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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von 69bine 11.03.11 - 17:10 Uhr

Hallo

Ich hoffe ich bin im richtigen Forum.
Situation ist folgende; meine Mutter wohnt in einem kleinen Einfamilienhaus. Es gehört ihr, vorzeitiges Erbe. Die Großmutter wohnte dort bis vor kurzem, musste wegen Demenz nun ins Pflegeheim. Beide lebten quasi als Wohngemeinschaft, auch finanziell.
Meine Mutter, nervlich sehr angeschlagen und mit Depressionen belastet, sieht nun völlig schwarz. Sie könne das Haus nicht halten. Nebenkosten 200 Euro, Haus ist schuldenfrei, aber in schlechtem Zustand. Es müsste was gemacht werden um schön zu wohnen. ABER, meine Mutter ist vor Jahren schon zurück ins Elternhaus, und lebt so unrenoviert. Selbst wenn man die Substanz noch weitere 20 Jahre so lässt, das Dach würde ihr nicht grad über dem Kopf zusammen brechen. Durch die Krankheit fühlt sie sich aber erschlagen von den hohen Kosten und will verkaufen.
Wie sie einen Umzug regeln will, keine Ahnung, ihr ist ja jetzt schon alles zu viel. Wie sie einen Käufer finden will (Haus im Osten!), in dem Zustand, und wie sie Miete zahlen will.... das geht wohl bis die paar Kröten vom Haus gezahlt sind. Und Nebenkosten bleiben auch bei einer Mietswohnung!

Die Überlegung war das Haus auf mich überschreiben zu lassen. Sie mit einer geringen Miete und Wohnrecht dort wohnen zu lassen. Wir würden dafür sanieren, ihre Miete evt. vom Wohngeld bestreiten. Problem ist, ich möchte das Geld nicht ohne "Gegenleistung" reinschieben, denn es gibt noch einen Halbbruder von mir, dem ich das im Erbfall ungern mit schenken möchte.
Soweit die Überlegungen. Aber jetzt habe ich gelesen, dass das Sozialamt bis 10 Jahre rückwirkend eine Schenkung zurück fordern kann. Das meine Mutter in diesem Zeitraum Sozialhilfe benötigt ist nicht auszuschließen.

Und nun? Jemand eine Idee? Wie helfen, ohne uns selbst mit in den finanziellen Ruin zu treiben? Wir haben das Geld jetzt auch nicht grad "übrig". Haben selbst gerade erst ein Haus gebaut und entsprechende Kredite zu bedienen. Die angedachte Überlegung wäre auch nur möglich gewesen, würden wir das Haus der Oma beleihen.

lg bine

Beitrag von brianna123 11.03.11 - 18:12 Uhr

Hallo!

Ich würde das Haus verkaufen! Dabei könnt Ihr bestimmt behilflich sein!

Vom Verkaufserlös kann sie ja evtl. eine kleine Eigentumswohnung erwerben oder eine Wohnung anmieten und einrichten.

Wovon lebt deine Mutter? Kann sie sich keine Mietkosten leisten?

LG

Sabrina

Beitrag von traumkinder 11.03.11 - 18:38 Uhr

also 1. Mal: "Haus im Osten!"


was soll das denn heissen???? Meinst du hier kann man keine Häuser verkaufen?? #rofl


ich bin mir relativ sicher das euch nur ein Anwalt ganz genaue Auskunft geben kann!! wenn du das Haus so wie überlegt, umschreiben lässt, musst du früher oder später deinen halbbruder auszahlen - oder z.bsp. mit monatlichem mietzuschuss unterstützen (gibt da ja viele möglichkeiten)


wenn ihr ein haus habt, warum lasst ihr dann nicht in aller ruhe verkaufen und von dem geld macht sich deine ma dann ein etwas ruhigeres leben!? auch wenn es keine Mio. ist, aber ein kleiner Zuschuss für den Alltag und dann ein Leben in einer besseren Umgebung kann für deine Ma auch psychisch sehr hilfreich sein!!!!


