Wie vor dem Allein-Draußen-Spielen vorbereiten???

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von claudi1234 12.03.11 - 19:12 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe einmal folgende Frage:

Felix ist jetzt 5,5 Jahre alt und ich möchte langsam anfangen, ihn auch allein zum Spielen rauszulassen. Wir wohnen in einer verkehrsberuhigten Straße (Sackgasse) in der auch ganz viele andere Kinder draußen spielen. Nun habe ich ihm erklärt, dass er, wenn er alleine draußen ist, mit niemanden mitgehen darf. So wollte ich langsam anfangen, ihn die gängigen Dinge zu erklären wie....mit keinem mitgehen....von keinem Fremden ansprechen lassen etc....

Nun hat ihm dieses aber bereits Angst gemacht. Vorgestern kam er abends zu mir und sagte, dass er träumt, jemand würde ihn mitnehmen wollen. Das tat mir unendlich leid.

Nur..... ich kann ihn doch nicht allein rauslassen, ohne ihn vor evtl. Gefahren zu warnen.

Wie kann ich es ihm am besten erklären, ohne dass er wiederum solche Angst bekommt, dass er gar nicht mehr allein raus mag?

Würde mich über Vorschläge freuen...

Lieben Gruß

Claudia

Beitrag von rhodochiton 12.03.11 - 19:18 Uhr

Ich sehe oder zumindest höre meine Kinder immer vom Fenster aus, sie wissen also, ich bin da.
Zudem schaue ich regelmässig aus dem Fenster, vorallem, wenn es plötzlich still ist...

Beitrag von claudi1234 12.03.11 - 19:22 Uhr

Ja, dass ist bei mir natürlich auch der Fall. Wir wohnen im EG und ich bin dann oft auf der Terrasse und Felix spielt dann ziemlich genau davor. Nur er geht ja auch mal ein paar Schritte aus meiner Sicht heraus und ich denke, ich muss ihn irgendwie auf Gefahren vorbereiten. Ich habe ihn ja nicht im Sekundentakt im Blickfeld..... manchmal reichen ja leider schon 5 Minuten .....

Ich gehöre leider zu den überängstlichen Müttern..... deshalb ist es mir wichtig, dass Felix genau weiß, dass er zB mit niemanden mitgehen darf....

Oje...echt schwierig

Hast Du Deinen Kindern denn gar nichts in dieser Hinsicht erklärt? Reicht es Dir, dass Du sie in Sicht- oder Hörweite hast? Vielleicht bin ich ja nur zu überängstlich?

Beitrag von rhodochiton 12.03.11 - 19:38 Uhr

Ich kann Deine bedenken schon verstehen! Ich habe einen riesen Garten mit Zaun. Die Nachbarskinder kommen oft zu uns oder in Nachbarsgarten, die auch relativ sicher sind.

Wenn aber Dein Gefühl Nein sagt, würde ich da darauf hören.

Mein Problem ist ja ein ähnliches (siehe unten Tread Kindergartenweg).

Weil alle Mütter ihre Kinder (5-6) alleine den Kindergartenweg machen lassen, fühle ich mich auch fast gezwungen dazu. Wenn dann aber meinem Kind was passiert, ist es ja dann auch mein Problem. Desshalb bin ich auch sehr hin und hergerissen. Einerseits Selbständigeit und Soziale Kontakte für die Kinder, anderseits Sicherheit.

Beitrag von munirah 12.03.11 - 19:37 Uhr

Hat er vielleicht unter den anderen Kindern Freunde, mit denen er spielen könnte? Vielleicht sogar etwas ältere bzw. vernünftigere?
Ich lasse meine beiden Großen meist zusammen raus, weil ich dann weiß, sie sind mindestens zu zweit. Meistens kommen dann noch andere dazu... Und vorher werden eben die Grenzen besprochen, wie weit sie gehen dürfen, und nicht in fremde Gärten (außer bei den Freunden). Da auch oft kleinere Kinder draußen sind, ist auch meistens ein Erwachsener als Aufsicht da, wir wechseln uns da ein wenig ab!

Beitrag von claudi1234 12.03.11 - 19:40 Uhr

Ja, er hat Kinder, mit denen er spielen kann..... und noch gehe ich auch immer mit raus....aber irgendwann müsste er ja auch mal allein raus können....

Nur meine Frage ist halt die, ob Ihr Eure Kinder schon über evtl. Gefahren aufklärt oder sie erst einmal einfach so raus lasst....

Beitrag von rhodochiton 12.03.11 - 19:42 Uhr

Ich habe gute Bücher, die mir schon sehr wichtig sind. Es gibt krasse und abgeschwächte. Am besten gehst Du mal in die Bücherei.

Beitrag von bine3002 12.03.11 - 19:40 Uhr

Du solltest ihm erklären, was er tun könnte, wenn er sich bedroht fühlt, ihn jemand anfassen möchte etc. Ich habe meiner Tochter gesagt, dass sie denjenigen dann anschreien und sich notfalls auch mit Händen und Füßen wehren darf... kratzen, beissen, hauen... alles erlaubt. Ich denke, dass das den Kindern das Gefühl gibt, nicht allzu hilflos ausgeliefert zu sein.

Beitrag von claudi1234 12.03.11 - 19:59 Uhr

Aber hat sie denn keine Angst gehabt, als Du ihr erklärt hast, es könnte jemand kommen, bei dem sie dieses anwenden müsste?

Beitrag von rhodochiton 12.03.11 - 20:06 Uhr

Sie müssen leider lernen, dass es auch Dinge gibt, die nicht so toll sind.
Die Angst haben wir ja sogar noch. Du kannst wählen zwischen Angst oder Unwissenheit. Letzteres ist gefährlicher für Dein Kind. Du kannst ja sagen, es solle keine Angst haben, nur beobachten, keine fremde Person an nah an sich lassen und falls eine zu nah kommt, soll es sofort zu Dir rennen...

Beitrag von claudi1234 12.03.11 - 20:33 Uhr

Ja, danke....da hast Du natürlich auch wieder Recht.... die Wahl zwischen Angst oder Unwissenheit dürfte wohl nicht allzu schwer fallen.... dann denke ich doch, dass es so besser ist, wie Du es beschreibst.

Danke für Deine Antwort!

Beitrag von rhodochiton 12.03.11 - 20:37 Uhr

Gern geschehen!