kennt sich jemandaus???

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von kyra01.01 10.03.11 - 12:23 Uhr

hallo,
ich frage für meine mama, ich habe einen sehr schwer kranken bruder!
er ist organisch krank d.h. nieren und beine werden nicht (kaum)durchblutet da gehört noch einiges hinter aber das würde hier den rahmen sprengen!
der kleine ist jetzt 16 geworden und geht nur 3 mal die woche für 2 std auf eine intrigativ realschule!
mehr kann er nicht er ist leicht zurückgeblieben!
er macht jetzt ein jahrespraktikum in dem fahrrad geschäft wo er immer einkauft donnerstags von 9-12 uhr!

jetzt überlegen wir was er nach der schule machen könnte er geht nächstes jahr ab
das promblem ist er kann nicht lange arbeiten höchstens 2-3 std am tag! wenn überhaupt
er ist nicht richtig geistig und nicht richtig körperlich behindert
(also er hat ein 100%schwebehinderten ausweis aber sitzt nicht im rollstuhl oder so) so das mann sagen könnte behinderten werkstatt ,wenn man ihn nicht kennt denkt man das ist ein 13 järiger normaler junge!
berufsschule danach ist auch schlecht denn er kann ja nicht 6 std gehen bzw täglich!

wir wollten mal wissen ob es da irgendeine sonerreglung gibt?
vll das er quasi eine teilzeit ausbildung macht nur dann länger?!
oder da wo er praktikum macht ein paar stunden arbeitet?
jetzt meinten meinte eltern ob das dnen gefördert wird?
oder gibt es andere möglichkeiten?
eigentlich ist man ja bis 18 schulpflichtig entweder ausbildung oder berufsschule gibt es da irgendeine sonderreglung?

danke für eure hilfe und ich hoffe man kann das irgendwie verstehen!!! ;-)

lg kyra

Beitrag von joshimaus 10.03.11 - 13:56 Uhr

Aber wenn er nicht kann, wäre doch eine Ausbildung in der Lebenshilfe ideal. ALles andere wäre doch unealistisch. Habt Ihr Euch da mal erkunbdigt ?

Lg Joshimaus

Beitrag von kati543 10.03.11 - 15:03 Uhr

Also er kann weiter in die Schule gehen, bis er 18 wird oder er macht eben irgendetwas in der WfB. Entweder in Richtung Ausbildung oder Schule. Warum lasst ihr euch nicht beraten diesbezüglich z.B. bei der Lebenshilfe oder in der Schule.

Beitrag von kyra01.01 10.03.11 - 20:49 Uhr

wir wollten uns erstmal erkundigen was es überhaupt für möglichkeiten gibt!
danke für die antworten jetzt haben wir wenigstens einen ansatzpunkt!

lg

Beitrag von 2001-2004-2009 12.03.11 - 20:07 Uhr

Hey, ich würde da den Integrationsfachdienst fragen. behinderte Menschen in Arbeit zu bringen ist ne Lebenesaufgabe. Die schulpflicht bis 18 Jahre kann in solchen fällen sugesetzt werden. Ob er allerings nen Stelle bekommt, das bezweifle ich. VVielleicht kann er ja auch ein weiteres Praktikum machen, bei dem er dann Vepflegunsgeld und Kilometerpauschale bekommt. Solche verträge sind bei behinderten ehr zu erwirken wie Arbeitsverträge.

Viel Erfolg

Beitrag von choirqueen 13.03.11 - 11:11 Uhr

Hallo,

ich bin Sonderpädagogin. Es ist so geregelt, dass Schulpflicht bis 18 Jahre besteht, entweder durch eine Förderschule oder durch eine Ausbildung. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit einer Behindertenwerkstatt.
Kann er selbstständig leben? Das muss man auch für später bedenken.

An einer Förderschule mit dem Schwerpunkt körperliche Entwicklung könnte er seine Schulpflicht ableisten und würde im Bereich der Lebensbewältiigung gefördert. Auch wenn er nicht im Rollstuhl sitzt, hat er trotzdem auf einen Platz dort.

Es gibt vom Arbeitsamt geförderte Ausbildungen,welche Hilfsarbeitertätigkeiten darstellen so dass man nach drei Jahren einen Abschluss erhält um danach eine reguläre Ausbildung beginnen zu können, bsp. Bäckerhelfer und dann Bäcker, aber ich bin mir nicht sicher, ob es möglich ist, dort nur 2-3 Stunden täglich zu arbeiten. Diese Einrichtungen heißen Berufsbildungswerke und dort ist ein Internat angegliedert.

Bei einer Behindertenwerkstatt gibt es auch die Möglichkeit einer verkürzten Ausbildung, bei der auf sein Leistungsvermögen eingegangen wird. (Niels Stensen Haus in Hannover).

In einer normalen Behindertenwerkstatt erhält er keine Ausbildung, aber er erhält einen Rentenanspruch für eine EU-Rente, welche höher liegt, als die Bezahlung in der Werkstatt, was für später auch ganz interessant wäre. Nicht jede Behindertenwerkstatt verpackt nur Pröbchen. In Bad Driburg und in Hannover arbeiten die Werkstätten mit Handwerksmeistern zusammen, sie führen Blumenläden, Wäschereien, Partyservice, Fahrradreparaturen, KFZ-Werkstatt, etc. Ihr müsstet euch einfach erkundigen, was in den einzelnen Werkstätten produziert wird.

LG Cathrin

Beitrag von herzensschoene 18.03.11 - 18:59 Uhr

hallo kyra,

ich habe eine tochter, die so ähnliche defizite hat wie dein bruder. wendet euch an die agentur für arbeit. dort gibt es extra berater für behinderte.

da er auf eine integrierte schule geht, müsste es dort auch leute geben, die euch beraten können.

es gibt mehrere wege. eine rehaausbildung von der agentur für arbeit ist eine gute sache, die agentur will die leute danach aber auch auf dem ersten arbeitsmarkt vermitteln auf dem natürlich der harte kampf der marktwirtschaft herrscht. meine tochter hat diese ausbildung gemacht, ich habe dann aber doch durchsetzen können, dass sie in einer behindertenwerkstatt arbeitet. das war ein harter kampf.

integrationsfachdienste werden auch vom arbeitsamt beauftragt die leute auf dem ersten arbeitsmarkt zu vermitteln.

sehr wichtig ist es, sich vielfältig zu orientieren und zu informieren.

wenn ihr pech habt, sagt der arbeitsamtmitarbeiter, dass der junge doch 100% schwerstbeschädigt ist und ihn als erwerbsunfähig einstufen will.dann sind sie fein raus und dein bruder hat keine chance auf eine ausbildung.
dagegen müsst ihr euch wehren.

aus eigener erfahrung weiß ich, dass man einen langen atem braucht um ein kind mit keiner eindeutigen, für alle sichtbaren behinderung unterzubringen.

ich wünsche euch alles gute.

viele grüße maren