Kigastart

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von marie44 11.03.11 - 08:49 Uhr

Hallo

mein kleiner geht seit 2 Monaten in den Kiga. Anfangs lief es auch recht gut, aber die letzte Woche geht es gar nicht mehr. Meckert schon abends das er morgens nicht in den Kiga will und beim abgeben geht dann gar nichts mehr. Ist nur noch am heulen und will nicht da bleiben. Habe bereits mit den Erzieherinnen gesprochen, die meinen er spielt schon, zwischendurch weint er aber auch mal. Ich denke mir gut er realisiert jetzt das das mit dem Kiga auf Dauer ist und nicht nur mal so zwischendurch, allerdings ist es jetzt für mich echt schwer ihn da so zu lassen wenn er so am weinen ist. Wie habt Ihr das nur geschafft #schmoll
Habt Ihr vielleicht ein paar Tips für mich wie ich die Verabschiedung vielleicht für ihn vereinfachen könnte?

Gruss
marie

Beitrag von alteshaus 11.03.11 - 12:27 Uhr

Oh je. ich weiß...da bricht einem das Herz.
Mein Kleiner geht schon seit fast zwei jahren in die Kita. Zwischendurch hat er immer Phasen, wo er nicht hin will und auch schrecklich weint beim Abgeben. Meist nur 1-3 Tage, dann ist wieder gut. Die Erzieherinnen sagen, das ist normal und kommt und geht. Ich fürchte, da müsst Ihr durch. Bei uns hilft nur: abgeben und schnell gehen. Wenn die mama erstmal weg ist, beruhigen sich die Kleinen schnell. Auch wenn es uns schwer fällt. Bei uns ruft die Erzieherin dann auf Wunsch an und sagt dass alles ok ist.

Ich drücke Euch die daumen, dass die Phase bald überstanden ist.

Connie

Beitrag von kaleidoskop76 11.03.11 - 20:03 Uhr

Hallo,

ich kann Dich als Mutter sehr gut verstehen, ich habe meine mit einem Jahr in die Kita gegeben und nach 6 Monaten hatte sie auch eine solche Phase. Auch ich hörte von den Erzieherinnen, das sie sich schnell beruhigt... manchmal aber auch länger weint. Es gab sogar eine Situation, da mussten wir sie abholen. Den genauen Grund habe ich nie erfahren, das werde ich auch nicht mehr. Wichtiger für mich ist es zu wissen, dass sie dann aber auch wieder gerne gegangen ist und sich lächelnd verabschiedet.
Dazu gibt es bei uns das Ritual, dass ich sie nach dem Ausziehen frage, ob ich noch einen Kussi bekomme. Den gibt sie mir und ich wünsche ihr einen schönen Tag und viel Spaß. Im Anschluss klopfen wir gemeinsam an die Tür und sie ist weg. #winke Wichtig ist auch, den Abschied schnell zu gestalten.

So, und nun kommt der Teil der ich auch bin- Kitaerzieherin bei Kleinkindern unter 3 Jahren. Jedes Kind braucht eine unterschiedliche Zeit für die Eingewöhnung. Ich habe Kinder erlebt, die sich gleich von ihren Müttern trennten und eben erst nach einem langem Zeitraum merkten, dass Mama länger weg ist. Für die Kinder ist Kita am Anfang spannend, dass macht es uns leichter sie in die Gruppe zu integrieren und den Kontakt zu ihnen herzustellen. Wichtig sind für jedes Kind dabei natürlich feste Bezugspersonen, die ihr hoffentlich auch habt? Nach einer Weile wird für die Kinder die Kita zur Rutine- so wie für uns der Job. Das ist anstrengend- darum sind die Kids abends auch so müde! Stell dir vor mehrere Stunden in diesem Lärm- Dein Kind macht dies mit! Wir Erwachsenen brauchen und nehmen uns dann ne Auszeit und machen nach Möglichkeit Urlaub- das kann dein Kind nicht. Es fängt an sich zu wehren und möchtre dann nicht in die Kita. Gönn ihm ne Auszeit- mal früher abholen oder nen verlängertes Wochenende? Manchmal wirkt das Wunder... und das weiß ich als Mutter und als Erzieherin... Ganz liebe Grüße

Beitrag von marie44 11.03.11 - 21:56 Uhr

Hm, ich weiß zur Zeit nicht so richtig was ich von all dem halten soll. Habe mich heute schon etwas geärgert, da mir gesagt wurde das er sich nach der Verabschiedung wieder beruhigt hat, später aber wieder geweint. Nun meinte die Erzieherin wir sollten nächste Woche die Zeiten nochmal kürzen, also das er nicht den ganzen Tag da ist sondern nur ein paar Stunden. Sehe ich aber nicht wirklich als sinnvoll an, Verabschiedung ist trotzdem und letzten Monat hat es ja auch schon einigermassen geklappt (abgesehen davon muss ich ja auch noch arbeiten). Allerdings habe ich heute nachmittag erst erfahren das seine beiden Bezugspersonen (Gruppe hat 2 Erzieher) nicht da waren, also morgens schon, dann allerdings unterwegs mit angehenden Schulkindern waren und somit nicht im Gebäude.
Somit hatte er heute also überhaupt keine Bezugsperson, wundert mich also nicht das es heute schwierig für ihn war.
Werde wohl nächste Woche nochmal ein klärendes Gespräch führen müssen und hoffe das es sich bessert.

Gruss
marie

Beitrag von kaleidoskop76 11.03.11 - 22:39 Uhr

Wie die Erzieherinnen gehen raus und er bleibt drin???? Wenn ein Kind in einer Gruppe ist, sollte es schon bei allen Aktionen dabei sein! Im Zweifel und wenn auch nicht schön, im Kinderwagen!!!!

Allerdings gebe ich den Kolleginnen Recht- manchmal ist es sinnvoll die Zeiten nochmals zu verkürzen. Es gibt Kinder die Kita am Anfang als Spaß sehen, der sich dann zum Alltag entwickeln soll. Sicherlich verstehen die Kinder nicht wirklich, dass sich die zeit verlängert- aber doof sind sie auch nicht. Kinder messen die Zeit anders. Erst werden sie zum Spielen gebracht, dann sollen sie Essen und Schlafen... dann am besten noch nen Vesper hinten dran... Die merken genau was los ist und Verlustängste sind da normal!!!!!!

Mal Hand aufs Herz, hast du deinen Schatz nicht auch unheimlich vermisst und mußtest dich erstmal daran gewöhnen, ihn in die Kita zu geben (zu fremden Tanten die da mit ihm kuscheln...) und selbst gehst du auf deine Arbeit und kannst nichts ausrichten? Hast du da nicht auch als Erwachsene am Anfang deine Probleme gehabt? Arbeit hin oder her- dein Kind geht vor und wenn du ihm jetzt Zeit schenkst- ist es am Ende echt besser!!! Wie gesagt, nicht die Erfahrung als Mutter sondern als Kleinkindpädagogin, mit viel herz und viel Eingewöhnungserfahrung...