Japan in der Schule thematisieren?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von lilayakima 13.03.11 - 01:51 Uhr

Aus aktuellem Anlass, hier die Frage an die Eltern.

Ich habe am Montag Ethik in der 6. Klasse und weiß nicht so recht, inwieweit die Eltern es gut fänden, wenn ich den Kindern den Raum geben würde, über die Geschehnisse am Wochenende (und dem, was da morgen noch kommen mag) zu reflektieren.

Obwohl ich absoluter Gegner von Atomkraftwerken bin, würde ich Angst machende und wertende Bemerkungen natürlich unterlassen.

Eigentlich hätte ich es gerne so gehandhabt, dass ich einfach eine halbe Stunde oder so die Kinder darüber sprechen lassen würde, was sie gesehen und welche Fragen und Gefühle sie dazu haben.

Klar würden wir auch nochmal erwähnen, dass Japan sehr weit weg ist und für uns keine Gefahr besteht, aber ich würde auch sagen wollen, dass es für die Erde ansich schon eine große Belastung darstellt und es deshalb ganz wichtig ist, dass man alles dafür tut, dass soetwas nicht wieder passiert.

Fändet ihr das angemessen oder wölltet ihr nicht, dass im Unterricht soetwas besprochen wird (würde eh die Klassenlehrerin noch einmal fragen)?

Meine Kinder sind noch zu klein umd das mitzubekommen, aber ich sehe ja jeden Tag in der Schule, wie sehr Kinder solche Ereignisse beschäftigen und dass sie doch sehr verunsichert sind und Redebedarf haben (was in der Pause auch geschieht).

Darum - Frage hier, welche Meinung habt ihr dazu?

Gruß

Beitrag von anira 13.03.11 - 06:53 Uhr

natürlich ist so etwas nicht verkehrt
aber ch denke auch serh schwer
es wird vieleicht eltern geben die sich darüber beschweren
das du nicht alle infos gegeben hast
oder oder

heute rennen die eltern doch leichter auf die barikaden als noch zu unserer schulzeit

wichtig wäre für mich zu erwähnen
das AKW hätte diesen monat eh abgeschaltet werden solle,

das tritin jetzt so drauf rumreitet das unsere ja auch nicht mehr die neuesten sind
liegtr ja unter anderem daran das er es doch massiv verhindert hat das diese erneuert werden usw


*gähn* tut mir leid ich bin noch viel zu müde

Beitrag von cosmashiva24 13.03.11 - 08:26 Uhr

Hallo

also ich finde auch das man in einer 6 Klasse ruhig darüber sprechen kann.

Ich weiß noch als ich in der dritten war Irak kriese ich lebte in einer stadt mit Amrikanischem Stützpunkt, viele freundinen haben immer von Krieg und tot gesprochen ich hatte angst, leider wurde es damals versäumt mit uns darüber zu sprechen.


Also ich finde es gut wenn die Kinder in der schule diese thematik auch besprechen können/dürfen, weil ich glaube es baut wenn es sachlich ist auch die ängste der Kinder ab.

Klar muss man mit eltern rechnen denen das nicht gefällt, weil sie ihre kinder nicht verunsichern wollen, aber grad in der 6 klasse schaut man ja auch mal allein fernsehn oder ließt über die zeitung deswegen würde ich sagen machs einfach.

Lg Cosma

Beitrag von sarahg0709 13.03.11 - 12:13 Uhr

Hallo,

ich würde es im Unterricht nur thematisieren, wenn/falls es die Kinder selbst ansprechen. Sonst nicht.

LG

Beitrag von lilayakima 13.03.11 - 12:21 Uhr

Denke das werde ich auch machen.

