Leben nach dem Tod

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sophieswelt 11.03.11 - 10:42 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich wusste nicht direkt, ob ich es hier schreiben kann oder lieber im "Allgemeinen", habe mich dann aber für dieses Forum entschieden.

Meine Omi ist am 9.3.2010 gestorben, sie hatte drei Schlaganfälle in zeitlich sehr kurzen Abständen, war auch dement (das Gott sei Dank nicht allzu schlimm, also sie hat uns noch erkannt) und ist dann in der Nacht ganz friedlich in ihrem Bett gestorben. Mein Opi hat sie zusammen mit dem Pflegedienst, welcher dreimal am Tag kam, gepflegt. Das finde ich heute noch sehr rührend,da er selbst schon 87 ist und zuckerkrank.

Ich habe mich in der Zeit, in der es ihr so schlecht ging und es abzusehen war, dass sie bald sterben wird, sehr viel mit dem Thema Sterben und ein eventuelles Leben nach dem Tod beschäftigt. Ich habe vor allem Bücher von Elisabeth Kübler-Ross gelesen, die ja für ihre Bücher sehr bekannt ist.

Es hat mir in dieser schwierigen Zeit sehr geholfen und auch hier in diesem Forum habe ich mal einen Thread gefunden, der mich sehr berührt hat. Es ging um Erfahrungen, die einige Userinnen schon gemacht haben, Erfahrungen mit Übersinnlichem...ich weiß, jeder kann im Internet alles schreiben und es ist natürlich nich zu kontrollieren, trotzdem haben mich einige Geschichten sehr berührt.

Ich bin auch ein sehr sensibler Mensch und auch ich habe immer gehofft, dass ich einmal so etwas spüre...leider nichts. Ich vermisse meine Omi und wir haben uns sehr geliebt.

Mein Opi, den sie zurückgelassen hat, hatte einmal das Gefühl, dass sie an seinem Bett stand und seine Hand hält. Er! Der, der noch nie an so einen "Quatsch" geglaubt hat...

Ich wollte euch gern nach euren Erfahrungen fragen, glaubt ihr, dass es nach dem Sterben weitergeht? Und habt ihr selbst schon mal eine Erfahrung in der Richtung machen dürfen?

Ich würde mich über ehrliche Antworten freuen.

#herzlich Sophie

Beitrag von liberian-girl 11.03.11 - 11:05 Uhr

Liebe Sophie!

Ja, unbedingt.

Auch ich las schon wahnsinnig viel solcher Geschichten und hab das eigentlich immer als Einbildung abgetan. Dachte immer, wenn Menschen von Besuchen Verstorbener berichten, dass sie sich es eben so sehr wünschen, dass die Wahrnehmung ihnen einfach einen Streich spielt. Eigentlich ist das für mich immer noch die logischste Erklärung und trotzdem besucht mich nun seit fast 5 Monaten relativ regelmäßig mein Papa, nachdem er im Oktober gehen musste ohne dass wir uns voneinander verabschieden durften. Ob es nun Einbildung ist oder nicht, mich tröstet es und gibt mir das Gefühl, er sei ganz nah bei mir.
Ich wünsche Dir das Deine Omi Dich auch mal besuchen kommt, Du wirst sehen, dass hilft wahnsinnig.

Liebe Grüße an Dich
Libi

Beitrag von haifa 11.03.11 - 11:11 Uhr

Hallo Sophie,


Ich habe mir damals, als mein Vater starb, von ihm ein Zeichen gewünscht - damit ich weiss, dass bei ihm alles ok ist und es ihm gut geht. Dieses Zeichen habe ich erhalten: Es war ein roter Ausschlag in der Form eines Herzens am linken Arm. Der blieb ein paar Tage, bis er wieder verschwand.
Für mich war das DAS Zeichen, das mir mein Vater geschickt hat.


Ja, ich glaube an ein Leben im Jenseits. und dass es Kontakte von dort in das Diesseits gibt.


LG
haifa

Beitrag von romance 11.03.11 - 11:11 Uhr

Hallo,

ich habe die Bücher damals auch gelesen. Weil ich mit vielen nicht mehr klar kam. Als meine Tante umgebracht worden bin, war in der Therapie. Und die Therapeutin hatte mir die Bücher empfohlen.

