Unsere Ehe vs. Schwiegereltern

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von pongo74 10.03.11 - 20:21 Uhr

Hallo!

Wie scheinbar so viele vor uns sind wir auch langsam in einer Situation, wo meine Frau überhaupt nicht mehr mit meinen Schwiegereltern kann. Vor allem meine Mutter (Einfluss, Neugier, sogar ihre Stimme) nervt sie zunehmend und bringt sie schnell zur Weißglut.

Dahinter steckt auch, dass ihre Eltern (Japaner, zurückhaltend, großzügig) objektiv gesehen "netter" oder einfacher sind aus meiner Perspektive. Diese unfaire Situation kommt für sie erschwerend noch hinzu und sie erwähnt oft Dinge wie: "Probier du doch mal das Leben und die Arbeit in Japan anzufangen...".

Zudem hat meine Frau anfangs viel Geduld gehabt, mich in einer schwierigen Zeit (noch vor der Ehe) für ein paar Wochen finanziell unterstützt und mir im Grunde auch viel mit der Jobsuche für einen wirklich guten Job geholfen. Wenn man das direkt vergleicht, kam von meinen Schwiegereltern oder mir bisher noch nicht soviel zurück, wenn man mal davon absieht, dass ich jetzt der Brötchenverdiener bin. Aber ich bin ständig daran Schritt für Schritt das Leben hier zu verbessern, an unsere Gesundheit zu denken, etwas Abwechslung, etc.

Doch dann kommen ich und meine Schwiegereltern, die leider wöchentlich telefonieren oder Video-Chatten. Und dann geht es wieder los und es wird relativ hart abgerechnet, die Vergangenheit genau vortragen, die Vernachlässigung von meiner Seite und den Schwiegereltern analysiert.

Hat jemand Erfahrung damit, ob ich mich wirklich viel aktiver auf die Seite meiner Frau schlagen sollte. Ich meine nicht nur mit ihr übereinstimmen, sondern, wenn ihr die Energie ausgeht auch mal für sie einstehen und möglichst diplomatisch aufklären, die Sicht/Position meiner Frau erklären, etc.?

Führt das eher zur Verhärtung auf der Seite der Schwiegereltern oder ist das eher längerfristig der richtige Weg für Kommunikation und mehr Respekt auf beiden Seiten?

Ideen? Erfahrungen damit?

Lg

Pongo74

Beitrag von juju277 10.03.11 - 20:30 Uhr

Verwechselst du in deinem Text manchmal deine Eltern und Schwiegereltern, ist irgendwie schwierig zu verstehen #kratz?

Beitrag von sillysilly 10.03.11 - 20:57 Uhr

Hallo

schwierig
wir haben das Problem, daß meine Schwiegermutter mich von Anfang an nicht mochte, weil ich ihren erstgeborenen Lieblingssohn genommen habe.
Er hat mich mit 18 kennengelernt und war schneller von ihr weg als sie schauen konnte ......
Diesen Verlust hat sie nicht verwunden, dabei sollte sie sich fragen, warum jemand so schnell seine Familien hinter sich lassen will.
Sie war immer sehr negativ eingestellt, hat viel gehetzt und es war sehr schwer für uns.

Mein Mann hat immer klar und deutlich für mich Stellung bezogen - Klartext geredet -
und seitdem hasst sie mich noch mehr
Denn ich bringe die Familie auseinander.

Mein Mann hat jahrelang versucht ihr zu erklären, daß es ihre negative Art ist die ihn weg treibt, aber sie kann es nicht verstehen.

Seit sie eine bestimmte Grenze überschritten hat, habe ich nach 15 Jahren freundlichen Kontakts persönliche Treffen abgebrochen.
Mein Mann geht nur noch hin um die Enkelkinder abzuholen, und macht Small-Talk

Ich glaube wenn du Dich klar auf die Seite der Frau stellst, wird es Eurer Ehe gut tun, die Beziehung und die Liebe festigen
aber ganz klar die Sache mit den Eltern noch schwerer machen


Grüße Silly

Beitrag von :) 10.03.11 - 21:26 Uhr

Hallo Pongo 74,

Also ich verstehe das so das es um DEINE Eltern geht, oder?

