rechte eines 16 1/2 jährigen

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von happysepp 12.03.11 - 17:45 Uhr

ich versuch das problem kurz zu fassen !

also ein jugendlicher mit 16 1/2 jahren möchte von zuhause ausziehen weil er die ständigen beleidigungen und launen seiner mutter nichtmehr ertragen kann.

das geht von einfachen beleidigungen über essensentzug (darf nicht mit dem rest der familie essen , nur wurstbrot nix warmes) über wochen.
vor zwei jahren war er schon in der obhut des jugendamts wegen häuslicher gewalt. ich mußte ihn damals mit einer nierenquetschung ins krankenhaus bringen , die ärzte haben dan die polizei informiert weil einige ältere verletzungen auch noch festgestellt wurden.
er ging damals aber wieder nach hause wegen seinem kleinen bruder um diesem eben zu beschützen.


vor ein paar wochen eskallierte die situation zuhause wieder und er wendete sich natürlich an mich und an das jugendamt.
ich habe ihm dan eine notwohnung (voll ausgebautes und isoliertes gartenhaus)
angeboten und mit ihm zusammen auch komplett saniert. er bekommt eine lehrstelle in seinem traumberuf ab 1.9 , dazu eben kostenlos wohnen und noch ein paar kleinigkeiten (internet usw). sein beitrag ist die hälfte des kindergeldes also 90 € pro monat für essen , strom , waschen. der rest ist bis zum ersten lohn sein taschengeld , von seinem lehrlingsgehalt muß er nichts dazu geben (führerschein ist wichtiger)
von dieser abmachung war auch das jugendamt informiert und man sagte hielfe zu fals sich die mutter quer stellen sollte. leider enpupt sich das jugendamt immer mehr as großer heizlüfter.
den jetzt will die mutter wegen des kindergeldes nichtmehr einwilligen und vom jugendamt kommt nur ein teurer vorschlag der dem jungen nicht hielft.

eine pflegefamilie in 28 km entfernung , er würde seine lehrstelle verlieren , seine freunde , seine geschwister weil er weder ein fahrzeug noch einen führerschein hat um diese 28 km täglich zu überbrücken.



welche möglichkeiten für ihn gäbe es den noch um seine rechte bzw seine interssen gegen die mutter durch zu setzen ?
gibt es außer dem jugendamt noch andere anlaufstellen die wirklich helfen können ?

jetzt hätte ich fast vergessen das die wohnung der mutter aus 3 zimmer , küche und bad besteht. das kinderzimmer (10qm) teilt er sich mit seinem kleinen bruder , seine mutter und ihr lebensgefährte haben mit 25qm das größte zimmer und das wohnzimmer mit 15qm ist kinderfreie zone.
es werden nur wohnzimmer und elternschlafzimmer ausreichend geheizt.
nächsten monat kommt dan noch nachwuchs !!!!

sein gartenhaus hat toilette und dusche , eine kleine küche und den wohnraum mit 14 qm, natürlich strom und wasseranschluß . heizung ist ebenso vorhanden wie fernsehanschluß und internet.
das gartenhaus steht auf meinem grundstück , 15 meter von mir entfernt oder 25 meter zum haus meiner eltern die für ihn oma und opa sind.

von seiner mutter bin ich seit 11 jahren geschieden , seine beiden halbschwestern leben bei mir . für mich war er imer mein sohn , daran hat auch die scheidung nie etwas ändern können. rechtlich bin ich jedoch nur ein bekannter.

Beitrag von anja9002000 12.03.11 - 18:38 Uhr

Hallo,

puh, das ist echt schwierig. zuallererst würde ich mich mal mit dem Schulpsychologen in Verbindung setzen (er geht ja wohl noch zur Schule), der kennt bestimmt die richtigen Adressen.
Dann hab ich mal davon gehört, dass Kinder Anspruch auf einen Anwalt haben, der nur ihre Interessen vertritt. Da würd ich mal beim Amtsgericht nachfragen. Auf das Kindergeld hat nur der Anspruch, bei dem das Kind wohnt (bei mir wars meine Oma), da könne die Eltern gar nichts machen. Ich würd dem Jugendamt auf die Füße treten, ihr habt ja sicher auch die Aussage vom Arzt (Nierenquetschung). Notfalls würde ich dem Amt mit der Presse drohen.
Vor allem würd ich da auch den jüngeren Bruder rausholen. Das kann doch nicht sein, dass der dann alles abbekommt.
Ich denke, du solltest mal mit einem Anwalt reden (kostet halt) oder mit einer Familienberatungsstelle.
Viel Glück euch!
Anja

Beitrag von happysepp 12.03.11 - 19:50 Uhr

tja anwalt ist gut ! nur müßte dan die erziehungsberechtigte unterschreiben .


schulpsychologe fällt flach , der könnte nur dem kleinen bruder helfen da dieser eh durch agressives verhalten in der schule auffällt . das hatten wir schon versucht.

