Alle Hartz IV Familien gleich?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von bouncecat 11.03.11 - 21:21 Uhr

Mir kam dieses Thema grad in den Sinn, als ich mir nochmal alle Beiträge im "Junge Eltern alle gleich" durchgelesen hatte. (Keine Angst hab da auch schon gepostet ^^ )

Jetzt frage ich mich aber nun mal eines. Es wird jedesmal gesagt das meistens die Hartz IV Familien Asozial sind oder sonstiges.

Ich meine ich bin selbst eine Hartz IV Mutter, da ich keine andere Wahl hatte. Einfach da raus zu kommen ist es leider nicht, wie ich dort schon erwähnte da ich schon als Alleinerziehende Mutter Probleme habe, eine Arbeit zu finden, da ich immerzu nur den Satz bekomme "Sie sind alleinerziehend? Nein danke."
Trotzdem sorge ich dafür das meine Kinder eine super Kindheit haben, solange ich leider noch von Hartz IV angewiesen bin.

Doch nun frage ich mich, sind wirklich nur noch Familien was wert wenn sie arbeiten gehen? Sollten eigentlich Menschen nicht nach dem Urteilen was sie bekommen, sondern wie sie den Kindern eine Kindheit erzielen können?
Klar es gibt leider sehr viele, die sich nur auf den Staat ausruhen und den Aspekt hegen nie mehr arbeiten zu gehen, weil sie ja trotzdem Geld bekommen. Sowas finde ich auch nicht in Ordnung und schüttel immerzu meinen Kopf, wenn ich sowas höre bzw selbst solche Leute kennenlerne. Aber gleich alle in einem Kamm scheren?

Mir würden mal eure Meinungen interessieren ^^
Jedoch bleibt bitte sachlich. Und keine Angst ich halte ne ganze Menge aus xD

Beitrag von galeia 11.03.11 - 21:46 Uhr

Aus meiner (beruflichen) Sicht muss ich sagen, es gibt deutliche Unterschiede bei Personen, die von Hartz IV (besser: ALG 2!) leben:

- Alleinerziehende mit kleinen Kindern gibt es solche und solche; Muttis die ohne Ausbildung erstmal 3 Kinder von drei Vätern bekommen haben und niemals den Willen und/oder die Kraft haben, aus Hartz IV heraus zu kommen, weil sie niemals einen Job finden würden, der ausreicht, um den Lebensunterhalt der Familie sicherzustellen.

- Alleinerziehende nach Trennung vom Ehemann/Partner mit Ausbildung, die sich nach dem 3. Geburtstag der Kinder sehr bemühen.

- Junge Leute aus (sorry!) Asi-Familien, die schon mir ALG2 oder Sozialhilfe aufgewachsen sind und bildungsfern sind, daher nie eine Ausbildung abschließen und immer höchstens mal von Schwarzarbeit oder Helferjobs leben.

- Junge Menschen, die nach der Ausbildung nicht sofort einen Job finden aber sehr bemüht sind.

und und und

ich könnte wohl tausend verschiedene Konstellationen und Beispiele aufzählen. Mein Fazit: Je bildungsferner und mit negativer Umweltprägung, je schwerer ist es aus Hartz IV herauszukommen. Wer Ausbildung hat und willig ist, schafft es auch heraus.

LG H. #klee

Beitrag von zitronenschnittchen 13.03.11 - 18:50 Uhr

Hallo galeia,
was arbeitest du? Interessiert mich, da du aus deiner beruflichen sicht schreibst...

lg zitronenschnittchen

Beitrag von sandra7.12.75 11.03.11 - 21:53 Uhr

Hallo

Nö,warum???

Jeder kann in eine Notlage kommen und dann ist es gut das die Menschen Unterstützung bekommen.

Was mich aufregt ist:Wenn Familien schon abhängig sind ein Kind nach dem nächsten bekommen und dann zum 3.Mal die Erstausstattung beantragen wollen und nach anderen Leistungen fragen und bisher noch nicht einen Tag gearbeitet haben.

lg

Beitrag von bouncecat 11.03.11 - 21:59 Uhr

Oh ja da verstehe ich dich sehr gut. Da werde ich zur Wildsau.

Denn sowas ist echt nicht mehr normal.

Ich meine man sollte schon mal arbeiten gehen um sich das leisten zu können und sich nicht dann dran gewöhnen und denken, ich bekomme ja sowieso alles vom staat brauche nicht zu arbeiten.