Aus MEINER Sicht, und das ist jetzt einfach mal ganz meine Ansicht, die nicht jeder Teilen musst, und auch Du musst sie nicht mit mir teilen, ist DIE EIGENE Familie, also Deine Frau deine Kinder und Du das wichtigste.

Erstens:

Wir lieben unsere Eltern. Logisch. Aber irgendwann sind wir nicht mehr die kleinen Kinder die zu ihnen aufschauen als wären sie Götter. Die alles richtig machen, nie irren und IMMER RECHT HABEN.
So empfindet das ein Kind.

Wir sind keine Kinder mehr. Wir sind selber erwachsen geworden, sind selber Eltern und führen ein eigenständiges Leben.

Das ist für unsere Eltern manchmal nicht so einfach. Sie meinen ihr Vorschläge und Einwände gut. Aber leider SIND diese nicht immer gut.

Merken wir (also mein Mann und ich) das uns jemand nicht gut tut, auch wenn es die eigenen Eltern sind, setzen wir da schon klare Grenzen.
Und wenn ich der Meinung bin mein Mann ist auch noch im Recht, dann erst recht (oder natürlich umgekehrt)

Zweiter Punkt:
Wenn ich etwas für meinen Mann getan habe, oder er für mich, dann habe ich das aus ganzem Herzen gemacht.
Weder er noch ich müssen uns dafür ewig dankbar sein. Wir sind es. Aber nicht aus Schuldgefühlen oder weil man es gegeneinander aufwiegen muss. Sondern weil wir generell dankbar sind das wir uns haben und lieben dürfen.

Womit wir zu Punkt drei kommen:

Liebe. Liebe ist etwas so wertvolles. Und wenn diese von aussen angegriffen wird, selbst wenn das nicht aus bösem Willen geschieht, dann wird sie geschützt. Dann hält man erst Recht zusammen!!!

Ihr habt Euer Leben, eure Liebe. Und das zählt! Ihr wollt miteinander alt werden. Das geht nur wenn man sich geborgen fühlt beim Partner.

Allerdings ist es natürlich schwer bei dir und deiner Frau zu beurteilen, da ich nicht weiss WARUM deine Eltern sie so nerven und (falls man überhaupt Schuldzuweisungen machen kann), wer im "Recht" ist.

Vieleicht hilft es einfach mal offen und ehrlich an einem Tisch miteinander zu reden und die Defiziete zu klären. Das wäre mein erster Versuch.

Hilft alles nichts, dann würden sogar meine Eltern den kürzeren ziehen.
Denn meine Kinder und mein Mann sind das wichtigste für mich im Leben.

Auch wenn es für Eltern oft schwer ist los zu lassen, sich nicht ein zu mischen und etwas mehr Abstand zu halten.

Wer weiss, wie es uns einmal gehen wird... ;-)

Lebe DEIN Leben und steh auch dazu und dahinter. Und vor allem steh zu DIR und deinen Gedanken und Gefühlen.

So, jetzt hoff ich das ich nicht zu weit ausgeholt habe und du irgend etwas von meinem Text auch für dich umsetzten kannst.

Alles Gute für dich und deine Familie


Beitrag von nan75 11.03.11 - 09:59 Uhr

Ich komm da leider nicht ganz mit wie Du das meinst.
LG
Nan

Beitrag von pearljen 11.03.11 - 10:24 Uhr

Hallo,

ich habe deinen Text jetzt 2 mal gelesen, aber irgendwie versteh ich es nicht so recht!
Kann es sein, dass Du manchmal "meine Schwiegereltern" schreibt, obwohl Du Deine Eltern meinst?

#kratz

LG

Beitrag von imlovinit 11.03.11 - 14:54 Uhr

Sie sieht es so:
dass ihre Eltern viel mehr für euch tun als Deine Eltern und findet es Scheiße und denkt dass die schlecht sind.

Du bist in der Zwickmühle weil Deine Eltern scheiße sind und gar nichts machen und ihre Eltern sind die Helden.

Sie schmeißt Dir vor das Du aus dem falschen Elternhaus kommst und nun überlegst Du, ob sie Recht hat weil ihre Eltern heilig sind und Deine schrottig.