familienhielfe ebenfals nur gelaber von wegen man müße dies und jenes verändern . viel blabla ohne wirkichen nutzen.

beim jugendamt gibts wie gesagt nur eine pflegefamilie , teuer und in diesem fall nicht grad zum wohl des kindes.

den anwalt selbst bezahlen , aber mit was ? ich versorge meine beiden kids und da gibts nichts mit unterhalt . mein lohn und das kindergeld mehr gibts nicht. prozeßkostenbeihielfe würde mir nicht gewährt weil es sich nicht um mich sondern laut gesetz um einen fremden minderjährigen handelt für den ich ja nicht sorgeberechtigt bin.

dem kleinen bruder ebenfals helfen geht auch nicht , das soll bitte das amt übernehmen ich bin damit total überfordert und hab auch eigene probleme

so wie es im moment aussieht dauert der rechtsweg eh bis er 18 ist und alle kurzfristig möglichen lösungen würden seine zukunft (lehre , soziales umfeld) mehr oder weniger gefährden.

ich find es zum ko..en das man helfen kann, helfen will aber nicht helfen darf.
wie armselieg deutschland doch ist, lieber werden milionen euros zum fenster rausgeworfen

Beitrag von arienne41 12.03.11 - 20:55 Uhr

Hallo
Nur ein Gedanke

Es gibt doch Väter oder auch Mütter die mit den Unterschriften nicht in die Pötte kommen da kann man sich doch die Unterschrift Ersatzweise vom Jugendamt holen bzw vom Gericht.

Da solltest du mal fragen ob es in dem Fall auch möglich ist da er ja gegen seine Mutter vorgehen will.
Ferner würde ich der Kindergeldkasse mitteilen das er nicht mehr zu hause wohnt und die Mutter somit vielleicht gar keinen Anspruch mehr auf das Geld hat.

Das sind nur ein paar Gedanken von mir ob es geht weiß ich nicht

LG

Beitrag von happysepp 13.03.11 - 23:20 Uhr

naja das mit dem unterschrift ersetzen könnte sich über monate rausziehen , in dieser zeit müßte er dan auch in der obhut des jugendamtes sein.

er wohnt ja leider noch zuhause und daher bekommt die mutter das kindergeld .

es geht hald nur darum das er von zuhause weg will und in ruhe seine schue beenden kann bzw seine lehre beginnen .
aber seine mutter will ihm weder ein konto eröffnen noch will sie ihm das kindergeld abtreten.

naja und alles was seitens des jugendamtes kommt ist heiße luft , entweder er müßte alles aufgeben oder es dauert ewieg .

zudem haben wir laufend andere sachbearbeiter , zuerst war ein alter d... für uns zuständig der nur der mutter glaubte, vor zwei jahren eine junge frau die zwar nett gewesen ist aber zu zaghaft war. dan ein älterer mann der etwas weltfremd war , dan ein mann der immer irgendwelche gutachten gebraucht hat, dan wieder einer der nur labert und seit letzter woche ist wieder ein neuer sachbearbeiter dran der sich erst mit dem fall vertraut machen muß.

in zwei jahren also der fünfte sachbearbeiter , soetwas ist doch nicht normal.

Beitrag von leiahenny 14.03.11 - 10:37 Uhr

Sucht Euch umgehend eine Kinderanwalt. Ein paar Infos findest du hier.
http://www.berufsbetreuer.de/kinderan.htm
Frag mal direkt beim Familiengericht oder google mal nach Kinderanwalt+Stadt.
Viel Glück

Beitrag von manavgat 14.03.11 - 10:44 Uhr

Ab mit dem Kind zur nächsten Anwältin, die seine Rechte durchsetzt. Müsste über PKH laufen. Vielleicht würde es helfen, die Mutter wegen schwerer Mißhandlung von Schutzbefohlenen anzuzeigen. Lasst Euch beraten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von happysepp 14.03.11 - 12:32 Uhr

danke für die antworten !

ich habe heute mit meiner anwältin gesprochen , sie wird den fall übernehmen und fals es keine pkh gibt hat sie ihr honorar auf 1,19 € gesetzt .
sie ist ebenfals entsetzt über das verhalten der mutter und vor allem findet sie das gelaber bzw die dauernd wechselnden sachbearbeiter vom jugendamt als unzumutbar.

ich denke die hat an mir schon genug verdient

Beitrag von coala10 15.03.11 - 20:18 Uhr

Hallo,
Die Tochter von Bekannten ist vor kurzem ausgezogen. die haben uns dann erzählt, dass man ab 16 entscheiden darf wo man lebt und man sich ohne Zustimmung ummelden darf.
Vg coala

Beitrag von happysepp 16.03.11 - 06:31 Uhr

also ohne zustimmung der/des erziehungberechtigten geht das nicht so einfach !

wen die etern nicht zustimmen geht es nur über das gericht bzw jugendamt und dort muß der dan der wunsch des jugendlichen berücksichtigt werden.