Beitrag von salome25 11.03.11 - 23:08 Uhr

Genau! Gerade darum habe ich recherchiert und jetzt hat selbst pro familia gesagt dass einige Gemeinden Langzeitverhütungsmittel übernehmen. Ich bin wieder mit meinen Mann zusammen und wollen erstmal keine Kinder. Ich beziehe Alg 2 und mache eine Umschulung! Grund genug um vernünftig zu verhüten!

Beitrag von bouncecat 12.03.11 - 00:12 Uhr

Jupp, genau das mache ich jetzt auch. Da ich nun fest im Arbeitsverhältnis stehen will, wenn ich aus der Elternzeit raus bin, habe ich mir auch dazu entschieden eine Spirale zu bekommen.

Beitrag von windsbraut69 12.03.11 - 08:03 Uhr

Was hast Du denn vor den Kindern beruflich gemacht?
Während der Elternzeit kann man ja nicht ohne Weiteres gekündigt werden...

Gruß,
W

Beitrag von bouncecat 12.03.11 - 10:31 Uhr

Also ich habe vor meinen Kindern im Kindergarten ein Praktikum (1 Jahr) als Call Center Agentin (15 Monate) und danach als Bürokraft (10 Monate) gearbeitet. Das war dann noch ganz einfach gewesen.

Nachdem ich meinen Sohn hatte, habe ich dann erstmal noch ne Qualifizierung gemacht und eine MAE als Fachliche Leiterin in dem Bereich wo ich war, weil ich halt nicht in einen Beruf rein kam, da halt das Problem als Alleinerziehende bestand.

Beitrag von msfilan78 12.03.11 - 13:07 Uhr

Hallo

Sehe ich genauso.

Zumal ich mich habe nachdem 3ten Kind sterilisiert hab lassen, um genau nicht wieder in so eine Situation kommen zu müssen, um um Unterstützung bitten zu müssen, bzw. eh keine Kinder mehr wollte.
Bei mir hat die Steriliesotion übrigends die KK bezahlt.

Dennoch nicht alle alg2 empfänger sind gleich. Gibt welche die versaufen und verqualmen ihre Stüzte und andere wiederum gehe verantwortungsvoll mit dem geld um und tun auch alles um aus dem Bezug rauszukommen.

Beitrag von bianka33 11.03.11 - 22:16 Uhr

Hallo,

nein, ich glaub es gibt überhaupt keine Menge an Menschen welchen "Titels" auch immer, die alle gleich sind - es gibt immer solche und solche.

Ich bin mir sehr wohl bewußt, daß auch ich/wir in die Lage kommen könnten von Sozialleistungen leben zu müssen, denn wir haben noch nicht das Vermögen geschaffen oder geerbt, das uns ein sorgloses Leben bis zum Tode finanzieren könnte.
Auch ist es uns nicht (mehr) möglich sämtliche Risiken im absoluten Umfang abzusichern. Aber meiner Meinung nach ist genau das der Sinn unseres Sozialstaates, Menschen zu helfen, die sich (im Moment oder auch auf Dauer) nicht selbst helfen können.

Klar gibt es auch schwarze Schafe - wie überall - und sicher ist es nicht einfach sein Leben zu ändern, wenn man schon in schwierigen Lebensumständen aufgewachsen ist. Da gäbe es noch viel zu tun - vor allem sozialpolitisch, damit die Chancen besser werden für alle, die in schwierigen Lebensumständen leben bzw. aufwachsen müssen.
Mich stören da sehr viele politische Ansichten und Bewertungen, vor allem von super-abgehobenen Politikern, für die es nur entweder HartzIV-ler oder aber Gutverdiener-Bildungsschicht gibt, aber das würde hier zu weit führen...

LG
Bianka

Beitrag von gh1954 11.03.11 - 22:19 Uhr

>>>Es wird jedesmal gesagt das meistens die Hartz IV Familien Asozial sind oder sonstiges. <<<

Wo wird das "jedesmal" gesagt?

Beitrag von siomi 11.03.11 - 22:40 Uhr


>>Sollten eigentlich Menschen nicht nach dem Urteilen was sie bekommen, sondern wie sie den Kindern eine Kindheit erzielen können?<<

Hierzu gehört auch eine Vorbildfunktion -> Arbeit.


