Hausgeburt!

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 10:57 Uhr

Huhu!

Ich werde evtl. daheim entbinden. #huepf

Gibt es evtl. Erfahrungsberichte? Oder schöne Seiten im Internet, wo über das Thema Hausgeburt etwas geschrieben steht? Videos?

Freu mich auf Antworten! #danke

LG, Mel

Beitrag von mhara 11.03.11 - 11:02 Uhr

Ich möchte auch gerne eine hausgeburt, doch mein mann macht mir da einen strich durch die rechnung :-(

wie hat dein mann reagiert?

lg

Beitrag von nisivogel2604 11.03.11 - 11:15 Uhr

Wer bekommt denn das Kind, du oder dein Mann?


Mein Mann war auch dagegen. Dann gabs das Ultimatum entweder Hausgeburt mit ihm oder ohne ihn. (drittes Kind) Er hat sich dann dafür entschieden dabei zu sein und würde heute nichtmal mehr auf die Idee kommen zum gebären in eine Klinik gehen zu wollen, wenn alles ok ist

lg

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 11:26 Uhr

huhu!

was habt ihr mit den beiden größeren kindern während der geburt gemacht?

lg, mel

Beitrag von nisivogel2604 11.03.11 - 11:28 Uhr

Die waren bei den Großeltern. Das war aber mehr Zufall, dass die Zeit hatten. Ansonsten wären sie hiergeblieben und die zweite Hebamme hätte sich abwechselnd mit meinem Mann gekümmert. Wegorganisieren fand ich dann aber schöner, als die Wehen einsetzten.

lg

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 11:25 Uhr

Mein Mann macht das, was ich sage. #rofl

Nein, ganz so ist es nicht. Weißt Du, bei einer Geburt bin ich die Hauptakteurin. Neben dem Baby, klar. Meine erste Geburt im Krankenhaus war mir zu technisch. Ständig dieses CTG um den Bauch, der eh schon weh tat. Diese unbequeme Lage da, ich hab mich unwohl gefühlt. Ich wollte damals auch eigentlich gleich schon wieder heimgehen nach der Geburt, aber das wollte der Mann nicht. Was ist, wenn mit dem Kind was ist? Ja, das Kind hatte Gelbsucht nach der Geburt, aber ich bin mir sicher, dass ich das auch daheim hätte behandeln können. Ich mein, das Kind wurde im Juli geborden. Zur Not hätte man immer noch in ein KH gehen können, aber die sofortige Behandlung war total überzogen. Ich hatte mich hinterher mal mit den Bili-Werten auseinandergesetzt und festgestellt, dass das alles nur Panikmache war... Mir wurden jedenfalls 2 Nächte im Leben meines Kindes gestohlen. #schmoll Das Kind verbrachte 2 Nächte im "Kinderzimmer" auf dem Bauch liegend im Bilibed. Wegen der Bauchlage musste es an einen Monitor angeschlossen werden.

So.

Ich hab dem Mann hinterher immer wieder gesagt, dass ich das nächste Kind (wenn es denn überhaupt eins geben sollte) maximal ambulant im KH, besser noch im Geburtshaus zur Welt kommen soll. Jetzt bin ich schwanger. Und ich habe eine Weile zwischen Geburtshaus und Hausgeburt geschwankt. Rein "sicherheitsmäßig" nimmt sich die HG vom Geburtshaus nichts. Jetzt habe ich noch ein großes Kind, dass ja während der Geburt irgendwie betreut werden muss. Ich brauche bis ins Geburtshaus 30 Minuten mit dem Auto, bis die Oma hier ist, dauert es ebenfalls ca. 30 Minuten. Das macht eine Stunde. Das ist mir zu "heiß". Daher hab ich mich für eine Hausgeburt entschieden. Da kann die Oma kommen und gleichzeitig quasi die Hebamme. Das Kind muss nicht aus der Wohnung gejagt werden, die Oma muss es nur betreuen.

Das hab ich dem Mann alles so vorgetragen. Akzeptiert. #schwitz Großes Plus: Er hasst Krankenhäuser.

Sollte nun doch noch etwas dazwischen kommen. Ich hab Gestationsdiabetes, sollte ich noch Insulinpflichtig werden, kann ich es knicken. Aber auch dann werde ich ambulant im KH entbinden.

Oh je, ich hab wirr geschrieben, oder?

Ich möchte einfach selbstbestimmt entbinden. Daheim, da, wo ich mich am wohlsten fühle.

