umgang mit unfall in der kita

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kurvenlilly 12.03.11 - 18:38 Uhr

hallo,

mein sohn ist 20 monate alt und geht seit dem 12 monat in eine kleine private kita.
in den letzten wochen sind in unserer kita ein paar dinge passiert bei denen ich nicht so richtig weis wie ich darauf reagieren soll.
folgendes ist passiert:
1. seltsame situation: unsere nachbarn haben sich mit ihrem kind ebenfalls bei unserem kindergarten um einen platz beworben. wärend ihres gesprächs mit der leitung des kindergartens viel das gespräch von seiten des kindergartens auf unseren sohn, und es wurde erzählt was man wohl mit ihm für probleme hätte. angeblich hatt er probleme beim schlafen und wacht wohl oft weinend auf. was aber meiner meinung nach nur so ist weil sie ihn anstatt wie alle anderen kinder in einem raum mit den anderen schlafen zu lassen immernoch allein in ein extra zimmer legen.
das beste daran ist dass ich mich eigentlich regelmäßig danach erkundige wie es läuft und mir gegenüber nichts dergleichen erwähnt wurde. geht es nur mir so oder ist es wirklich eine unverschämtheit mit anderen eltern die probleme mit meinem kind zu erörtern?

2. seltsame situation: kai hatt sich in der kita eine platzwunde am kopf zugezogen. das ist nur passiert weil das dreirad im raum der einjährigen unbeaufsichtigt herum stand. wobei jedem klar sein dürfte das ein einjähriges kind kein dreirad fahren kann. kai ist auf das rad geklettert und prompt herunter gegen eine schrankkante gefallen.
die reaktion des kindergartens darauf: kai wurde unter der aufsicht der PRAKTIKANTIN! mit dem rettungswagen in die notaufnahme gefahren. ich bin sofort dahin und musste feststellen dass nichts überlegt war. kai hatte keine wecheslwindel dabei, nichts zu essen oder zu trinken und die praktikantin wusste nicht einmal wie die krankenkasse bei der kita geregelt ist. ich saß also mit einem verletzten kind ebenfalls ohne kinderwagen am sprichwörtlichen arsch der welt ohne irgendeine art der versorgung.
als ich den kindergarten ansprach dass ich über die situation gern noch einmal reden würde wurde das abgetan mit der ausrede dass man in so einer situation nun mal nicht an alles denkt. wobei ich das eigentlich so sehe dass sie als kita auf solche notfälle vorbereitet sein müssten und dem entsprechend nach einem geregelten plan handeln sollten. auch dass die praktikantin als einzige betreuung mit meinem sohn mitgeschickt wurde halte ich für unmöglich!


ist mein ärger über so etwas berechtigt oder reagiere ich da über?

Beitrag von rhodochiton 12.03.11 - 18:46 Uhr

Ich würde hier auf mein (resp. Dein) Gefühl hören. Das stimmt immer!

Beitrag von miau2 12.03.11 - 18:55 Uhr

Hi,

1. Situation: dein Ärger ist berechtigt. Es geht andere Eltern - so lange deren Kinder nicht betroffen sind - absolut nichts an, was der KiGa über DEIN Kind denkt oder wie es sich verhält o.ä.. Das ist etwas für ein vertrauliches Gespräch mit EUCH, nicht mit anderen. Das würde ich auch so nicht stillschweigend hinnehmen.

2. Situation: in aller Regel- keine Ahnung, wie das bei Euch ist - ist die Personaldecke nicht so dick, dass man mal eben problemlos für längere Zeit auf eine Erzieherin verzichten kann. Wenn dann eine fähige Praktikantin zur Verfügung steht - warum nicht? Wäre es besser, den REst der Gruppe mit zu wenig Pesonal (schlecht beaufsichtigt) zurückzulassen? Was würdest du dann davon halten, wenn ein anderes Kind auf dem Weg ins KH und deins schlecht beaufsichtigt zurückgeblieben wäre, und dann vielleicht noch mal etwas passiert?

Und das man in so einer Situation nicht unbedingt noch daran denkt, Windeln usw. einzupacken - sorry, DAS ist für mich verständlich. Als ich mit unserem Kleinen ins KH bin hatte ich nicht mal mehr daran gedacht, mir einen BH unter mein (Schlaf-)T-Shirt zu ziehen. Und das, obwohl ich zwischen Anruf und Eintreffen mehr als genug Zeit hatte, mich anzuziehen (aber halt einfach nicht die Nerven). Und das, obwohl ich die Mutter bin. Windeln? Der gepackte Wickelrucksack steht im Flur. Und stand da auch noch, als wir wieder nach Hause kamen. Einzig an die Stillhütchen habe ich noch gedacht - dank meinem Mann, der mich erinnert hat (wobei auch die im KH auftreibbar gewesen wären).

