Anruf vom Landschaftsverband!Nun doc kein HPK

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von luca2006 11.03.11 - 12:39 Uhr

Hallo
Hatte vor ein paar Wochen wegen dem HPK hier geschrieben.
Eben hatte ich mit einer Dame vom Landschaftsverband geredet.
Sie sagte mir das mein Sohn zwar Einzelbetreuung und kleine Gruppen braucht,aber nicht in de HPK soll weil er 1.nicht so stark Entwicklungsverzögert ist,muss mindestens 6Monate zurück sein.
Nun werden wir uns mit unserem jetzigen Kiga nochmal zusammen setzen,sie sollen mir den Förderplan von der I Kraft zeigen und er wird noch bis Sommer 2012 in der Krippengruppe bleiben und mal schauen wie der Kiga mir noch entgegen kommen kann.
Die Dame sagte mir auch das 1.das nicht der Wahrheit entsprechend war was die Leitung des HPK s mir sagte,denn sie meinte das im HPK sehr viele sind mit auch nur körperlichen Behinderungen,das stimmt nicht,mein Sohn wäre das einzige fitte Kind....
Und das wenn er in den HPK gehen würde es später sehr schwer wäre das er auf eine Regelschuhe gehen könnte.
Nun ist schon wieder alles durcheinander,und ich war mir sooo sicher :-(
LG

Beitrag von krokolady 11.03.11 - 13:57 Uhr

Ein HPK mit ausschliesslich geistig behinderten Kindern demnach?
Sorry, aber das kann ich nicht so recht glauben!

Meine Tochter geht ja auch in nen HPK der Lebenshilfe, und wirklich geistig behindert sind da vielleicht insgesamt 5 Kinder.
Viele Kinder haben einfach nur leichte Sprachstörungen, ADS-Verdacht, Entwicklungsverzögerungen etc.
Meine Tochter ist egentlich so gesehen das am meist betroffenste Kind dort im KiGa.

Wenn doch fest steht das Dein Kurzer kleine Gruppen braucht....wie soll das in einem Regel-Kiga möglich sein?
Da sind doch immer mindestens 15 - 18 Kinder in einer Gruppe.........und womöglich hat der KiGa noch ein offenes Konzept was ja für Deinen dann gar nix ist.

Wenn Du ihn wirklich gern in den HPK haben willst red echt noch mal mit der Leitung davon.....die kennen meist die besten Tricks!

Beitrag von elofant 11.03.11 - 13:59 Uhr

Hallo S****!

Wissen die eigentlich noch was sie wollen? Ich dachte, Ihr habt den Platz im HPK schon sicher??
Aber das mit der Regelschule leuchtet mir ein. Vom HPK auf eine "normale" Schule - das musst Du erstmal dem Schulamt erklären. Sicher hat die Dame da recht.
Gibts nicht noch ne andere Anlaufstelle, wo Du ich beraten lassen kannst? Keine Ahnung - Caritas, Familienhilfe, Diakonie. Die wissen doch sowas auch meist.
Aber wenn er unter den ganzen Kindern, der einzig fitte ist, ist er wohl doch eher fehl am Platz in dem HPK.

Sch...
Ich drück die Daumen, dass alles gut wird.

Beitrag von kati543 11.03.11 - 14:26 Uhr

Wie alt ist denn dein Kind? Die Schwere der Entwicklungsverzögerung hängt ja auch vom Alter ab. Mein Großer ist mit 5 Jahren um 1 Jahr entwicklungsverzögert, der Kleine ist mit 3 Jahren um 1,5 Jahre entwicklungsverzögert. HPK's gibt es bei uns ja sowieso nicht. Und den derzeitigen Kiga würde ich gehörig auf die Füße treten. Zumindest unser Kiga redet mit mir bzw. meinem Mann täglich, was war und mehrmals jährlich ein ausführliches Gespräch. Geh ruhig ab und an im Kiga hospitieren. Du musst denen wirklich zeigen, dass du nicht eine Aufbewahranstalt suchst, sondern einen Kindergarten, in dem dein Sohn optimal gefördert werden kann.

Beitrag von skbochum 11.03.11 - 17:59 Uhr

Sorry, aber das ist totaler Mumpitz!!!

Du hast mit der Dame vom LWL geredet, also hast du keinen Ablehnungsbescheid oder sonstiges? Das MÜSSEN sie dir zuschicken, am Telefon wird da häufig versucht die Hilfen zu "verzögern"
Du solltes auf einen Brief bestehen, sonst hast du außer einem Telefonat nix in der Hand!!!

Woher will die Dame wissen, dass dein Sohn nicht entwicklungsverzögert ist? Hier würde teilweise entwicklungsverzögert nämlich schon reichen...
( Hier kommt dann übrigends das SPZ ins Spiel.....)