Mein Vater war klinisch tot als er im Krankenwagen war, wegen Herzinfakt. Ich war 12 Jahre alt und mußte mit. Seitdem hasse ich es wenn Krankenwagen bei mir vorbei fahren. Auch ein Grund warum ich kein Auto fahre. Er erlebte wie er zweimal wiederbelebt worden ist. Er sagte, er hätte ein Tunnel gesehen. Und einige die schon nicht mehr lebten gesehen. Es war wohl ein schöner Tunnel. Mein Vater ist so bekannt, das er nicht zur Kirche geht, nie daran geglaubt hatte und sonst nicht. Leben nach dem Tod gibt es für ihn nicht. Aber das ist was er sehr selten darüber erzählt. Weil er ja bekloppt ja gehalten werden könnte.

Ich glaube an den Tod dannach, denn ich denke. Es kann nicht sein, das wir auf der Erde ist und keiner aber auch keiner sollte was davon haben. Waruml eben wir dann? Warum gibt es die Welt, das Unversium? Wenn es kein Grund geben würde. Und wir Menschen müssen an was glauben, sonst würden wir durchdrehen.

Auch wenn es schmerzt die aktuellen Bilder von dem Erdbeben und Tsunami zu sehen. Wir ganz alleine sind dafür verantwortlich. Und doch denke ich, die Menschen die heute starben...die starben nicht umsonst.

LG Netti

Beitrag von scrapie 11.03.11 - 11:15 Uhr

Huhu,

an ein Leben nach dem Tod a lá "Ich sitze auf einer Wolke und schaue von oben zu" glaube ich nicht. Ich habe mich ebenfalls sehr viel damit beschäftigt, mir alle Thesen angeschaut, aus religiöser Sicht, aus wissenschaftlicher Sicht etc... Bis zum Tod meiner SchwieMu habe ich nichtmal ansatzweise daran geglaubt.

Aber bevor wir vom, leider nicht sehr friedlichen, Tod meiner SchwieMu erfuhren passierten Dinge, die unerklärlich erscheinen, und auch danach sind so viele Dinge passiert (besonders die Dinge die passiert sind bevor wir davon erfuhren haben mich ins Grübeln gebracht, alles danach kann auch meistens mit Einbildung erklärbar sein), dass ich zumindest glaube, dass eine Energie, oder was auch immer, eine zeitlang noch hier bleibt.

Besonders das Poltergeistphänomen hat mich zum Grübeln gebracht und gezeigt, dass es womöglich eine Kraft/Energie gibt, die man nicht in wissenschaftlichen Büchern wiederfindet. (Nein, nicht der Tote, der seine Mitmenschen ärgert, wie es gerne in Filmen widergegeben wird ;-) )

http://de.wikipedia.org/wiki/Poltergeist

Ich hatte sehr lange an den Geschehnissen zu knabbern und hätte ich keinen Sohn gehabt, ich hätte mich einweisen lassen.

Zum Schluß half mir ein Medium (nein, ich habe kein Geld dafür ausgegeben), welches mir alle Fragen beantwortete. Ob es nun gelogen hat oder nicht... mir wars wurscht, hauptsache meine Psyche konnte sich wieder beruhigen.

Lg



Beitrag von twins-08 11.03.11 - 11:49 Uhr

Also ich glaube nicht an Gott oder irgentein Wesen das alles lenkt...aber ich glaube das es etwas gibt zwischen Himmel und Erde.
2009 musste ich meine Zwillinge Jona&Julie gehen lassen weil sie schwer krank waren...es war und ist das schlimmste in meinem Leben.
Ich bin ein sehr realistisch denkender Mensch aber auch ich habe Zeichen von meinen Mausis bekommen. Andere würden vielleicht sagen "Zufälle" aber für waren es keine.
Man sagt ja Schmetterlinge sind ein Symbol für Widergeburt und ich mag sie einfach gerne...und erstrecht seid meine Mausis nicht mehr da sind. In dem Jahr wo sie gestorben sind kam im Oktober wo eigentlich schon alle Schmetterlinge weg sind (meistens) einer zu uns auf dem Balkon und das immer wieder,bis er dann nicht mehr kam. Für mich war es ein Zeichen. Dann haben wir Anfang 2010 geheiratet, alleine, nur mit unseren Mausis im Herzen. Eigentlich im Standesamt aber zwei tage vorher bekamen wir einen Brief wir sollen doch in die kleine Kapelle kommen,dort wurde noch niemand getraut,wir waren die ersten und die Stühle und Tische waren in Lila...unsere Sachen waren auch Lila...das war für mich das Zeichen das Jona&Julie bei uns waren und sich gefreut haben das wir heiraten und uns dieses Schicksal nur fester zusammengeschweißt hat....das sind nur ein paar Beispiele.

