Langzeitstillen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von wunki 11.03.11 - 12:08 Uhr

Ich habe etwas gepostet bezgl. Tandemstillen und wieder einen Beitrag gelesen, dass es für jmd. komisch wäre, ein 3-jähriges Kind zu stillen (völlig unabhängig vom Post, war nur eine allg. Meinung).

Also ehrlicherweise muss ich zugeben, dass der Gedanke daran, ein 3-jähriges Kind an der Brust zu haben, auch für mich "komisch" ist. Aber ist es nicht auch irgendwie sonderbar, dass wir Menschen als einziges Lebewesen (ich beziehe das auf freie Wildbahn) Fremdmilch trinken? Warum ist der Gedanke daran "komisch"? Ich denke, weil es in der Gesellschaft einfach so "abgewertet" wird. Wollen wir uns wirklich an der Gesellschaft orientieren? Oder uns einfach an den Bedürfnissen der Kinder orientieren?
Ich muss sagen je länger mein Sohn stillt, desto weniger "komisch" finde ich das noch (Langzeitstillen). Ok, eine gewisse Grenze gibt es auch für mich...und ob ich nun bis 3 stille, weiß ich nicht - kommt ganz drauf an -.Aber wenn sich Kind und Mutter wohlfühlen?

Was sagt ihr zu dem Thema? Warum ist es für viele "komisch"? (ich bitte um eine sachliche Diskussion)


LG Wunki

Beitrag von schnuffel0101 11.03.11 - 12:17 Uhr

Ich kann es ganz schwer erklären. Muss dazu sagen, ich konnte bei beiden Kindern nicht stillen. Alleine die Vorstellung, dass ein Kind mit 3 Jahren oder noch älter bei der Mama am Busen hängt... nee da wird es mir ganz anders bei. Die Kids sind in dem Alter teilweise schon so selbständig, aber noch stillen... Das passt für mich z.B. gar nicht zusammen.
Ich weiss, die Steine werden fligen, aber das ist meine Meinung.

Beitrag von wunki 11.03.11 - 12:24 Uhr

Steine sollen hier gar nicht fliegen...hier geht es um Meinungen. ;-)

Also so inetwa habe ich vor der Geburt auch gedacht. Und ich habe auch nicht in Erwägung gezogen, dass mein Sohn länger stillt als 1 Jahr. Irgendwie war das für mich kein Thema. Aber mit der Zeit - vielleicht liegt es an der Stillzeit, die schon hinter mir liegt - verstehe ich immer besser und finde es immer weniger "komisch".Vor allem weil ich mir denke, dass mein Sohn das noch braucht. Vielleicht nicht was die Ernährung angeht; bei ihm geht es mehr ums Körperliche, denke ich. Gut, von dem 3. Geburtstag sind wir noch entfernt, aber es gibt ja schon viele, die Stillen über 4 Monate hinaus merkwürdig finden. #kratz

LG Wunki

Beitrag von ayshe 11.03.11 - 12:35 Uhr

##
Vor allem weil ich mir denke, dass mein Sohn das noch braucht. Vielleicht nicht was die Ernährung angeht; bei ihm geht es mehr ums Körperliche, denke ich.
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Das ist ein ganz wichtiger Aspekt, und genau das können sich viele überhaupt nicht vorstellen, manche denken ja sogar, daß sie Mutter es will.


Ich habe sehr früh voll gearbeitet und meine Tochter hat das Stillen geliebt, es bedeutete ihr echt alles, sie war jeden Tag so glücklich und erleichtert, wenn ich nach Hause kam.
Wie hätte ich ihr das denn auch noch nehmen sollen?
Und Kinder zeigen immer deutlicher, was es ihnen bedeutet, je älter sie werden.

Beitrag von schnuffel0101 11.03.11 - 14:17 Uhr

Meiner ist auch ne absolute Schmusebacke und braucht auch sehr viel Nähe. Ich bleibe einfach dabei, es gibt so viele Möglichkeiten ausser Stillen, den Kids diese Nähe zu geben. Was sollen denn Mütter wie ich z.B. machen ,die absolut nicht stillen konnten, nicht mal einen Tag?

Beitrag von hailie 11.03.11 - 14:25 Uhr

Weißt du, ich habe den direkten Vergleich.

