Soft das Einschlafstillen (auch tagsüber) abgewöhnen- geht das?

Archiv des urbia-Forums Schlafen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von giaco 11.03.11 - 10:40 Uhr

Hallo,


Ich frag mich ob ich ihn sanft in den Schlaf ohne Stillen in den Schlaf begleiten kann.
Als er ein Winzling war schlief er nur auf dem Arm ein, nun dämmert er beim Stillen weg, und manchmal kann ich ihn ablegen und er schläft weiter.
Tagsüber schläft er in seiner Hängematte (60% Erfolgsquote) oder beim Spazierengehen. Also immer im "wackelnden" Zustand.
Abends schläft er in seinem Beistellbettchen an der Brust ein.
Einen Schnuller nimmt er nicht, oder wenn dann nur zum kauen und spielen.
Ich halte überhaupt nichts von Schlafprogrammen, die ihn weinen lassen.
Nun frage ich mich ob ich ihn sanft in den Schlaf begleiten kann ohne Hilfsmittel, ihm es zumindest anbieten kann. Noch habe ich keinen Leidensdruck, doch da ich anfange zu Arbeiten, und das auch manchmal in den Abend rein, ist es für die Tagesmutter ein wenig beschwerlich, und lange wachhalten ist auch doof. Habt ihr Tipps zum sanften, liebevollen Einschlafen ohne Tränen?

Im Prinzip renkt sich vieles ein, er ist da ganz toll #verliebt er hat eigenständig die Stillrhythmen verlängert, den Einschlafzeitpunkt früher gesetzt etc. Doch ich befürchte, dass die liebe Gewohnheit später schlecht abzulegen sein wird.
LG
Giaco, die ihren am Sonntag 5monate alten Sohn nicht "dressieren" möchte

Beitrag von wunki 11.03.11 - 11:45 Uhr

Ich kenne das. Mein Sohn (9 M) schläft/döst auch nur noch per Brust ein (war aber auch eine ganze Zeit lang anders). Ich werde daran nichts ändern, da ich denke, es gibt sich von ganz allein. Gut, bei dir ist die Situation wg. arbeiten wieder anders (ich muss erst wieder wenn er über 2 Jahre alt ist). Wobei ich schon oft gelesen habe, dass sich Babys/Kinder den "Gegebenheiten" anpassen, also z.B. auch wenn Mama nicht da ist ne Flasche nehmen.

Eine sanfte Methode kenne ich jetzt nicht. Mir fällt nur ein -kuscheln, kuscheln, kuscheln ein. Ich denke, es wird aber Zeit brauchen, bis er sich damit "abfindet", sprich anfänglich wird er bestimmt weinen...Sonst wüsste ich jetzt nicht, wie es anders möglich wäre, ihm das Stillen vorm Schlafengehen "abzugewöhnen" (ich finde das Wort "Gewöhnung" im Zusammenhang mit Babys nicht so passend).

LG Wunki

Beitrag von binecz 11.03.11 - 12:10 Uhr

Also ich bin mir nicht so sicher dass es eine "liebe Gewohnheit ist" sondern einfach etwas was er noch braucht.
Mir ging es wie dir.
Am Anfang nur auf dem Bauch eingeschlafen, dann beim schlafen ablegen, dann einschlafstillen und jetzt ist sie so weit dass sie manchmal an der Brust einschläft, aber oft auch die Brust ausspuckt, den Nucki bekommt und sich dann zufrieden wegdreht.
(schläft gerne mit dem Kopf nach links gedreht, geht aber nicht, Brust ist rechts :-p).
Josephine ist jetzt 6,5Monate.
Wenn dein Kleiner sich schon in so vielen Dingen selbst reguliert hat wird er das jetzt auch tun.
Bei meinem Mann schläft sie übrigens immer ohne Einschlafstillen ein!!! :-p

Beitrag von binecz 11.03.11 - 12:11 Uhr

Ach so, mein Mann paßt untertags auf sie auf, seit sie ca. 10Wochen alt ist.

Beitrag von vincent.mama 11.03.11 - 21:47 Uhr

Hallo Giaco, ich würde dir auch noch ganz gerne einen Tipp geben. Kenne die Situation nämlich auch recht gut. Mein Sohn ist 7,5 Monate alt und ich habe ihn sehr lange mit Stillen in den Schlaf begleitet. Fand ich auch gut so. Er ist imer total schnell eingeschlafen. Irgendwann kam dann die Zeit, dass er beim Stillen nicht mehr eingeschlafen ist und danach also noch wach war. Dann musste ich mir etwas neues überlegen. Habe ihn dann in den Arm genommen, gestreichelt, gesungen und gesummt und mich mit ihm hingelegt.
Mal hat es ganz gut geklappt, mal weniger und er hat ganz schön rumgezappelt und es hat ewig gedauert, bis er eingeschlafen ist. Habe mittlerweile raus, wie er bequem liegt und schläfrig wird: Er liegt am liebsten auf der linken Seite in meine Armbeuge gekuschelt. Dann singe ich IMMER ganz leise Lalelu, zum schluss summe ich nur noch ganz leise.
Finde also raus, wie er am besten entspannen kann. Wie er am liebsten liegt, ob er gerne gestreichelt wird, vielleicht am Bauch oder eher am Kopf. Ich singe immer das gleiche Einschlaflied und bilde mir ein, dass das hilft, weil er die Melodie kennt....
Tagsüber mach ich das übrigens genauso, falls er nicht im Kiwa oder sonstwo schläft. Also immer gleiches Ritual. Das wird ein bisschen dauern, aber wenn er sich daran gewöhnt hat, klappt es betimmt.
Wenn mein Mann ihn ins Bett bringt, sage ich immer zu ihm: Du musst Lalelu singen und ihn in den Arm nehmen, ja? Macht er dann schön brav und es klappt auch gut.Viel Erfolg!