Nein, ich schere nicht alle über einen Kamm. Es gibt immer Menschen welche unschuldig in Not geraten. Allerdings verabscheue ich arbeitsscheue Menschen, welche der Meinung sind ihnen stehe alles mögliche an Unterstützung zu!

Beitrag von babylove05 11.03.11 - 23:49 Uhr

Hallo

Mit sicherheit sind nicht alle gleich . Es kommt sehr auf den Bildungsstand an , und vorallem auswelchen Familienverhältnis sie stammen .

Alg 2 bezieher , die eine Ausblidung hinter sich haben , einen gute stabile Familie im hintergrund haben sind sicher eine andere schicht Alg2 emfänger sie noch nie ine Tag im leben gearbeitet haben , meist nicht mal einen Schulabschluss haben , und leider häufig aus Familien komme wo sie es nicht anderes vorgelebt bekommen haben , und auch die unterstüzung und den morgentlichen Arschtritt ( das sie in die Schule gehen ) bekommen haben.

Ich denk man kann immer in so eine lage kommen , und wie du schon schreibst ist es gerade als Alleinerziehende oft sehr sehr schwer wieder ins Berufsleben zukommen , auch mit Ausbildung und Berufserfahrung . Doch ich denk auf die einstellung kommt es an , wer sich auf Hartz 4 ausruht , ist für mich schonmal kein gutes Vorbild für seine Kinder . ich selber weiss wie es ist von hatz 4 leben zumüssen , und trotzdem war ich NIE eine dieser Mütter die dann den ganzen Tag vorm TV hang , sondern hab versucht auch in der zeit meine Kinder Bildung beizubringen , und wenn es nur durch den Wald spazieren war und die Natur zuerklären ...

Lg Martina

Beitrag von imzadi 12.03.11 - 00:11 Uhr

Im allgemeinen sind Hartz4 Empfänger meiner Meinung nach natürlich nicht Asozial. Das fängt in meinen Augen erst dann an wenn man sich nicht selbst versorgen kann, aber meint der Kinderwunsch ist so dringend das es sofort sein muss.

Einmal würde ich eine Verhütungspanne ja noch verstehen, aber wenn dann das nächste kommt und noch nicht mal der Vater vom ersten bezahlt wenigstens dafür, dann wird es Assi. Ich hätte auch gerne einen Hund, aber die Umstände passen nicht, also verzicht ich schweren Herzens drauf.

So richtig die Kriese bekomm ich teilweise im Alleinerziehenden Forum, da wird sich beklagt das der Vater vom ersten Kind nicht bezahlen will und das zweite ist schon im anmarsch von einem Typen von dem auch schon wieder getrennt ist.

Und wenn dann noch ein Spruch kommt wie "Deutschland braucht jedes Kind" dann hörts ganz auf. Deutschland braucht verantwortungsvolle Eltern keine "wird schon irgendwie gehen Eltern".

Beitrag von syldine 12.03.11 - 08:29 Uhr

Ich bin ein Mensch, der absolut niemanden über einen Kamm schert - habe durch meine binationale Ehe nunmal auch viel mit Vorurteilen zu kämpfen gehabt.
Wir sind selbst kurze Zeit Hartz4-Empfänger gewesen -- ich war am Studieren, Mann hat nach seiner Uni keinen Job bekommen. Wir haben jedoch alles dafür getan, 1. daraus zu kommen (wobei mein Mann da derjenige war, der mit Arbeiten wie Reinigungskraft in Schlachterei u.ä. für das Einkommen gesorgt hat und mir damit mein Studium ermöglicht hat).
Gleiches denke ich auch über Frauen, die wie du in so eine Situation rutschen - das geht manchmal schneller, als man denkt und wie du schon sagtest: als alleinerziehende Mutter einen Job zu finden ist nicht leicht.
So, nu habe ich aber auch mit anderen Exemplaren Erfahrungen gemacht -- und am meisten daran ärgert mich, dass solche Schmarotzer es sind, die für den schlechten Ruf sorgen. Mutter - 3 Kinder von 3 verschiedenen Männern, noch nie gearbeitet, Vater 3 Kinder aus den ersten beiden Ehen ...
Dass er nie einen Job behalten hat, lag nie an ihm sondern immer an den anderen. Dass er seine Ausbildungen nicht abgeschlossen hat, lag auch nicht an ihm sondern an anderen. Dass die in der Wohnung vorher das Wasser nicht bezahlt haben, musste auch verständlich sein: sie hätten das ja nicht gebraucht sondern die Vermieter ..... und ich dusselige Kuh habe nicht auf mein Bauchgefühl gehört und sie als Mieter einziehen lassen. Laut, die Kinder konnten nichts dafür -- aber der Vater schrie die ständig an... welche Chance haben denn die Kinder, wenn die solche Verhältnisse erleben und damit aufwachsen?
Hermes, DPD und andere Versanddienste waren täglich Gast im Haus: Otto und Co. lieferten Spielsachen und Klamotten noch und nöcher. Irgendwann zogen die aus, und als ich ihnen dann die Nebenkostenabrechnung schickte, bekam ich postwendend eine Insolvenzbescheinigung zurück.... und was soll ich sagen: Otto & Co. und solche Dinge nahmen den größten Teil der Posten ein - und ich blieb auf 200 Euro Nebenkosten und da sie die Versicherung auch nicht mehr bezahlt hatten auf 2 kaputten Wohnungstüren (auch je 200 Euro) sitzen.

