Bericht über Schüttel-Kinder

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sweetwpt 11.03.11 - 13:08 Uhr

Hi,

sry ich muss das mal los werden (weiß nicht mal ob das hier her gehört).

Habe gerade auf eine TV Sender einen Bericht über Schüttel-Kinder gesehen und mir zerreist es das Mutter-Herz wenn ich höre das ein Baby so dolle geschüttelt wird weil es schreit das es danach Behindert oder sogar stirbt.

Ich bin selber Mutter und dazu in der 6 Woche Schwanger, klar bin ich oft auch an meine grenzen gestoßen wenn mein Sohn als Baby mal wieder geweint hat und ich ihn nicht beruhigt bekommen habe.
Aber mir war nie in den Sinn gekommen ihn so zu schütteln.

Im moment bringen mich so berichte zum weinen (denke mal wohl die Hormone).

Sry musste das mal los werden.


LG Kerstin mit Tim-Elias (17 Monate) und Baby inside

Beitrag von kawu84 11.03.11 - 13:14 Uhr

Hallo!!

Habe nur das Ende gesehen und war geschockt, dass das vom Schütteln kam. Echt wahnsinn!!! Die armen Kinder :-(

Lieben Gruß
Katrin mit Emily *20.03.2008

Beitrag von elaleinchen 11.03.11 - 13:18 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=42&tid=3061260

Beitrag von sweetwpt 11.03.11 - 13:19 Uhr

oh srorry das hatte ich nicht gesehen

Beitrag von elaleinchen 11.03.11 - 13:25 Uhr

Mir fiel nur grad ein, das letzten Tage da schon drüber gesprochen wurde. Dachte mir, das dich das interessieren könnte! :-)

Hab da auch gepostet, deswegen lass ich es hier jetzt!!

Aber ist wirklich echt schlimm, wenn man als Erwachsener seine "Verzweiflung" nicht anders kompensieren kann als ein Baby zu schütteln....dann lieber das Kind mal 30 Minuten schreien lassen! #schmoll Also sich aus der Situation zurück ziehen....das hat mir immer sehr geholfen!!! #schmoll

Beitrag von dentatus77 11.03.11 - 13:19 Uhr

Hallo!
Ich hätte auch heulen können. Wie kann man nur so ausrasten?
Und die kleine Sina hätte ich am Liebsten in den Arm genommen, die ist doch wirklich süß, aber der "kleine Ausraster" hat ihr ganzes Leben zerstört. Das ist echt nicht fair.
Liebe Grüße!

Beitrag von snoopygirl-2009 11.03.11 - 13:35 Uhr

Der Vater meiner grossen Tochter ist ein Schüttelkind. Er hat dicke Narben am Kopf von der Op, er war erst acht Wochen alt und wurde am offenen Schädel operiert, ein Blutgerinsel. Inwieweit seine hochkriminelle Ader (er ist Gewohntheits- und Sexualverbrecher, wir haben ihn seit 10 Jahren nicht gesehen) damit zu tun hat kann ich natürlich nicht sagen. Seine Mutter leugnet bis heute was ist passiert ist und erfindet immer neue Ausreden, der KKHbericht ist aber eindeutig.

Konsequenzen hatte die Sache übrigens nicht wirklich, sie hat die Kinder weiter munter misshandelt und noch eins bekommen.

Beitrag von haruka80 11.03.11 - 13:36 Uhr

Hallo,
mein Mann hat gestern online was darüber gesehen und er war völlig fertig. Ich hab dazu nur gesagt: ich finde es auch ganz schrecklich, aber auch bei mir gab es Situationen, in denen ich völlig fertig war, weil ich wieder 5 Wochen nicht geschlafen hatte und mein Kind wie durchgeknallt war, ich ihn nicht verstand und ihm doch immer nur alles recht machen wollte. Es gab Momente, in denen ich ihn am liebsten geschüttelt HÄTTE.
Allerdings im übertragenen Sinne, ich hätts nie gekonnt. Ich finde es immer ganz schrecklich und andererseits sehe ich aber die Überforderung der Mütter. Wenn ich schon zeitweise als stabiler Mensch, so fertig war, wie ist es dann mit Menschen, die mit sich selbst, dem Leben schon Probleme haben und dann noch ein Kind das ihre niedrige Toleranzgrenze sprengt?
Ich möchte nicht sagen, dass ich es in irgendeiner Form toleriere, versteht mich nicht falsch, ich kann mir sowas gar nicht angucken, ich würde hier heulen ohne Ende. Aber ich habe schon berufsbedingt viele Mütter kennengelernt, die einfach überfordert waren mit ihrer Mutterrolle und was iche rst besser verstehen kann, seit ich ein Kind habe (welches im 1. Lebensjahr grad schlaftechnisch sehr anstrengend war).

Jegliche Form von Gewalt gegen Kinder ist einfach nur grauenhaft und ich finde immer wieder, dass es viel mehr Möglichkeiten der kostenlosen Erziehungsberatung/unterstützung geben sollte.

L:G.

Haruka

Beitrag von kawu84 11.03.11 - 13:55 Uhr

Hallo!!

Der Text hätte von vorne bis hinten von mir stammen können. Hatte auch Phasen, wo ich echt fertig war und mich gefragt habe, wie in dieser Situation ein labiler Mensch reagiert hätte.

Lieben Gruß
Katrin mit Emily 20.03.2008

Beitrag von oekomami 11.03.11 - 14:57 Uhr

Hallo,

ja ich kann es mit dem Schütteln verstehen.