Meine erste Tochter ist ein Flaschenkind, weil das Stillen nicht klappte (aufgrund falscher Informationen). Ich fand es zwar schade, bin aber wunderbar damit zurecht gekommen. Wir haben beim Füttern natürlich immer ausgiebig geschmust usw... aber es ist einfach NICHT dasselbe, wie bei einem Stillkind.
Es geht ja längst nicht nur um die Nahrungsaufnahme, Stillen ist viel mehr. Meine zweite Tochter musste noch NIE weinen, weil sie sich durch das Stillen immer beruhigen ließ. Dieses Wundermittel hatte ich bei der Großen eben nicht.
Diese Erfahrung muss man selbst gemacht haben, um den Unterschied zu merken. :-)

LG

Beitrag von nele27 11.03.11 - 16:18 Uhr

Nein, Steine fliegen nicht. Aber beschreib doch mal, was genau Du daran seltsam/eklig findest... interessiert mich mal!
Liegts daran, dass die Brust im Allgemeinen eher fürs Sexuelle statt fürs Stillen steht?

LG, Nele

Beitrag von tragemama 11.03.11 - 12:21 Uhr

Für mich war bis vor etwa einem Jahr auch der Gedanke komisch, ein schon laufendes Kind zu stillen - BÄH. Tja, Christina ist 16 Monate alt, läuft wie eine Eins und stillt noch ziemlich häufig - mir gehts damit gut.

Ich finde, man muss das spontan entscheiden, es muss einem als Mutter damit ja auch gut gehen. Mittlerweile kommen schon recht viele komische Blicke oder Kommentare, mir aber egal. Z.B. war ich gestern bei meiner Mutter und eine etwa 70jährige Bekannte war da. Christina wollte stillen, ich hab mich etwas weggedreht und sie angedockt - die Bekanntte: "Was macht die denn jetzt da?" - ich: "Trinken." - sie "AM BUSEN???"... :-)

LG Andrea

Beitrag von wunki 11.03.11 - 12:26 Uhr

"Was macht die denn jetzt da?" - ich: "Trinken." - sie "AM BUSEN???"...
#rofl

Beitrag von angeldragon 11.03.11 - 15:23 Uhr

#rofl#rofl

Beitrag von nele27 11.03.11 - 16:18 Uhr

***
"Was macht die denn jetzt da?" - ich: "Trinken." - sie "AM BUSEN???"...
***

#aha Nö, unter der Achsel :-)

Beitrag von hailie 11.03.11 - 12:23 Uhr

Es ist einfach ein Problem unserer Gesellschaft.

Und die Hersteller von Flaschennahrung haben sicher auch Schuld; man muss sich nur einmal die Werbung ansehen. ("Stillen ist das Beste für ihr Baby. Und NACH dem Stillen ...")

Früher hätte ich mir auch nicht vorstellen können, ein Kind lange zu stillen.
Aber man wächst hinein ... je älter das Kind wird, desto normaler erscheint es! :-D

LG

Beitrag von wunki 11.03.11 - 12:27 Uhr

"Aber man wächst hinein ... je älter das Kind wird, desto normaler erscheint es."

Jonas ist zwar erst 9 Monate alt, aber so empfinde ich auch.

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 13:56 Uhr

"je älter das Kind wird, desto normaler erscheint es!"

richtig. das kind ist ja nicht von heut auf morgen plötzlich 3 jahre alt. man wächst da hinein. es läuft so nebenher, möchte ich bald behaupten, man stillt dann ja auch nicht mehr so viel wie bei einem 3 monate alten baby.

meine tochter hat sich jetzt mit 2,5 aufgrund der erneuten schwangerschaft abgestillt und ich muss sagen: eigentlich find ich sie noch zu klein dafür. bzw. bin ich mir sicher, dass wir ohne schwangerschaft noch stillen würden.

lg, mel

Beitrag von schnuffel0101 11.03.11 - 14:19 Uhr

Warum findest Du sie noch zu klein dafür?

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 14:30 Uhr

das kann ich mit worten einfach nicht beschreiben. ich kenne meine tochter.

liegt wohl wirklich einfach daran, dass sie ohne die schwangerschaft noch stillen würde. und: sie verlangt plötzlich ständig nach milch aus der tasse. hab extra premilch gekauft, weil ich reine kuhmilch nicht mag. das ist zeichen genug für mich, dass sie noch nicht wirklich bereit war zum abstillen.



