seit 2 Monaten ist Anna sehr empfindlich. Sie möchte einen Erzieher am liebsten die ganze Zeit neben sich sitzen haben. Wenn das nicht der fall ist, fängt sie heftig an zu schreien und bekommt Wutanfälle. Das überträgt sich auf die anderen Kinder.
Die Tageseltern meinten gestern zu mir, dass sie noch 2 Wochen abwarten und wir dann schauen müssen, was wir ändern müssen. Vielleicht müsste ich auch eine andere Betreuungsmöglichkeit suchen, da Anna sich in der großen Gruppe vielleicht unwohl fühlt. :( :(

Wir werden nicht rausgeschmissen, ich könnte in Ruhe gucken.
Aber ich finde es da toll!

Für mich ist gestern eine Welt zusammengebrochen.

Nun zur Überschrift:
ich habe die ganze zeit überlegt, warum Anna sich so verhält. Am Anfang ist sie bei den großen mit rumgekrabbelt und hat sich durchgesetzt. Nun kapselt sie sich ab, versucht nicht mal zu laufen (zu Hause läuft sie an einer Hand und an den Möbeln). Aber bei der Tagespfelge versucht sie es nicht mal!!

Irgendwie bin ich total enttäuscht. Ich war im Dezember so stolz und froh, ein aufgewecktes Kind zu haben, was neugierig, ehrgeizig und taff ist. Und nun erfahre ich, dass Anna sich quasi hängen lässt und nicht mal versucht zu laufen usw.....quasi aufgibt. Das möchte ich nicht und ich frage mich, was ich falsch gemacht habe.
Im gleichen Augenblick schäme ich mich total, dass ich mit Voruteilen über mein Kind denke. Sie ist doch ein eigener Mensch und ich kann sie erziehen, aber doch nicht charakterlich ändern.

Sie ist doch auch noch klein.Vielleicht habe ich sie zu früh abgegeben. Vielleich ärgert sie sich auch einfach nur, dass sie nicht laufen kann und hat dadurch vor den größeren Kindern Angst. Vielleicht kommen grad auch die Zähnchen (sie hat erst seit 3 Wochen 2 Stück). Sie ist momentan so unausgeglichen. Zuhause spielen und schmusen wir mit ihr und lassen sie aber auch mal allein spielen. Eigentlich habe ich nicht das gefühl, dass wir sie falsch erziehen.

Sie ist ziemlich lange bei der tagespflege. von 7-16 Uhr. aber ich muss grad meine diplomarbeit schreiben, damit ich schnell fertig werde und dann 6 Stunden arbeiten gehen kann. wenn anna sich nicht "benimmt" und quasi "rausgeshcmissen" wird, kann ich auch erstmal nicht weiterschreiben und alles verschiebt sich usw.

Ich habe mit der tagespflege ausgemacht, dass anna ab nächste woche von 8:15-16 zu ihnen geht., dann sind die anderen kinder schon da, vielleicht hat sie dann nicht das bedürfnis, die erzieher für sich selbst zu haben. und dass sie die gruppe zu groß findet.....in einer kinderkrippe wäre es doch auch nicht anders. ich möchte ja auch, dass sie unter kindern ist.

Momentan versteh ich die welt einfach nicht mehr und würde mir wünschen, dass Anna so "funktioniert", wie ich mir das vorstelle. Dass sie offen, ehrgeizig, taff usw. Für den Gedanken schäme ich mich auch. Bin ich einfach zu egoistisch oder so?
Oder geht es euch auch manchmal so?

ich weiß ja, dass die kleinen immer mal testen und bocken usw. grundsätzlich ist das auch nicht schlimm, es sind halt kinder. Aber wenn dadurch Annas Betreeung und mein Studium gefärdert wird.......ach irgendwie macht mich das traurig und wütend:(

Ich war gestern voll fertig und musste total weinen. ich weiß nicht genau, weswegen: weil sich anna nicht nicht "anpassen" kann? weil ich nicht weiß, ob ich eine andere betreeung finde? weil ich nicht weiß, wie und ob es mit meinem studium so weiter geht, wie ich es mir vorstelle?

Mein Freund meinte nur: "dann wirst du halt mit deinem studium später fertig!" Aber irgendwie hatte ich das gefühl, dass er mich so gar nicht versteht.

Mein Freund versteht mich nicht und mein Kind verhält sich "komisch" :(

Ich glaube einfach, dass ich komisch#heul

So, das musste mal raus!

Gruß
Bianca


Beitrag von woelkchen1 10.03.11 - 11:13 Uhr

Hm, schwer. Laß dich erstmal #liebdrueck

Nein, in einem Kiga wäre das nichts anderes- die Gruppen sind oft noch größer. Es sind höchstens noch mehrere kleine Kinder dort.

Das Kinder mal wieder "Rückschritte" machen, gehört dazu. Das muß nix heißen, hat meine auch gemacht. Ist kurz gekrabbelt, dann nicht mehr. Ist kurz gelaufen, dann nicht mehr. War trocken- dann nicht mehr.... alles ganz normal.