alles erdenklich gute #winke

Beitrag von 69bine 11.03.11 - 19:36 Uhr

Haus im Osten, da ziehen eben noch immer viele Leute weg. Es gibt sehr viel Leerstand, die Mietpreise sind noch immer im Keller. Das Haus in den 30 Jahren erbaut. Zustand stark renovierungsbedürftig und ungepflegt!
Haus mit ca. 75qm, kleinem Grundstück. Nicht gerade eine Traumimmobilie wo man wenigstens Potential sehen würde. Eher 0815 Reihenhaus.
Allein die Nerven für einen Verkauf traue ich ihr nicht zu. Und schon gar nicht einen Umzug. Wie will sie den in ihrem Zustand managen? Sie ist da komplett unfähig und ist grad der Meinung nur mit dem Zeug ausziehen zu können was sie behalten will. Den Rest übernimmt der Käufer.
Und nein, wir wohnen nicht grad um die Ecke um das komplett alles für sie zu machen! Da müsste sie dann schon selbst durch.
Sie wohnt jetzt im Moment Miet- und Schuldenfrei. Die 20.000- 30.000 Euro die sie mit viel Glück bekommt, wenn sich denn ein Käufer findet, sind schnell wieder verwohnt für die Miete. Und was will sie mit ner Eigentumswohnung, wenn sie das winzige Häuschen nicht hinbekommt? Die Nebenkosten mit 200 Euro sind meiner Meinung nach zu hoch, aber davon sind 90 für Strom. Das hat sie in ner Mietswohnung genauso und das zahlt auch kein Amt.

Unsere Überlegungen gehen im Moment zu einem zinslosen Darlehen für die dringlichsten Instandsetzungsarbeiten. Die 30er Jahre Fenster z.B. austauschen. Seltsam, auch die Kosten nach ersten Informationen wesentlich weniger als von ihr gesagt. Könnte sie mit minimalen Beträgen in übersichtlicher Zeit rückzahlen.

Beitrag von windsbraut69 12.03.11 - 08:42 Uhr

Wovon will sie denn ein Darlehn zurückzahlen, wenn sie schon mit den 200 Euro Nebenkosten am Limit ist?
Davon mal abgesehen wird sie in einer vernünftigen Mietwohnung keine 90 Euro für Strom zahlen müssen.

Ich würde an Stelle Deiner Mutter das Haus verkaufen und in eine Mietwohnung ziehen. Gleichzeitig kann sie einen ALGII-Antrag stellen und wenn Ihr "Vermögen" aufgebraucht ist bis auf die Freibeträge, wird Ihr Lebensunterhalt dadurch finanziert.

Gruß,

W

Beitrag von 69bine 12.03.11 - 16:36 Uhr

90 Euro Strom liegen nicht am Haus! Das Haus selbst verursacht keine Stromkosten, da ist nix so modernes drin. Das ist reiner Verbrauch, wobei ich mich wirklich frage wie sie das schafft. Dachte sie wäre noch beim örtlichen Versorger, aber sie hat schon einen günstigen. #kratz
Durchgehen von ihren Verträgen habe ich angeboten.

Ein privates Darlehen von uns kann sie mit 50 Euro Kleckerbeträgen rückzahlen. Und wenn sie das nicht schafft, wär's auch nicht so tragisch. Würde sich ja mit dem Erbe verrechnen. Meiner Mutter geb ich echt gern was auch wenn's nicht zurück kommen würden. Meinem Halbbruder eben nicht, aus Gründen die jetzt hier zu weit führen.
Es geht ihr inzwischen wohl gar nicht mehr so um die 200 Euro Nebenkosten, sondern um die Sanierungskosten. Wie gesagt, da würde ich einspringen unter bestimmten Bedingungen.

Jedenfalls haben wir gestern noch mal telefoniert. Sie hat ihre Tablettendosis erhöht und sie hörte sich schon viel klarer an. Ein Makler war auch schon drin, da wartet man noch auf das Ergebnis, er will noch Lageplan und Grundbuchauszug. Abwarten. Wenigstens scheint der Gutachter vom Tisch zu sein, dem sie 500-800 Euro zahlen wollte, für eine Beurteilung. Der Makler kostet sie nichts.
Ich konnte gestern noch ein Angebot für neue Fenster einholen, weniger als die Hälfte von dem was sie gemeint hat. Einen vertrauenswürdigen Elektriker konnte ich auch anbieten, der schauen könnte ob da tatsächlich was gemacht werden müsste.
Meine Mum rechnet mit 80.000 Erlös. Wenn sie das bekommen würde, prima. Davon könnte sie ja tatsächlich lang ne Mietswohnung finanzieren. Alles aufbrauchen muss sie ja auch nicht, gibt ja Selbstbehalt. Und bei den von mir angenommenen 30.000 war sie geschockt und meinte dann würde sie nicht verkaufen. So hört sich das für mich viel vernünftiger an.

Jetzt heißt es abwarten und hoffen, dass sich gesundheitlich was tut.

lg

Beitrag von windsbraut69 13.03.11 - 08:44 Uhr

Hohe Stromkosten entstehen ja nicht durch moderne Häuser und Geräte, sondern durch Veraltete, z. B. Untertischgeräte für Warmwasser, Elektroheizer und alte Geräte...