Das sind aber nur Einzelfälle - aber wenn man selbst mit solchen Einzelfällen zu tun hatte, ist Objektivität manchmal gar nicht soooo einfach ;) -- aber im Großen und Ganzen gelingt mir das schon #winke

Beitrag von gchantrea 12.03.11 - 09:39 Uhr

Guten Morgen,

ich komme aus Sachsen-Anhalt, aus einer kleinen Stadt, in der sehr viele ALG II-Empfänger leben.

Ich schere niemanden über einen Kamm. Hinter jedem Menschen steckt ein Schicksal und jeder hat sein Päckchen zu tragen.

Asozial sind diejenigen, die hier unten - da gibt es einen kleinen Platz - stehen und morgens um 9 Uhr schon ein Bier in der Hand halten und andere Menschen anpöbeln. Meist stehen die wirklich mit ihren Kindern da - im Sommer geht das oft bis 20 oder 21 Uhr. Und das sind Kleinkinder, zwischen 2 und 5 Jahre alt.

Asozial nenne ich Menschen, die im ausgeleierten Jogginganzug und stinkend (egal wonach) zum Jobvermittler gehen und sich dann auch noch beschweren, dass sie nicht oder kaum vermittelbar sind.

Asozial finde ich es, dass Kinder mit einer Chipstüte und einer Literflasche Cola zur Schule geschickt werden (Grundschule) - hatte ich öfter, ich habe in der hiesigen Grundschule die Bibliothek betreut. Ebenso asozial ist es, dass einige Kids mit kaputten Sachen - egal ob es das Arbeitsmaterial ist oder die Klamotten - zur Schule geschickt werden, weil es die Eltern einen Sch*** kümmert.

Asozial finde ich es, den eigenen Kindern nichts vernünftiges zu Essen zu kaufen - weil man erstmal zum Solarium rennen muss oder zum Frisör, um sich die Haare wieder wasserstoffblond färben zu lassen.

Ich könnte jetzt noch zahlreiche Beispiele aufführen...


Komisch ist nur, dass die letzten beiden Beispiele, die ich nannte, kaum sogenannte Hartz IV-Familien betrifft. Asoziale Menschen findet man in jeder Bevölkerungsschicht - und asozial ist nicht automatisch derjenige, der ALG II bezieht. Asozial heißt gesellschaftsunfähig.

Leider sieht ein Gros der Bevölkerung das anders. Bekommst du ALG II, bist du automatisch asozial - ob mit Familie oder ohne ist egal. Das ist traurig, denn ich kenne viele Familien und Alleinerziehende, die ihr letztes Hemd dafür geben, um ihren Kindern trotz Hartz IV ein schönes Leben zu bieten.

Gib nicht auf - du wirst auch eine Arbeit finden - ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Glück!

LG gc







Beitrag von felix.mama 12.03.11 - 10:30 Uhr

Hallo erstmal!