Was mich am betroffensten macht ist die Aussage, dass es das Kind schwierig haben wird auf eine normale Schule zu kommen :-[
So ein Käse, es gibt Gesetze und dein Kind kann fünfmal im HPK gewesen sein und darf auf ALLE Schulen auf die er möchte und kann!
Lass dich da bloss nicht verunsichern und kämpf für deinen Sohn! Keine Kompromisse auf Kosten der Förderung bitte :-)

Mag sein, dass im HPK dein Kind momentan das Fitteste ist, aber die Belegung ändert sich auch und das weiß die Leitung am Besten.
Solltest du den HPK für dich und dein Kind wollen, dann würd ich mich nächste Woche nochmal ans Telefon schmeißen #drache
Wenn die HPKLeitung gesagt hat, dein Kind könnte passen, dann ruf sie nochmal an und frag nach, wie du das Ziel erreichen kannst!

Bei dem jetzigen Kindergarten würd ich auch nicht Bitte-Bitte machen, die bekommen eine zusätzliche Kraft und die möchte auch einen Job haben. Du bist da keine Bittstellerin. Die haben Förderpläne zu schreiben und die müssen eigentlich auch mit dir besprochen werden.

Also lass dich da nicht kleinmachen!
Die hier können dich im Übrigen beraten:
http://www.vebu-ev.de/Hamm.htm

GrussGruss und Kopf wieder nach oben
Susanne

Beitrag von kati543 12.03.11 - 10:41 Uhr

So wie ich verstanden habe, ist ihr Kind entwicklungsverzögert, aber eben "nur" um ein halbes Jahr.
Ansonsten hast du natürlich Recht. Seit der UN-Konvention haben Eltern viel mehr Rechte. Die Eltern entscheiden, auf welche Schule das Kind geht. Die Schule darf das nur noch ablehnen, wenn keine Kapazitäten frei sind.
Irgendjemand muß immer der fitteste sein im Kiga. Un meistens bekommt das demjenigen gar nicht so schlecht. Derzeit ist er immer nur das Kind, was überall Hilfe braucht und hinterher ist und dann wird er derjenige sein, der anderen helfen kann. Für das Selbstbewußtsein sehr gut.

Beitrag von luca2006 12.03.11 - 13:19 Uhr

Danke für eure Antworten!!!!
Hatte gestern mit der Leitung vom HPK geredet,sie sagte mir das ist ein Unding sofort eine Absage zu geben,das telefonisch,wenn sie nicht mal den Bericht von der Amtsärztin vorliegen hat,die uns ja die Zusage mündlich gegeben hat!
Sie wollen versuchen die Plätze im HPK abzubauen,und wollen eine Schließung,deswegen hoffen sie das ich freiwillig es aufgebe :-[
Die Leitung vom HPK sagte mir definitiv das es NICHT NUR geistig behinderte Kinder sind,klar es sind dort schon viele,wie gesagt von 8 Kindern sind 3schwerstmehrfach Behindert,die anderen zb Autisten etc.
Und sie sagte mir auch das es quatsch ist mit der Förderschule,Cihan ist sehr weit mit seiner Intelligenz und kognitiv sehr fit,er ist auch nicht wirklich entwicklungsverzögert,das ist ja unser Problem.
Sprachlich leicht retadiert,Motorisch auch nicht sooo fit,was aber wohl durch die Wahrnehmungsstörung kommt.
Und ich bin echt schon am überlegen ihn im Regelkiga zu lassen,ihm geht es ja gut dort,er geht gerne hin,ist halt nur sehr schüchtern aber wird nicht gefördert und das ist ja der PUNKT!Och man,haben anfang der Woche ein Gespräch mit der I Kraft und der jetzigen Leiterin und am 25.3 im HPK soll ich zum Elternrat kommen sie wollen mir helfen und dagegen angehen,und ich war mir sooo sicher und nun stehe ich wieder mit einem großen ??? hier :-(
Was ist das richtige???
Lg

Beitrag von turbokristel 12.03.11 - 13:51 Uhr

Huhu,

bei uns ist die Entscheidung letzte Woche nun auch gefallen: Lukas wird ein Jahr lang in den HPK gehen und danach in die Integrationsgruppe wechseln (es sei denn, die Entwicklungsverzögerung nimmt weiter zu, was aber niemand wirklich glaubt).


Ich habe mit Lukas derzeitiger Erzieherin gepsrochen und sie hat Bedenken, dass Lukas sich durch eine zu große Gruppe bremsen lässt bzw. wieder zurückfällt, da er sich dann mit den "sozialen Problemen" auseinander setzen muss. Er geht ja schon als I-Kind in die Krippe (Lebenshilfe) und "seine" HPK-Gruppe ist gleich nebenan, er kennt bereits die Kinder, die Erzieherinnen und auch die Räumlichkeiten. Daher ist es bei ihm keine allzu große Umstellung....

Was nun letztendlich das Richtige für euch ist, kann leider niemand sagen... Besteht bei euch nicht auch die Möglichkeit, erstmal nur ein Jahr im HPK zu machen und dann nochmal in eine I-Gruppe zu gehen? NUr, damit er vielleicht etwas mehr Selbstvertrauen bekommt und dann besser in der großen Gruppe klarkommt?!

LG Kristin