Unser kleiner hat bis zu 12 Stunden pro Tag geschrien. An guten Tagen waren es nur 6 Stunden.

Ich hatte z. B. eine liebe Nachbarin, da konnte ich immer den kleinen hinbringen. Ich musste nur Klingeln und sie hat ihn genommen ohne eine Frage zu stellen oder mich einfach nur in den Arm genommen.

Dazu bin ich noch recht informiert was passieren kann und weiß das mein Kind es nicht extra macht.

Aber es geht leider auch anderes. Ich kenne eine andere Mutter die diese Unterstützung kaum hatte. Die Nachbarn haben ständig die Polizei gerufen und die KIA meinte sogar auch sie soll sich nicht von einem Baby ärgern lassen.

Sie meinte jetzt ein Jahr später oft hätte nur noch eine kleine Sache passieren dürfen und sie hätte ihr Kind auch geschüttelt oder am liebsten ein Kissen auf den Mund gedrückt nur das die Nachbarn nicht schon wieder die Polizei rufen

Beitrag von -juli-20 11.03.11 - 13:37 Uhr

Ich habs auch gesehen... unglaublich zu was manche Menschen fähig sind. Man kann doch gar nicht anders als so einen kleinen Wurm zu trösten und zu schaukeln. Wirklich grausam.

Lg, Juli

Beitrag von deenchen 11.03.11 - 13:40 Uhr

Ich kann es auch nicht verstehen.
Auch wenn man z.B. ein Schreikind hat, wenn man merkt, dass man gleich durchdreht dann legt man das Kind sicher ab und verlässt mal für ein paar Minuten den Raum um wieder runter zu kommen.

Meine große Tochter hat mich die ersten Monate auch wahnsinnig gemacht mit ihren Gebrüll, ich wäre niemals auf die Idee gekommen ihr etwas anzutun.

Beitrag von babygirljanuar 11.03.11 - 13:47 Uhr

ich habs nicht gesehen. will ich auch nicht. ich finds auch total schlimm. ich denke nicht, dass das die hormone sind.

Beitrag von gussymaus 11.03.11 - 16:38 Uhr

ich sage nur: sei froh!

ich kenne leider auch die andere seite, war zeitweise so verzweifelt, dass es gut war, dass ich dann sagen konnte "schatz mach du weiter" - weil ich meinen mann da hatte der mich dann mal entlastet hat.

mittlerweile habe ich die kraft all diese kinder-späßchen auszuhalten und gerate nicht mal mehr aus der fssung wenn die kleine mir auf dem herd tupper verschmort oder die jungs mal wieder absolut unaustehlich miteinander sind - sonst hätten wir kein weiteres kind bekommen, aber das glück hat nunmal nicht jeder...

wenn mein mann mich mit dem kind hätte sitzen lassen wäre ich auch einer der kandidaten gewesen, der ohne familie, ohne kindsvater abe mit bisher unerkannten depressionen sicher ganz schön überfprdert gewesen wäre.

ich finde es sehr traurig dass immer auf die mütter geueigt wird wie sie "so herzlos" sein können... was in diesen menschen los ist weiß man nicht. es ist oftmals nicht nur das kind ein opfer...

klar wird es dadurch nicht besser, traurig bleibt es. mich nimmt das auch immer mit. ich bin dann froh von solchen verzweiflungstaten verschont geblieben zu sein, und bin seit dem sehr darauf bedacht mal ein bisschen wohlstand an die abzugeben, die das glück eben nicht haben, die mit babybauch und sorgen alleine da stehen.

Beitrag von xyz74 11.03.11 - 20:45 Uhr

Es ist leicht auf andere zu zeigen und zu sagen wie kann man nur...

Wenn man die Hölle Schreikind nicht mitgemacht hat, sollte man einfach nur EXTREM DANKBAR sein, dass einem das erspart geblieben ist.

Ich hab es zweimal hinter mir.
Seit dem kann ich verstehen, dass es Eltern passiert, dass der Verstand komplett aussetzt und man nicht merh weiß was man tut.

Beitrag von romance 11.03.11 - 21:27 Uhr

Ich hatte zwar kein Schreikind aber es kann trotzdem Situtationen geben. Wo du am liebsten möchtest. Aber du tust es nicht. Das der Verstand soweit noch in Stande ist nachzudenken.

Viele tolle Sprüche hat mann hier um das Thema gelesen und kaum einer outet sich.

Die guten Damen der tollen Antworten: Ich gehe dann raus und raus aus der Situation. Die sollten selbst mal vor ihre Türe kehren.

Es ist ein Bruchteil wo sich entscheidet. Schlage ich da Kind oder versuche ich mich wieder zu beruihgen.

Die Eltern wollten auch nicht, das ihr Kind leidet und jedoch haben sie geschüttelt. Weil sie nicht weiter wußten. Weil sie das Gefühl Unmacht gegenüber dem Kind haben. Es sollte doch nur Leise sein.

Aber mit dem Finger zu zeigen, das ist schneller und einfach. Als selbst mal einzugestehen. Das wir alle Menschen mit Gefühlen sind. Und das es JEDEM passieren kann.

Beitrag von valley5 11.03.11 - 22:03 Uhr

Also, ich finde diese Schüttelaktion auch schlimm...
Wie kann man so einem kleinen Baby was antun? Vor allem, es kann ja nur schreien, wenn ihm was fehlt, es kann ja noch nichts sagen...
Deshalb muss man es ja nicht schütteln oder sonst was tun, dadurch wird ja alles nur noch schlimmer.

LG valley+David (11 1/2 Monate)