Meine Tochter hing auch an einer Erzieherin extrem, aber wir hatten da keine Probleme. Liegt sicher auch an der Erzieherin, aber sie hatte Scarlett eben immer so es ging bei sich und hat ihr geben können, was sie brauch. Eigentlich hat bei uns jede Erzieherin so einen Schatten, das gibt sich irgendwann.

Meinst du, sie fühlt sich überfordert?

Frage mal die Erzieher, was sie denken, wie sich das im Kiga ändern würde?

Bei uns kommen in der kleinen Gruppe 20 Kinder auf 3 Erzieher, in der großen 20 auf 2 Erzieher.

Ich kann dich schon verstehen- allerdings ist sie wirklich noch sehr klein, und der Mensch, den du gern sehen würdest, muß sich noch entwickeln! In einem Jahr sieht das ganz anders aus! Und wenn sie nicht so wird, wirst du sie nicht weniger lieben, du mußt nur lernen, damit umzugehen und sie so zu nehmen, wie sie ist. Und anscheinend bist du auf dem besten Weg dorthin!

Beitrag von tina-mexico 10.03.11 - 11:13 Uhr

Hallo,
meine Tochter ist auch 13 Monate alt und hat sich in den letzten 2-3 Wochen auch verändert. Ich denke das ist wieder einer der berühmten Schübe.

Meine Tochter schläft nicht mehr durch, wacht auf und weint, ist bockig und anhänglich.

Lasst ihr noch Zeit mit der Änderung der Betreuung. Vielleicht kannst Du mit der Tamu reden. Wenn Du sie jetzt woanders hinbringst wird das sicher nicht besser.

In ein paar Wochen wird das sicher wieder anders werden. Bis dahin ist es eben etwas stressiger....das wird wieder! #liebdrueck

Beitrag von xyz74 10.03.11 - 11:25 Uhr

Mein Freund meinte nur: "dann wirst du halt mit deinem studium später fertig!" Aber irgendwie hatte ich das gefühl, dass er mich so gar nicht versteht.
----------------

Wo er recht hat, hat er recht!
Was ist daran so schlimm?
Wäre eventuell für euch alle etwas stressfreier.
Manchmal sehen wir Mamas Probleme wo gar kein sind ;-)

Beitrag von manipani 10.03.11 - 11:37 Uhr

Hallo!

Meine Tochter ist auch 13,5 ;-) Monate alt und wir versuchen auch Job, Uni unsw. unter einen Hut zu bringen. Ganz ehrlich deine kleine ist ja noch ein baby und da finde ich es schon heftig das sie den ganzen Tag betreut wird und ich persönlich finde die Gruppe viel zu groß. In dem alter brauchen Kinder nicht unbedingt andere Kinder sonderen ein bezugsperson. ich habe mich auch mal anch einer Tagesmutter umgesehen und die die ich gefunden habe hätte nur meine Tochter genommen und vielleicht noch ein 2. Kind. Aber ich habe mich dagegen entschieden denn meine Tochter braucht mich noch sehr. Im herbst hätte sie einen Platzt in einer krabbelgruppe wo ich sie such höchstens bis 13:00 lassen werde und eventuell nur 3mal die Woche. Und ich finde Uni kann warten! Mein Freund muss auch grad diplomarbeit schreiben. Er arbeitet 30 Stunden, hilft mir im Haushalt und mit unseren 3 Kids am Tag und gelesen, gelernt und geschrieben wird am Abend. Klar braucht er länger für sein studium aber wir sind wichtiger. Ich mache auch immer wieder mal ein bischen aber persönlich ist es mir egal ob ich fürs studieren 5 oder 10 Jahre brauche!

Dein Kind ist kein Roboter. Wie soll sie lust habn laufen zu lernen wenn da kein bekanntes gesicht ist der sie anfeuert und motiviert. Die Pflegeeltern können den ansprüchen die so eine kleine hat ja nicht gerecht werden wenn noch so viele andere Kinder sind. Und du verlierst auch so viel wertvolle zeit mit deiner kleinen. So süß wie sie in dem alter sind sind sie nie wieder. Ich weis es kann sich nicht jeder leisten ganz zu Hause zu bleiben aber ich würde trotzdem versuchen sie in eine kleine gruppe zu geben oder sie nur halbtagsbetreuen zu lassen zu mindest bis sie 18 Moante oder 2 ist.

Ich würds einfach im Moment nicht übers Herz bringen meine kleine abzugeben. Uni kann warten und die Finanzen müssen halt besser durchgeplant werden. Meine Tochter ist mir wichtiger!