Asozial sind mitunter auch Familien mit einen guten, geregelten Einkommen. Es kommt nicht auf den finanziellen Stand an, sondern auf die persönliche Einstellung.
Ich selber musste letztes Jahr 6 Monate ALG II geantragen, da meine Firma mich nicht vorzeitig wieder einstellen wollte (Elternzeit) und ich mich von meinem Mann getrennt habe. Die ersten Monate bin ich noch so gut klargekommen, jedoch irgendwann ging es nicht mehr. Ich war schon froh als das vorbei war, aber mehr aus dem grund weil ich immer gearbeitet habe.
Hier wurde ja schon viel geschrieben und ich kann mich nur anschließen das es sicher viele ALG II Familien gibt die sehr am sozialen Rand leben. Ich kann nicht verstehen warum man dann noch drei Hunde und vier Katzen braucht (die ja auch Geld verschlingen), sich Kistenweise Bier kaufen muss (kann) und die Kinder rumrennen wie Karl Arsch. Wenn ich eine Familie habe muss ich mich bemühen diese auch durchzubringen. Ich kann nicht zur Kosmetikerin, ins Solarium und kunstnägel tragen (will ich auch gar nicht) - und das wöchentlich. Ich kann mir nicht immer was kaufen und rumhängen. Aber ich mache das was ich tue sehr gerne und ich weiß wofür!
Als ich noch Sozialgeld bekommen habe hab ich jeden Cent dreimal umgedreht und mir ein Bein für meinen Sohn ausgerissen. So sollte es sein!

Beitrag von bouncecat 12.03.11 - 10:38 Uhr

Gerade solche Leute bzw Familien kann ich auch nicht verstehen. Das sind dann auch die, die leider den Ruf von uns Hartz IV Leuten zerstören, die es dennoch schaffen alles zu tun, dass sie auch gut leben können.

Ok ich muss auch immer dreimal den Cent umdrehen. Ist ja auch verständlich. Aber ich sorge erst für meine Kinder und dann für mich.

Ich muss aber auch sagen, dass ich zwar nicht froh bin von Hartz IV zu leben, jedoch so meine Erfahrungen damit gesammelt habe, wie wichtig das Geld zu leben ist. Gerade mit Kindern.

Wenn ich daran denke, dass ich selbst damit leider aufgewachsen bin, jedoch alles immerzu versucht habe zu tun um da nicht rein zu rutschen. Nur leider ist das passiert. Dennoch werde ich immerzu mein Ziel nicht aus den Augen lassen. Denn ich muss auch dazu sagen, selbst eine MAE zu bekommen für mich war nicht einfach. Die wollten mir sogar keine geben was ich gar nicht verstanden hatte. Da versucht man alles um wieder in einen Beruf rein zu kommen und sich wenigstens schon mal mit einer MAE einsetz und dann wird sogar vom Amt Steine in den Weg gesetzt, anstatt zu unterstützen.

Jetzt kann ich wenigstens froh sein, dass ich einen kompetenten Berufsberater habe, der mir einiges ermöglichen wird, was in seiner Macht steht und ich endlich aus dem Hartz IV rauskomme.

Beitrag von felix.mama 13.03.11 - 14:30 Uhr

Dann bleib auch dran, wenn man etwas will, dann kann man Berge versetzten.
Was das Steine in den Weg legen angeht, das kenne ich von einer Freundin. Egal mit was sie kam, alles wurde abgelehnt. Weiterbildungen wurden nicht oder nur mangelhaft angeboten.

Beitrag von ladyphoenix 12.03.11 - 10:47 Uhr

Hallo,
also meine Meinung ist relativ einfach:

Wer arbeiten will, aber nichts findet (warum auch immer), ist hilfebedürftig und sollte unterstützt werden.

Wer sich auf ALGII ausruht und nicht mehr arbeiten möchte, sollte keine Zahlung vom Staat erhalten.

Wenn eine Frau entschieden hat Hausfrau und Mutter zu sein, sollte genau dafür auch bezahlt werden. Meiner Meinung nach ist Mutter und Hausfrau auch ein Job, der bezahlt werden sollte, wenn nötig auch vom Staat (wenn Frau und Mann sich zb getrennt haben etc), wenn die Kids aber ein gewisses Alter erreicht haben, kann Mama auch wieder halbtags arbeiten gehen.

Ich selbst arbeite halbtags (vollzeit darf ich nicht wegen BV in der SS) und mein Mann ist selbstständig, die Saisonpause ist aber auch erst jetzt wieder vorbei, also er war den Winter über zu Hause und wir bekommen ergänzendes ALGII...Ich denke, dafür müssen wir uns nicht schämen oder?

Liebe Grüße
LadyPhoenix

Beitrag von sallyy07 12.03.11 - 11:51 Uhr

Nein es sind nihct alle asozial.