Bei uns im KH hat man allerdings zur Not Windeln. Und Fläschen. Und einen Laden, wo alles nötige zur Not gekauft werden kann...

Also, den Punkt kann ich voll und ganz nachvollziehen. Gibt halt wichtigeres, wenn man ein verletztes Kind hat als noch ans Packen zu denken.

Und dass du dann dort ohne KiWa da gesessen hast ist nun wirklich nicht Schuld der KiTa.

Und wenn dein kind nicht übers Dreirad gefallen wäre - dann vielleicht über etwas anderes. Oder es wäre einfach so gefallen. Unfälle passieren. Was meinst du, wie oft mein Kleiner schon vom Dreirad des großen Bruders geflogen ist, seit er mit ca. 12 Monaten gelernt hat, drauf zu klettern...Und dass Kinder mit 20 Monaten gleich umfallen müssen mit einem Dreirad halte ich für ein Gerücht. Wobei -unserem knapp 5jährigen ist das neulich auch passiert...

ALLES lässt sich halt nicht vermeiden. Und manchmal hat man halt das Pech, dass dann eine Kante im Weg ist.

Ich hoffe jedenfalls, dass nichts schlimmeres passiert ist. Tief durchatmen, noch mal in Ruhe darüber nachdenken, und Punkt 1 klären.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von kawu84 12.03.11 - 19:13 Uhr

natürlich hätten sie deinem Kind erst noch ein Lunchpaket packen sollen und der praktikantin in ruhe erklären sollen, wie das mitder versicherung läuft. in der zeit kann man ja die platzwunde gut zuhalten. kommt bestimmt nicht so draufa an, ob sie jetzt ne halbe stunde früher oder später genäht wird!!!

ironie aus

also mal im ernst: ich denke nicht, dass das eine alltägliche situation ist und ich finde, dass man auch davon ausgehen kann, dass er im krankenhaus ne windel bekommen kann oder auch evtl. was zu essen- falls überhaupt nötig! also ich hätte auch nicht unbedingt an sowas gedacht und finde deine reaktion daher etwas überzogen.

Beitrag von beth22 12.03.11 - 19:52 Uhr

Zum 1. Punkt würde ich sagen das es eigentlich zur Schweigepflicht der Kita gehört nicht über andere Kinder zu reden. Und sowas würde ich auch dort nochmal klipp und klar sagen!

Zum 2. Punkt: Denke ich mal es ist doch wichtiger das dein Kind medizinisch versorgt wird oder sollte der Rettungswagen jetzt noch extra ne halbe Stunde warten bis die Erzieher Essen, trinken und die Wechselsachen zusammengesucht haben? Im Kh müßten die eigentlich sowas haben für unvorhergesehene Patienten.

Es ist Verständlich das man sich aufregt, aber man muß auch ein Stück weit Realistisch bleiben. Es sind alles nur Menschen die dort Arbeiten und da passieren nunmal auch Fehler. Dein Sohn ist auch bestimmt nicht das einzigste kind welches dort betreut wird und da finde ich es schon ok wenn dort eine Praktikantin mitgeschickt wird (besser als gar keiner - weil z.bsp. Personal fehlt, er aber dringend ins Kh muß)

LG
Sandra mit Max (9,5 Jahre), Ben (fast 4 Jahre) und Lea (17,5 Monate)

Beitrag von sillysilly 12.03.11 - 19:55 Uhr

Hallo

ich denke das sie Personell eng besetzt waren, und keine pädagogische Mitarbeiterin abziehen konnten
Also war die Frage ob das Kind alleine mitfährt oder eine Praktikantin
An manchen Tage, bei Engpäßen, kann wirklich keiner mit fahren .... ohne die Aufsichtspflicht den anderen Kindern gegenüber nicht zu gefährden.
Schade, aber verständlich


Windeln, Trinken ect. bekommt man doch im Krankenhaus ..... ich gehe davon aus, daß das Kind da versorgt wird.
In der Hektik der Erstversorgung hat man viele Gedanken im Kopf, und vielleicht nicht die Windel.
Kinderwagen würde der Notarzt bestimmt nicht mitnehmen .....

und Krankenkasse kann nachgetragen werden
wußte ich manchmal auch nicht auf die Schnelle weil ich lieber beim Kind geblieben bin, als noch in den Akten zu blättern.


