Ist eine Bronchitis ansteckend?

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von jule3 12.03.11 - 07:23 Uhr

Guten Morgen,
meine große Tochter (fast 6) hat seit einer Woche Husten, seit Donnerstag wissen wir es ist eine Bronchitis. Seit gestern Abend hustet jetzt unsere Püppi.(6 Monate) #schmoll Hat sie jetzt Husten oder auch eine Bronchitis? Ich will eigentlich nicht zum Notdienst zu allen Magen-Darm-Kranken. Ich würd es lieber homöopathisch versuchen, aber wie finde ich das richtige Mittel für sie? Der Husten hört sich locker an. Eine verstopfte Nase hat sie außerdem. Ich hoff es kennt sich jemand aus. Ach ja, kein Fieber.

Vielen Dank,
Jule

Beitrag von yaisha 12.03.11 - 08:21 Uhr

Huhu!

Ja Bronchitis ist ansteckend, über Tröpfcheninfektion (also Speichel etc.).

Und meistens verläuft eine Bronchitis ohne Fieber, außer es kommt wegen dem geschwächten Immunsystem ein weiterer Infekt hinzu, im schlimmsten Fall ist es eine Lungenentzündung.

Meine Kleine hat grad das 3. Mal dieses Jahr Bronchitis und bei ihr hilft nur inhalieren mit Salbutamol..

Aber gegen Husten und Bronchitis bei Babys gibt es auch einen Hustensaft, der ist pflanzlich, allerdings enthält der Alkohol (ist aber ausgewiesenermaßen für Babys ab 6 Monate steht auch groß drauf). Und ein Baby bekommt nur 1ml, max. 6 mal täglich. Ich glaube der heißt Bronchicum (?).

LG
Yaisha + Clara *14.07.2010

P.S.: Aber du solltest es Montag beim Kinderarzt untersuchen lassen.

Beitrag von jule3 12.03.11 - 08:48 Uhr

Vielen dank für deine Antwort.
Sie hustet bis jetzt nicht viel, einmal in der Stunde vielleicht. Da meine Große allerdings richtig krank war/ist, bin ich halt ziemlich besorgt.
Ich denke wir werden in ihrem jetzigen Zustand auf einen Arztbesuch verzichten und sie beobachten. Ich würd ja lieber Globoli geben, aber nen Heilpraktiker am Samstag zu finden ist vermutlich auch nicht leicht.
Vielen dank
Jule

Beitrag von miau2 12.03.11 - 08:25 Uhr

Hi,
vornweg, ein Baby mit Husten sollte immer abgehört werden.

Wenn du ernsthaft homöopathische Wege gehen willst solltest du dir jemanden suchen, der sich damit auskennt. Der kann dir dann das richtige Mittel empfehlen (bzw. in unserem Fall - Homöopathievertrag mit der KK - auch verschreiben).

Bronchitis ist keine Erkrankung an sich, sondern die Folge eines viralen oder bakteriellen Infekts. Der Infekt ist ansteckend, ob es die gleiche Folgen (oder andere, evtl. auch schlimmere) auch für andere, angesteckte hat kann niemand vorhersagen.

Also z.B. eine Erkältung bei unserem großen hat bei uns sehr häufig zu einer Bronchits beim Kleinen geführt - der Erreger an sich ist in beiden Fällen aller Wahrscheinlichkeit nach der gleiche.


Es ist nicht übertrieben, mit einem hustenden baby zum arzt zu gehen. Und zu "kein Fieber" kann ich nur sagen, dass unser Kleiner auch kein Fieber hatte, als er im Alter von zwei Monaten mit Lungenentzündung (zwei Tage zuvor wars noch eine leichte Bronchitis) ins KH eingewiesen wurde...Fieberfrei zu sein heißt meiner Erfahrung nach überhaupt nichts, ca.3/4 aller Bronchitiden (unser Kleiner hatte bisher ca. 17) von unserem Kleinen verliefen fieberfrei.

Viele grüße
Miau2

Beitrag von jule3 12.03.11 - 08:56 Uhr

Danke, ihr Allgemeinzustand ist wirklich gut, husten tut sie vielleicht einmal in der Stunde, ich werde in jedem Fall Montag den Gang zu meiner kinderärztin machen, der heute Notdienst hat, ist nicht so recht mein Fall. Sollte sich ihr Zustand ändern werden wir natürlich früher gehen. Ich kann doch davon ausgehen, dass ich eine Lungenentzündung, zumindest in Form schlechterer Verfassung, erkennen würde.
Ich muss mich dringend um eine Zusatzversicherung kümmern.
Mit zwei Monaten ins Kh geht ja wirklich gar nicht...
Liebe Grüße und vielen Dank

Beitrag von miau2 12.03.11 - 12:27 Uhr

Hi,
eine Zusatzversicherung hätte nichts geändert.

Was unser Kleiner hatte war der RS-virus. wie der Name schon sagt, ein Virus - da kann man nur die Symptome kurieren.

Und der Verlauf ist lehrbuchhaft: 2-3 Tage eine harmlos erscheinende, leichte Bronchitis. Und dann innerhalb weniger Stunden eine drastische Verschlechterung, die bei uns dann allerdings sofort im KH mit Sauerstoff und Kortison gestoppt werden konnte - danach ging es unserem Kleinen schnell besser, andere Baby erwischt es schlimmer. Gehustet hat er übrigens auch nur sehr wenig.

Für diese Entwicklung kann niemand etwas, und dagegen hätte man auch nichts sinnvolles vorbeugend machen können.

Klar kann man es erkennen, inzwischen höre ich auch ohne Probleme heraus, ob mein Kind eine Bronchitis hat oder nicht - es ging mir vor allem darum, dass es zum einen bei Babys sehr schnell mehr werden kann, zum anderen dass Fieber nichts darüber aussagt, ob etwas schlimmer oder nicht so schlimm ist.

Viele Grüße
Miau2