Wieviele Stillmahlzeiten bei Baby - 4 Wochen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von schici-nici 12.03.11 - 13:45 Uhr

Hallo Mamas,

hab mal wieder ne Frage. Wie viele Stillmahlzeiten haben eure Kleinen?
Mein Felix leidet immer unter Blähungen und Bauchweh, habe nun vom Kia Weleda-Tropfen bekommen - kann nicht wirklich sagen ob sich was gebessert hat - bisschen vielleicht. Geb ich ihm die Tropfen besser vor oder nach dem Stillen?
Habe meinen Süssen bisher nach Bedarf gestillt. Immer wenn er hunger hat durfte er ran - mal mit nem einstündigen, mal mit dreistündigem Abstand.
Nun sagt meine Hebi, das das Bauchweh davon kommen kann, weil zum Teil noch unverdaute Milch im Magen auf frische Milch trifft. Das gibt sozusagen Quark und somit Bauchweh. Soll ihn wenn möglich mit 4-stündigem Abstand stillen. Manchmal schafft er das auch - manchmal aber eben nicht. Kann ihn ja nicht schreien und verhungern lassen, weil die 4 Std. noch nicht rum sind.
Wie viele Stillmahlzeiten habt ich bei eurem 4 Wochen altem Baby?

LG die SchiciNici mit Felix

Beitrag von krischi-1508 12.03.11 - 14:16 Uhr

Hallöchen,

was findest du besser, wenn dein Kleiner wegen Bauchweh oder wegen Hunger schreit???

Solche unsinnigen Tipps und dann noch von einer Hebamme, dafür gibts von mir ein #klatsch

Still weiter nach Bedarf, nur das ist physiologisch für so kleine Babys.

Ich habe in dem Alter und auch jetzt noch (nach 6,5 Monaten) immer nach Bedarf gestillt. Manchmal mit einer Stunde Abstand, manchmal hat er drei geschafft. Kann dir also nicht genau sagen, wie oft er gestillt hat.

Die Koliken kommen von einem noch unreifen Darm, davon sind sehr viele Babys betroffen.

Bei uns hat der Fliegergriff sehr gut geholfen. Versuch doch mal Kümmelzäpfchen, gibts in der Apotheke.
Mit den Weleda Tropfen hab ich keine Erfahrung, hast du da eventuell nen Beipackzettel, da müsste doch stehen, ob vor oder nachm Stillen?

Mach weiter so und halte durch, die Koliken dauern nicht ewig an.

Lg Krischi #winke

Beitrag von schici-nici 12.03.11 - 15:08 Uhr

Hi,

natürlich halte ich durch. Und ich werde mein Kind nicht schreien lassen wenn er hunger hat!!!

Auf dem Beipackzettel steht eben nichts dergleichen, deshalb dachte ich ich frag mal....

LG

Beitrag von carlos2010 12.03.11 - 14:18 Uhr

Hallo

also 4 Stunden Abstand ist ja wirklich viel zu lang#schock.
Meine Hebamme meinte damals auch, ich solle mindestens 2 Stunden Abstand halten; meine KÄ sagt, dass sei alles Humbug, ganz normal nach Bedarf stillen.
Das mit der unverdauten Milch soll wohl eher eine veraltete Aussage sein.
Unsere Kleine hatte anfangs auch stark mit Blähungen zu kämpfen und wir haben ihr dann Sab Simplex vor dem Stillen gegeben. Es hat sich ein wenig gebessert, ist aber richtig gut erst so seit der 10. Woche.
Wahrscheinlich ist es eben bei den kleinen Mäusen so und die ganze Darmaktivität muss sich erst einmal einspielen; da kann man vermutlich nicht so viel machen außer trösten und streicheln.
Schreien lassen vor Hunger würde ich mein Kind auf keinen Fall, finde auch den Rat Deiner Hebamme wirklich merkwürdig.

Sprich am Betsen nochmal mit Deinem KA darüber.

Alles Gute#klee

Beitrag von littlelight 12.03.11 - 14:25 Uhr

Was deine Hebi dir da sagt stimmt nicht. Das ist ein uraltes Ammenmärchen, dass aus der Beobachtung von Flaschenkindern entstanden ist. Aber auch diese erhalten ihre Milch nach Bedarf, weil das Bauchweh tatsächlich nichts mit halb- oder nichtverdauter Milch zu tun hat. Viele Babys leiden in den ersten Wochen und Monaten an Bauchweh. Das liegt am noch unreifen Magen-Darm-Trakt. Dem kannst du auch nicht deine Ernährung vorbeugen, die wenigsten Babys reagieren auf das, was die Stillmami isst. Bei meinem Sohn konnte ich zB essen was ich wollte, er hatte immer Bauchweh, egal auf was ich nun verzichtet habe.

Was gut hilft: in erter Linie viel am Körper tragen, am besten in einem Tragetuch. Die aufrechte Lage tut gut, der Körperkontakt beruhigt, deine Atembewegungen "massieren" den Babybauch. Wenn es ganz schlimm ist: Fliegergriff, Bauchmassage oder auch mal ein Kümmelzäpfchen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass diese ganzen Tropfen überhaupt nicht helfen.

Und wichtig: Still weiter nach Bedarf, nur so ist gewährleistet, dass immer genug Milch für dein Baby da ist und zwar genau so wie dein Baby sie braucht. Muttermilch passt sich in ihrer Zusammensetzung nämlich genau den Bedürfnissen des Babys an. Wie oft du stillst spielt keine Rolle, solange du wirklich immer nach Bedarf anlegst. Das kann auch stündlich oder sogar mal halbstündlich sein. Auch Dauerstillen ist nicht ungewöhnlich, sondern ganz natürlich und gut!

