16 Monate: schlimme Wutanfälle samt Treten und Hauen - wer kennt das?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von savaha 12.03.11 - 13:49 Uhr

Mein Sohn ist 16 Monate und seit etwa 1 Monat hat er so schlimme Wutanfälle. Immer wenn ihm etwas nicht passt, dann fängt er an wie irre zu schreien, er tritt um sich, haut, schmeißt sich zu Boden, bockt rum (macht ne Brücke).
Ich bin mit meinem Latein am Ende: Recht machen kann ich es ihm nicht und will ich auch nicht immer. Ich spreche viel mit ihm, erkläre ihm alles, schließe Kompromisse. Aber nichts hilft. Mittlerweile ziehe ich das was ich will oder was einfach sein muss (zB anziehen bevor wir rausgehen) einfach durch, egal was er sagt.

Machen eure Kinder das auch? Fängt die klassische Trotzphase nicht eigentlich später an? Hab echt keinen Rat mehr was ich tun kann.......

Beitrag von selen27 12.03.11 - 14:10 Uhr

Hi,

ja, kenne ich von meiner Tochter. Mit 16 Monaten fing es an und hörte etwa mit 2 Jahren und vier Monaten auf. Es war heftig, so das wir nicht wussten was wir machen sollten. Wichtig ist, das ihr als eltern einen kühlen kopf behält und nicht weder mit aufmerksamkeit belohnt noch mit ablehnung. Die Phase bekommen so ziemlich alle Kinder. Die Phase kann aufhören und wieder kommen. Das ist so ähnlich wie Gefühlsschwankungen bei Frauen in der Schwangerschaft. Sie sind wegen einer kleinigkeit geladen und sind zornig. Können ihre Gefühle nicht kontrollieren. Diese Phase haben Kinder die sich ausdrücken weniger. Das macht nämlich die Phase schlimmer. Die Phase wird irgendwann vorbei gehen. Bei uns war das mit Anziehen auch extrem. Manchmal habe ich mich durchgesetzt und manchmal habe ich sie entscheiden lassen.

Selen

Beitrag von savaha 12.03.11 - 14:15 Uhr

OMG so lange?!
Mein Dauermantra ist ja schon "Es ist alles nur eine Phase", aber da ist ja schon fast ein Dauerzustand :-( Also die Phase meine ich.





Und wenn ich ehlrich bin, an manchen Tagen macht mich sein Verhalten endlos sauer und ich sage ihm das auch oder ich bin grob zu ihm, steck ihn zB mit "Gewalt" in die Karre. Tut mir danach echt leid, aber mir platzt manchmal einfach die Hutschnur. ARG...!!!

Beitrag von hippogreif 12.03.11 - 14:17 Uhr

Ob das jemachd kennt? *lach* ich glaub schon, ich denke, so ziemlich jede Mutter ;-)
Das ist eine völlig normale Phase. Die Kleinen lernen ja gerade, dass sie einen eigenen Willen haben und Dinge selbst beeinflussen können.
Bei vielen Wutanfällen hilft eigentlich nur: Ohren auf Durchzug und Ruhe bewahren. Wenn ein Kind gerade richtig in Rage ist, hilft keine Erklärung, da sind sie überhaupt nicht aufnahmefähig für irgendwas. Einfach kurz in Ruhe lassen, bis sie wieder ein wenig "runtergefahren" sind.
Wenige aber klare Regeln finde ich auch wichtig.
Meine Tochter darf ziemlich viel und über einiges sehe ich hinweg.
Aber bestimmte Dinge werden nicht tolleriert: beißen, kratzen, spucken, hauen.
Das weiß meine Tochter (19 Monate) mittlerweile genau. Fing sie an zu beißen/hauen, dann hab ich sie sofort runter vom Arm auf den Boden gestellt, laut "nein, es wird nicht gehauen!" gesagt. Ab und zu wenn es ganz doll war, dann hab ich sie auch vor die Zimmertür geschickt. Dann kurz abgewartet, selbst wieder durchgeatmet und dann haben wir uns wieder "vertragen".
In diesem Alter entsteht auch ganz viel Zoff dadurch, dass die Kleinen nun viel selbst machen möchten. Anziehen ist ein gutes Beispiel.
Immer abwägen, ob es gerade wirklich wichtig ist, dass das Kind sich anziehen muß, z.B: morgens, wenn man zur Arbeit muß.
Ansonsten, wenn es nicht so eilig ist, dann lieber das Kind selbst entscheiden lassen, wann es sich anzieht. Und vor allen Dingen: die Kleinen mithelfen lassen und dann kräftig loben, auch wenn die Socke falsch herum hängt ;-)
Hoffe, ich konnte etwas helfen.

Beitrag von savaha 12.03.11 - 20:25 Uhr

Es geht mehr um Sachen wie ob man sich überhaupt anziehen muss. Er ist so gerne draußen und sobald die Haus- oder Balkontür auf ist, krabbelt er raus in den garten: In Strumpfhose. Geht natürlich gar nicht!
Und wenn ich ihn bitte zurück zu kommen und sich anzuziehen und ihm erzähle warum, grinst er mich frech an. Also hole ich ihn und erklärs ihm noch mal, aber dann ist alles zu spät und das Theater geht los. Manchmal so schlimm, dass ich ihn dann drin lasse, weil ich es nicht schaffe ihn anzuziehen.
Und solche Beispiele ziehen sich durch die Woche.
Bekommt er keinen Keks, schmeißt er mit Dingen. Müssen wir vom Spielplatz gehen, gibts einen Kreischanfall.

Ich habe gerade einen interessanten Artikel gelesen, der mir noch mal verdeutlicht hat, wie wichtig die Autonomiephase ist. Aber ich finde es sehr schwierig damit umzugehen und wenn sowas kommt und immer wieder, dann setzt mein verstand etwas aus...............

Beitrag von amadeus08 12.03.11 - 14:35 Uhr

wann es anfängt hängt vom Kind ab.........aber ja es ist der Beginn der Trotzphase und es wird leider noch schlimmer :-(((

Ich kann auch irgendwie schlecht damit umgehen für mich selbst, aber man muss versuchen sich daran zu "gewöhnen", so blöd das ist. Natürlich versuche ich ihm soviel wie möglich Freiheiten zu geben, also wenn er den Weg gehen will und ich Zeit habe, dann machen wir das oder ich versuche abzulenken oder er darf sich alleine anziehen, was natürlich überhaupt nicht klappt und ich versuche "heimlich" zu helfen.........etc etc, aber trotzdem gibt es die Situationen wo man entweder nicht nachgeben kann (natürlich kann er nicht einfach auf die Straße laufen) oder wo es die Zeit nicht erlaubt. Dann müssen wir da durch und manchmal habe ich auch gar keinen Einfluss drauf. Beispiel nach dem Mittagsschlaf. Er ruft: Mama, Mama.......ich geh in sein Zimmer und er ruft "nein, Mama weg"...geh ich wieder, brüllt er Mama, bleibe ich, ists auch nicht okay, dann ist alles zu spät und ich kann den folgenden "Trotz"anfall einfach nicht verhindern. Zur Zeit warten wir auf den nächsten Backenzahn und die Trotzanfälle häufen sich wieder und wenn es dann mal drei am Tag sind, dann ist das ganz schön viel und heftig (also drei richtig heftige meine ich),,,,,,,,,,,,,aber die Phase ebbt auch wieder ab und dann ists alle paar Tage einer.

Lg