Unendlich viele Fragen - kann mir jem. helfen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von physa 10.03.11 - 15:52 Uhr

Hallo,

die Trennung vom KV und mir liegt nun schon 2 jahre zurück, doch so langsam zerrt das alles unendlich an meinen Nerven.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, wer das alles nicht live mitbekommen hat, wird schwierigkeiten haben es zu verstehen; also:

Der Umgang war schon von Anfang an mehr als "daneben": direkt nach der Trennung kam er fast jeden Tag vorbei und wollte Zeit mit seinem Kind verbringen. Das ging ca. 2 Wochen so - dann wurde es immer weniger und schließlich (im Sommer 09) bestand sogar mehrere Wochen gar kein Kontakt mehr. Er hatte "keine Zeit".

In der Zeit hat die Oma (seine Mutter) sich sehr um ihre Enkelin bemüht, abgeholt, besucht etc...

Das ganze eskalierte, landete vorm JA und er erzählte, er würde extra 1x pro woche früher Feierabend machen um sein Kind zu sehen und außerdem will er sie jedes 2. WE bei sich haben. Ok, war in ordnung für mich.

Dann zog er mit seiner neuen Freundin zusammen (die ich nicht kenne, da SIE das nicht möchte...) ab da schlief meine Tochter die "Papa-Wochenenden" immer bei der Oma. Der Papa schaute mal für 2 - 3 Stündchen vorbei - das war´s.

Nun hat er mit seiner neuen Partnerin wieder ein Kind bekommen. Seit dem läuft eigentlich GAR NICHTS mehr, natürlich muss ich immer Verständnis haben: die Schwangerschaft wäre so anstrengend etc.... (ER war doch nicht schwanger?!)

Ab und zu meldet sich die Oma noch mal, ob die Kleine zu ihr könne. Ich muss sie dann hinbringen und meist auch wieder abholen. Der Papa schneit da wohl ab und zu mal vorbei, oft sieht sie ihn aber gar nicht.

Das sind jetzt echt nur minimal-Stichpunkte. Was mich so unendlich nervt ist diese Unzuverlässigkeit!!! Mal ist der Papa da, dann mal wieder nicht, wenn ich mal Termine absagen muss weil Kindergeburtstage anstehen oder so, schreit er sofort: Kindesentzug! Wenn er sich aber ewig nicht meldet oder unter Besuchsrecht versteht, das Kind bei Oma abliefern und selber nur 30 Min. da zu sein, ist das ok.

IMMER muss ich an den Besuchstagen rum telefonieren, ob er nun statt findet oder nicht. Dann muss ich das Kind zur Oma bringen und später wieder abholen. Von einer geregelten Wochenplanung kann man hier nicht reden.

Die Oma meldet sich auch so gut wie gar nicht mehr, mir kommt es fast so vor, als wäre mein Kind ja nun das "alte Spielzeug" und das "neue" Spielzeug ist ja viel interessanter!

Versteht mich nicht falsch, ich habe wirklich viel um die Besuchstage gekämpft, habe Dinge ausgehalten zu denen ich nicht verpflichtet gewesen wäre, aber so langsam mag ich nicht mehr. Ich komme mir vor wie deren Spielball. Passt ein Besuch gerade nicht in den Kram, hört man nichts von ihnen. Haben sie mal wieder Lust muss ich sofort so springen, wie sie es möchten , sonst ist es Kindesentzug! (Btw, ich habe das alleinige Sorgerecht)

Meine Kleine ist bald 5, sie bekommt das alles mit! Hier ruft KEINER von denen mal an und will mal mit ihr sprechen. SIE hat am Anfang noch Oma oder Papa mal angerufen und gute Nacht gesagt o.ä. Aber von ihnen kommt NICHTS!!!