Probleme mit Außenstehenden zu besprechen finde ich unmöglich und würde einfach nachfragen was das soll



Grüße Silly

Beitrag von knipke 12.03.11 - 20:40 Uhr

Ich bin ganz deiner Meinung das kann nicht angehen
Das mit der Praktikantin ist nicht legal
Und auch wenn es nicht alltäglich ist das ein Kind in die Notaufnahme muss denke ich das man alle Gedanken beisammen haben muss und der Situation angepasst zu handeln hat dafür ist es pädagogisch ausgebildetes Personal Punkt 1: Die Kita hat eine Schweigepflicht

Beitrag von sillysilly 12.03.11 - 20:45 Uhr

Hallo

was heißt nicht legal

wir müssen gar nicht mitfahren - dann muß das Kind alleine fahren - wird ja erst durch die Leute im Krankenwagen und dann im Krankenhaus betreut.

Ich kann nicht mitfahren, wenn der Rest der Gruppe nicht betreut ist.
Bin oft alleine in der Gruppe - was mache ich dann mit den anderen 25 Kindern ?
Oder wenn die Kollegin auch nur zu zweit sind. Haben die dann 48 Kinder oder so über Stunden alleine
das ist nicht legal
denn es kann ja immer nochmals was am Tag passieren

Grüße Silly

Beitrag von stienchen1328 12.03.11 - 21:44 Uhr

Das mit der Praktikantin ist dann legal, wenn die verantwortliche Erzieherin das der Praktikantin zutraut!
Arbeite selber im Kiga und weiß das deshalb sehr genau. Theoretisch muss niemand aus der Kita mitfahren. Um so besser, wenn sie das Kind nicht alleine lassen und eine vertraute Person mitschicken. Egal wer das letztendlich ist.

Zu Problem 1: Deinen Ärger kann ich nachvollziehen. Das kann ja so nicht angehen!

Beitrag von bibabutzefrau 12.03.11 - 23:00 Uhr

sorry das ist Bullshit.
natürlich muss keine Erzieherin mitfahren eine Praktikantin ist durchaus angemessen.

Beitrag von sanne2209 12.03.11 - 20:43 Uhr

zu 1.
Probleme mit Außenstehenden zu besprechen ist unmöglich, das ist klar, da würde ich direkt nachfragen und da kann ich deinen ärger verstehen

zu 2.

ich weiß jetzt nicht ob ich lachen oder heulen soll... sonst hast du keine Probleme?

das kann immer passieren und auch wenn Du daneben stehst.

Weisst du wieviele Threads es hier gibt, in denen sich die Mütter beschweren, dass die Kinder NICHT mit dem RTW transportiert werden, sondern auf einen Erziehungsberechtigten gewartet wurde, oder das Kind musste alleine fahren?!?!
Mal ehrlich, wenn du einen RTW rufst und mitfährst, dann denkst du doch auch nicht an die Mannschaftsverpflegung.

Dein kind wird in den paar Stunden nicht verhungern und zur not gibt es ja überall Leitungswasser.

Windeln Rollstühle usw stehen in der Regel im Krankenhaus zur Verfügung

Sanne

Beitrag von kurvenlilly 12.03.11 - 20:52 Uhr

in unserer kita sind zurzeit 12 kinder auf 4 betreuer, ich glaube nicht dass es jemandem weh getan hätte anstatt der praktikantin eine der kindergärtnerinnen mit zu schicken.

Beitrag von sillysilly 12.03.11 - 20:56 Uhr

Hallo

dann frag doch einfach nach warum keine Erzieherin dabei war

wenn es mir wichtig ist, würde ich einfach freundlich nachfragen, warum keine pädagogisches Personal dabei war und das du dir das gewünscht hättest.

Ist doch kein Thema das Anzuprechen wenn es dir wichtig ist

Mir ist lieber die Eltern sprechen mit Offen an, als das sie sich aufregen und ich weiß von nix
und wenn es berechtigt ist, mache ich es das nächste Mal besser
Denn auch Erzieher können dazu lernen ;-)


grüße Silly

Beitrag von minikruemelchen25 13.03.11 - 10:14 Uhr

Hallo,

1. "...geht es nur mir so oder ist es wirklich eine unverschämtheit mit anderen eltern die probleme mit meinem kind zu erörtern? "

Ich finde es unverschämt, dass sie mit anderen Eltern über deinen Sohn reden, das geht gar nicht. Und das würde ich denen auch mal klar machen! Und hab keine Angst davor, den Mund aufzumachen, die müssen mal wachgerüttelt werden, dass es so nicht geht. Das gilt auch für alles Folgende...