Warte nicht auf ein Zeichen...achte einfach auf alle kleinen schönen Dinge im Leben und deine Omi wird die ein Zeichen senden. GANZ SICHER!

LG Gesine mit Jona&Julie fest im #herzlich u Jamiro im Arm
http://unsere-suessen.chapso.de/

Beitrag von blackpanther32 11.03.11 - 14:14 Uhr

....als meine Oma letztes Jahr beerdigt wurde, bat ich Sie auch um ein Zeichen, wenn es ihr möglich wäre. Als der Sarg von der Halle ans Grab geschoben wurde, da umgab mich plötzlich ein Duft, wie nur Oma gerochen hatte, so nach Lavendelkissen und ihr Parfüm, war schon seltsam. Meine Mutter meinte dann ich hätte es mir nur eingebildet, aber der Duft war da.

....auch beim Onkel meines Mannes bat ich um ein Zeichen, weil ich mir auch nicht so sicher war, er starb schon vor einigen Jahren. Der Sarg stand vorne in der Kapelle, mit einem großen Blumenbukett drauf, als ich so an ihn dachte, bewegten sich plötzlich die Blumen in dem Gesteck, als würde man an einer Stelle ein Gebläse hinhalten, das konnte unmöglich von einem Luftzug durch ein offenes Fenster kommen.

....mein Onkel, zu dem ich ein sehr intensives Verhältnis hatte, erschien mir öfter im Traum, wir haben uns dann irgendwo getroffen und ich habe mit ihm geredet, wobei ich aber genau wußte dass er tot ist.


....das sind meine Erfahrungen

Beitrag von myimmortal1977 11.03.11 - 15:29 Uhr

Hallo :-)

Ich persönlich glaube an ein "Weiterleben" nach dem Tod. Nur halt in anderer Form, ohne Körper, die Seele und die Persönlichkeit eines Menschen bleiben aber bestehen. Nicht nur durch Bilder in unserer Erinnerung.

Ich glaube aber nicht an Wiedergeburt. D. h. ich glaube nicht daran, dass die Seelen und Persönlichkeiten der Verstorbenen wieder und wieder in anderen Körpern auf die Welt kommen.

Warum?!?!? Frag mich nicht. Es gibt zwar hier und da Berichte drüber, wo Menschen sich an ihr früheres Leben erinnern sollen. Mich persönlich überzeugen diese Berichte allerdings nicht.

Jedoch was mich überzeugt hat ist, dass weltweit so viele Menschen, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben, das selbe erzählen.

Sie haben Dinge gesehen und konnten diese im Anschluss wiedergeben, die sie gar nicht hätten sehen und entsprechend wissen können. Z. B. Reanimationsmaßnahmen im Krankenhaus. Bis in kleinste Details können die Betroffenen Geschehnisse schildern. Woher sollten sie es wissen? Wenn sie sich nicht selbst dabei hätten beobachten können?

Mein Vater erkrankte und verstarb 2000 an Krebs. Ich hatte ein sehr inniges Verhältnis zu meinem Vater. Wenige Wochen nach seinem Tod, hatte ich einen sehr realen Traum, der mich auch noch Tage danach sehr aus der Bahn geworfen hat.

Ich träumte des Nachts ich wäre bei meinen Eltern zu hause. Es klingelte das Telefon und ich ging ran. Dran war mein Vater, der zu mir sagte: Hase, mach Dir keine Sorgen, mir geht es gut.

Ich stotterte nur ins Telefon: Papa, wie kannst Du mich anrufen? Ich dachte da oben im Himmel, da gäbe es gar kein Telefon?!