Mein Mann geht Vollzeit arbeiten und das meistens pro Tag 10-12 Std.trotzdem bekommen wir noch ergänzend (leider) ALG2,
weil numal sein Chef nicht mehr zahlt.

aber bei uns ist es auch nur vorübergehend den sobald unser mini dieses bezw.nächstes Jahr in den KIGA geht werde ich auch wieder anfangen zu arcbeiten.

es gibt solche und solche ist numal so.

ich kenne zuviele die 2-4 Kinder haben der Mann arbeitslos ist nihct arbeiten geht und will usw.


lg

Beitrag von germany 12.03.11 - 13:48 Uhr

Hallo,

also gleich sind ganz sicher nicht alle. Ich war auch schon auf Hartz4 angewiesen, allerdings als ich mit 16 ungeplant schwanger wurde. Ich hab mittlerweile eine Ausbildung abgeschlossen und habe bald die Prüfungen fürs fachabitur und Hartz4 bekomme ich shcon lange nicht mehr. Ich fand das schrecklich davon leben zu müssen, weil man beim Arbeitsamt auch total mies behandelt wird, als wäre man nichts Wert.

Mein Freund ging auch noch zur Schule damals und als er die fertig hatte, hat er bei Zeitarbeitsfirmen gejobbt, so das wir nicht mehr zu 100% auf das ALG angewiesen waren. Mittlerweile hat er eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist in dem laden noch fest angestellt und verdient sehr gut.


Meine Eltern müssen leider auch Hartz 4 beziehen, allerdings bekommen sie nur ein paar Euro. Es reicht kaum zum Leben für sie und meine Nichten (Meine Eltern habend as Sorgerecht).Arbeiten gehen können meine Eltern nicht und trotzdem haben sie immer versucht den Kindern alles zu bieten was nur geht.

Als wir klein waren, waren meine Eltern selbstständig und haben da auch kaum mehr als den Hartz 4 satz gehabt und trotzdem haben wir in einem 2 familienhaus gelebt, wo sie noch heute leben und wir musstena uf nichts verzichten. Dann wurde eben gespart wenn was großes angeschafft werden muss und im urlaub waren wir zelten. Wir fanden das toll.




lG germany die leider auch viele negativ Beispiele kennt

Beitrag von tritratrullalala 12.03.11 - 14:03 Uhr

Hallo,

ich glaube, es geht weniger darum, dass Menschen vom Staat abhängig sind. Jeder kann in die Lage kommen. Es ist halt die Frage, wie man mit dieser Lage umgeht.

Bei "Finanzen und BEruf" sind oft Fragen von Usern, die auf ALG II sind und das dritte Kind bekommen und dann fragen, wer Ihnen neue Möbel zahlt, wenn sie in die größere Wohnung umziehen. Du kennst doch auch diese "Was steht mir zu?"-Threads, in denen jemand nach einer neuen Erstausstattung fragt, obwohl das Kind davor noch nicht mal aus den Windel raus ist.

Und ich kann schon die User verstehen, die womöglich für wenig Geld hart arbeiten und sich sowohl das dritte Kind als auch neue Möbel oder eine größere Wohnung schlicht verkneifen müssen. Meine Eltern z.B. hatten auch eher wenig Geld und dann ist man in einer kleinen Wohnung eben zusammengerückt, weil für etwas Größeres kein Geld da war. Aber in diesen "Was steht mir zu?"-Threads scheint das keine Option zu sein.

Dummerweise treten hier im Forum halt nur solche ALG-II-Empfänger in Erscheinung, die fordern und fordern und erwarten, dass die Gemeinschaft ihre Kinderschar durchfüttert . Und die prägen natürlich die Wahrnehmung.


LG,
TRulli

Beitrag von bouncecat 12.03.11 - 17:12 Uhr

Ohja und wie ich diese Threads hier kenne. Davon gibt es leider auch zu viel. Ich meine man muss schon wissen wie man damit umgeht aber immerzu verlangen und nicht zurückgeben ist schon mehr als hart und das verstehe ich dann auch nicht.

Genauso wie es mal ein Fall war, wo eine Mutter 6 Kinder hatte (lief mal im Fernsehen), da habe ich erstmal geweint als ich das Kinderzimmer gesehen habe. Die war weder renoviert, total versüfft und dann hatte die Kinder noch nicht mal richtige Betten geschweige denn Matratzen. Da bin ich beinahe an die Luft gegangen. Weil diese Mutter eher an sich dachte als an die Kinder. Und ein Eimer Farbe kostet auch nicht die Welt.

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