Erbe / "Erbstreit"

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von arkti 13.03.11 - 02:24 Uhr

Hallo!
Folgende Situation:
Meine Oma ist gestorben (war bereits verwitwet) und es gibt kein Testtament.
Sie hatte 3 Söhne von denen einer bereits verstorben ist ( mein Vater).
Erben sind ja nun ihre Söhne und in dem Fall ich da ich ja an die Stelle meines Vaters trete laut Gesetz.

Oma hatte schon lange eine gewisse Geldsumme für ihre Beerdigungs zur Seite gelegt.
Sie lag bei meiner Mutter in einem Bankschließfach, wo sie auch heute noch liegt.
Beerdigung liegt hinter uns, die wurde von meinem Onkel organisiert, war ja auch soweit ok für uns.
Nach der Beerdigung wurde ihr Schmuck aufgeteilt, jeder konnte sich was aussuchen, war auch ok für alle.

Ich muss vielleicht noch dazu sagen das mein Onkel am Beerdigungstag noch zu meiner Mutter sagte, das er zu ihr kommt sobald er die Rechnung hat und der Rest dann aufgeteilt wird.
1 Woche nach der Beerdigung klingelte mein Telefon, meine Tante am anderen Ende, sie fragte nach einer Kette die meine Tochter sich ausgesucht hatte.
Plötzlich wollte sie diese Kette haben.
Habe ich aber nicht eingesehen, denn meine Tante hat sich genug Schmuck genommen und meinem Kind die einizige Kette wegnehmen die sie sich ausgesucht hat, nee das kam für mich nicht in frage.

Nun kam die Rechnung des Bestatters bei meinem Onkel an und er rief bei meiner Mutter an und sagte wir treffen uns dann und dann bei der Sparkasse dann gibst du mir das Geld.
Er war total frech und patzig.
Die Rechnungssumme liegt deutlich unter der Summe die Oma zurückgelegt hatte, also bleibt eine Restsumme übrig. (das weiß ich weil ich die Summe beim Bestatter telefonisch erfragt habe).
Meine Mutter hat meinen Onkel und meine Tante heute noch gesehen und sie wurde bewusst von ihnen ignoriert.

Wie geht man jetzt am besten vor?
Ich sehe es nicht ein das er sich die komplette Restsumme einsteckt.
Anwalt bringt ja in dem Fall nichts da das Geld ja nirgendwo vermerkt ist.

Geben wir ihm nächste Woche die komplette Summe ist alles weg, dann sieht man nichts mehr davon.
Geben wir ihm nur die Rechnungssumme plus seinem Anteil?

Ich will sicher keinen Streit, aber ich verstehe nicht warum sie plötzlich so patzig sind und meine Mutter ignorieren.
Meinte Tante ist raffgierig und die Sache mit der Kette hat mich schon sehr geärgert.
Aber sowas kann doch kein grund sein jetzt so komisch zu sein und wenn doch was würdet ihr tun?

Vom Prinzip her könnten wir die ganze Summe festhalten und ihnen gar nichts geben.
Ich weiß genau das meine Tante sich ärgert das sie das Geld damals nicht an sich genommen haben als mein Papa gestorben ist, aber da haben sie gesagt sie möchten das auch nicht zuhause rumliegen haben es soll lieber bei meiner Mama im Schließfach bleiben.
Hätten sie es schon könnten sie es ja einfach behalten.

Ich tendiere dazu Umschläge fertig zu machen mit meiner Mutter.
Einen für die Bestatterrechnung, und für jeden Erben den Geldanteil mit dem übrig gebliebenen.

Sollte er in irgendweiner Art und Weise frech werden ja dann weiß ich auch nicht #kratz

Gruß
Arkti






Beitrag von susannea 13.03.11 - 08:02 Uhr

Ich würde erstmal um sicher zu gehen, dass der Bestattungsunternehmer sein Geld bekommt, den direkt bezahlen.

NIcht das sich jemand nacher das Geld einsteckt und dann die Rechnugn offen bleibt.

Dann würde ich allerdgins nachfragen, was noch für Kosten entstanden sind, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Bestattungsunternehmen meist nicht der einzige Kostenpunkt ist.

Wenn das geklärt ist, macht Umschläge fertig mit dem Anteilen und gut ist.

Die sollen sich meintewegen alle gleichzeitg angucken oder ihr rechnet ihnen das "öffentlich" vor, damit keiner sagen kann, irgendjemand hatte mehr oder weniger!

Beitrag von oma.2009 13.03.11 - 08:47 Uhr

Hallo arkti,

gebt das Geld nicht aus den Händen sondern bezahlt, wie schon erwähnt wurde, den Bestatter sofort davon. Und dann fragt nach, was noch an Rechnungen kommen könnte: als mein Vater beigesetzt wurde (Urnenbestattung) wurden es insges. 4 Rechnungen. Der Bestatter darf nicht alle Rechnungen stellen z.B. von Friedhof die Gebühren und die Grabstelle usw. Wartet einfach ab.
Ich weiß ja nicht, ob die Oma noch einen Grabstein bekommen soll bzw. ob in einem vorhandenen Stein die Inschrift noch geändert bzw. vervollständigt werden soll. Dafür kann man das Restgeld noch nehmen. Am Besten ist, dafür mal bei einem Steinmetzt nachzufragen, was noch an Kosten auf euch zukommen kann.