Zur Zeit wird es immer schlimmer: wenn sie dann von den Besuchen wieder nach Hause kommt, ist sie agressiv, in sich gekehrt - sieht sie die andere Familie wochenlang nicht, ist sie fröhlich und ein normales Kind! Sogar der KiGa sprach mich auf ihre Stimmungsschwankungen an! (sie geht jetzt in psychol. Behandlung nach Absprache mit KiA und KiGa)

Ich weiß bald nicht mehr, wie ich mich noch verhalten soll. Auf der einen Seite will ich meinem Kind nichts nehmen, auf der anderen will ich auch nicht weiter deren Spielzeug sein (oder mein Kind!)
Keiner fragt mal, wie es ihr geht, was sie macht oder ob sie in die Schule kommt (Kann-Kind) - sie interessiert einfach nicht, so mein Gefühl.

oh man - sorry das es so lang und wirr wurde. Wenn Fragen offen sind, ich beantworte gerne.

VG
Physa

Beitrag von sunny100 10.03.11 - 16:15 Uhr

Mir geht es wie dir. Ich bin auch seit 2 Jahren getrennt. Meine Kinder sind 7 und 9. Mein Ex holt sie auch nur wenn er Lust und Zeit hat, mal alle 2 Wochen mal und dann wieder erst nach 4 Wochen. Ich muß auch immer nachfragen, wann er die Kinder wieder holt. Er wohnt wieder bei seinen Eltern. Die rufen auch nie an und reden mit den Kindern. Oft erfahre ich erst Donnerstags ob er die Kinder am WE holt. Ich kann auch nie irgendwas ausmachen. Manchmal hat er auch das WE einfach abgesagt, oder ist Stunden später zum abholen gekommen. Als Mutter kann mal nicht viel machen. Man kann das Besuchsrecht wohl gerichtlich erwirken, aber wenn er die Kinder trotzdem nicht abholt......?????
Gruß
Sunny #aerger

Beitrag von winnie_windelchen 10.03.11 - 19:39 Uhr

Wurde denn bereits eine Umgangsregelung gemeinsam mit dem Jugendamt vereinbart?

Lieben gruß

Beitrag von vollmond73 10.03.11 - 20:30 Uhr

Hallo physa,

ich kann es mir sehr gut vorstellen wie es dir geht, denn ich aheb das ganze 3 jahre durchgemacht und habe mir ja auch immer gesagt, ich kann der kleinen nicht den vater vorenthalten und sie hätte ja einen anrecht drauf.

bis bei mir auch der geduldsfaden gerissen ist.

mein ex war auch der meinung er könne machen was er will...aber nicht mit mir...wenn er der meinung war abzusagen an den besuchstagen habe ich es so hingenommen, aber er durte in der woche nicht mehr vorbei kommen sondern auf die nächste woche warten.

wenn sich keienr um das kind kümmert, weder grosseltern noch der papa...dann ist es so und leider kannst du nichts dran machen. zieh einen schlussstrich.

wenn die grosseltern deine tochter am we haben wollen....müssen sie sie auch abholen...wenn der papa seine tochter sehen möchte...soll er sienen hintern bewegen und sie besuchen....ich an deiner stelle würde denen nicht mehr entgegen kommen.

du hast nun alles versucht und du hast dir alle mühe gegeben und keiner kann kann dir einen vorwurf machen.

geh zu deinem jugendamt hin und erkläre ihnen deine situationen und das du die nerven nicht mehr hast auf dieses hin und her.

wenn dein kind sooo ausgewechselt ist, dann würde ich mein kind auch gar nciht mehr aus der hand geben, damit tust du ihr keinen gefallen...mal ehrlich, wie weit hat der papa es gebracht, das sie zur therapie muss...er sollte sich in grund und boden schämen, was er seiner tochter angetan hat.

gebe deine tochter nicht mehr aus der hand und wenn er oder seine eltern sie besuchen möchte, dann können sie zu dir kommen für 2 std. aber mehr nicht.

dein kind geht sonst noch weiter kaputt schütze sie indem du nun die grenzen setzt.

ich wünsche dir sehr viel kraft und du wirst so manchesmal bestimmt heulen oder der ohnmacht nahe sein aber dein kind wird es dir später danken, das du dich vor sie gestellt hast.

gönne dir und deinen kind eine auszeit von 2 oder 3 monaten...richte es deinem jugendamt so aus, die für dich zuständig sind, denn das ist dein gutes recht...das habe ich damals auch gemacht und mir ging es danach besser...ich hatte wieder kraft getankt und konnte so besser klare grenzen setzen.

viel glück
vollmond