2. "...das ist nur passiert weil das dreirad im raum der einjährigen unbeaufsichtigt herum stand. wobei jedem klar sein dürfte das ein einjähriges kind kein dreirad fahren kann."

Das hätte nicht sein dürfen und dennoch...Unfälle passieren, auch wenn es nicht das Dreirad gewesen wäre, hätte es auch anders passieren können. So kleine Mäuse gehören permanetn beaufsichtigt durch Fachpersonal und nicht durch Praktikanten!

3. "...auch dass die praktikantin als einzige betreuung mit meinem sohn mitgeschickt wurde halte ich für unmöglich! "

Das kann ich auch nicht verstehen. Mal ganz abgesehen davonb, dass ich nicht weiss, wie die personelle Situation in dem Moment im Kiga war, können die das eigentlich nicht machen. Die arme Praktikantin war doch sicherlich auch gnadenlos überfordert mit der Situation.

4. "...kai hatte keine wecheslwindel dabei, nichts zu essen oder zu trinken "

Naja, das seh ich nicht so eng. Eine Wechselwindel sollten Sie im Krankenhaus haben und auch wenn dein Kleiner was zu trinken braucht, müssen die ihn im KH versorgen. Aber dass sie für solche Fälle eigentlich im Kiga einen Notfallplan haben sollten, das timme ich dir voll und ganz zu.

Wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich einen Gesprächstermin mit der Leitung vereinbaren. Und dann würde ich NOCHMAL versuchen die Sache zu klären und deinen Frust darüber deutlich machen.

Und ansonsten....vergiss die Sache ganz schnell wieder...deinem Sohn zuliebe.

LG
Kathy

Beitrag von pollypo 13.03.11 - 11:33 Uhr

Hallo

Punkt 1:

Die Kita hat eine Schweigepflicht und nicht ein Wort zu anderen Eltern über dein Kind zu verlieren.

Punkt 2:

Die Erzieherinnen sind nicht verpflichtet dazu im Krankenwagen mitzufahren.
Von daher war es völlig ok dass die Pranktikantin mitgefahren ist. Wahrscheinlich hat es die Situation nicht zugelassen dass eine Erzieherin mitfuhr.
Das mit der Krankenkasse muss eine Pranktikantin nicht wissen, für das KH reicht es zu wissen dass der Unfall in einer Kita passiert ist. Die wissen dort dann schon Bescheid ;-)
Dass deinem Sohn das nötige "Lunchpaket" im Vorfeld gepackt wird ist ja wohl super albern. In erster Linie sollte es dir wichtig sein dass dein Sohn schnellstmögliche ärztliche Betreuung bekommt, egal ob mit sauberer oder dreckiger Windel.
Ausserdem kann man doch davon ausgehen dass es in einem KH eine Windel und einen Schluck Tee gibt.
Auch wenn eine Einrichtung nach einem Plan bzw. Konzept handeln sollte.
Ein Unfall ist immer eine Ausnahmesituation und ich finde die Erzieherinnen haben in dem Moment alles richtig gemacht.

Wenn du ihnen einen reinwürgen möchtest dann nur mit Punkt 1.

Gruss, die Polly #winke

Beitrag von kati543 13.03.11 - 16:02 Uhr

"Die Erzieherinnen sind nicht verpflichtet dazu im Krankenwagen mitzufahren.
Von daher war es völlig ok dass die Pranktikantin mitgefahren ist."

Kannst du das auch mit Hilfe von Gesetzen/Urteilen belegen?

Beitrag von pollypo 13.03.11 - 17:16 Uhr

Ich nehm alles zurück.
http://www.ukbb.de/level9_cms/index.php?mid=00010038&FAQ_ID=55#faq

Beitrag von kati543 13.03.11 - 15:57 Uhr

Zum ersten Punkt kann ich nur sagen, dass Unfälle nun mal passieren. Und wenn eines der größeren Kinder das Dreirad dort gelassen hat, tja ... dumm gelaufen, aber du kannst nichts dagegen machen.

Beim zweiten Punkt bin ich ganz deiner Meinung. Die einzigsten Personen, die im Kiga berechtigt sind, ein Kind zu betreuen, sind die Erzieher. Einer Praktikantin dein Kind mitzugeben, ist ungefähr so, wie einem Menschen von der Straße (der eben gerade vorbei gekommen ist) das Kind in die Hand zu drücken und ihn zu bitten ins KH zu fahren. Wegen der Versorgung denke ich, dass du übertreibst. In JEDEM Krankenhaus, was Kinder aufnimmt, gibt es Windeln und Flaschen. Da muß man einfach nur mal fragen.