LG

Beitrag von arkti 13.03.11 - 10:20 Uhr

Hallo!
Der Bestatter bekommt natürlich sein Geld.

Hier läuft das anderes da gibt es wirklich nur eine Rechnung vom Bestatter.
Das weiß ich weil mein Vater ja vor 2 Jahren gestorben ist.

Einen Grabstein bekommt sie nicht.
Sie liegt in einem Doppelgrab wo mein Opa auch schon einige Jahre liegt, da wollte sie schon keinen Stein.

Gruß
Arkti

Beitrag von claudia_71 13.03.11 - 08:48 Uhr

Hallo,

lasst euch bitte unbedingt schriftlich bestätigen, wieviel derjenige im Umschlag erhalten hat. Nicht dass später noch jmd. einfällt, gar nichts bekommen zu haben.
Bei uns kam zur Bestatterrechnung noch eine Rechnung von der Gemeinde und von der Kirche, zusätzlich der Leichenschmaus, eine Rechnung vom Arzt wg. Leichenschau (die die Krankenkasse nicht mehr bezahlt). Also nochmal nachfragen, was dein Onkel schon bezahlt hat oder noch bezahlt werden muss.

LG Claudia (deren Onkel seit der Beerdigung ihrer Oma bzw. dem Notartermin nicht mal mehr grüßt)

Beitrag von arkti 13.03.11 - 10:30 Uhr

Hallo!
Hier beinhaltet eine Bestatterrechnung alles.
Die eigentlichen Kosten des Bestatters, Zeitungsanzeigen, Friedhofsgebühren, Leichenschmaus.

Das einzige was noch kommt oder bereits erledigt ist sind diese 10 Euro pro Tag im Krankenhaus. (130 Euro).
Die bekommt er natürlich auch.

Was bringt mir denn die Quittung?
Er könnte ja nichtmal beweisen das wir das Geld von Oma haben.
Wenn ich wollte könnte ich sagen da war nichts und er steht blöd da.

Gruß
Arkti

Beitrag von claudia_71 13.03.11 - 11:40 Uhr

Hallo,

wenns hart auf hart kommt, müsst ihr (!) beweisen, dass das Geld im Schließfach nicht von der Oma war. Dann müßte nämlich Kontoauszüge deiner Oma der letzten 10 Jahre vorgelegt werden, und ich gehe mal davon aus, dass dieses Geld nicht schon länger im Schließfach gelegen hat?

Ich habe halt sehr schlechte Erfahrungen gemacht mit meinem Onkel, und würde mir ALLES schriftlich geben lassen, auch was sie an Schmuck bereits mitgenommen haben.

LG Claudia

Beitrag von arkti 13.03.11 - 11:53 Uhr

Hallo!
Es könnte aber auch nicht auf Kontoauszügen gesehen werden, da sie es nach und nach gesammelt hat.
Immer mal etwas mehr vom Konto geholt und an die Seite gelegt.

Gruß
Arkti

Beitrag von shmenkman 13.03.11 - 08:49 Uhr

Hallo!

So wie meine Vorschreiberin es gesagt hat, würde ich es auch machen.

Alle Beteiligten gehen zusammen zur Bank, nicht, das es dann noch heißt, ihr hättet was unterschlagen.

Wegen der Kette würde ich nochmal mit der Tante sprechen, damit Spannungen behoben werden können.
Warum wollte sie die Kette denn im Nachhinein noch? Sie muss doch irgendwie argumentiert haben?

Erbangelegenheiten sind manchmal ein Charaktertest, wenn ich dran denke wie die Aasgeier aus der Familie meine Mutter und uns, die Kinder, abgezogen haben, könnt ich kotzen.

Aber ich war noch ein Kind und später war es mir zu würdelos dagegen anzugehen.

LG!

Beitrag von arkti 13.03.11 - 10:40 Uhr

Hallo!
Gemeinsam zur Bank brauchen wir nicht.
Mein Onkel hat keinerlei Rechte zu sehen was meine Mutter im Schließfach hat, da hat sie ja auch eigene Dinge drin.