Gruss

Beitrag von kati543 13.03.11 - 12:58 Uhr

Ich fand es in der Schule immer ganz besonders blöd, wenn man das, was in (wahrscheinlich) vielen Haushalten dauernd im TV läuft, auch noch in der Schule durchgekaut werden muß. Damals bei mir in meiner Schulzeit war das eben das Thema "Wiedervereinigung". Ich fände es gut, wenn die Schüler von sich aus fragen, aber als Lehrer das "vorzugeben" ist langweilig für die Kinder.
Eher würde ich als Chemielehrer das Ganze mal von der Seite der Fakten betrachten. Also weniger wie schlimm die Radioaktivität ist (das kommt minütlich im TV), sondern eher, wie das entsteht, wie so ein Kraftwerk funktioniert, welche Vor- und Nachteile es gibt,... So können sich die Kinder eine eigene Meinung bilden, denn dann haben sie das nötige Hintergrundwissen.

Beitrag von katinka72 13.03.11 - 16:19 Uhr

Angstmachende Bemerkungen unterlassen- das ist ein gutes Stichwort. Ich war in den 80er Jahren in der Orientierungsstufe und hatten damals eine ältere grüne Lehrerin, die uns mit ihrer dauernden atomaren Literatur und ihren Aussagen in den atomaren Wahnsinn getrieben ist und uns mit Bemerkungen wie: ihr könnt dann nicht sagen, ihr habt nichts gewusst von dem anstehenden Dritten Weltkrieg. Ich bin bei jeder Sirene sei es Autoalarm oder Übunssirenen völlig abgedreht. Sprechen, offen über Ängste hätte ich begrüßt. Erst Jahre später haben wir uns mit mehren Mitschülern drüber unterhalten- allen ging es gleich, viel Angst und keiner, der diese Ängste auffing.

Beitrag von anna031977 13.03.11 - 16:59 Uhr

Äußere Dich zu den AKWs nur, wenn Du Ahnung von der Thematik hast. Denn gerade bei Atomkraft gibt es viel Unwissenheit und das schürt Ängste.

Ich bin Physiklehrerin und habe gerade vor den Faschingsferien das Thema "die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki" und "Das Reaktorunglück von Tschernobyl" behandelt.

Eigentlich wäre jetzt ein neues Thema gekommen. Aber so bleibe ich noch eine Stunde bei dieser Thematik.

Beitrag von 19claudia77 13.03.11 - 17:16 Uhr

Hallo,

mein Sohn geht in die 3. Klasse und da hatte die Lehrerin am Freitag Morgen schon etwas darüber gesprochen...bis dahin wußte man ja noch nicht viel darüber....ich finde es prima wenn über aktuelle Themen gesprochen wird egal ob an Grund oder Mittelschulen oder Gymnasium ...und wie unterschiedlich die Ansichten der Schüler/innen sind bzw. wie viel sie durch die Medien und auch durch Eltern mitbekommen.

Dabei würde ich natürlich nicht meine eigene Meinung (also ihre) ...also Atomkraftgegener den Kindern vermitteln sondern im allgemeinen das Geschehen behandeln und diskutieren.

lg Claudia und Rasselbande

Beitrag von dani.m. 14.03.11 - 22:47 Uhr

Ich bin jetzt zwar etwas spät dran mit meiner Antwort, hoffe aber, du liest sie trotzdem.
Ich finde schon, dass so etwas in der Schule besprochen werden sollte. Ganz ehrlich: ich war heute etwas entsetzt, als mein Sohn mir erklärte, dass sie kein Wort darüber verloren haben. Klar, er geht zur Grundschule. Trotzdem sind die Nachrichten immer um die Kinder herum. Ich habe mich am Wochenende intensiv mit ihm mit dem Thema beschäftigt - nicht nur die Atomkatastrophe, auch über Erdbeben und den Tsunami haben wir geredet. Ich hätte mir gewünscht, dass es zumindest in dem "Morgenkreis", den sie jeden Montag haben, angesprochen worden wäre. Aber an unserer Schule geht das wohl vorbei: "Business as usual" :-(