Beitrag von marysa1705 11.03.11 - 15:59 Uhr

Bei Dir auch?
Oh da bin ich ja fast erleichtert, dass ich nicht die Einzige bin.

Ich höre immer nur von Müttern, die entweder in der nächsten Schwangerschaft schon lange nicht mehr stillen, oder die problemlos auch während der Schwangerschaft weiterstillen können.

Ich muss sagen, ich hatte wieder ziemlich daran zu knabbern, dass auch unser Jüngster jetzt nach den ersten drei Schwangerschaftsmonaten wieder mit dem Stillen aufgehört hat.
Mit geht es genauso wie Dir: Ich bin mir sicher, er würde sonst noch weiter stillen.

LG Sabrina

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 18:11 Uhr

und ich dacht schon, ich krieg jetzt hier den stempel "du kannst nicht loslassen" aufgedrückt. darum geht es nicht. aber wenn ich merke, dass sie jetzt stattdessen milch trinken möchte, die sie vorher maximal als kakao trank, dann bringt mich das schon zum nachdenken. #schmoll

wie gesagt, ich hab extra premilch geholt, weil ich kuhmilch nicht so sehr mag. jedenfalls nicht in den aktuellen mengen.

fühl dich nicht allein, auch wenn es das irgendwie nicht besser macht.

Beitrag von marysa1705 12.03.11 - 10:17 Uhr

Nein, sicher nicht... #liebdrueck

Es hängt wohl einfach damit zusammen, wenn man sich sehr mit dem Thema beschäftigt hat und um natürliches Abstillalter und die Vorteile des langen Stillens weiss.

Unser Kleiner ist ja erst 1,5 Jahre alt - also kein Alter in dem sich ein Kind sonst von selbst abstillen würde.
Er will zwar nun auch nicht extra mehr andere Milch, sondern nimmt Kuhmilch eigentlich nur in Form von Müsli, Joghurt oder einem Stück Käse, aber ich bin mir trotzdem sicher, dass er ohne die Schwangerschaft noch stillen würde.

Ich habe aber auch noch keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Warum gefunden. Habe zwar in mehreren Büchern gelesen, dass es durch die Schwangerschafts-Hormone einfach sein kann, dass die Milch zurück geht oder das ältere Kind nicht mehr stillen mag. Aber das ist mir ein bisschen zu ungenau.
Aber vielleicht ist es ähnlich wie mit der Übelkeit in der Schwangerschaft: Manchen Frauen wird es gar nicht schlecht, manchen nur die ersten 3 Monate und manchen die ganze Schwangerschaft über. Was einen nun genau trifft, kann man nicht vorhersagen und auch nicht die genaue Ursache.


#winke

Beitrag von muehlie 12.03.11 - 12:29 Uhr

Also ich sage dir eins: sooo toll ist das Stillen während der Schwangerschaft auch nicht. ;-) Irgendwann werden nämlich auch die abgehärtetsten Brustwarzen wieder besonders empfindlich, und dann geht einem das ständige Tröststillen schon ziemlich auf den Keks.

Zur Frage, wieso sich manche Kinder während einer erneuten Schwangerschaft abstillen, habe ich mehrfach gelesen, dass die Muttermilchproduktion wieder auf Kolostrum umstellt, und das Zeugs schmeckt vergleichsweise bitter. Ich habe auch mal irgendwo von einer Mutter gelesen, deren Tochter ihr irgendwann sogar sagte, dass ihre Milch "wie Kaka" schmecken würde.
Naja, sieht meine Tochter - so wie damals mein Sohn - irgendwie anders. #augen

Beitrag von marysa1705 12.03.11 - 17:32 Uhr

Ja, das mit der Veränderung des Geschmacks habe ich auch gelesen.
Bei mir ist es aber so, dass die Milch einfach "weggegangen" ist. Im November, also noch vor der Schwangerschaft, war ich ein Wochenende lang auf einem Seminar in Deutschland und musste alle paar Stunden abpumpen, weil ich sonst "geplatzt" wäre. Und jetzt war einfach gar nichts. Kein bisschen harte oder "volle" Brust.
In einem Buch des dt. Ärzteverlags habe ich gelesen, dass "die Schwangerschaftshormone die Milchbildung stark reduzieren" können.
Für mich ist einfach nicht ganz klar, warum das nicht bei allen so ist, denn die Schwangerschaftshormone haben ja schliesslich alle. Und wir haben wirklich bis zur Schwangerschaft noch OFT gestillt, besonders nachts.

