Diagnose Förderklasse

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Beitrag von cinderella-79 11.03.11 - 21:29 Uhr

Mich beschäftigt seid Wochen ein Thema und nun Frage ich einfach hier, in der Hoffnung das mir jemand weiterhelfen kann.

Ich habe eine sechsjährige Tochter, welche im September eingeschult wird. Wir wohnen in Bayern, das ist denke ich mal wichtig zu erwähnen.
Sie ist teilweise Entwicklungsverzögert gewesen.( Frühgeburt, 7 Wochen zu früh). Deswegen kam sie in die Frühförderung.

Dort wurde mir jetzt empfohlen, sie in eine Diagnose und Förderklasse zu geben, da sie manchmal noch etwas langsam ist.

Die Erzieher hatten den Eindruck anfangs, sie kommt nicht mit, da sie manche Sachen nicht machte. Jedoch drängte ich sie, bei ihr Konsequent drauf zu drängen die Sachen zu machen. Und siehe da, plötzlich konnte sie es. Ihr einziges Manko ist das sie nicht gerne malt und so deswegen auch keine Tollen Bilder malt, aber ich denke jeder hat etwas das ihm mehr und weniger liegt. Sie hat einen unheimlichen Sturkopf, wenn sie nicht will, macht sie nichts. Aber sie kann es ja. Ich kenne meine Tochter nun fast sieben Jahre und weiß was sie kann und ich weiß das sie die Sachen für die Schule kann. Sie rechnet auch schon zu Hause und liest einfache Wörter zusammen.
Ich möchte sie nicht in die Diagnose und Förderklasse geben, da verliert sie ja noch ein Jahr.
Außerdem hab ich keine guten Erfahrung mit der Schule gemacht.Es herrscht dort eine ziemlich hohe Gewaltbereitschaft unter den Schülern und die Lehrer greifen nicht genügend durch. Mein Sohn ging ein Jahr dort hin. Bei ihm hatte es aber mit seiner Psyche zu tun auf Grund traumatischer Trennungserlebnissen.

Nun aber mal zu der Frage, die mich beschäftigt.

Kann man mich zwingen mein Kind dort einzuschulen. Ich kenne sie und weiß das sie es schaffen wird. Aber ich bin einfach abgestempelt, da mein Sohn schon dort war und ich mit drei Kindern allein erziehend bin. Das ist bekannt, das Kinder von allein erziehenden Müttern überwiegend dort einschult werden.

Bin auf eure Meinungen und Ratschläge gespannt.

Lg Steffi

Beitrag von delfinchen 12.03.11 - 07:24 Uhr

Hallo,

wenn es wirklich nur darum geht, dass dein Kind nicht ordentlich genug malen kann, denke ich auch, dass eine Diagnose-Förder-Klasse nicht angebracht ist.
Gegen deinen Willen kann dein kind auch nicht dort eingeschult werden.

Auf der Seite:
www.schulberatung-bayern.de
fidnest du generell interessante Infos.

Speziell zur Förderklasse hab ich jetzt auf die Schnelle nix gefunden, dafür aber einen anderen Link:

http://www.grundschule-veitshoechheim.de/bwo/dcms/sites/bistum/extern/grundschuleVhh/einschulung/sonderpaeddiagnoseklassen.html

LG,
delfinchen

Beitrag von ich-halt 13.03.11 - 14:46 Uhr

Mein Sohn wird im September auch in eine Diagnose und Förderklasse kommen. Er ist unser mittleres Kind. Er braucht einfach bei vielen Dinge mehr Zeit wie andere Kinder.

Wir hatten viele Gespräche mit Erziehern und auch der Direktorin der Schule auf die er hätte gehen sollen.
Er wurde mehr mals getestet und von mehreren Leuten angeschaut.

Uns wurden die Möglichkeiten erklärt die wir haben (noch ein Jahr Kindergarten, DiagnoseFörderklasse oder ganz normal in die Regelschule einschulen).

Ziemlich schnell waren wir uns einig, dass er einfach noch ein Jahr braucht in dem er sich entwickeln kann bevor er in die Regelschule eingeschult werden kann/soll.

Aber immer wieder wurde betont, dass wenn wir es wollen er auch gleich auf die Regelschule gehen kann.

WIR SIND DIE ELTERN! WIR ENTSCHEIDEN!

DAs war uns wichtig. Natürlich waren wir froh darüber, dass man uns Alternativen aufgezeigt hat, denn so konnten wir das Beste für ihn entscheiden.

Also kurz und knapp: Sie kann dich nicht dazu zwingen dein Kind in die Diagnose- und Förderklasse zu schicken wenn du das nicht willst.
Du bist die Mutter und die Entscheidung liegt ganz alleine bei dir.

lg ich-halt