Aber ich denke, ein Verkauf ist das einzig Sinnvolle in ihrer Situation, dann kann sie noch eine Zeit lang ohne die Last mit den Haus vernünftig leben.

Gruß,

W

Beitrag von 69bine 13.03.11 - 14:35 Uhr

Was du aufzählst für Stromverbrauch, das alles gibt es nicht! In diesem Haus gibt es eine halbwegs moderne Gasheizung die auch für Warmwasser sorgt! Die Stromkosten ergeben sich ausschließlich durch Nutzung div. Geräte (Fernseher, Computer, Waschmaschine....). Auch diese Geräte haben ein vernünftiges Alter und würden bei Umzug mitziehen. Das ist ein Verhaltensproblem.
Gaskosten sind verhältnismäßig niedrig mit knappen 80 Euro. Das hatte ich in einer Mietswohnung auch.

Beitrag von arkti 11.03.11 - 19:50 Uhr

Wovon lebt sie denn wenn 200 Euro schon zuviel sind? #kratz

Beitrag von 69bine 11.03.11 - 20:07 Uhr

Ich weiß nicht genau wie viel sie verdient. Aussage war, würde sie Arbeitslos werden, hätte sie nur noch 500 Euro. Also müssten es jetzt was um die 1000 sein.
Für mich macht ihre Rechnung keinen Sinn. Ich glaube eher sie stürzt sich da in Entscheidungen, die sie in einer Depression lieber nicht treffen sollte.
Antrag für Lastenzuschuss stellt sie jetzt. Wenn sie sich helfen lässt, nehme ich ihre Nebenkosten mal in Augenschein, sicher lässt sich da auch was günstigeres finden, z.B. Stromanbieter!
Wäre sie psychisch gesund, wär's mir ja egal. Dann wäre sie auch in der Lage vernünftige Entscheidungen zu treffen und auch später mit den Konsequenzen umzugehen.

Beitrag von imzadi 13.03.11 - 00:02 Uhr

Wenn deine Mutter depressionen hat, wäre es da nicht besser sie in eure nähe zu holen statt auf das Haus zu gieren?

Beitrag von 69bine 13.03.11 - 14:31 Uhr

Überlege mal deine Wortwahl! Ich will das Haus nicht! Ich hab schon eins!!!!

Beitrag von imzadi 14.03.11 - 21:25 Uhr

"Die Überlegung war das Haus auf mich überschreiben zu lassen. Sie mit einer geringen Miete und Wohnrecht dort wohnen zu lassen. "

Klingt irgendwie anders...

Beitrag von 69bine 15.03.11 - 12:59 Uhr

Andere Variante; ich nehme einen weiteren Kredit auf und saniere im Haus meiner Mutter. Meine Mutter wohnt dort wie gehabt, ich zahle den Kredit nebst Zinsen zurück und hoffe das ich mich damit nicht finanziell übernommen habe.
Meine Mutter ist eines Tages nicht mehr, es geht ums erben. Erbberechtigt sind mein Bruder und ich. Mein Bruder kann mich, so wie es im Moment aussieht, nicht auszahlen. Ehrlich gesagt ist mir das egal. Ich kann damit leben. Das Haus ist in der Stadt in der er wohnt und das vermutlich auch noch in 20 Jahren. Bevor er auf der Straße sitzt, weil nämlich auch er sein Leben nicht auf die Reihe bekommt, lasse ich ihm das Haus, ohne ausgezahlt zu werden.
Am Ende habe ich weder das Haus, was mir ehrlich egal ist! Aber ich habe auch noch einen Kredit finanziert, ohne Gegenleistung. Ich schenke also 20.000, vielleicht auch 30.000 Euro!
Es ist alles etwas umfangreicher wie du siehst. Daher kannst du dir solche Kommentare sparen!

Und wie bereits geschrieben, wenn sie es tatsächlich so hält und nur ab einem bestimmten Betrag verkauft, hab ich gar kein Problem damit. Soll sie gern machen. Nur leider ist meine Mutter nicht der Typ der solche weitreichenden Entscheidungen vernünftig fällen kann! Sie ist in der Lage aus einer "Laune" heraus auch für 20.000 zu verkaufen, sich nicht um einen Umzug zu kümmern, geschweige denn das ganze restliche Zeug räumen zu lassen! Und nein, ich wohne nicht um die Ecke um das zu übernehmen!