LG littlelight

Beitrag von angeldragon 12.03.11 - 14:27 Uhr

huhu meine maus ist auch 4 wochen alt bei 4 stunden währe mein kind vor hungerschreien stumm geworden so würde sich sich ins brüllen reinsteigern

mir sagte man wen möglich alle 2 stunden und wen baby öfter will dan ganz einfach öfter füttern (mein kind will dauernt halbe stunde ist schon viel)

das mit der unverdauten milch stimmt durchus wurde bei flaschenkindern so beobachtet aber ohne weitere untersuchungen einfach auf stillkinder umgemünzt und für die trifft das keinstenfals zu ;)

#drache

Beitrag von lalal 12.03.11 - 15:16 Uhr

Hallo,

meine Tochter stillt nach IHREM Bedarf, mal alle 30 min. mal "nur" alle 2-3 Std. , dann ist sie aber im Tragetuch und verschläft das Stillen ganz einfach.

Sie hat übrigens auch Probleme mit der Verdauung, sobald sie aber im Tuch ist , ist alles ok;-) Vielleicht versuchst du das mal, das ist besser als jedes Mittel , Massage oder sonstiges.

Die Aussage deiner Hebamme ist übrigens völliger Schwachsinn.

Muttermilch ist zudem schnell verdaut, nach ca. 60-90min.

Lg

Beitrag von schici-nici 12.03.11 - 15:33 Uhr

Danke für eure zahlreichen Antworten.
Bin echt froh wenn diese Koliken endlich rum sind. Er kreischt im Schlaf, verzieht das Gesichts und kämpft richtig mit seinem Darm. Das sind so laute Geräusche das man selbst kein Auge zu kriegt. #schwitz

Liebe Grüße und euch allen ein schönes Wochenende

Beitrag von freno 12.03.11 - 21:14 Uhr

Hallo

Hast du schonmal darauf geschaut was du so isst?

Ich weiß von Bekannten, dass ihr Kind auf jegliche Art von Zwiebeln oder ähnliches reagiert hat.

Gruß

Freno

Beitrag von vifrana58116 12.03.11 - 16:46 Uhr

Wir haben bis zum 6.Monat nach Bedarf gestillt. Am Anfang hatte sie öfter Bauchknieper, aber da haben Pupsgymnastik, Bauch-auf-Bauch-liegen, Fliegergriff, Kirschkernkissen und als letzter Ausweg Kümmelzäpfchen geholfen. Auch die Bauchlage hat ihr gut geholfen. Man konnte richtig sehen, wie sie sich entspannt hat, aber das haben wir nur tagsüber gemacht, wenn wir dabei waren.

Meine Maus hat auch auf fast nichts reagiert, außer wenn ich Milch oder Fencheltee getrunken hatte. Da gabs dann Bauchweh. Wenn ich Kaffee getrunken hatte, hat sie sich beim Pupsen leichter getan durch das Koffein (vom KiA bestätigt).

Gib deinem Kind ganz viel Körperkontakt. Das hilft beim Entspannen!

Beitrag von woelkchen1 12.03.11 - 20:04 Uhr

Deine Hebamme sollte mal eine Weiterbildung machen!
Das ist total veraltet.

Ich hab keine Ahnung- denn ich habe weder gezählt noch auf die Uhr geschaut. Das hab ich bei der Großen anfangs mal- und hab mich vollkommen verrückt gemacht. Also schau nicht mehr auf die Uhr und lege an, wenn er Hunger hat.

Tropfen vor dem Stillen geben!

Beitrag von akki84 12.03.11 - 21:41 Uhr

Hey! #winke

Erstmal noch alles Gute!!!

Wenn möglich alle 4 Stunden. Du kannst aber auch bei Bedarf anlegen, ob es nun 2 Stunden sind oder 6. Eine lange Pause ist laut meiner Hebi ok.
Wenn Joris geschrien hat und wir ihn mit nix beruhigen konnten, hab ich ihn angelegt und dann wars meistens ok.

LG Antje mit Joris(20.01.201):-)

Beitrag von steffi0413 13.03.11 - 02:03 Uhr

Hallo SchiciNici,

oh, mein Gott! #schock

Du machst das super, dass Du nach Bedarf stillst. Die Babies trinken in diesem Alter mind. 8-12x in 24 Stunden.
Die Mumi ist einerseits in 60-90 Minuten verdaut, andererseits ist Stillen nicht nur Nahrung, sondern auch Getränk, Körpernähe, Beruhigung usw.

Oft Stillen verursacht keine Bauchschmerzen, nicht nach Bedarf stillen kann aber Probleme verursachen (zB. Baby bekommt nicht genug Milch, Milch wird weniger...)
Bei Naturvölker wurde beobachtet, dass die Babies 60-80x (!) in 24 Stunden gestillt wurden und die Babies hatten keine Bauchschmerzen.

Vielleicht ein paar Fragen um die evt. Ursachen für Blähungen und Bauchweh zu finden:


Verschluckt er sich oft beim Stillen?

Ist er korrekt angelegt? Schluckt er nicht Luft beim Trinken? Hörst Du kein "Schmatzgeräusch" oder ähnliches, was darauf deuten würde, dass das Vacuum unterbricht?

Was passiert genau, wenn er Bauchschmerzen/Blähungen hat? Beruhigt er sich dann an der Brust? Ist abends schlimmer oder kein Zusammenhang mit der Tageszeit?

Verwendet ihr Flasche, Schnuller, Stillhütchen? Bekommt er noch etwas ausser Mumi (Tee, Wasser, Pre)?

Spuckt er viel? Wenn ja, frische Milch oder eher halbwegs verdaute?

Wie schaut sein Stuhl aus?

Trinkst Du Stilltee? Nimmt er Vitamin D Tabletten?

LG
Steffi