Warum sie die Kette wollte weiß ich nicht.
Sie rief an und fragte ob einer von uns die Kette hätte.
Habe dann gesagt, klar die hat meine Tochter sich ausgesucht, die wollte ja vorher keiner.
Meine Tochter hatte sich den Schmuck erst angeschaut als alle Erwachsenen sich das ausgesucht haben was sie gerne wollten.
Was keiner wollte blieb im Schmuckkästchen also unter anderem auch diese Kette.
Dann sagte sie halt " Das findet sie aber nicht gut weil sie die gerne gehabt hätte, sie hätte sich die vorher zur Seite gelegt"
Ich hab dan nur noch gesagt "Die lag im Schmuckkästchen bei den Dingen die keiner wollte"
Von ihr kam dann nur noch" Das hat mich im nachhinein geärgert, sie wüsste ja auch nicht ob meine Tochter die kette überhaupt tragen würde, wir könnten es uns ja nochmal überlegen"
Ich habe dann geantwortet: "Meine Tochter ist kein Sammler die nimmt sich wenn überhaupt nur was was ihr auch gefällt und was sie auch trägt"

Dann beendete sie das Gespräch.

Gruß
Arkti

Beitrag von shmenkman 13.03.11 - 11:09 Uhr

Nee, so geht's ja nicht. Allein schon die Aussage "ich hab' mir die zur Seite gelegt."- pfft! Was ist das denn für ein Raffzahn?

Ja, das mit dem Schließfach verstehe ich, aber so kann's sein, dass ihr euch später noch irgendwelche Unterstellungen gefallen lassen müsst.

So wie die anscheinend drauf sind, müsst ihr wohl mit allem rechnen.

Und wie jemand anderes schon schrieb: was hat die Tante überhaupt zu melden? SIE hat doch nichts geerbt.

Lasst euch nicht auf das Niveau runterziehen, sichert euch bezüglich der Beerdigungskosten ab und das war's.

LG!


Beitrag von arkti 13.03.11 - 11:38 Uhr

Hallo!
Ja stimmt.

Omas letzter Wunsch das wir uns alle vertragen.
Das geht ja schon gut los.

Aber war vorherzusehen, meine Tante ist und bleibt ein Geldgeier.

Unterstellungen.
naja hier ist ja nur die rede von dem zusammengesparten für die beerdigung.
Den Kontostand von ihr kenne ich ja nichtmal.
Vielleicht sollte ich mir auch Kontoauszüge zeigen lassen #kratz

Beitrag von shandor 13.03.11 - 09:06 Uhr

Hallo Arkti

Erben sind die Söhne. Ich finde es von deiner Tante ganz schön frech, die Kette zu verlangen--------SIE hat da überhaupt kein Anrecht drauf.

Eva

Beitrag von susannea 13.03.11 - 09:14 Uhr

Ich glaube, du bringst hier einiges durcheinander.

Sie hat nicht verlangt, sondern alle gemeinsam haben sich darauf geeinigt, wer was bekommt. Da war die Tante dabei!

Wenn sie dem zustimmt und es sich hinterher anders überlegt, Pech gehabt!

Du weißt doch "geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen!"

So sehe ich das heir auch eindeutig!

Erst vor allem den Mund dazu nicht aufbekommen udn dann heimlich still und leise da Sachen zurück holen wollen! Wie feige ist so etwas denn?!?

Beitrag von arkti 13.03.11 - 10:46 Uhr

Hallo!
Genauso ist es.
Einfach nur feige.
Der Anruf kam 6 Tage nach der Verteilung.

Meine Mutter sagte mir sogar im nachhinein das sie bei der Verteilung gehört hätte wie sie zu meiner anderen Tante sagte " Komm mal mit ins Schlafzimmer da hab ich auch noch was liegen, vielleicht möchtest du davon noch was"

Somit hat sie bei der Verteilung also bewusst was unterschlagen.
Ich habe aber danach immer gesagt wenn sie das Geld nun vernünftig aufteilen sehe ich darüber weg.

Aber wie geschrieben sind sie jetzt total komisch und wollen das ganze geld holen.
Sehe ich nicht ein.

Gruß
Arkti


Beitrag von shandor 13.03.11 - 17:46 Uhr

Nein, ich bringe nichts durcheinander.
Es geht ja hier nicht um Geschenke, sondern ums Erbe. Und die Tante erbt nun mal nichts-----wenn, dann erbt ihr Mann.
Während die TE über ihren verstorbenen Vater direkt erbt.

Beitrag von susannea 13.03.11 - 20:59 Uhr

So war dein Post nicht zu verstehen, klang eher, wie die TE hätte keinerlei Anrecht, weil sie nicht Sohn ist!

Beitrag von arkti 13.03.11 - 22:47 Uhr

Na ich bin mal gespannt habe heute meinen Onkel angerufen.
Er hat natürlich abgestritten das er gegenüber meiner Mutter am Telefon patzig war.
Jedenfalls kommt er morgen zu meiner Mutter und ich werde dann natürlich auch da sein.
Mal schauen was das wird.

Beitrag von arkti 13.03.11 - 10:42 Uhr

Hallo!
Ja ich weiß ds sie kein Anrecht drauf hat.
Das Vereteilen des Schmuckes lief damals wirlich unkompliziert, deswegen ärgerte mich ja auch im nachhinein das sie plötzlich genau die Kette haben wollte die meine Tochter hat.

Gruß
Arkti