Beitrag von doris72 10.03.11 - 11:38 Uhr

Hallo Bianca,

wer wünscht sich nicht (wenn auch heimlich), daß die Kinder so funktionieren wie man sich das vorstellt. :-)

Deine Tochter braucht einfach viel Nähe und Geborgenheit. Sie ist ja fast noch ein Baby. Die Tageseltern sollten sich die Zeit nehmen und sie soviel tragen und umsorgen, wie sie es braucht.
Die Kleine benimmt sich nicht komisch oder gar schlecht, sie äußert auf Ihre Art die Bedürfnisse, die sie hat.
Ich glaube kaum, daß sie deswegen für die Tageseltern nicht tragbar ist.
Sich sehr intensiv um ein Kind zu kümmern, damit muß man rechnen, wenn man so ein kleines Kind aufnimmt. Machen sie Dir denn ein schlechtes Gewissen?

Mein Sohn kam mit ca. 15 Monaten in die Kita.
Das sind ca. 10 Kinder von 1 bis 3 Jahren, die von 3 Erzieherinnen betreut werden.
Die ersten 3 bis 4 Monate war es nötig, daß unser Paul wirklich die ganze Zeit über von einer Erzieherin herumgetragen und umsorgt wurde. Er hat sich dazu die liebe und geduldige Olga auserkoren. Sie hat mit Engelsgeduld und viel Herzlichkeit im die Nähe und Sicherheit gegeben, die er brauchte.
Nach einiger Zeit wurde er offener und löste sich selbst von seiner Lieblingserzieherin. Inzwischen ist er einer der Ältesten in der Kita und sehr selbstständig.
Manchmal mchte er noch auf den Schoß zu Olga und einfach kuscheln und sie ganz für sich haben. Schön ist, daß er das auch mit seinen 2 1/2 Jahren noch darf.

Ich meine, daß Du etwas Geduld haben solltest. Sie wird sich schon eingewöhnen. Die Nähe, die sie braucht sollte sie bekommen.


LG von Doris

Beitrag von danapas 10.03.11 - 11:41 Uhr

Hallo!

"Taff" mit 13 Monaten? Ehrgeizig mit 13 Monaten?

Du weißt schon das du noch ein kleines Kind, oder?

Dann machst Du die Diplomarbeit halt später oder langsamer, es gibt halt Dinge die gehen vor.

Ich finde, du verlangst viel zu viel Verständnis von einem "Baby".

Viele Grüße

Beitrag von rainbowbrite81 10.03.11 - 11:54 Uhr

Hallo du#winke

Du bist nicht allein.
Auch ich habe hin und wieder solche Gedanken und fühle mich natürlich auch schlecht dabei.
Meine Maus ist so ein liebes Kind, kann jedoch nicht mal eine Minute stillsitzen.
Wenn wir in der Spielegruppe im Kreis sitzen und singen, sitzt jedes Kind artig auf Mamis Schoß.
Nur Emily möchte runter und den Raum erforschen.
Da denk ich mir auch ab und zu warum alle Kinder so schön da sitzen nur meins nicht.
Im Moment ist es allerdings in etwa so wie bei dir beschrieben:
Wir kommen an und die Motte weicht nicht von meiner Stelle.Sie klammert regelrecht an meinem Bein und wehe ich bin außer Sichtweite...#schwitz
Da denk ich mir dann auch wieder: Jedes Kind spielt schön für sich-nur meins nicht.
Es ist so , wie es ist und Kinder müssen nicht "funktionieren", sie sind eigenständige Personen und jedes für sich hat seine kleinen "Macken";-)

Ich kann dir sehr gut nachempfinden und trotzdem würde ich meine Süße nie und nimmer eintauschen (und du bestimmt auch nicht)#verliebt

Kopf hoch, es kommen auch wider andere Zeiten#herzlich

Liebe Grüße

rainbow und Emily (*13.11.2009)

Beitrag von sarahjane 10.03.11 - 14:20 Uhr

Verlängere Dein Studium um 1 Jahr und sei Deinem Kind wieder eine vollwertige Mutter.

Beitrag von ea73 10.03.11 - 14:38 Uhr

Hallo Bianca,

es tut mir leid, dass ich es so hart ausdrücken muss, aber für mich klingen die Erwartungen, die Du an Deine Tochter und Dich stellst äußerst unreflektiert und ja, was Deine Tochter betrifft, zum Teil auch egoistisch.

Mein Rat an Dich - entweder Du oder der Kindsvater schaltet mal eine Stufe zurück. Ein Studium mit Kind ist halt was ganz anderes als ein Studium ohne Kind.

Nix für ungut!

Andrea

Beitrag von moonlight83 11.03.11 - 10:35 Uhr

Hey,
ich glaube, Du verlangst zu viel von Deinem Kind!
Es ist fast noch ein Baby und KEIN kleiner Erwachsener.
In erster Linie braucht es Dich und Deinen Mann.
Mutter sein bedeutet auch zurückzustecken, und auf die Bedürfnisse seines Kindes zu schauen.
Dein Kind vermittelt Dir mit seinem Verhalten, dass es ihm so nicht gut geht.
Ich finde schon, dass Du egoistisch bist und Dein Ding mit allen Mitteln durchboxen willst...
Warte halt noch ein Jahr, dann sieht die ganze Sache bestimmt schon anders aus....
lg,astrid