LG Mel

Beitrag von nisivogel2604 11.03.11 - 11:29 Uhr

Mel, es gibt auch Hebammen, die bei Unsulinpflicht mit dir zu Hause bleiben. Man muss sie nur finden ;-)

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 11:39 Uhr

Nein, das Risiko möchte ich selbst nicht eingehen. Deshalb der Kompromiss für mich, dann halt ambulant im KH zu entbinden. Bei der Großen war zwar trotz Insulin nach der Geburt auch nichts, aber ich möchte in dem Fall das Kind versorgt wissen.

Außerdem bin ich froh, HIER eine HG-Hebamme gefunden zu haben. Und dann noch mit meinem ET mitten in den Ferien.

Beitrag von nisivogel2604 11.03.11 - 11:42 Uhr

Dann drück ich dir die Daumen, das das mit der SS Diabetes im Rahmen bleibt. Darf ich fragen, wer deine Hebamme ist?

lg

Beitrag von qrupa 11.03.11 - 11:56 Uhr

Meiner war anfangs auch nicht begeister, aber nach dem ersten Gespräch mit unserer Hebamme war er absolut dafür.

Beitrag von nele27 11.03.11 - 15:58 Uhr

Naja, Dein Mann macht sich wahrscheinlich einfach Sorgen... Männer sind ja oft so technikgläubig. Sie denken, wennn 37 Geräte um Dich rumstehen, wird alles gut :-)

Um seine Zweifel zu zerstreuen, würde ich ihn mit zu Deiner Hebamme nehmen! Sie kann auf alle seine Fragen kompetent Antworten und auch zu evtl. Sicherheitsrisiken Stellung nehmen. Vll ihre Gerätschaften zeigen, dann ist er zufrieden :-)

LG, Nele

Beitrag von besser-gehts-nicht 11.03.11 - 11:06 Uhr

http://www.urbia.de/profile/nisivogel2604

Die musst du mal Fragen, sie ist eine Hausgeburtsfetischistin.
Die müsste alles wissen!

#winke

Beitrag von nele27 11.03.11 - 15:59 Uhr

#rofl

Beitrag von nisivogel2604 11.03.11 - 16:58 Uhr

Ich nehm das mal als Kompliment :-p

Beitrag von nisivogel2604 11.03.11 - 11:21 Uhr

Hallo Mel,

ich fang mal an:

Hier mein Bericht: http://nisis-genaehte-werke.blogspot.com/search?updated-min=2009-01-01T00%3A00%3A00%2B01%3A00&updated-max=2010-01-01T00%3A00%3A00%2B01%3A00&max-results=50 (Stellenweise heftig, aber lies ihn dann unbedingt zu Ende. Das heftige ist keinesfalls etwas negatives)

Da findest du eine ganze Sammlung von Videos

http://www.privatgeburt.de/forum/viewforum.php?f=54

Das hier find ich total toll:

http://www.vimeo.com/7012325

Ansonsten bei Google mal Homebirth eingeben


Wenn du sonst noch Fragen hast, frag immer gerne. :-)





Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 11:27 Uhr

danke!

ich schau mir das alles gleich mal an. fragen kommen sicherlich noch einige auf. #schein

ich freu mich so auf die hausgeburt.

Beitrag von danisahne24 11.03.11 - 17:36 Uhr

Hallo Mel,

hier auch mein Hausgeburtsbericht!

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=43&tid=2460148&pid=15621170

Wünsche dir dass dein Diabetes sich nicht weiter breit macht.
Alles Liebe
Dani

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 11:40 Uhr

Toller Geburtsbericht. Ich hab richtig mitgefühlt. Ich fand den jetzt gar nicht so heftig. Jedenfalls nicht im Vergleich mit der Geburt meiner Tochter. #schwitz

Beitrag von nisivogel2604 11.03.11 - 11:42 Uhr

#danke

ich warne mittlerweile nur vor, weil es schon Frauen gab, die sich durchaus erschreckt haben ;-)

Beitrag von uta27 11.03.11 - 18:38 Uhr

Hallo!
Ich muss mich mal dazwischenmogeln!
Habe gerade mit großem Interesse Deinen Geburtsbericht gelesen.
Super! Es hat mich etwas in Euphorie und Vorfreude versetzt! Jaaa, das habe ich auich bald wieder!!!
Es ist doch unvergleichbar, ein Kind selbstbestimmt und frei von Druck zuhause zu gebären!
Ich durfte dies bereits ein Mal erleben und wir planen dies jetzt wieder.