Dass das Stillen während der Schwangerschaft auch unangenehm sein kann, glaube ich gerne. Es geht mir auch weniger darum, dass ICH von mir aus noch unbedingt weiter stillen möchte - schliesslich gehts ja in 6 Monaten wieder von vorne los. ;-) Ich denke eben viel eher, dass unser Sohn vom Alter her eigentlich noch weiterstillen würde, also ohne die Schwangerschaft. Er ist ja erst 1,5 Jahre alt, also eigentlich kein Abstillalter.

Beitrag von angeldragon 11.03.11 - 12:27 Uhr

;-)komisch weil wir in einem industrie land leben das mehr als modern ist und wir es uns so einfach wie möglich machen können

es ist doch wesentlich einfacher flasche zu geben, es ist wesentlich angenehmer ab 4-5 monaten das stillen aufzuhören weil minis dan essen können und dementsprechent auch müssen weil sies können

wir so emanzipiert sind das wir sagen können stillen ist eklig und von jedem beifall bekommen weil man schlieslich seinen körper über das wohl des kindes stellt

ebenso schlafen es ist einfacher das kind ein paar nächte oder wochen schreien zu lassen und dan seine ruhe zu haben als es jahrelang nachts zu füttern und oder zu stillen/im bett schlafen zu lassen

es ist die regel das sie hier jeder ein kinderbett leisten kann in ländern in denen das nicht s ist giebt es keine diskusionen ob familienbett jetz gut oder schlecht ist

das heißt aber nicht das ich nicht fürs eigene bett vom baby bin oder das ich flaschenmamis aus prinzip verurteile schlieslich mach ich mir mein restliches leben auch so einfach wie möglich weil ichs eben kann :-p

liegt alles an unserem wohlstand ;-);-);-)


weil das schon länger so ist ist für unsere augen die normalität baby mit flasche alein im eigenen bett alles andere ist sonderbar nicht der norm entsprechent wird also abgelehnt

grüßle vom drachen der denoch mehr als froh ist in einem gesitteten und modernen land wie österreich (wahlweise deutschland) leben zu dürfen

Beitrag von wunki 11.03.11 - 12:32 Uhr

Aber m.M.n. ist Flaschengeben doch nicht einfacher. Ich habe zwar keine Erfahrung, aber Brust raus, hört sich einfacher an als: Flasche saubermachen, Wasser erhitzen, Pulver rein, schütteln.......Unabhängig vom gesundheitlichen Aspekt, würde ich mir DAS nicht antun wollen. Auch nachts...schreien lassen sowieso nicht. Lässt man jetzt mal außer acht, dass das fürs Kind viel zu belastend ist - mal milde ausgedrückt - so wäre es für mich nachts viel zu stressig....dann lieber "Brust rein" und Ruhe (und Schlaf). Weißt du was ich meine? ;-)

Was aber jetzt eigentlich total am Thema vorbeigeht. :-p


LG Wunki

Beitrag von angeldragon 11.03.11 - 12:39 Uhr

flasche ist einfacher nicht jedem ist es gegeben das dass stillen schön ist auch mit stillberatungt und kinderarzt und und und

ich stille hab ihr aber zeitweise die flasche gegeben weil ichs nimmer ausgehalten hab flasche ist definitiv einfacher

das schreien lassen find ich auch grausam aber das ist nur unsere einschätzung die mütter die ihre babys aleine schreien lassen werden schon wissen was sie tun denke ich #kratz#kratz den die generationen vor uns haben das anscheinend nur so gemacht und jeder von uns lebt noch mehr oder weniger gesund #schwitz

aber wen es funktioniert ist es hinterher auch wesentlich einfacher wen mini dan aleine einschläft und durchschläft

ich würde nicht freiwillig die flasche geben und würde nicht schreien lassen aber ich verurteile niemanden der das tut und wie gesagt im restlichen leben mach ich mirs auch schön einfach so einfach wie es geht #rofl#rofl#rofl

Beitrag von akti_mel 11.03.11 - 13:58 Uhr

huhu!

hat das mit dem flasche weglassen abends geklappt? *nachfrag*

lg, mel