Sch... Krebs

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von connychi 11.03.11 - 15:09 Uhr

Hallo zusammen,
vor knapp 1 1/2 Monaten wurde bei meiner Stiefmutter ein Tumor im Kopf und einer in der Lunge festgestellt. Mir wurde gesagt, beide wären gutartig, aber sie bekäme Bestrahlung und danach Chemo.
Weiterhin sollte sie anfällig für epileptische Anfälle sein.
Ok, soweit, so gut. Ich hab auch noch mit ihr telefoniert und sie war fröhlich, wie immer.
Dann vor ein paar Tagen rief mein Papa an und meinte, sie hätte eine Thrombose bekommen und wäre wieder im Krankenhaus (während der Bestrahlung war sie zu Hause). Einen Tag später rief er an, sie hätte einen Pilz im Mund wg der Medikamente.
Zwei Tage später hieß es auf einmal, sie habe auch noch Zucker dazu. Aber das würde man alles in den Griff bekommen und gegen den Haarausfall gäbs ne Perücke von der Krankenkasse bezahlt.

Nunja und heute hat sie (für mich total überraschend) für immer die Augen zu gemacht.

Ich war total schockiert, denn damit habe ich irgendwie nicht gerechnet.
Ich wollte noch Autogramme von sämtlichen Kölner Gruppen besorgen (sie ist totaler Fan) und ihr ne "Gute Besserung" Collage basteln und schicken.
Leider wohnen mein Papa und seine Frau in Österreich, 7 Std mit dem Auto entfernt, also mal eben hinfahren is' nicht.

Ich kann es immer noch nicht fassen. Sie war so ein fröhlicher und positiver Mensch und jetzt soll sie nicht mehr da sein...
Irgendwie habe ich auch ein schlechtes Gewissen, weil ich sie (und auch meinen Papa) solange nicht mehr gesehen habe (das letzte Mal letztes Jahr im Juni)

Zur Beerdigung werde ich auf jeden Fall hinfahren. Hat jemand vielleicht eine Idee, wie ich meinen Papa von hier aus noch zusätzlich unterstützen kann?

Danke und sorry für das viele blabla

Connychi

Beitrag von melle_20 11.03.11 - 15:41 Uhr

Erstmal herzliches beileid...

Wir haben am 26.2. unsere Uroma von jetzt auf gleich gehen lassen müssen...Sie durfte immerhin 89Jahre alt werden.dennoch total überraschend :(

Ich denke das wichtigste ist dass du deinem Papa nun zeigst dass du da bist für ihn wenn etwas sein sollte. Vll kannst du ja sogar früher hinfahren zu ihm und dann etwas bei ihm bleiben.

Ich kann jetzt nur von mir reden, ich wollte z.b. keinen bei mir haben als mein Vater gestorben ist vor 3 Jahren..ich wollte allein sein...Ich hab weder meine Mama noch meinen Mann an mich ran gelassen. Obwohl sie es alle nur gut meinten.

Zeige deinem Vater dass du da bist udn frag ihn vll ( wenn es bei dir gehen würde) ob du zu ihm kommen sollst damit er nicht so alleine ist...Denn es gibt ja jetzt dann so einiges zum regeln.


Lg
Melanie