Ich bin ja eher die, die ALLE rauswirft und Ihre Ruhe haben will.
Ich kann mir auch gut vorstellen, mein Kind alleine zu bekommen.
Die Hebamme kann ja mit meinem Mann fernsehen ;-)

Alles Liebe weiterhin für Euch und großes Kompliment an eine große Leistung!
Liebe Grüße, Uta

Beitrag von only_love 11.03.11 - 20:08 Uhr

Hallo nisivogel2604,

dein Geburtsbericht fand ich supi :) meine erste geburt war im Geburtshaus und war auch super schön :)


LG Susanne

Beitrag von qrupa 11.03.11 - 11:55 Uhr

Ich hab vor 9 Wochen meine zweite Tochter zu Hause bekommen. War die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Bei einer geplanten Klinikgeburt wäre es ziemlich sicher wieder ein KS geworden.
Hier mein Geburtsbericht
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=43&id=3017919

Die Große war die meiste Zeit bei den Großeltern und kam dann 4 Stunden nach der Geburt dazu. Wenn es nicht unbedingt sein muß bekomme ich kein Baby mehr in einer Klinik

Beitrag von saya82 11.03.11 - 13:10 Uhr

ich hatte zwei Klinikgeburten und eine Hausgeburt und könnte mir wieder etwas anderes vorstellen.
Hier mein Geburtsbericht.
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=43&tid=2784982
LG

Beitrag von escada87 11.03.11 - 16:41 Uhr

hab leider keine Erfahrungsberichte für dich aber ich hab heute selbst mal meinen FA darauf angesprochen

er meinte er könnte von medizinischer Sicht noch nichts zu dem Thema sagen aber er fragte auch nach wieso ich nicht im KH entbinden wolle... (was ja nicht ganz so stimmt) und ob eine ambulante Geburt in Frage kommen würde... was ich jedoch verneinte da für mich nicht das baldige Nach-Hause-Kommen im Vordergrund steht sondern mehr das in schöner Atmosphäre gebären (und natürlich noch viel mehr #bla)

mich hat gewundert dass er doch sehr zurückhaltend reagiert hat, man sah ihm zwar an dass er weniger begeistert ist aber sich zu diesem Thema auch nicht unbedingt negativ geäußert hat

:-) na mal schaun, am Montag hab ich wieder einen Termin zur Kreisssaalbesichtigung, danach möchte ich gerne mit dem Arzt darüber sprechen was mir bei der letzten Geburt gefehlt hat oder mich gestört hat, war ja nicht so viel dass man es nicht "ändern" oder verbessern könnte

:-)

Beitrag von golm1512 11.03.11 - 18:20 Uhr

Du wirst wahrscheinlich keinen Arzt finden, der eine Hausgeburt gut findet. Ärzte denken in Krankheiten und natürlich können sie dir eine Menge Schauergeschichten erzählen, die sie selber erlebt haben. Hausgeburten erleben die ja in der Regel nicht.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob dir eine im Krankenhaus angestellte Hebamme zu einer Hausgeburt raten wird.

Wenn du dich ernsthaft mit dieser Möglichkeit beschäftigen willst, dann musst du Menschen fragen, die entweder selber eine Hausgeubrt hatten oder Hebammen, die mehrere Geburten zuhause begleitet und somit Erfahrung damit haben.

Mein erstes Kind kam im GBH zur Welt, das zweite relativ ungeplant zuhause. Die erste Geburt war großartig, die zweite unschlagbar! Wenn ich aber heute nach fünf Jahren den Leuten um mich herum davon erzähle, ernte ich ungläubige und auch entsetzte Blicke. Nicht nur, aber häufig.
Die Entscheidung "Hausgeburt" muss man für sich treffen und eine Hebamme finden, die einen unterstützt und begleitet. Mein Mann war sowieso offen für alles.
Und dann muss man das durchziehen. Egal, was andere noch so zu propheten haben. Ja, man hat eine Menge Verantwortung. Die hat man aber immer. Ganz besonders auch im Krankenhaus, auch wenn Ärzte einem was anderes vorgaukeln.

Einen Arzt hatte ich übrigens weder in der Schwangerschaft noch während der Geburt. War auch nicht nötig. (Wäre einer nötig gewesen, hätte ich einen aufgesucht.)

Viele Grüße
Susanne