Dann bin ich fix und fertig aufgewacht.

Ich glaube schon, dass es ein Zeichen von ihm gewesen ist. Er wollte noch nicht gehen, hat sich immer um mich gesorgt, wollte mich mit keinerlei Problemen belasten, war immer nur darum bemüht, dass es mir im Leben gut geht.

Für mich wollte er ein Zeichen setzen, dass er nun erlöst ist, von seinem Leid und all den Schmerzen.

Mein Vater verstarb nach kurzem schwerem Leiden an Krebs.

ICH glaube an ein "Leben" nach dem Tod. Und ich glaube daran, dass die Seelen unserer Verstorbenen jeden Tag in unserem Leben anwesend sind.

Kennst Du den Film "Stadt der Engel" City of Angels????? So ähnlich, ganz im Groben stelle ich es mir vor.

LG Janette

Beitrag von polarsternchen 12.03.11 - 10:57 Uhr

Hallo Sophie,

mein herzliches Beileid gilt Dir und Deiner Familie! Es ist immer schlimm, wenn ein geliebter Mensch geht, egal, wie alt er ist! Ich persönlich hatte schon einige wunderbare Erlebnisse und glaube ganz fest an Wiedergeburt! Eine besonders emotionale Erfahrung machte ich vor 3 1/2 Jahren, als meine Mutter nach einr schweren Hirn-OP im Koma lag und die Ärzte kaum noch Hoffnung hatten! Ich saß an ihrem Bett und las ihr aus einem Buch vor! Immer wieder schaute ich auf ihr Gesicht und sprach sie persönlich an! Keine Regung, nichts! Plötzlich kam eine ganz seltsame Situation, die ich in dem Moment garnicht richtig realisieren konnte: Das Gesicht meiner Mutter veränderte sich langsam! Ich war wie im Trance und konnte garnicht reagieren, hatte aber auch garkeine Angst! Immer mehr nahm sie die Gesichtszüge meiner verstorbenen Oma (ihrer Mutter, welche starb, als ich 8 Jahre alt war und zu der sie ein ganz inniges Verhältnis hatte!) an, bis sie genauso aussah, wie ich meine Oma in Erinnerung hatte! Ich fragte nur: Oma, was machst Du denn hier und wo ist Mama, aber ich bekam keine Antwort! Kurz darauf entwickelte sich das Gesicht wieder ganz langsam zu dem Gesicht meiner Mutter zurück! Die ganze Zeit hatte ich mich nicht bewegen können aber es kam mir alles absolut vertraut vor! Danach verspürte ich einen unglaublichen inneren Frieden, ich hatte keine Angst mehr, meine Mutter zu verlieren, denn ich war mir sicher, dass sie in dieser schweren Zeit nicht allein war! Ein paar Tage später erwachte sie übrigens aus dem Koma und entgegen allen ärztlichen Prognosen wurde sie wieder völlig gesund! Ein wahres Wunder! Als ich sie auf mein ERlebtes ansprach, konnte sie sich an nichts erinnern, hatte auch kein "Nahtodeserlebnis" oder ähnliches! Ich denke, solche Erfahrungen kann man nicht herbeiwünschen, sie geschehen einfach - wie bei Deinem Opa! Sei einfach sehr aufmerksam auf das, was in nächster Zeit passiert und auf das, was Du träumst! Ich wünsche Dir, dass Deine Oma sich auf irgendeine Weise bei Dir meldet!

Alles Gute!

Beitrag von starshine 18.03.11 - 15:25 Uhr

Ja, unbedingt!
Ich erzähle das aber ungerne Menschen, die sich selbst für so speziell "sensibel" halten und denken, sie sollten das spüren und andere nicht. Damit hat es nämlich überhaupt nichts zu tun. Es geht nicht um Glauben oder Unglauben hier und auch nicht um Esotherik. Ich denke, der Schlüssel dazu ist Demut ;-)

Ich hatte bereits 3 solcher Erfahrungen und kann mit Sicherheit sagen, dass es "ein Leben danach" gibt. Diejenigen, die dankbar sein können für das bereits Erhaltene, sind auch offen dafür das zu erfahren. Diejenigen, die immer nach etwas Besserem streben, werden sich immer nur um sich selber drehen.